Kundenrezensionen


153 Rezensionen
5 Sterne:
 (99)
4 Sterne:
 (17)
3 Sterne:
 (10)
2 Sterne:
 (14)
1 Sterne:
 (13)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


177 von 189 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Extrem schwierig und unglaublich leicht zugleich
Dies ist ein Roman über den Verlust. Als der kleine Oskar Schell seinen Vater verliert, ist er gerade neun Jahre alt. Zu Beginn des neuen Romans von Jonathan Safran Foer wird geschildert, wie Oskars Vater seinen Sohn zu Bett bringt – am Abend des 10. September 2001. Am nächsten Morgen wird der Vater zur Arbeit ins World-Trade-Center fahren und nicht...
Veröffentlicht am 14. November 2005 von Thomas Reuter

versus
71 von 93 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Erstklassiges Buch, drittklassig übersetzt ...
Habe vor kurzem das Buch im englischen original gelesen und war begeistert. Also wollte ich einige Ausgaben verschenken und bin in eine Buchhandlung. Ergebnis niederschmetternd: der Übersetzer hat dieses brillante Buch erstklassig verhunzt. Wo die Sprache im Original der eines neunjährigen Genies angemessen ist, entspricht sie im deutschen eher dem langweiligen...
Veröffentlicht am 25. September 2006 von HangLoose


Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wer ist Oskar Blum ????, 8. August 2007
Von 
V. Arnold (Wiesbaden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Extrem laut und unglaublich nah: Roman (Taschenbuch)
Zunächst mal : auf der Rückseite der Taschenbuchausgabe ist die Rede von einem Oskar Blum, der mit einem Tamburin in der Hand bewaffnet durch New York läuft und herausfinden will, warum sich Eli Blum am besagten Tag im World Trade Center aufhielt... entweder handelt es sich um ein Ratespiel des Verlags oder ich habe das Buch nicht richtig gelesen...(im gesamten Buch taucht der Name "Blum" nicht auf...).

Als ein Mann, der höchstens beim Zwiebelschneiden Tränen in die Augen bekommt, muss ich sagen, dass mir noch kein Roman so viele Tränen in die Augen getrieben hat, teils wegen des Witzes, teils aber auch wegen der TRagik und den wunderschönen Beschreibungen des Oskar auf Reisen durch die große Stadt. Ein tolles, tiefes Buch mit einer klugen Zusammenführung der zunächst etwas seltsam wirkenden verschiedenen Geschichten. Der Beginn ist ebenso anrührend wie das Ende und ich für mich habe das Gefühl, keine Zeile des Buches ist überflüssig. Ein wunderschönes Buch, dass ich wohl mehr als einmal an Freunde verschenken werde...

Übrigens: der Vergleich mit Oskar Matzerath aus der Blechtrommel (natürlich auch ein toller Roman...) in einer Rezension hinkt meines Erachtens - natürlich ist Oskar Schell teilweise ebenso altklug, aber die Erzählweise ist sehr frisch und modern, man ist mittendrin im aktuellen Weltgeschehen und doch genausoweit entfernt von Ursachen und Erklärungen wie der kleine Oskar...
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen extrem schön und unglaublich berührend., 21. Juni 2007
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Extrem laut und unglaublich nah: Roman (Taschenbuch)
Dieses Buch geht wirklich nahe. Foer beschreibt mit einer betroffenheitsfreien Leichtigkeit aus Oskars Sicht, wie der Junge mit dem Tod seines geliebten "Dads" zu kämpfen hat. Mühelos wechselt Foer zwischen der Sprache des Neunjährigen ("Das fand ich echt krass", "ich bekam Superschwere Bleifüße"..) zu den poetisch gehaltenen Briefen des Großvaters an den nie gekannten Sohn (Oskars Vater) und der Großmutter an Oskar selbst, in denen sie ihr Leben beschreiben (auch gezeichnet durch Tod und Verlust). Durch Montage, Zeit- und Perspektivensprünge, nicht zu vergessen die Miteinbeziehung von Bildern u. a. wird die Dreidimensionalität geschaffen, die schon in einer Rezension erwähnt wurde. Zum Glück wurde der Titel beibehalten, es gibt wohl keinen passenderen. Auch ein dickes Lob für die Umschlaggestaltung - endlich mal kein nichtssagendes Foto mit einer nichtssagenden Typo.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großartig., 14. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Extrem laut und unglaublich nah: Roman (Taschenbuch)
Was schreibt man zu einem Buch, das einen so restlos begeistert hat, dass man danach ganz still und klein zurückgeblieben ist? Was schreibt man zu einem Buch, das einen mit seiner Sprachgewalt erschlagen könnte und doch so fein und leicht mit den Worten und Buchstaben spielt? Das solche Emotionen erzeugen und verändern kann?

Mich hat selten ein Buch so beeindruckt wie „Extrem laut und unglaublich nah“, das seinem Titel alle Ehre macht. Doch dazu später mehr.

Die Grundgeschichte hat mich erstmal abgeschreckt: Ein 10jähriger Junge versucht nach dem Tod seines Vaters, der am 11. September 2001 im World Trade Center starb, den Verlust zu verarbeiten und zurück ins Leben zu finden.

Ein Politikum, dachte ich mir, mit der typisch amerikanischen Sicht auf die Dinge, die damals geschahen.

Doch das ist es ganz und gar nicht: Der Tod im World Trade Center ist zwar allgegenwärtig, aber es geht darum, den Verlust des Vaters zu verarbeiten. Die näheren Umstände der historischen Ereignisse spielen dabei keine Rolle.

Oskar Schell war schon immer ein besonderer Junge: Er ist über alle Maßen schüchtern, aber eigentlich unglaublich intelligent. Er erfindet Dinge und erklärt sich die Welt auf seine ganz eigene, unfassbar schlaue Art und Weise.

Mit einem Vater, einem Juwelier, spielte er immer Entdeckungsspiele, die dazu dienten, seine Schüchternheit zu überwinden, vor die Tür zu gehen und Dinge zu entdecken.

Nach dem Tod des Vaters ist Oskar psychisch labil, seine ganze Welt scheint in Trümmern zu liegen. Auch die Mutter kann ihm nicht wirklich helfen, sie ist selber viel zu sehr in ihrer Trauer gefangen.

Als Oskar einen geheimnisvollen Schlüssel in den Sachen seines Vaters findet, weiß er, was zu tun ist: Er muss dieses letzte Entdeckungsspiel spielen und aufklären, was dies für ein Schlüssel ist.

Parallel zu Oskars Suche wird die Geschichte seiner Großeltern erzählt. Beide schrieben schon früh Briefe an ihren Sohn (Oskars Vater) und Oskar selbst, die sie allerdings nie abschickten und dem Leser nun präsentiert werden.

Wie der Nachname der Familie schon vermuten lässt, stammen die Großeltern aus Deutschland. Nach dem Bombenangriff auf Dresden emigrierten sie in die USA. Und zeugten gemeinsam einen Sohn. Und das, obwohl der Großvater eigentlich gar nicht in Oskars Großmutter, sondern ihre Schwester verliebt war, die bei den Angriffen allerdings getötet worden war.

Die Geschichten nehmen beide sehr viel Raum ein, Jonathan Safran Foer gibt allen Personen sehr viel Platz, sich zu entfalten und ihren Charakter darzustellen. Trotzdem ist dieses Buch nur knapp 450 Seiten dick, auf denen einige Seiten auch noch von Bildern gefüllt werden.

Und das Ende ist einfach herzergreifend. Also wer da nicht sentimental wird, dann weiß ich es auch nicht…

2011 wurde „Extrem laut und unglaublich nah“ übrigens auch verfilmt, mit Tom Hanks und Sandra Bullock in den Hauptrollen. Im Film wird die Lebensgeschichte der Großeltern allerdings fast ausgespart und die Story beschränkt sich auf Oskars Versuch, die Geschichte des Schlüssels zu rekonstruieren. Trotzdem ist auch der Film absolut empfehlenswert und bleibt von der Emotionalität her sehr nah am Buch.

Abschließend bleibt zu sagen: Dieses Buch ist in der Tat extrem laut. Es packt den Leser mit allen Sinnen und versetzt ihn unglaublich nah in Oskars Inneres und man fühlt, denkt und hofft mit diesem 10jährigen Jungen, wie mit kaum einer anderen Figur der Literatur.

Jonathan Safran Foer ist mit diesem Buch ein kleines Meisterwerk gelungen und es landet für ewig auf meiner Lieblingsbücherliste.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wunderbar verrückt und dabei sehr ergreifend, 15. Dezember 2007
Rezension bezieht sich auf: Extrem laut und unglaublich nah: Roman (Taschenbuch)
Das tragische Ereignis des 11. Septembers hat sehr viele Schrifsteller, Filmemacher und andere Künstler dazu animiert,das unfassbare Geschehnis von damals in ihren Werken zu verarbeiten. Filme liefen in den Kinos, Bücher über Verschwörungstheorien kamen auf den Markt, manchmal kitschige Romane, die aus der Perspektive einer betroffenen Figur berichten, kamen in die Läden. So mag man leicht der Versuchung nachgeben, das Buch "Extrem laut und unglaublich" nah nach dem Lesen der Zusammenfassung auf der Rückseite wieder zurück zu legen, doch das wäre ein großer Fehler, denn damit verpasst man ein ungemein anrührendes, keineswegs kitschiges und verrücktes Werk, das die Thematik 9/11 eher Voraussetzung für den Roman macht und sich nicht mit pazifistischen Ergüssen oder pseudo-Vergangenheitsbewältigung aufhält.

Erzähler ist zunächst der kleine Oskar, der für sein junges Alter schon überaus klug und gebildet ist (nicht umsonst erinnert er an Oskar Mazerath aus der "Blechtrommel").Oskar lebt in New York und muss mit neun Jahren seinen Vater verlieren, der beim Anschlag auf das World Trade Center ums Leben kommt. Die Mutter wird mit ihrer Trauer kaum fertig und weil der kleine Oskar sie auch nicht noch mit seinen Problemen belasten will, schreibt er ein Tagebuch (das wir dann eben lesen) und spricht oft von "Bleifüßen" und blauen Flecken, die er sich verpasst. In den Hinterlassenschaften eines Vaters findet er einen alten Schlüssel und macht sich ganz alleine auf in die Großstadt New York, um das passende Schloss zu finden.
Eingewoben in Oskars Aufzeichnungen sind die briefförmig verfassten Lebensberichte von Oskars Großvater, der alles niederschreibt, was er seinem verstorbenen Sohn nie hatte sagen können und somit versuchen möchte, die entstandenen Kluft zwischen den beiden wieder zu schließen.

Auf eine ganz eigensinnige Weise wird hier von einem Kind erzählt, das mit dem großen Schock, der sich so plötzlich in sein junges Leben geworfen hat, fertig werden muss und versucht, reflexionsartig für sich dies zu verarbeiten. Ungemein bewegend geschrieben, verrückte Passagen, Bilder, Änderung des Schriftsatzes und die genau so interessante wie außergewöhnliche Geschichte des Großvaters, der seine Stimme verliert, machen "Extrem laut und unglaublich nah" zu einer intensiven und ergreifenden Lektüre, wie man sie in dieser Form nicht sehr oft erleben kann. Eines der besten Bücher, die ich bisher gelesen habe.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unglaublich fesselnd und unglaublich schön, 25. Februar 2006
Dieses Buch hat mich wirklich zutiefst beeindruckt. Nach „Windows on the world“, auch ein Roman, der sich mit dem 11. September beschäftigt und der mich ziemlich ratlos und unbegeistert zurückgelassen hat, ist dieses Buch eine perfekt in Szene gesetzte Geschichte voll von rührenden Szenen, Grauen, literarischen und graphischen Spielereien und einem fesselnden Familiendrama, aufgebaut in zwei Hauptteilen.
Der kleine Oskar Schell verliert seinen heißgeliebten Vater, der sich am 11. September im Restaurant des WTC befand und zusammen mit all den anderen Opfern jenes Tages den Tod fand. Oskar, der ein kleines sprachliches Genie und voll von Fantasie, aber auch Realismus und Sarkasmus ist, kann dieses Ereignis nicht verkraften. Während seine Mutter und seine Großmutter jede auf ihre Art versuche mit dem Verlust umzugehen, macht Oskar sich auf die Suche nach einem Geheimnis, auf das er im Wäscheschrank seines Vaters trifft. Während dieser Suche lernen wir zusammen mit ihm die unterschiedlichsten Menschen, New York und mit jeder Seite auch ein bisschen Oskar selbst kennen. Er ist ein Kind, das mit dem Verlust, dem Schrecken und den Dingen, die er vor seiner Familie verschweigt, nicht wirklich umgehen kann, Ängste und Phobien entwickelt und gleichzeitig eine unheimliche Stärke und Intelligenz an den Tag legt, die man einem solch jungen Menschen gar nicht zutraut, aber ohne Probleme abnimmt. Der Autor zwingt einen förmlich dazu, den kleinen Jungen ins Herz zu schließen. Es ist fantastisch, wie er es schafft so überzeugend und rührend aus der Sicht eines 9jährigen zu schreiben.
Der zweite Teil der Geschichte befasst sich mit Briefen, die Oskars Großmutter und der verschollen geglaubte Großvater an ihren Enkel/Sohn schreiben und gleichzeitig ihres Lebens-, und Liebesgeschichte offenbaren. Auch dieser Teil ist voller Dramatik und bedrückend. Durch die geschickt eingebrachten Fotos und Leerseiten voller Einzelsätze und Zahlen bekommt die Geschichte einen tollen illustrierten Bezug, man kann das Buch einfach nicht aus der Hand legen.
Da beide Handlungslinien nebeneinander herlaufen, ist es fesselnd zu sehen, wie die Personen jeweils aus einer anderen Perspektive handeln, denken und fühlen.
Der Autor hat es hier geschafft eine wunderschöne Geschichte zu erschaffen, gleichzeitig aber auch eine Charakterstudie über Menschen, geschichtliche und menschliche Abgründe und letztlich verarbeitet er auch damit die Geschehnisse, die am 11. September 2001 New York heimsuchten. Die Bilder, die sich an diesem Tag in unsere Köpfe einbrannten, haben den Autor ganz sicher sehr beeinflusst und dazu bewogen sich mit einer solchen Geschichte auseinanderzusetzen. Da gibt es das Daumenkino eines Menschen, der aus dem WTC fällt/springt. Anrufe aus den brennenden Türmen, ungeschönte Details vom Zusammenbruch und dem Tod so vieler Menschen. Aber an keiner Stelle wird das alles reißerisch oder gar actiongeladen, meiner Meinung nach geht der Autor trotz allem sehr vorsichtig und einfühlsam mit dem Thema aus.
Das alles aus der Perspektive eines Kindes zu tun ist ein interessantes und vollkommen geglücktes Experiment. Weder das Buch noch die Geschichte kamen mir in keinster Weise durcheinander vor, denn wer die Geschichte und die Charaktere wirklich begreift und sich nicht scheut, sich vollständig auf das Buch einzulassen, der wird den Anspruch und die Schönheit dahinter verstehen.
Fazit: Das Buch ist eine schöne, traurig, herzzerreißende und dramatische Aufarbeitung des 11. Septembers, aber auch ein Umgehen mit Familie, mit Verlust, mit Ängsten, New York und vielen anderen Themen. Sehr, sehr empfehlenswert!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein 3-D Erlebniss, 15. Mai 2007
Rezension bezieht sich auf: Extrem laut und unglaublich nah: Roman (Taschenbuch)
Selten ist es mir so schwer gefallen den Inhalt eines Buches wiederzugeben,da dieses Buch so ungewöhnlich und facettenreich ist.
Die Grundgeschichte in dem Buch ist das der 9 jährige Oskar den Tod seines Vaters nicht verarbeiten kann. Sein Vater kam bei den Anschlägen auf das World Trade Center ums Leben.
Zu Lebzeiten dachte sein Vater sich für Oskar immer Rätsel und "Spiele" aus. Doch das letzte Rätsel konnte Oskar nicht mehr lösen. So findet er eines Tages in einer Vase einen Schlüssel mit einem kleinem Zettel , auf dem black steht. Oskar glaubt es sei ein Hinweis zu dem letztem Rätsel und klappert alle Leute mit dem Namen Black in New York ab.
Dazu muß man noch sagen Oskar ist kein normaler 9 jähriger Junge sondern hochbegabt , altklug und skuriel.
Etwas skuriel ist auch das ganze Buch . Oskars Suche und sein Zusammentreffen mit div. Blacks wird von unterschiedlichen Bildern und Briefen ,hauptsächlichdie des Großvaters an sein ungeborenes Kind ,unterbrochen.
Stilistisch äußerst ungewöhnlich z.B. werden Satzfetzen die Oskar beim Lauschen aufschnappt auch so als Dialog wiedergegeben oder die Aufzeichnungen des Großvaters werden immer dichter und unleserlicher da ihm das Papier ausgeht.
Das Buch ist auch mit Wissen gespickt das man nicht unbedingt haben muss , aber ungeheuren Spaß macht zu lesen z.B. Wieviel Staub in kg sammelt sich im laufe eines Jahres an u.s.w.
Durch diese stilistischen Mittel entsteht so eine Art 3-D Effekt , die Geschichte wird für den Leser greifbarer.
Mich hat das Buch besonders durch seine stilistischen Mittel gefesselt.Besonders die Figur des Großvaters hat mich in den Bann gezogen.
Trotz großem Lesevergnügen meinerseits (das mir 5 Sterne wert ist) fehlte mir eine Art Botschaft. Die Figuren entwickeln sich nicht weiter sondern halten an ihrer Trauer fest , es gibt kein Vorwärtsschauen .
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein glänzender Stern am Bücherhimmel, 20. Juli 2007
Von 
Christof Bente "cbente" (Sprockhövel) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Extrem laut und unglaublich nah: Roman (Taschenbuch)
Ich liebe Oscar. Dieses todtraurige Kind, das sich nach dem Tod seines Vaters aufmacht um ein großes Rätsel zu lösen. Diesen neunmalklugen Dreikäsehoch, der mit seinem Tamburin durch New York zieht und witzige aber auch traurige Geschichten erzählt bekommt. Oscar, der die Trauer über den Tod seines geliebten Vaters versucht zu ergründen. "Extrem laut und unglaublich nah" hat mich extrem berührt und unglaublich begeistert. Allein die Idee, sich dem 11. September auf diese Art und Weise zu nähern ist genial. Die Trauer der Angehörigen hat Jonathan Safran Foer an Oscar, seiner Mutter und der Oma festgemacht. Und genau diese Trauer ist es, die sich wie ein roter Faden durch das Buch zieht, ohne dabei jedoch pathetisch oder kitschig zu wirken. Melancholisch schön. Das liegt hauptsächlich daran, dass auch feine Ironie, oftmals durch Oscars kindliche Neugier, und ein federleichter Humor in diese unglaubliche Geschichte eingewebt ist. Neben Oscars Abenteuer wird auf einer anderen Ebene die Geschichte seiner Großeltern erzählt - ganz langsam beginnen sich die Fäden der Vergangenheit mit der Gegenwart zu verspinnen. Ein Buch das einem die Tränen in die Augen treibt und oftmals muss man einen Moment aussetzen beim Lesen um wieder Herr seiner Gefühle zu werden. Doch auch heiteres Lachen ist durchaus erlaubt. Jonathan Safran Foer legt eine unglaubliche Leichtigkeit im Erzählstil an den Tag. Ihm gelingt es mit seiner Geschichte die Seele der Leser anzusprechen. Gibt es die Seele? Eine Frage die Oscar sicherlich beantworten könnte. Ich beschränke mich darauf zu urteilen, dass dieses Buch mit Sicherheit eines der besten Bücher der vergangenen Jahre ist.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wenn die Sonne explodiert, merken wir 8 min. lang nichts davon., 5. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
So lange dauert es bis das Licht uns erreicht.
8 Minuten wäre die Welt noch hell und warm. Die Welt wäre noch heil.

"Extrem laut und unglaublich nah" ist ein Buch, das sich nicht beschreiben lässt, man kann es nicht einfangen erklären, analysieren, man mag es oder man mag es nicht. Es geht einem nahe oder nicht.
Man liest es nicht nur, man fühlt es.
Leere Seiten, Bilder, Zahlencodes, kleine Schrift, große Schrift, unleserliches, Daumenkino.
Unnötig, würden einige meinen. Aber es gehört zu diesem Buch dazu. Man lässt sich darauf ein.

So wie man sich auf Oscar zunächst einlassen muss.
Scheint er teilweise wie alle Beteiligten nicht ganz real und sonderbar, so müssen sie das auch gar nicht sein.

Das Buch enthält Sätze, die ich immer wieder lesen muss, unterstrichen habe, liebe.

Oscar ist für seine jungen neun Jahre ziemlich viel : Pazifist, Erfinder, Goldschmied, Veganer, Frankophiler, Amateur- Entomologe, Origamist, Sammler und Computer- Spezialist.
Unglaublich sensibel und verletzlich, und extrem traurig.

Sein Vater starb bei den Anschlägen am 11. September 2001, danach durchlebt Oscar sein Trauma.
Der Hauptgrund für Oscars Trauer ist aber nicht der Tod selbst, sondern die Art und Weise wie sein Vater starb.
Oscar fühlt sich schuldig. Er konnte nicht für seinen Vater da sein, konnte ihn nicht beschützen und nicht beistehen, alleine musste er sterben.
Wir spüren mit jeder Faser wie sehr ihn das zerreißt.

Als er eines Tages einen Schlüssel findet, ist Oscar sicher, dass sein Vater ihm etwas wichtiges hinterlassen hat, und das es von absolut großer Bedeutung ist, dieses Schloss zu finden.
Eine Reise beginnt, in der Oscar die 8 Minuten mit seinem Vater verlängern möchte, denn so fühlt er sich ihm näher, doch je länger er sucht, desto mehr spürt er, dass er sich von ihm trennt.

Der zweite Handlungsstrang handelt von Oscars Großeltern, deren Geschichte mich fast noch mehr berührt hat als die von Oscar.
Sie hat mich auch trauriger gemacht. Einige Passagen werde mir wohl für immer in Erinnerung bleiben.
Nie werde ich die Szene von Oscars Oma vergessen, in der sie ihre Lebensgeschichte schreibt.
Hundert Seiten leere Blätter.

Einzig und allein, was mich enttäuscht hat, war die Tatsache, dass der Zahlencode keinen Sinn ergab.
Schade. Von Foer hatte ich tatsächlich erwartet, dass er was bedeuten würde.

Foer wurde leider sehr oft kritisiert, dafür, dass es um so politische Themen geht, und diese nicht weiter behandelt werden, fast schon als Märchen erzählt wird.
Meiner Meinung nach muss das auch nicht sein.
Es geht hier nicht um Politik. Es geht um einen neunjährigen, der seinen Vater verloren hat.
Was soll es einen neunjährigen interessieren, was politisch gelaufen ist?

Man muss sich wie gesagt frei auf diesen Roman einlassen, sich fallen lassen und nichts erwarten- bei mir kam er innerlich sofort an.
Manchmal scheint es fast schon zu viel zu sein, zu viel, um alles sofort verdauen zu können.
Jeder Satz eine kleine Poesie für sich. Und doch ganz einfach.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kein Buch hat mich jemals so berührt..., 28. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: Extrem laut und unglaublich nah: Roman (Taschenbuch)
Wirklich kein anderes Buch hat mich so sehr berührt, wie dieses. Ich habe schon viel gelesen und auch etliche Bestseller und auch mit Literaturpreisen ausgezeichnete Bücher, doch bisher hat mich kein Buch so mitgenommen wie dieses.
Ich habe es nur in der deutschen Übersetzung gelesen, und kann deswegen bei der rieseigen "Gute- Schlechte Übersetzungs"s- Debatte nicht mitreden, aber für mich passte bei dem Buch einfach alles :
Die Protagonisten sind wundervoll und absolut liebevoll und fasettenreich illustiert. Das Buch beschäfftigt sich mit einem unglaublich schwierigen Thema, was bei falscher herangehensweise schnell stenotyp wirken kann. Genau das erreicht der Autor in diesen Buch ganz und garnicht!
Es war das erste Buch, das ich wirklich zur Seite legen musste, weil ich anfing zu weinen, so sehr hatte mich das Buch im Griff. Zudem war ich wirklich traurig, als ich den letzten Satz gelesen habe.
So viel Liebe habe ich seit dem in kaum einem Buch gesteckt gesehnen -> und dabei ganz und garnicht kitschig gemeint!!!! Das Buch geht mir Emotionen einfach ehrlich um.
Das mag nicht jedermans Geschmack sein, meinen hat es zu 100% erfüllt!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das beste Buch, was je in meine Hände fiel!, 8. Februar 2011
Rezension bezieht sich auf: Extrem laut und unglaublich nah: Roman (Taschenbuch)
Gleich zwei gute Freunde von mir berieten mich und sagten "lies dieses Buch, es ist unglaublich!" - und sie sollten rechtbehalten!

Ein kleiner Junge, der ganz New York nach Schlössern absucht? Zugegeben, ein bisschen surreal klingt das schon und das sagt Oskar Schell, der neunjährige Hauptdarsteller dieses Buches, ja selbst. Die Denkweise des jungen Grundschülers, dessen tiefe Wunden man im Laufe des Buches immer mehr zu spüren bekommt, ist irreal und dennoch so authentisch, das man sich direkt betroffen fühlt.

Die Menschen, die er während des ganzen Buches trifft, die (nicht nur) nebenbei erzählte Geschichte seiner Großeltern und das überraschende Ende - ein Buch, wie man wahrscheinlich kein zweites findet!

Der Schreibstil und die Denkweise des Jungen - es hat mein Herz erobert und ich bin sicher, es wird auch Ihr Herz erobern!

Habe mir nun direkt das nächste Buch von Foer bestellt, ich bin gespannt :)
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Extrem laut und unglaublich nah: Roman
Extrem laut und unglaublich nah: Roman von Jonathan Safran Foer (Taschenbuch - 19. April 2007)
EUR 9,95
Auf Lager.
In den Einkaufswagen Auf meinen Wunschzettel
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen