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23 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Australierin wider das Vergessen von Unrecht
In nüchternem und kollagenhaften, oft interviewhaften Stil schreibt die Autorin, deren Werk nicht nur ihr Debut ist, sondern zugleich von Universitäten, staatlichen Stiftungen, dem Goethe-Institut und namenhaften Unternehmen aus aller Welt gefördert wurde, was einer Ausländerin im gewendeten (Ost)Deutschland, in dem sie längere Zeit lebte,...
Am 8. Februar 2006 veröffentlicht

versus
12 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Enttäuschend
Für mich war die Lektüre nur enttäuschend. Ein lobenswertes Vorhaben als Außenstehende über eine untergegangene "Diktatur" zu schreiben, das Ergebnis ist schlecht. Der DDR- Alltag wird im Erinnern an das So-Wollen-Wir-Es-Haben angepaßt. Ich selbst bin in der DDR aufgewachsen, habe 1 Jahr in Hoheneck verbracht und kann nur sagen: So nicht...
Veröffentlicht am 29. Mai 2008 von Marina Ide


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23 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Australierin wider das Vergessen von Unrecht, 8. Februar 2006
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Stasiland (Taschenbuch)
In nüchternem und kollagenhaften, oft interviewhaften Stil schreibt die Autorin, deren Werk nicht nur ihr Debut ist, sondern zugleich von Universitäten, staatlichen Stiftungen, dem Goethe-Institut und namenhaften Unternehmen aus aller Welt gefördert wurde, was einer Ausländerin im gewendeten (Ost)Deutschland, in dem sie längere Zeit lebte, auffällt.
Ohne Vorurteil beschreibt sie an Hand ihrer während ihres Deutschlandaufenthaltes geführten Gespräche verschiedene Lebensläufe, die von der Stasi beeinflusst wurden - vom zur Mitarbeit Gezwungenen, zum Opportunisten, von der überlebenden Frau eines von der Stasi Ermordeten bis zu K.-E. v. Schnitzler, den sie ebenso bei ihren Recherchen besucht hat wie das Stasi-Foltergefängnis in Berlin-Hohenschönhausen oder die Mitarbeiter des BUSt in Zirndorf, die in den kommenden 375 Jahren (!) die von der Stasi zerstörten Unterlagen rekonstruieren sollen.
Wohl gerade wegen der Sachlichkeit, mit der diese Vitae dargestellt werden, ist die erkennabre Brutalität, Verblendung und vor allem ethischen Primitivität der Stasi so erschütternd. Ebenso erschütternd ist die in Funders Schlusskapiteln erkennbare Resignation darüber, dass wir Deutschen uns immer weniger für die Opfer der DDR-Diktatur zu interessieren scheinen und stattdessen die ehemaligen Täter die Gelelgenheit bekommen, sich selbst als Opfer darzustellen oder aber gar wieder in Stellungen zu kommen, aus denen Sie die Opfer des Stalinismus unter anderen Vorzeichen mit gleichen Methoden drangsalieren und weiterverfolgen.
Der Blick von außen ist einerseits unverfänglich, vor allem aber erhellend, so auch hier. Und das obwohl es der Autorin entgangen ist, dass die SED-PDS bis heute nicht zu ihrer historischen Verantwortung steht und die Kosten für das von ihr begangene Unrecht auf alle Deutschen sozialisiert hat.

In Zeiten einer den Blick auf die Realitäten gezielt verstellenden Ostalgie ist das Buch empfehlenswert für jeden Geschichtskurs und auch im Deutschunterricht neben "Die rote Schleife an Stalins Bart" gut brauchbar.

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16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fesselnd und unglaublich, 28. Dezember 2004
Von 
Rezension bezieht sich auf: Stasiland (Taschenbuch)
Für mich eines der besten Bücher, die je über die DDR veröffentlicht wurden.
Anna Funder hat brilliant recherchiert, interessante Leute getroffen (berühmt-berüchtigt, aber auch ganz "normale" Menschen), ihre Geschichten niedergeschrieben und in knapper Form zum Teil mit eigenen Gedanken bewertet. Für mich haben sich viele interessante Fakten aufgetan, viele sorgsam recherchierte Kleinigkeiten, die den Wert des Buches ausmachen. Es liest sich -jedenfalls für mich- nicht sehr schnell, da die meisten Fakten und persönliche Schicksale doch harte Kost sind. Die Autorin schafft es, dass das Buch nicht ausschließlcih anklagend ist, sondern vielmehr beleuchtet sie beide Seiten (Stasi und Opfer) und schafft somit auch etwas "Verständnis" für die "ausführende" Partei. Sehr empfehlenswert!
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12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kein Buch für Ostalgiker und kein Buch für Besser-Wessis, 14. August 2005
Rezension bezieht sich auf: Stasiland (Taschenbuch)
Dieses Buch hat mir meine Ex-Freundin (selbst aus Ostdeutschland und "Republik-Flüchtling") im englischen Original geschenkt. Aus ihren Worten entnehme ich, dass sie ihre eigene Geschichte an vielen Stellen wieder erlebt hat. Offensichtlich hatte die Arbeit der Stasi also System - ein System, das in diesem Buch sehr gut beschrieben ist.

Umgekehrt habe ich bei der Lektüre viele Zitate on Arbeitskollegen und Bekannten aus Neufünfland wieder entdeckt - von Menschen, die ihre eigene Arbeit als IM rechtfertigten, von Menschen, die den Stasi-Terror im Nachhinein relativierten und von Menschen, die heute, mit dem Verlust ihres Arbeitsplatzes, ihre Würde verloren zu haben glauben.

Und ich komme zu der Einschätzung: Dieses Buch ist hilfreich für Menschen aus Ost und West und von sonstwoher, die das System der totalen Staatsüberwachung a la DDR nachvollziehen wollen. Für Menschen, die nur ihre Vorurteile bestätigt wissen wollen, ist es eher nicht.

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14 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gegen das Vergessen, 29. August 2005
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Stasiland (Taschenbuch)
Für mich ist dieses Buch eines der besten und mutigsten Bücher über die DDR-Vergangenheit.
Anna Funder beschreibt in einer Einzigartigkeit von den perfiden Methoden des Überwachungsstaates. Die authentischen Beschreibungen, belegt durch persönliche Schicksale, Quellen und Zitate machen dieses Buch zu einem Bestseller, der über die übliche Schwarz-Weiss-Malerei hinaus geht.

Bezeichnend für mich bleibt die Tatsache, dass Anna Funder
jahrelang keinen Verleger in Deutschland fand und das Buch zuerst in Australien erschien und dort für Aufsehen sorgte.

Ein Meisterwerk, besonders empfehlenswert!

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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großartig, 23. Dezember 2007
Von 
Mathias von Gersdorff - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Stasiland (Taschenbuch)
Die Australierin Anna Funder kommt nach Berlin wenige Jahre nach der Wende und sucht Spuren der SED-Diktatur, insbesondere wie sich diese Diktatur im alltäglichen Leben der Menschen bemerkbar machte. Die Optik ist bewußt subjektiv und läßt Seite für Seite ein Mosaik der untergegangenen DDR entstehen. Aber Anna Funder möchte die Tatsachen sprechen lassen und hält sich mit Kommentaren sehr stark zurück. Höchstens schildert sie ihre Empfindungen während der Gespräche. Auf diese Weise ist ein Buch entstanden, das einem sehr nahe geht, aber gleichzeitig sehr faktenreich ist. Dank der unzähligen Details vermittelt der Text die bedrückende Stimmung des Stasilandes. Der Stil erinnert sehr an den polnischen Journalisten Ryszard Kapuscinski, der ebenso sehr detailliert beschrieb. Dadurch ist das Buch allerdings nicht unbedingt für Schnelleser geeignet.
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9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein beeindruckender Augenöffner, 2. Januar 2008
Rezension bezieht sich auf: Stasiland (Taschenbuch)
Ich habe mir dieses Buch passenderweise in der Gedenkstätte Hohenschönhausen gekaufen und förmlich verschlungen. Die Schicksale in ihrer Verschiedenheit und den doch ähnlichen Strukturen der Willkür, mit denen die Stasi bis ins Innerste des privaten Lebens vordrang, haben mich tief beeindruckt. Ein großes Lob der australischen Autorin, die ihren Interviewpartnern menschlich nahekommt und bisweilen tief betroffen ist. Sie gibt den Opfern eine Stimme und auch den Tätern. Ein großes Buch!
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26 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vergangenheitsbewaeltigung, 18. Februar 2004
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Stasiland (Taschenbuch)
Das Buch sollte Pflichtlektuere werden. Ein wertvoller Beitrag zur Aufarbeitung der DDR Diktatur. Offensichtlich bedurfte es einer Australierin die unbefangen an diese Epoche der deutschen Geschichte herangehen konnte.
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13 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Was kann eine junge Australierin davon verstehen?, 3. Oktober 2004
Von 
Rezension bezieht sich auf: Stasiland (Taschenbuch)
Ich habe die englische Version dieses Buches gelesen.

Ich habe mich vorher gefragt, "was kann eine junge Australierin, die zuerst Mitte der 90er Jahren im Osten war, dazu addieren?" Die Schicksale, die beshrieben werden, sind alltaeglich. Die neutrale Betrachtung einer jungen nicht beteiligten Auslaenderin, total unbefangen, ist der Grund fuer den Erfolg.

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5.0 von 5 Sternen Klasse, 19. April 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Stasiland (Taschenbuch)
Solche Bücher mag ich: sparsam lesen, damit der Genuss länger andauert. Und nicht verleihen, man kriegt es nämlich nicht wieder zurück!
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4.0 von 5 Sternen der fremde Blick bereichert, 17. März 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Stasiland (Taschenbuch)
Das Buch gehört in eine Reihe mit Timothy Garton Ashs "Die Akte Romeo" und "Lügendetektor" (Vernehmungen im besiegten Deutschland 1944/45.) von Saul K. Padover. Wie man Stasiland nicht mit Genuss lesen kann, "geschwätzig" oder "geschmacklos" finden kann, wie einige andere Rezensenten, ist kein großes Rätsel. So gut es ist, dass dieses kleine schäbige Land ddr nicht mehr existiert, so sehr muss man einrechnen, dass die meisten seiner Bewohner noch leben und sich nicht wenige aus diversen Gründen den fremden Blick auf "ihrs" verbeten... Nur gehört dieser Reflex eher in die Umkleidekabine eines Schwimmbades und wirkt selbst dort befremdlich.
Das Buch ist toll. Beste Reportagekost. Frisch und lebendig. Lesen!
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Stasiland
Stasiland von Anna Funder (Taschenbuch - 4. Februar 2011)
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