Kundenrezensionen


2 Rezensionen
5 Sterne:
 (1)
4 Sterne:
 (1)
3 Sterne:    (0)
2 Sterne:    (0)
1 Sterne:    (0)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

22 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lungenenzündung, Violine, Todeszelle, Spiegelmaschine., 10. Juni 2005
Von 
In der ersten Geschichte erzählt uns Martel von einem jungen Aids-Kranken (angesteckt durch eine Bluttransfusion), der von seinem Freund auf seinem letzten Lebensabschnitt begleitet wird. Die beiden Freunde erzählen sich abwechselnd die Geschichte einer finnischen Familie und lassen sich dabei von den Ereignissen des 20. Jahrhunderts inspirieren, und während die finnische Familie von Schicksalsschlägen heimgesucht und von freudigen Ereignissen überrascht wird, kann der Leser den traurigen Verfall des Aids-Kranken mitverfolgen.
Die zweite Geschichte handelt von einem Vietnam-Veteran, der seinen Lebensunterhalt als Putzmann verdient und viele Stücke komponiert hat, und obwohl die "dissonante Violine" bei der Uraufführung gänzlich misslingt, sind die Zuhörer ergriffen.
In "1096 Arten zu sterben" beschreibt der Direktor einer Strafvollzugsanstalt den Tod (durch Erhängen) eines jungen Mannes. Einmal stirbt der junge Mann ängstlich, ein anderes Mal gefasst, einmal bringt er sich selbst um, einmal erliegt er eines natürliches Todes, einmal schreibt er seiner Mutter einen langen Brief, einmal redet er die ganze Nacht mit einem Priester -- allen Varianten enden mit dem Tod.
Im "Spiegel für die Ewigkeit" zeigt die Grossmutter ihrem Enkel, wie man früher Spiegel fabriziert hat, und während der Spiegel entsteht, redet die Grossmutter auf ihren Enkel ein. Sie redet und redet, und der Enkel schweift mit den Gedanken ab, verflucht dieses Materiallager in Grossmutters Wohnung, wünscht sich ein kleines Feuer herbei, das all den Müll verschlingt. Und plötzlich sagt die Grossmutter: "UND ENDE." Der Spiegel ist fertig. Und als der Enkel genau hinschaut, sind im Spiegel all die gesprochenen Worte sichtbar.
Die Themen in diesem Buch sind sehr originell und einzigartig, Yann Martel selbst ein sehr feinfühliger, verständnisvoller, humorvoller Autor und hervorragender Erzähler. Ein überaus erfreuliches Leseerlebnis für anspruchsvolle Bücherfreunde.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen ergreifend und bitter, 25. Dezember 2011
Rezension bezieht sich auf: Die Hintergründe zu den Helsinki-Roccamatios (Taschenbuch)
Es gibt Bücher, die möchte ich nicht ein zweites Mal lesen. Nicht weil sie schlecht wären oder langweilig, sondern gerade weil sie mich tief berührt haben und leiden lassen. Dieses Buch ist toll geschrieben, einfallsreich und aussergewöhnlich, vor allem in den verschiedenen Erzählformen. Aber die 4 Erzählungen sind alle auf Ihre Art unglaublich grausam und dunkel. Hinter harmlos wirkenden Titeln folgen Geschichten, die einem den Hals abschnüren. Die Machtlosigkeit und Schicksalhaftigkeit ist dabei der rote Faden. Die Protagonisten sind Ihrem Schicksal ausgeliefert, ohne Ausweg oder Hoffnung.
Ich gebe eine gute Bewertung, da ich beim Lesen gefesselt und in die Grundstimmung der Erzählung hineingesogen wurde, und das macht für mich ein tolles Buch aus. Aber es ist recht schwere Kost und deshalb keine "Lesespaß" im herkömmlichen Sinn.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Die Hintergründe zu den Helsinki-Roccamatios
Die Hintergründe zu den Helsinki-Roccamatios von Yann Martel (Taschenbuch - 21. März 2007)
EUR 9,95
Auf Lager.
In den Einkaufswagen Auf meinen Wunschzettel
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen