Kundenrezensionen


16 Rezensionen
5 Sterne:
 (9)
4 Sterne:
 (2)
3 Sterne:
 (3)
2 Sterne:
 (1)
1 Sterne:
 (1)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


29 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein wichtiger Titel für Europa-Visionäre
Es klingt fast zu schön, um wahr zu sein: die Europäische Union als Zukunftsmodell, das Lebensqualität, Menschenrechte, Frieden in aller Welt sowie Arten- und Umweltschutz gewährleistet? Der europäische Traum von globaler Solidarität als Gegenentwurf zum alternden amerikanischen Ideal mit seinem hässlichen Individualismus und...
Veröffentlicht am 10. Januar 2005 von Rolf Dobelli

versus
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Oberflächlich und naiv
Auf der einen Seite ist Jeremy Rifkins Buch ganz interessant, erzählt es doch, wie sich die Bedeutung von Privateigentum und die Bedeutung der Zeit im Wirtschaftsleben im Laufe der Jahrhunderte verändert hat und legt kurz die Entwicklung der europäischen Einigung dar.

Aber irgendwie ist das, was er schreibt, widersprüchlich. Er erkennt an,...
Vor 7 Monaten von Julius Justinian veröffentlicht


‹ Zurück | 1 2 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

29 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein wichtiger Titel für Europa-Visionäre, 10. Januar 2005
Von 
Rolf Dobelli (Luzern, Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)    (REAL NAME)   
Es klingt fast zu schön, um wahr zu sein: die Europäische Union als Zukunftsmodell, das Lebensqualität, Menschenrechte, Frieden in aller Welt sowie Arten- und Umweltschutz gewährleistet? Der europäische Traum von globaler Solidarität als Gegenentwurf zum alternden amerikanischen Ideal mit seinem hässlichen Individualismus und Turbokapitalismus? In Zeiten wirtschaftlicher Krisen in Euroland, gescheiterter Agrarreformen und stetigen Bauens an der Festung Europa wirkt diese Eloge auf den ersten Blick vielleicht wie ein schlechter Witz. Doch am Ende wird sie auch dem abgebrühtesten Euroskeptiker ein triumphierendes Lächeln hervorlocken. Recht hat er, der Rifkin: Wir Europäer haben es einfach besser! Die Frage, warum uns ein amerikanischer Intellektueller den eigenen Traum erklären muss, ist auch schnell beantwortet: weil es eigentlich Rifkins Traum von Europa ist. Der Autor bettet ihn ein in den ideengeschichtlichen Bogen vom Mittelalter bis zur Postmoderne. Wenn auch zuweilen redundant, steckt das Werk doch voller interessanter Fakten und Gedankenspiele. Am Ende ist man sogar geneigt, dem Träumer seinen glühenden Idealismus zu verzeihen. Wir empfehlen das Buch allen, die in der politischen Debatte ein Wörtchen mitreden wollen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


62 von 66 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Endlich eine große Vision für Europa, 20. August 2004
Jeremy Riffkin ist Wirtschaftswissenschaftler, Amerikaner, und er liebt seinen "amerikanischen Traum" vom individuellen "pursuit of happiness", dem Recht des Einzelnen auf die Tellerwäschekarriere. Ohne Einmischung des Staates. Aber Jeremy Riffkin ist gleichzeitig Berater der EU-Kommission in Brüssel, und dort hat er festgestellt:
Der Europäische Traum ist viel fortschrittlicher, passt viel besser ins 21. Jahrhundert, bietet den EU-Bürgern viel mehr als der amerikanische. Weil Europa auf Zusammenarbeit setzt statt auf egoistischen Ehrgeiz, auf Frieden durch Verhandlungen statt auf die präventiven Kriege, die George W. Bush zur amerikanischen Doktrin gemacht hat, auf den Wohlfahrtsstaat (auch wenn der jetzt abgespeckt wird) statt auf die Teilung der Gesellschaft in Superreiche und die Masse der Armen.
Als Ökonom schreibt Jeremy Riffkion natürlich nicht so leicht lesbar wie ein Krimiautor, aber im Gegensatz zu vielen seiner eurpäischen Kollegen schreibt er verständlich. Auch wenn man keine wirtschaftswissenschaftlichen Vorkenntnisse hat, sind seine Argumente nachvollziehbar und einleuchtend. Das Beste an diesem Buch: Riffkin schafft. was alle Europa-Politiker im Wahlkampf des Sommers 2004 versäumten. Er sagt, warum der europäische Gedanke so fruchtbar ist, weshalb er (und nicht sein US-Gegenpart) die Zukunft bestimmen wird und wieso sich seine Unterstützung lohnt - weil Europa sich zu einem Vorbild für die Welt entwickelt und den Europäern Sicherheit gibt, wirtschaftlich, politisch und privat.
Kurz gesagt: "Der Europäische Traum" von Jeremy Riffkin ist ein Muss-Buch für alle, die mitreden wollen und für jene, die Brüssel bisher nur für das Zentrum regelungswütiger Bürokraten hielten statt für den Regierungssitz einer grandiosen und global wirksamen Zukunftsidee.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der Europäische Traum - die Alternative zum Amerikanischen?, 29. Mai 2005
Der Europäische Traum - die Alternative zum Amerikanischen?
Wenn ich Bücher von Jeremy Rifkin lese, weiß ich immer nicht so richtig, ob ich einem echten Trend-Setter begegnet oder eher einem Luftikus aufgesessen bin.
Sein neuster Erguss - "Der Europäische Traum" - stellt die Europäische Union als gesellschaftlich-politischen Gegenentwurf zu den USA dar. Dabei entpuppt sich Rifkin, wie schon so oft, als Europa-Fan, ohne dabei allerdings Vor- oder Nachteile der jeweiligen Seite des Antlantiks über einen Kamm zu scheren. Vielmehr werden alle betrachteten Aspekte immer einer genauen Analyse unterzogen und die historische Genese der jeweiligen Gesellschaften miteinbezogen.
Die These des Buches lautet im Kern: Die Idee, die hinter der Vereinigung Europas steckt, nämlich eine -wie er es nennt- "leise Supermacht" zu errichten, die Ihre Stärke durch Konsens und Harmonie sowie dem friedlichen Streben nach Wohlstand
erreicht, sei dem amerikanischen Streben nach wirtschaftlicher und politischer Hegemonie letztendlich überlegen.
So etwas aus dem Munde eines Amerikaners zu hören, ist natürlich erstmal eine tolle Sache. Und Rifkin holt immer wieder weit aus und versucht die These zu untermauern. Das liest sich nett und interessant, doch bisweilen kann man sich des Eindrucks nicht
erwehren, dass er die Dinge etwas zu rosig sieht. Letztendlich kann man das Buch als hintergründigen Vergleich zwischen amerikanischer und europäischer Denkweise betrachten und so gesehen ist es wirklich interessant und gut zu lesen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Oberflächlich und naiv, 12. September 2014
Auf der einen Seite ist Jeremy Rifkins Buch ganz interessant, erzählt es doch, wie sich die Bedeutung von Privateigentum und die Bedeutung der Zeit im Wirtschaftsleben im Laufe der Jahrhunderte verändert hat und legt kurz die Entwicklung der europäischen Einigung dar.

Aber irgendwie ist das, was er schreibt, widersprüchlich. Er erkennt an, das der technische Fortschritt Arbeitsplätze vernichtet, fordert aber für Europa massive Zuwanderung und einen starken Anstieg der Bevölkerungsrate, um die angeblichen negativen Folgen des demografischen Wandels zu bekämpfen. Wie soll das aber geschehen, wenn die Zuwanderer und jungen Menschen keinen Job haben bzw. Minijobs ohne Einzahlungen in die Rentenversicherung haben?

Er lobt, dass die Europäer weniger arbeiten als die Amerikaner, fordert aber von den Europäern Opfer, um den demografischen Wandel zu bewältigen. Welche Europäer meint er denn aber genau? Etwa diejenigen, die heute bereits arbeitslos oder in Niedriglohnjobs sind? Er bleibt hier einfach zu oberflächlich.

Dann zitiert er noch Richard Nisbett mit den Thesen, dass die Europäer traditionell Individualisten und die Asiaten Kollektivisten seien. Aber: Waren denn die deutschen Intellektuellen bis 1945 bzw. bis 1968 nicht vielmehr an Gemeinschaft als an Selbstverwirklichung der Bevökerung interessiert? Doch, waren sie. Und es gibt und gab genug asiatische Banker, Manager, Politiker etc., die eher am eigenen Wohl als am Wohl der Bevölkerung interessiert waren.

Grundsätzlich sieht Rifkin die europäische Union auch nicht kritisch. Er vernachlässigt ihre undemokratischen Elemente und ihre Unpopularität in der Bevölkerung. Der Weg, der in Europa eingeschlagen wurde, ist kein Silberstreif am Horizont, wie Rifkin behauptet, da der einzelne Bürger immer weniger zu entscheiden hat. Rifkin ist einfach blauäugig. Er verherrlicht die europäische Idee, wie man es auch bei den Simpsons tut, er sieht aber nicht, was sie wirklich ist.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Brillantes Schwadronieren, 12. Februar 2008
Rezension bezieht sich auf: Der Europäische Traum: Die Vision einer leisen Supermacht (Taschenbuch)
Jeremy Rifkin versteht die Kunst weitschweifiger großer Worte. Um die Überlegenheit des von ihm so war genommenen europäischen Traums darzustellen greift er weit in die Vergangenheit zurück. Er lobt das Zunftwesen, das in Europa aber nie in Amerika existierte. Den Zünften ging es nicht um Profit sondern um ein auskömmliches Leben, bis "schurkische Kaufleute" die Zunftregeln umgingen. Er schreibt gegen den "Marktkapitalismus" und Adam Smith's Diktum, dass in der Marktwirtschaft jedes Individuum durch Verfolgung seiner Eigeninteressen und sogar durch selbstsüchtiges Verhalten zur Steigerung des allgemeinen Wohlergehens beitrage.

Die Amerikaner seien Individualisten wohingegen die Europäer soziale Wesen sind. J. Rifkin beobachtet in Europa die Geburt eines neuen Wirtschaftssystems, das durch kooperative Geschäfte und Zugehörigkeit zu Netzwerken statt durch Besitz gekennzeichnet sei. Wer strenge Fakten und Logik sucht wird meines Erachtens bei J. Rifkin enttäuscht und das nicht nur, weil er in einer seiner Ausschweifungen die US Marshall Plan Hilfen rund doppelt so hoch, wie sie tatsächlich waren, angibt.

Faszinierend sind die gekonnt aneinander gereihten Worthülsen. Die Europäische Union sei "das erste Regierungsexperiment in einer Welt, die sich von geographischen Ebenen auf planetarische Felder verlagert." Noch eine Kostprobe: "Die 45 Mitgliedstaaten der Europarats sind übereingekommen .... sicherzustellen, dass die zukünftige Raumplanung Europas mit dem Europäischen Traum von Inklusivität, Diversität, Nachhaltigkeit, Lebenqualität, allgemeinen Menschenrechten, den Rechten der Natur und dem Frieden unter den Völkern kompatibel ist."

Jeremy Rifkin schreibt alles was er sagt in vollem Ernst. Kein ironischer Unterton. Ich habe mir an vielen Stellen ein Schmunzeln nicht verkneifen können und daher über die Hälfte des Buches mit Freude gelesen. Die Lesezeit für die noch fehlenden rund 150 Seiten werde ich aber anderen Autoren zugute kommen lassen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Der Traum ist aus, 27. Dezember 2014
Jeremy Rifkin ist u.a. Regierungsberater. Auch von Angela Merkel. Da dieses Buch bei anderer Lektüre lobend erwähnt wurde, wollte ich mehr darüber erfahren; von der Vision Europa.
Was ich aber von Rifkin (und über Rifkin) erfuhr war nichts Neues und auch nichts Erhellendes. Außer: Rifkin ist eben auch einer dieser Menschen, die mit dem Leben der einfachen Leute und der Mittelschicht nichts zu tun haben.
Wie erklärt es sich sonst, dass Rifkin als einzige Aufgabe von Staaten, den Schutz des Eigentums bezeichnet. Was ist mit der Gesundheit der Menschen? Was ist mit der Menschenwürde? Und was mit der Freiheit der Menschen? Ach ja, zur Freiheit der Menschen erwähnt er immer wieder, dass sich die Freiheit über das Eigentum definiert. Zumindest in Amerika.
Rifkin klärt darüber auf, dass in Europa nicht nur Staaten am Europäischen Traum teilhaben, sondern vor allem, gesellschaftliche Gruppierungen außerhalb eines Staatenbündnisses, daran teilnehmen können und davon profitieren. Die Basken, die Schotten, die Behinderten und die Religiösen - alle haben die Möglichkeit sich in Europa zu verwirklichen und einzubringen.
Hallo? Wo lebt dieser Rifkin eigentlich? Ist die EU nicht mehr und mehr eine Institution die über die Köpfe der Leute hinwegentscheidet? Und ist es nicht eher so, dass die gewählten Vertreter (also das EU-Parlament) weniger zu bestimmen hat, als die nichtgewählten Kommisionen? Und ist es nicht gerade der europäische Traum, dass eine Supermacht keine Supermacht mehr sein sollte, sondern das alle gleichberechtigt miteinander umgehen sollten?
Ach Herr Rifkin. Sie sind ein reicher Amerikaner, sie bleiben auch ein reicher Amerikaner. Als solcher - finde ich - sollten Sie uns weder sagen, was wir träumen, noch gar als Berater unserer Regierungen tätig sein. Denn wenn wir Europäer wirklich so toll über uns bestimmen könnten wie Sie schreiben, dann hätten wir keinen amerikanischen Berater notwendig, sondern würden unser Schicksal selbst in die Hand nehmen.

Rifkin erweckt im übrigen immer wieder gern den Eindruck der Wissenschaftlichkeit, indem er alle möglichen Behauptungen durch Quellengaben stützt. In welchem Kontext aber zum Beispiel Umfragergebnsise entstanden sind, wird nicht dargelegt und somit sind diese Quellen auch entsprechend nichtssagend.
Und bei anderen Behauptungen fehlen diese Angaben komplett. Sie entstammen anscheinend Rifkins eigener Meinung, die jedoch oft nicht stützend unterminiert werden. Und Behauptungen aufstellen kann eben jeder.

Ein Buch, das man nun wirklich nicht gelesen haben muss.

Stil: ****
Inhalt: ***
Evidenz: **
Analyse: **
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Zukunftsträchtigste Vision - Europa?, 7. November 2004
Von 
Welche politische Version begleitet die Menschheit am erfolgreichsten in die Post-Modernität? Der Amerikanische oder doch vielleicht der Euröpäische Traum?
Das Urteil des Autors Jeremy Rifkin, einflussreicher amerikanischer Berater zahlreicher Politiker und Funktionäre, fällt zu Gunsten des Europäischen Traums aus.
Als Grundlage seines Urteils dient ein sehr ausführliche Analyse.
Dem Amerikanische Traum, der sich auf das Akkumulieren persönlichen Reichtums, auf Individualität und auf das persönliche Wohlergehen, weniger auf das Allgemeinwohl konzentriert, droht der Abstieg in einer globalisierten Welt. Das einstmal fromme Leben der Amerikaner, das zum Reichtum geführt hat, wandelt sich zum Streben nach momentanen Glücksmomenten, die sich in Schulden widerspiegeln. Außerdem wächst die Kluft in der amerikanischen Gesellschaft zwischen Reich und Arm in einem unvorstellbaren Maße. Die nicht nur mit ökonomischen Daten meßbare Lebensqualität sinkt für den größten Teil der Bevölkerung.
Hingegen ist der Europäische Traum passender und attraktiver in einem kommenden globalen Zeitalter, das durch Komplexität, Interdependenz und Netzwerken sowohl auf der politischen als auch auf der der wirtschaftlichen Ebene gekennzeichnet ist.
Die europäische Union, die Instiutionalsierung des Traums, ist ein noch nie dagewesen politisches Experiment. "Es ist kein Staat, agiert aber wie einer." Mit einer euröpäischen Verfassung, in der die Menschenrecht höchste Prorität genießen und die Integration verschiedenster Parteien am politischen Prozess verschafft sich die EU eine breite Legitimation. Ferner sind schon jetzt viele Aspekte fortgeschrittener als in den Vereinigten Staaten, beispielsweise die Lebensqualtität.
Überdies ist die Außen - und Sicherheitspolitik ebenfalls zukunftsträchtiger als die der USA., da man auf Verhandlungen statt auf Präventivkriege setzt.
Diese und weitere Punkte führt der Autor in seinem Plädoyer auf. Freilich steht der europäische Traum vor großen Herausforderungen und sicherlich sind nicht alle formulierten Ziele Wirklichkeit in den Nationalstaaten. Jedoch allein die Souveränitätsübertragung der europäischen Nationalstaaten zeigt den Wunsch der Akteure an der Verwirklichung des Traums. Ein Welt mit einem globalen Bewusstsein, Inklusivität, Diversität, Lebensqualität, spielerische Entfaltung, Nachhaltigkeit, universellen Menschenrechten und dem Recht der Natur und des Friedens auf Erden.
Der Schreibstil des Autors ist aufgrund seiner "Zunft" der Wirtschaftswissenschaftler nicht immer ganz einfach, jedoch bringt er dem Leser deutlich nahe, warum Europa eine Vorreiterrolle in der Welt spielt und warum der europäische Traum trotz alle Hindernisse, die zukunftsträchtigste politische Vision ist.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wird Europa seinen Traum wahr machen?, 2. September 2007
Rezension bezieht sich auf: Der Europäische Traum: Die Vision einer leisen Supermacht (Taschenbuch)
Vielleicht werden die Historiker in Zukunft feststellen, dass es ein Amerikaner war, der den Europäischen Traum der Weltöffentlichkeit bekannt machte. Jeremy Rifkin, der Präsident der Foundation on Economic Trends in Washington D.C. Beschreibt, wie eine neue europäische Vision den Amerikanischen Traum in aller Stille in den Schatten stellt. In seinem Bahn brechenden neuen Buch Der Europäische Traum erläutert Rifkin, wie die letzten 200 Jahre ungebrochenen US-amerikanischen kulturellen Fortschritts nun zu einer Belastung werden, die Amerika und seine Bürger an eine Vergangenheit kettet, die für unsere globale Wirklichkeit nicht mehr zukunftsgebend ist. Seine These ist, dass die neue Vision für unsere globalisierte Zukunft nicht in Amerika, sondern in Europa entsteht. In einem historischen Exkurs beschreibt Rifkin, wie die philosophischen
Grundfesten der frühen amerikanischen Gesellschaft, die ihren Erfolg möglich machten, jetzt zu einem Hindernis werden. Die protestantische Reformation und die Aufklärung, die ihren Ursprung in Europa hatten, kamen von dort nach Amerika. Die puritanische Arbeitsmoral bildete in Verbindung mit den Ideen von Privatbesitz, freiem Markt und Nationalstaat eine mächtige ideologische Basis für die einmalige Erfolgsgeschichte der USA. Rifkin meint, dass wir, in einer Welt immer stärkerer Globalisierung, in der viele der größten Ökonomien keine Nationalstaaten mehr, sondern Großunternehmen sind, einer Welt, die aus einem immer stärker zusammen hängenden Netzwerk von Konzernen, Staaten und zivilen sozialen Organisationen besteht, eine neue Vision brauchen, jenseits der Nationalstaaten und jenseits des klassischen ökonomischen Modells. Rifkin sieht in der Europäischen Union die Keimzelle dieser neuen globalen politischen Perspektive. Anstatt ein neuer Superstaat zu werden, hat sich die EU in ein politisches Netzwerk verwandelt, das ebenso Nationalstaaten enthält wie transnationale Organisationen, regionale Verbände und zivile soziale Organisationen. Die EU ist weniger ein Ort als vielmehr ein Prozess. Der Unterschied zwischen dem amerikanischen und dem europäischen Traum wird klar und deutlich, wenn man betrachtet, wie beide fundamentale menschliche Konzepte, wie z. B. das der 'Freiheit', begreifen. Für Amerikaner bedeutet Freiheit vor allem Autonomie, von der Welt immer unabhängiger zu werden. Für Europäer findet sich Freiheit im 'Eingebundensein', durch das Eingehen von Beziehungen, die eine größere Optionsvielfalt ermöglichen. Anders ausgedrückt: Je mehr Gemeinschaft einem zugänglich ist, desto größer ist das Potenzial für ein erfülltes und sinnvolles Leben. Rifkin betont, wie neu und wie einzigartig dieses Experiment ist, und er weist auch darauf hin, dass die Sprache für den Entwurf der Europäischen Verfassung keinem anderen politischen Dokument gleicht, drückt sie doch einen Universalismus aus, der nicht von einem Volk, einem Gebiet oder einer Nation spricht. Sie spricht vielmehr von der Menschheit als einem Ganzen und von dem Planeten, den wir gemeinsam bewohnen. Die Europäische Verfassung wird die erste Verfassung unserer Geschichte sein, die durch ein Bewusstsein unserer gemeinsamen globalen Realität geleitet ist. Wird Europa seinen Traum wahr machen? In seiner Abschlussanalyse ist sich Rifkin dessen nicht sicher. Er kritisiert Europa für seinen Pessimismus und seine Fremdenfeindlichkeit (welche, seit er das Buch schrieb, auch den Prozess der Verfassungsgebung verzögert haben). Er fragt sich, ob Europa die Kraft haben wird, eine vollständige Manifestation seines eigenen Traumes zu werden, und deutet sogar an, dass vielleicht doch eher Südostasien diese globale Vision zu voller Verwirklichung bringen könnte. Aber im Augenblick ist Europa der Geburtsort einer neuen politischen Epoche.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Zukunftsträchtigste Vision - Europa?, 9. November 2004
Von 
Welche politische Version begleitet die Menschheit am erfolgreichsten in die Post-Modernität? Der Amerikanische oder doch vielleicht der Euröpäische Traum?
Das Urteil des Autors Jeremy Rifkin, einflussreicher amerikanischer Berater zahlreicher Politiker und Funktionäre, fällt zu Gunsten des Europäischen Traums aus.
Als Grundlage seines Urteils dient ein sehr ausführliche Analyse.
Dem Amerikanische Traum, der sich auf das Akkumulieren persönlichen Reichtums, auf Individualität und auf das persönliche Wohlergehen, weniger auf das Allgemeinwohl konzentriert, droht der Abstieg in einer globalisierten Welt. Das einstmal fromme Leben der Amerikaner, das zum Reichtum geführt hat, wandelt sich zum Streben nach momentanen Glücksmomenten, die sich in Schulden widerspiegeln. Außerdem wächst die Kluft in der amerikanischen Gesellschaft zwischen Reich und Arm in einem unvorstellbaren Maße. Die nicht nur mit ökonomischen Daten meßbare Lebensqualität sinkt für den größten Teil der Bevölkerung.
Hingegen ist der Europäische Traum passender und attraktiver in einem kommenden globalen Zeitalter, das durch Komplexität, Interdependenz und Netzwerken sowohl auf der politischen als auch auf der der wirtschaftlichen Ebene gekennzeichnet ist.
Die europäische Union, die Instiutionalsierung des Traums, ist ein noch nie dagewesen politisches Experiment. "Es ist kein Staat, agiert aber wie einer." Mit einer euröpäischen Verfassung, in der die Menschenrecht höchste Prorität genießen und die Integration verschiedenster Parteien am politischen Prozess verschafft sich die EU eine breite Legitimation. Ferner sind schon jetzt viele Aspekte fortgeschrittener als in den Vereinigten Staaten, beispielsweise die Lebensqualtität.
Überdies ist die Außen - und Sicherheitspolitik ebenfalls zukunftsträchtiger als die der USA., da man auf Verhandlungen statt auf Präventivkriege setzt.
Diese und weitere Punkte führt der Autor in seinem Plädoyer auf. Freilich steht der europäische Traum vor großen Herausforderungen und sicherlich sind nicht alle formulierten Ziele Wirklichkeit in den Nationalstaaten. Jedoch allein die Souveränitätsübertragung der europäischen Nationalstaaten zeigt den Wunsch der Akteure an der Verwirklichung des Traums. Ein Welt mit einem globalen Bewusstsein, Inklusivität, Diversität, Lebensqualität, spielerische Entfaltung, Nachhaltigkeit, universellen Menschenrechten und dem Recht der Natur und des Friedens auf Erden.
Der Schreibstil des Autors ist aufgrund seiner "Zunft" der Wirtschaftswissenschaftler nicht immer ganz einfach, jedoch bringt er dem Leser deutlich nahe, warum Europa eine Vorreiterrolle in der Welt spielt und warum der europäische Traum trotz alle Hindernisse, die zukunftsträchtigste politische Vision ist.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Vereinigtes Europa - Von der Vision zur Wirklickkeit -, 18. November 2007
Das Buch könnte ein richtiger Erfolg sein wenn Jermery Rifkin sich auf das wesentliche Konzentriert hätte. So muss ich leider das Buch in zwei Bereiche bewerten, einen positven und einen negativen Teil.
Im Grunde genommen hätte er die ersten 200 Seiten auf 10 Seiten reduzieren können. In Kapitel 1 bis 8 liest der Leser nichts anderes als: Wie schön und gut dieses Amerika doch ist und wie stolz wir doch darauf sein können usw. - Schade - Hier bin ich aus seiner restlichen Literatur etwas anderes gewöhnt. Auch sind viele Abhandlungen sehr langatmig.

Ab Kapitel 8 geht das Buch in die "großen" Visionen der Europäer ein, obwohl diese gar nicht so groß sind. Im Grunde wird es in sehr vielen Teilen bereits gelebt. Es zeigt wie ein vereintes Europa ohne an seinen verschiedenen Kulturen, Menschen und Sprachen einbüßen zu müssen, erfolgreich sein kann. Gerade diese Vielfaltigkeit zeichnet die Stärke und den Erfolg dieser leisen Supermacht aus. In Zeiten der all umfassenden Globalisierung zeigt Rifkin das Europa als Einheit an wahrer stärke gewinnen kann. Er zeigt aber auch die Probleme die Europa noch bewältigen muss auf. Demographischer Wandel, Einwanderung (Zuwanderung), Forschung/Wissenschaft vs. Vernunft/Risikobetrachtung, militärische Konflikte in und ausserhalb Europas sind nur ein paar Punkte in denen ein vereinigtes Europa großes Lernpotential hat.
Eines ist in dem Buch sehr deutlich geworden, Europa und seine zahlreichen Kulturen brauchen Zeit, die USA sind ebenfalls nicht über Nacht zu einer Vereinigung gelangt.
Die wahre Stärke von Europa wird (wie der Titel schon sagt) darin bestehen eine "leise Supermacht" zu sein.

- Fazit: Ab Kapitel 8 intensiv lesen -
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 2 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Der Europäische Traum: Die Vision einer leisen Supermacht
Der Europäische Traum: Die Vision einer leisen Supermacht von Jeremy Rifkin (Taschenbuch - 19. Januar 2006)
Gebraucht & neu ab: EUR 1,69
Auf meinen Wunschzettel Zahlungsmöglichkeiten ansehen
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen