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Kundenrezensionen

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VINE-PRODUKTTESTERam 23. April 2010
Dieser Erzählungsband von Alice Munro ist eher untypisch, verglichen mit ihren anderen Erzählungen, aber ebenso spannend. Was ihn anders macht, ist das (auto-) biografische Element. Munro hat die Lebensläufe ihrer Ahnen väterlicherseits erforscht, die im 18. Jahrhundert aus Schottland nach Kanada eingewandert sind.

Der erste Teil des Bandes befasst sich mit ihrer Vorgeschichte ebendort. Im weiteren Verlauf verfolgt sie deren Lebensläufe in Kanada, teilweise in den USA, bis in die Gegenwart. Dabei geht es ihr nicht um die Nacherzählung vollständiger Biografien, vielmehr greift sie sich bestimmte Ereignisse aus den einzelnen Lebensläufen heraus. Dem Leben ihrer Eltern ist dabei ein besonders ausführlicher Teil gewidmet. Man erkennt Motive wieder, die bereits in anderen Erzählungen Munros Eingang fanden.

Oftmals ist ein Friedhof der Ausgangspunkt für ihre Recherchen. Bei ihren Nachforschungen in Bibliotheken, Archiven oder Kirchenbüchern stellt man ihr häufig die Titel gebende Frage "Wozu wollen Sie das wissen?" Sie stößt durchaus auf Widerstand, wenn sie erklärt, dass ihr Interesse lediglich privater Natur ist und nicht wissenschaftlichen Zwecken dient.

Es sind teilweise kuriose Geschichten, die Munro uns präsentiert. Die ärmlichen Verhältnisse in Schottland veranlassen die erste Generation, bestehend aus dem schon betagten Vater, zwei Söhnen, einer schwangeren Schwiegertochter, einer Tochter und einem kleinen Enkel, ihr Hab und Gut zu veräußern und sich nach Kanada einzuschiffen, wohin vor Jahren bereits ein anderer Sohn bzw. Bruder ausgewandert war. Aus der Armut kommt diese erste Generation auch in der Neuen Welt nicht heraus, wohl aber aus der Perspektivlosigkeit. Viele Nachkommen werden gezeugt, und viele von ihnen sterben jung, oft durch eigenes Ungeschick.

Beim Lesen dieses Buches bekommt man eine Ahnung davon, wo Munro ihre unerschöpflichen Ideen für ihre Erzählungen findet. Ein Menschenleben ist voll davon, man muss sie nur erkennen. Lesen Sie Alice Munro. Dieses Buch oder ein anderes, egal, aber lesen Sie sie. Es wird Sie bereichern.
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am 22. Juni 2010
Alice Munro ist bekannt für ihre Kurzgeschichten und Erzählungen und auch der vorliegende Band ist untertitelt mit "Elf Geschichten aus meiner Familie".
Es ist ein sehr persönliches und privates Buch, denn es erzählt die Geschichte ihrer Ahnen, angefangen im frühen 17. Jahrhundert in Schottland, aber auch einen Teil ihrer eigenen Geschichte, bis hinein in die ersten Jahre des 21. Jahrhunderts. Doch Alice Munro führt uns ein wenig in die Irre, denn so persönlich diese elf Geschichten auch sein mögen, sie enthüllt bereits im Vorwort, dass auch die Fiktion Einzug gehalten hat in diese kleinen Episoden über das Leben ihrer Familie. Und so sieht sich der Leser vor die Aufgabe gestellt, Wahrheit und Erdachtes voneinander zu trennen - eine wahre Mission impossible.
Aber das spielt letztlich keine Rolle, denn Alice Munro versteht ihre Leser zu fesseln. Ihre Erzählungen zeigen eine Familie, die nicht immer bekommen hat, was sie sich erhoffte. Sie zeigt die Wünsche und Sehnsüchte, die unerfüllt bleiben mussten und selten thematisiert wurden. Der Leser bekommt so das Gefühl, über diese Familie mehr zu wissen, als sie selber es je tat.
Sprachlich bewegt Alice Munro sich angenehm zwischen einer Redeweise, die dem Volk aufs Maul schaut und hervorstechender Eloquenz. So lesen die Geschichten sich leicht und flüssig, ohne ins Seichte abzudriften.
Diese liebevolle Familienchronik ist jede Seite wert, besonders, wenn man es geschafft hat, alle Männer der Familie Laidlaw mit Namen James auseinanderzuhalten - aber das nur als kleine Anekdote am Rande.
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In den ersten Geschichten, die Alice Munro in diesem Band über ihre schottischen Vorfahren erzählt, hätte ich gern genauer gewusst, in welchem Verhältnis die genannten Personen zur Autorin stehen. Spätestens an dem Punkt, als in einer Geschichte eine Kurzgeschichte auftaucht, die in einer Zeitschrift veröffentlicht wurde, die wiederum die Schwestern Bronte lasen, hatte Alice Munro mich eingefangen. Munro geht sieben Generationen zurück zu zunächst unbekannten Vorfahren und nähert sich dann über Großvater und Vater der Gegenwart. James Laidlaw, der an Bord eines Auswandererschiffes Tagebuch führte, weist bereits auf für schottische Bauern ungewöhliche Interessen dieser Familie hin. Munros Vater nahm zusätzliche Arbeit an und begann, Füchse zu züchten, weil der Ertrag seiner Farm nicht ausreichte. In einer Familie, in der schon immer gern erzählt wurde, wundert es nicht, dass Munros Vater als alter Mann Freude am Schreiben entwickelt und ein Buch über eine schottische Auswanderfamilile schreibt. Die zweite Hälfte der Erzählungen dreht sich um Munros Jugend. In ländlicher Umgebung, in der Besucher danach beurteilt werden, ob sie melken oder ausmisten können, muss Alice mit ihrem Interesse an Büchern eine äußerst ungewöhnliche Tochter gewesen sein. Das eigenartige Interesse der Tochter am Schreiben lässt Alices Eltern fürchten, dass sie keinen Mann finden und lebensuntüchtig bleiben wird. Wie gern Alice liest, verheimlicht sie vorsichtshalber und reagiert verlegen, als ein Förderer ihre heimliche Leidenschaft entdeckt. Schlaue Mädchen wurden noch misstrauischer beobachtet als schlaue Jungen, erzählt Munro. In Russel Craig findet sie einen Jugend-Gefährten, der ihren Traum teilt, einfach unter einem blühenden Baum zu liegen und nach oben zu blicken. Die Erzählungen um die jugendliche Alice zeigen die kanadische Autorin wieder so, wie ihre Leser sie aus zahlreichen Bänden mit Erzählungen kennen. Mit ihrer Ahnenforschung und ihren Besuchen auf Friedhöfen gibt die Autorin den chronologisch aufeinanderfolgenden Erzählungen einen Rahmen und schafft für sich selbst eine Verbindung zwischen Namen und den in ihrer Erinnerung lebenden Menschen.

Die teils fiktiven, zu Beginn verwirrenden Erzählungen über Alice Munro und ihre Vorfahren werden Leser mit Interesse an Schottland, Kanada und an Auswanderer-Schicksalen ansprechen.
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am 12. Februar 2012
Einer begnadeten Erzählerin nimmt man es nichtmals übel, wenn sie einige Seiten lang über die Schönheit der Geologischen Karte von Grey County schwärmt. Man findet diese Stelle in der letzten Erzählung, die auch die einzig schwache, weil langweilige, ist (handelt von der Suche nach einer Friedhofsgruft während der Wartezeit auf beängstigende medizinische Untersuchungen).

Doch wird spätestens hier auch deutlich, dass es in den "Elf Erzählungen" nicht um spektakuläre Vorgänge geht. Der deutsche Buchtitel "Wozu wollen Sie das wissen?" mag dies unterstreichen. - Wozu soll ich das lesen? scheint damit die Frage anzudeuten. Ja, wozu eigentlich? Munro selbst zeigt sich diesbezüglich etwas gespalten, beschließt sie doch den ersten Teil, welcher Geschichten über ihre Vorfahren beinhaltet, mit einigen Gedanken über die Ahnenforschung als puren Selbstzweck bzw. Auskleidung innerer Leere (obwohl sie sich ja im vorliegende Buch überwiegend damit beschäftigt). Wobei sie indirekt auch eine Begründung abgibt für die Methode der "fiktionalisierten" Biografie, d.h. das Ausschmücken von Lebensdaten verstorbener Verwandter mit selbst erdachten Geschichten und Persönlichkeitsmerkmalen - sie daher eigentlich keine manische Suche nach Daten und Dokumenten betreibt.

Also, es geht um Geschichten aus dem Leben verschiedener Vorfahren - und dann hauptsächlich um die Erzählerin selbst: wie sie aufwuchs, wie sie ihre Familie und das ganze soziale Milieu sowie ihr ländliches Umfeld empfand. Aufgeführt in chronologischer Reihenfolge, doch nach jeder Geschichte gibt es eine Zäsur. Der (gedankliche) rote Faden ist wohl die Auseinandersetzung mit der Natur und die Vergänglichkeit.

Langezeit erarbeiten sich die nordamerikanischen Siedler ihren Platz in der fremden Landschaft - die dann ihre Heimat wurde, ohne die Natur in ihrem Charakter zu beschädigen. Erst zur Mitte des 20.Jhdt. stellt Munro einen Bruch fest, beispielhaft verdeutlicht mit der Feststellung, dass die frühere Farm des Vaters inzwischen unter einem riesigen Schrottplatz verschwunden ist.

Als Natur-Romantikerin vergewärtigt die Autorin zahlreiche Aspekte fortschreitender Umwelt-Misshandlung. Gleichzeitig resümiert sie die Stationen ihrer Kindheit und Jugend, an denen sie sich selbst wie eine Fremde in ihrer sozialen Umgebung gefühlt hat, verletzlich, unsicher und unverstanden in ihren intellektuellen und emotionalen Neigungen. - So läuft das halt oft in provinziellen, bäuerlich geprägten Gemeinschaften, möchte man da beipflichten.

Mithin ist auch Munro weit davon entfernt, die Schuld für Schwierigkeit in ihrem Leben bei anderen zu suchen. Im Gegenteil: mit frappierender Offenheit schildert sie Situationen, bei denen sich eigene Charakterschwächen und Persönlichkeitsmängel offenbarten. Und dass sie mit zunehmender Lebenserfahrung ihr Verständnis für die Eltern und weitere, ihr wichtige Menschen in differenzierter Weise abzuändern lernte.

So wirkt dieses Buch mit seiner erzählerischen Kunst der Einfachheit doch sehr faszinierend, und man muss schließlich feststellen, dass - auch ohne Spannungs-Kicks und Originaltät der Handlung - solch altersmilde Selbstvergewisserung von Rang berührende Lesestunden bereiten kann.
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TOP 1000 REZENSENTam 21. November 2012
Die Hörbuch-Version von "Wozu wollen Sie das wissen?" umfasst vier der elf Geschichten, die sich in der Buchversion finden, und zwar "Die Aussicht vom Burgfelsen", "Von der Hände Arbeit leben", "Die Schiene" und "Wozu wollen Sie das wissen?". Es sind alles autobiographische Erzählungen. Für die erste geht Munro weit zurück in ihrer Ahnenkette und beschreibt, wie ihre Vorfahren von Schottland nach Kanada auswanderten. Dies wird vom großartigen Christian Brückner gelesen, der die Stimme des etwas kauzigen Großvaters der auswandernden Familie perfekt widergibt. Alle restlichen Geschichten spielen zu Munros Lebzeiten und werden demnach durch eine weibliche Stimme gelesen: Donata Höffer. Auch sie ist von hoher Qualität. In den Erzählungen geht es um den Vater von Munro, der erst Erfolg mit einer Fuchspelzfarm hat, aber schließlich als Nachtwächter in einer Gießerei sein Brot verdienen muss. Dann springt Munro in die Zeit, in der sie ihren ersten Mann kennenlernt, um in der letzten Geschichte schon mit ihrem zweiten Mann einen alten Friedhof in ihrer Umgebung zu erforschen. Sprachlich und stilistisch sind alle Erzählungen hervorragend, nur inhaltlich haben sie mich meist nicht gefesselt. Man könnte auch sagen, dass sie mich das eine oder andere Mal durchaus gelangweilt haben. Ich hatte selten das Gefühl, dass das Erzählte von großer Wichtigkeit ist. Oft fehlte mir ein Drehpunkt, d.h. die Geschichten laufen nach allen Seiten aus, ohne dass mir in den meisten Fällen klar wurde, worum es wirklich konzentriert gehen soll. Verteufeln will ich das Hörbuch aber keinesfalls. Wenn man Geduld hat, kristallisieren sich einige schöne Stellen aus den Erzählungen heraus.
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am 13. Januar 2013
Ich muss zugeben, ich bin ein wenig ratlos. Das ist zweifelsohne eine schön erzählte Geschichte oder besser gesagt mehrere Geschichten aus einer Familie. Aber trotz einer noch so schönen Erzählweise reicht das nicht für eine lesenswerte Geschichte. Es fehlt der Spannungsbogen, auch eine zentrale Aussage der Geschichte ist nicht erkennbar, ein Erkenntnisgewinn oder ähnliches.

Vielleicht wäre es besser gewesen, keine reine Ahnenbiographie zu schreiben, sondern v.a. die anfangs erzählte, durchaus interessante Auswanderergeschichte weiterzuerzählen. Der plötzliche Abbruch ist schade und vermittelt zum ersten Mal in diesem Buch das Gefühl (das später immer wiederkommt), dass die Geschichte dieser Protagonisten dann doch irgendwie - unwichtig, belanglos - ist, einfach, weil sie mittendrin abbricht und mit Ausnahme der Nachkommen die "Spuren" fehlen, die die Auswanderergeneration hinterlassen hat.

Daher zwar leider schön erzählt, aber ansonsten leider langweilig.
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am 9. Dezember 2013
Die erste Geschichte, bei der uns Alice Munro nach den Wurzeln ihrer Ahnen bis ins 17. Jahrhundert nach Schottland entführt, finde ich gähnend langweilig. Warum will ich das wissen?, habe ich mich hier wirklich gefragt.
Doch mit der Dauer des Buches steigern sich die Geschichten, deren Quellen Briefe, Tagebücher und Grabinschriften sind, so jedenfalls im Buch beschrieben. Von den Ahnen des 17. Jahrhunderts beschreibt Alice Munro den Weg ihrer Familie bis hin zu ihrem Vater und Munro selbst, zur ersten Liebe, zur Entfremdung von der Familie und die Rückkehr.

Ich finde die Geschichten wenig originell. Doch hat mich irgendwas in dieses Buch hineingezogen. Vermutlich ist es die Art und Weise wie die Geschichten geschrieben sind. Im Vorwort des Buches steht, dass es sich nicht um eine Autobiografie handelt, sondern um Fiktion. Trotzdem wirken die Geschichten sehr privat, so als lässt die Autorin den Leser an ihrer Familiengeschichte teilhaben.

Nach den ersten Geschichten dachte ich noch, dass das Buch für mich eine Qual sei, aber aufgrund der Steigerung gebe ich 2,5 Sterne, also 3 Sterne. Gerade so. Ich kann einer Literaturnobelpreisträgerin doch keine 2 Sterne geben ;-) Ein Lob geht an die Übersetzerin, denn die Sätze sind klar und doch kunstvoll ins deutsche übersetzt, was mich sicherlich auch am Lesen gehalten hat.
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am 27. November 2013
sehr fein zu lesen in einer ausgewogenen und verständlichen Sprache - Familien - Epos einer Familie, die aus Schottland auswandert und sich den Gegebenheiten in Kanada stellt.
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am 11. November 2013
einfach zu lesende zusammenhängende Kurzgeschichten. Herrlich! Es lohnt sich die Autorin zu lesen. Jede geschichte, jedes Wort ist ein Genuss.
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am 7. März 2014
Mein Eindruck für dieses Buch ist , dass Alice Munro sich selbst in Ihrer Familienbeschreibung fast vergessen hat . Ihre berühmte Art Kurzgeschichten mit oftmals nicht vorauszusehendem Ausgang zu schreiben kommt in diesem Buch nicht recht zur Geltung .
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