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183 von 195 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Extrem schwierig und unglaublich leicht zugleich
Dies ist ein Roman über den Verlust. Als der kleine Oskar Schell seinen Vater verliert, ist er gerade neun Jahre alt. Zu Beginn des neuen Romans von Jonathan Safran Foer wird geschildert, wie Oskars Vater seinen Sohn zu Bett bringt – am Abend des 10. September 2001. Am nächsten Morgen wird der Vater zur Arbeit ins World-Trade-Center fahren und nicht...
Veröffentlicht am 14. November 2005 von Thomas Reuter

versus
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Anstrengend und unglaubwürdig
Die Grundidee gefiel mir (Junge begibt sich auf Suche, um den Tod des Vaters zu bewältigen). Oskar Schell in seiner ganzen Verschrobenheit war irgendwie auch stimmig. Aber die wichtigen Nebenhandlungen der Großeltern (traumatisiert durch die Bombardierung Dresdens und beide tief gestört) wirkten dermaßen an den Haaren herbeigezogen, psychologisch und...
Vor 12 Monaten von Luna33 veröffentlicht


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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Anstrengend und unglaubwürdig, 27. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Extrem laut und unglaublich nah: Roman (Taschenbuch)
Die Grundidee gefiel mir (Junge begibt sich auf Suche, um den Tod des Vaters zu bewältigen). Oskar Schell in seiner ganzen Verschrobenheit war irgendwie auch stimmig. Aber die wichtigen Nebenhandlungen der Großeltern (traumatisiert durch die Bombardierung Dresdens und beide tief gestört) wirkten dermaßen an den Haaren herbeigezogen, psychologisch und in jeder Hinsicht unglaubwürdig. Das Grundthema "Trauma" wird einem so "extrem laut" mit dem Knüppel eingebläut, dass es eigentlich nur noch befremdet, statt unter die Haut zu gehen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Extrem schlau und unglaublich naseweis, 28. November 2010
Von 
sabatayn76 - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Extrem laut und unglaublich nah: Roman (Taschenbuch)
Inhalt:
Oskar Schell ist 9 Jahre alt, hochbegabt, belesen, interessiert an allem, was er noch nicht weiß und kennt, neunmalklug, frühreif und völlig vernarrt in seinen Vater, von dem er viel lernen kann. Dann stirbt sein Vater beim Attentat auf das World Trade Center, und Oskar findet einen mysteriösen Schlüssel in einem Umschlag, auf den der Name 'Black' geschrieben ist. Oskar macht sich auf die Suche nach der unbekannten Person.

Mein Eindruck:
Anfangs hat mir Oskar mit seinem Gefrage und seinem Interesse an allem und jedem gut gefallen. Seine Aufzählungen, seine Berechnungen, seine altkluge Art und sein Wissensdurst haben mich oft zum Lächeln gebracht. Andererseits sind seine Kommentare jedoch auch sehr traurig, seine Gefühle für seinen Vater bewegend, seine Gedankengänge differenziert, weise und tragisch. Manchmal waren mir die Schilderungen Jonathan Safran Foers jedoch zu weitschweifig und zu gewollt philosophisch. Der Autor verliert sich von Zeit zu Zeit in Details, und ich hatte oft den Eindruck, dass er zeigen muss, was er alles weiß und wie ungeheuer kreativ er ist.

Mein Resümee:
Das Thema (11. September, Verlust etc.) interessiert mich zwar sehr und das Buch liest sich gut, doch es gibt auch immer wieder Längen und sehr unrealistische Passagen.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen wunderschön erzähltes Buch, 8. November 2005
Von Ein Kunde
In seinem zweiten Buch schafft es Sarfan Foer eine einfühlsame, schlaue und unglaublich tiefgehende Geschichte zu erzählen, die eindeutig mehr darstellt als die literarische Aufarbeitung der Anschläge vom 11. September. Alleine schon die anrührende Figur Oskar ist ein weiteres Meisterwerk von Jonathan Safran Foer. Selten weckte eine literarische Figur soviel Zuneigung beim Lesen. Schon nach den ersten Seiten hat man ihn und seine unglaublich ehrliche und einfühlsame Art liebgewonnen. Die verschiedenen Handlungsstränge sind geschickt verknüpft, lassen aber auch oft angenehme Freiräume für Eigeninterpretationen. Dem aufmerksamen Leser wird es aber ohne Probleme gelingen die Zusammenhänge zu erkennen und dadruch die ganze Schönheit des Buchs zu erleben. Ein sehr beeindruckendes und bewegendes Buch. Auf jeden Fall das Beste, was ich seit langem gelesen habe.Danke Oskar und Danke Herr Foer.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kein Buch hat mich jemals so berührt..., 28. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: Extrem laut und unglaublich nah: Roman (Taschenbuch)
Wirklich kein anderes Buch hat mich so sehr berührt, wie dieses. Ich habe schon viel gelesen und auch etliche Bestseller und auch mit Literaturpreisen ausgezeichnete Bücher, doch bisher hat mich kein Buch so mitgenommen wie dieses.
Ich habe es nur in der deutschen Übersetzung gelesen, und kann deswegen bei der rieseigen "Gute- Schlechte Übersetzungs"s- Debatte nicht mitreden, aber für mich passte bei dem Buch einfach alles :
Die Protagonisten sind wundervoll und absolut liebevoll und fasettenreich illustiert. Das Buch beschäfftigt sich mit einem unglaublich schwierigen Thema, was bei falscher herangehensweise schnell stenotyp wirken kann. Genau das erreicht der Autor in diesen Buch ganz und garnicht!
Es war das erste Buch, das ich wirklich zur Seite legen musste, weil ich anfing zu weinen, so sehr hatte mich das Buch im Griff. Zudem war ich wirklich traurig, als ich den letzten Satz gelesen habe.
So viel Liebe habe ich seit dem in kaum einem Buch gesteckt gesehnen -> und dabei ganz und garnicht kitschig gemeint!!!! Das Buch geht mir Emotionen einfach ehrlich um.
Das mag nicht jedermans Geschmack sein, meinen hat es zu 100% erfüllt!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das beste Buch, was je in meine Hände fiel!, 8. Februar 2011
Rezension bezieht sich auf: Extrem laut und unglaublich nah: Roman (Taschenbuch)
Gleich zwei gute Freunde von mir berieten mich und sagten "lies dieses Buch, es ist unglaublich!" - und sie sollten rechtbehalten!

Ein kleiner Junge, der ganz New York nach Schlössern absucht? Zugegeben, ein bisschen surreal klingt das schon und das sagt Oskar Schell, der neunjährige Hauptdarsteller dieses Buches, ja selbst. Die Denkweise des jungen Grundschülers, dessen tiefe Wunden man im Laufe des Buches immer mehr zu spüren bekommt, ist irreal und dennoch so authentisch, das man sich direkt betroffen fühlt.

Die Menschen, die er während des ganzen Buches trifft, die (nicht nur) nebenbei erzählte Geschichte seiner Großeltern und das überraschende Ende - ein Buch, wie man wahrscheinlich kein zweites findet!

Der Schreibstil und die Denkweise des Jungen - es hat mein Herz erobert und ich bin sicher, es wird auch Ihr Herz erobern!

Habe mir nun direkt das nächste Buch von Foer bestellt, ich bin gespannt :)
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wer ist Oskar Blum ????, 8. August 2007
Von 
V. Arnold (Wiesbaden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Extrem laut und unglaublich nah: Roman (Taschenbuch)
Zunächst mal : auf der Rückseite der Taschenbuchausgabe ist die Rede von einem Oskar Blum, der mit einem Tamburin in der Hand bewaffnet durch New York läuft und herausfinden will, warum sich Eli Blum am besagten Tag im World Trade Center aufhielt... entweder handelt es sich um ein Ratespiel des Verlags oder ich habe das Buch nicht richtig gelesen...(im gesamten Buch taucht der Name "Blum" nicht auf...).

Als ein Mann, der höchstens beim Zwiebelschneiden Tränen in die Augen bekommt, muss ich sagen, dass mir noch kein Roman so viele Tränen in die Augen getrieben hat, teils wegen des Witzes, teils aber auch wegen der TRagik und den wunderschönen Beschreibungen des Oskar auf Reisen durch die große Stadt. Ein tolles, tiefes Buch mit einer klugen Zusammenführung der zunächst etwas seltsam wirkenden verschiedenen Geschichten. Der Beginn ist ebenso anrührend wie das Ende und ich für mich habe das Gefühl, keine Zeile des Buches ist überflüssig. Ein wunderschönes Buch, dass ich wohl mehr als einmal an Freunde verschenken werde...

Übrigens: der Vergleich mit Oskar Matzerath aus der Blechtrommel (natürlich auch ein toller Roman...) in einer Rezension hinkt meines Erachtens - natürlich ist Oskar Schell teilweise ebenso altklug, aber die Erzählweise ist sehr frisch und modern, man ist mittendrin im aktuellen Weltgeschehen und doch genausoweit entfernt von Ursachen und Erklärungen wie der kleine Oskar...
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen extrem schön und unglaublich berührend., 21. Juni 2007
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Extrem laut und unglaublich nah: Roman (Taschenbuch)
Dieses Buch geht wirklich nahe. Foer beschreibt mit einer betroffenheitsfreien Leichtigkeit aus Oskars Sicht, wie der Junge mit dem Tod seines geliebten "Dads" zu kämpfen hat. Mühelos wechselt Foer zwischen der Sprache des Neunjährigen ("Das fand ich echt krass", "ich bekam Superschwere Bleifüße"..) zu den poetisch gehaltenen Briefen des Großvaters an den nie gekannten Sohn (Oskars Vater) und der Großmutter an Oskar selbst, in denen sie ihr Leben beschreiben (auch gezeichnet durch Tod und Verlust). Durch Montage, Zeit- und Perspektivensprünge, nicht zu vergessen die Miteinbeziehung von Bildern u. a. wird die Dreidimensionalität geschaffen, die schon in einer Rezension erwähnt wurde. Zum Glück wurde der Titel beibehalten, es gibt wohl keinen passenderen. Auch ein dickes Lob für die Umschlaggestaltung - endlich mal kein nichtssagendes Foto mit einer nichtssagenden Typo.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großartig., 14. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Extrem laut und unglaublich nah: Roman (Taschenbuch)
Was schreibt man zu einem Buch, das einen so restlos begeistert hat, dass man danach ganz still und klein zurückgeblieben ist? Was schreibt man zu einem Buch, das einen mit seiner Sprachgewalt erschlagen könnte und doch so fein und leicht mit den Worten und Buchstaben spielt? Das solche Emotionen erzeugen und verändern kann?

Mich hat selten ein Buch so beeindruckt wie „Extrem laut und unglaublich nah“, das seinem Titel alle Ehre macht. Doch dazu später mehr.

Die Grundgeschichte hat mich erstmal abgeschreckt: Ein 10jähriger Junge versucht nach dem Tod seines Vaters, der am 11. September 2001 im World Trade Center starb, den Verlust zu verarbeiten und zurück ins Leben zu finden.

Ein Politikum, dachte ich mir, mit der typisch amerikanischen Sicht auf die Dinge, die damals geschahen.

Doch das ist es ganz und gar nicht: Der Tod im World Trade Center ist zwar allgegenwärtig, aber es geht darum, den Verlust des Vaters zu verarbeiten. Die näheren Umstände der historischen Ereignisse spielen dabei keine Rolle.

Oskar Schell war schon immer ein besonderer Junge: Er ist über alle Maßen schüchtern, aber eigentlich unglaublich intelligent. Er erfindet Dinge und erklärt sich die Welt auf seine ganz eigene, unfassbar schlaue Art und Weise.

Mit einem Vater, einem Juwelier, spielte er immer Entdeckungsspiele, die dazu dienten, seine Schüchternheit zu überwinden, vor die Tür zu gehen und Dinge zu entdecken.

Nach dem Tod des Vaters ist Oskar psychisch labil, seine ganze Welt scheint in Trümmern zu liegen. Auch die Mutter kann ihm nicht wirklich helfen, sie ist selber viel zu sehr in ihrer Trauer gefangen.

Als Oskar einen geheimnisvollen Schlüssel in den Sachen seines Vaters findet, weiß er, was zu tun ist: Er muss dieses letzte Entdeckungsspiel spielen und aufklären, was dies für ein Schlüssel ist.

Parallel zu Oskars Suche wird die Geschichte seiner Großeltern erzählt. Beide schrieben schon früh Briefe an ihren Sohn (Oskars Vater) und Oskar selbst, die sie allerdings nie abschickten und dem Leser nun präsentiert werden.

Wie der Nachname der Familie schon vermuten lässt, stammen die Großeltern aus Deutschland. Nach dem Bombenangriff auf Dresden emigrierten sie in die USA. Und zeugten gemeinsam einen Sohn. Und das, obwohl der Großvater eigentlich gar nicht in Oskars Großmutter, sondern ihre Schwester verliebt war, die bei den Angriffen allerdings getötet worden war.

Die Geschichten nehmen beide sehr viel Raum ein, Jonathan Safran Foer gibt allen Personen sehr viel Platz, sich zu entfalten und ihren Charakter darzustellen. Trotzdem ist dieses Buch nur knapp 450 Seiten dick, auf denen einige Seiten auch noch von Bildern gefüllt werden.

Und das Ende ist einfach herzergreifend. Also wer da nicht sentimental wird, dann weiß ich es auch nicht…

2011 wurde „Extrem laut und unglaublich nah“ übrigens auch verfilmt, mit Tom Hanks und Sandra Bullock in den Hauptrollen. Im Film wird die Lebensgeschichte der Großeltern allerdings fast ausgespart und die Story beschränkt sich auf Oskars Versuch, die Geschichte des Schlüssels zu rekonstruieren. Trotzdem ist auch der Film absolut empfehlenswert und bleibt von der Emotionalität her sehr nah am Buch.

Abschließend bleibt zu sagen: Dieses Buch ist in der Tat extrem laut. Es packt den Leser mit allen Sinnen und versetzt ihn unglaublich nah in Oskars Inneres und man fühlt, denkt und hofft mit diesem 10jährigen Jungen, wie mit kaum einer anderen Figur der Literatur.

Jonathan Safran Foer ist mit diesem Buch ein kleines Meisterwerk gelungen und es landet für ewig auf meiner Lieblingsbücherliste.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr mitreißend und bewegend, 29. Dezember 2011
Rezension bezieht sich auf: Extrem laut und unglaublich nah: Roman (Taschenbuch)
Ich habe dieses Buch gekauft als ich 16 war. Als ich das erste Mal hinein gesehen habe und diese ganzen zum Teil bunten, zum Teil mit eigenartigen Fotos versehen Seiten entdeckt habe, war ich zuerst enttäuscht und dachte einen Fehldruck erworben zu haben.
Dann hab ich mir die ersten Seiten durchgelesen und diese Seiten haben mich dermaßen gefesselt, dass ich einfach weiterlesen musste. Und schon nach den ersten Paar Seiten tauchten die ersten "komischen" Seiten auf, doch durch das Lesen ergaben diese mit einem Mal einen Sinn und es wurde deutlich, wie sehr diese Bilder etc. zu der Geschichte passen und mit ihr harmonieren.
Diese Geschichte ist zum Teil sehr "schräg" und verwirrend, darum ist es ratsam dieses Buch ohne große Unterbrechungen zu lesen, weil man sonst sehr schnell den Faden verliert.
Ich selber finde diese Geschichte so genial geschrieben und so unglaublich bewegend und mitreißend, dass ich es fast ohne Unterbrechung gelesen habe. Man will dieses Buch einfach nicht zur Seite legen, weil es einen absolut nur fesselt.
Dieses Buch beinhaltet alles an Emotionen, es ist zum Teil tief traurig und im nächten Moment wieder unglaublich komisch und lustig. Man selbst wird wirklich sehr stark emotional mit in diese Geschichte eingebunden.
Für mich ist es eines der besten Bücher die ich je gelesen habe (und ich lese sehr viel).
Weil ich es so genial finde habe ich es inzwischen zum zweiten Mal gelesen und auch beim zweiten Mal ist es wirklich toll, weil man wieder andere Zusammenhänge und Witze entdeckt(vielleicht hängt das auch damit zusammen, dass ich jetzt 3 Jahre älter bin :-)
Dies ist ein Buch für alle Menschen, die das Ausgefallene, etwas schräge und anspruchsvolle zu schätzen wissen.
Ich kann es nur empfehlen und ich wüsste es von seiner Genialität her mit keinem Anderen zu vergleichen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein unglaublich schönes Buch, 15. September 2011
Rezension bezieht sich auf: Extrem laut und unglaublich nah: Roman (Taschenbuch)
Das meiste, was in diesem Buch geschildert wird, ist bereits in der Vergangenheit passiert, so wird also nach und nach das Puzzle dieser Familie zusammengesetzt. Am Anfang geht es scheinbar nur um Oskar und seine Suche nach der Wahrheit, doch im weiteren Verlauf der Geschichte kommen immer mehr Details aus der Vergangenheit ans Licht, die auf den ersten Blick gar nichts mit der eigentlichen Story zu tun haben und doch hängt alles zusammen.

Für Oskar allein müsste man eigentlich schon mindestens 10 Sterne vergeben. Er ist so knuffig, dass man ihn am liebsten die ganze Zeit in den Arm nehmen und ganz fest drücken möchte. Man merkt ihm seine Traurigkeit an, aber gleichzeitig verliert er auch nie seine kindliche Art, die Welt zu sehen. Dem Autor gelingt es hervorragend, sich in diesen Jungen hineinzudenken und ihm die richtigen Worte in den Mund zu legen.
Auch die anderen Personen wachsen einem schnell ans Herz, obwohl ihre Schilderungen noch etwas düsterer sind und einem beim Lesen dieser Passagen z.T. sehr schwer zumute wird (Da bekommt man als Leser auch "Bleifüße", wie Oskar es an einigen Stellen beschreibt) Umso mehr freut man sich dann, wenn wieder ein Kapitel aus seiner Sicht kommt.

Ab einem bestimmten Punkt kann man schon erahnen, wie alles zusammenhängt. Trotzdem bleibt es spannend bis zur letzten Seite, gerade deswegen, weil man sich davor eigentlich kein richtiges Ende vorstellen kann (so ging es mir zumindest)

Dass es ein eher trauriges Buch sein wird, sollte einem vom Klappentext her schon klar sein. Dennoch wirkt es nicht bedrückend oder beklemmend (abgesehen von einigen Szenen, die von Oskars Großvater geschildert werden) Es wirkt aber nicht aufgesetzt oder versucht, diese Emotionen bewusst hervorzurufen, denn das meiste wird relativ nüchtern beschrieben. Es geht eben um Schicksalsschläge, die die einzelnen Personen über sich ergehen lassen mussten, und gerade an der Art, wie der Autor diese in seine Sprache verpackt, zeichnet sich die Schönheit dieser Geschichte aus.

Gerade daran zeigt sich meiner Meinung nach das Können eines Autors, ob es ihm gelingt, ein so ernstes Thema mit seinen Worten so zu umspielen, dass der Leser Zugang dazu bekommt und die Art und Weise, wie dieses Buch aufgebaut ist, zeichnet sich vor allem durch die Persönlichkeiten der Charaktere aus. Zwischendurch gibt es immer wieder Fotos oder auch ungewöhnliche Schriftbilder, die das Ganze auflockern. Was mir aber wohl am längsten in Erinnerung bleiben wird, ist die wunderbare Art des Autors, mit Worten umzugehen (das ist mir immer besonders wichtig) Man hat das Gefühl, dass alles wohl dosiert ist, weder zu viel, noch zu wenig. Hier stimmt einfach alles.

Der Konjunktiv am Ende sagt eigentlich schon alles. Es kann kein richtiges Ende geben, nur ein passendes, und das ist meiner Meinung nach gelungen. An diesem Punkt ist alles gesagt, und doch noch vieles ungeklärt. Das traurigste an diesem Ende ist eigentlich, dass man sich von Oskar verabschieden muss, weil man gerne noch mehr Zeit mit ihm verbracht hätte.

Fazit: Ein sehr besonderes und (trotz des Titels doch) sehr leises Buch mit vielen Zwischentöten, bei denen man genau hinhören muss. Es ist extrem aufwühlend und gleichzeitig wärmt es das Herz. Eine unglaubliche Mischung und unbedingt empfehlenswert.
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Extrem laut und unglaublich nah: Roman
Extrem laut und unglaublich nah: Roman von Jonathan Safran Foer (Taschenbuch - 19. April 2007)
EUR 9,95
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