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49 von 54 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hintergründige Konsumkritik vom Feinsten!
Ich habe selten ein so bewegendes, so intensives und zugleich nachdenkliches Buch über unsere heutige multioptionale Konsumkultur gelesen wie Wolfgang Ullrichs Habenwollen. Das Buch ist noch zu neu, um ein Klassiker zu sein, aber es hat das Zeug dazu, einer zu werden!

Auf 206 Textseiten (plus Anhang) geht Ullrich dem Konsum auf den Grund, aber ganz...
Veröffentlicht am 9. Dezember 2006 von Prof. Dr. Karsten Kilian

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59 von 76 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Schadstofffrei, unkritisch und (zum Glück) an der Realität vorbei
Dieses Buch enttäuscht, denn der Autor scheint geradezu fasziniert von den heutigen Marketingmethoden. Konsumkritik, die man in einem Werk wie diesem erwartet hätte, wischt er einfach vom Tisch.
Das Buch gliedert sich in vier Teile. Im Teil 1 wird die Entwicklung der Konsumkultur beschrieben. Wichtigster Punkt ist die zunehmende Entfernung vom Gebrauchswert...
Veröffentlicht am 2. Januar 2008 von Vitamin B[uch] C[d] D[vd] E[le...


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49 von 54 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hintergründige Konsumkritik vom Feinsten!, 9. Dezember 2006
Von 
Prof. Dr. Karsten Kilian "Markenexperte, Mark... (Baden-Württemberg, Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich habe selten ein so bewegendes, so intensives und zugleich nachdenkliches Buch über unsere heutige multioptionale Konsumkultur gelesen wie Wolfgang Ullrichs Habenwollen. Das Buch ist noch zu neu, um ein Klassiker zu sein, aber es hat das Zeug dazu, einer zu werden!

Auf 206 Textseiten (plus Anhang) geht Ullrich dem Konsum auf den Grund, aber ganz bestimmt nicht - wie viele von uns - auf den Leim! Er erläutert auf kurzweile Art warum wir Waren kaufen, deren Substanz "Zweckmäßigkeit ohne Zweck" verspricht, die uns verjüngen auf ewig, ohne dass wir uns (auf ein Alter) festlegen müssten. Uns stört es auch nicht, wenn ein Produkt einen Widerspruch in sich darstellt, z.B. ein Kaffee, der zugleich als anregend und entspannend angepriesen wird. Was nun? Beides zugleich. Wir suchen uns aus, was wir gerade gerne hätten, was unserer Stimmung am Ehesten entspricht. Ob es Sinn macht? Sinnlos darüber nachzudenken. Zumindest scheint es heute so, denn: Es wird gekauft!

Habenwollen blickt aus 4 Richtungen auf das Phänomen "Konsumkultur" und zeigt auf, wie der Konsum salonfähig und damit zu einem Kulturgut und das sich zum Teil über die Kunst definierende und abgrenzende Bildungsbürgertum durch das Konsumbürgertum abgelöst wurde:

1. Entwicklung (u.a. "Kultur der Fiktionalisierung")

2. Ästhetik (u.a. "Produktwandel", "Virginität" und "Zeitumkehr")

3. Wissenschaftliche Grundlagen (u.a. "Von der Soziologie zur Psychologie")

4. Dimensionen (z.B. "Grenzen der Konsumkultur" und Die "Zukunft des Habenwollens")

Ullrichs Buch öffnet die Augen, macht Zusammenhänge und Unterschiede zwischen Soziologie, Psychologie, Neurologie, Zaltmans Metaphor Elicitation Technique (ZMET) klar und verdeutlicht die Vorzüge und Nachteile altbekannter Ansätze (z.B. Sinus-Milieustudien) und neuerer Herangehensweisen (z.B. Verfassungsmarketing) zum "besseren Verstehen des Konsumentenverhaltens"; er kritisiert, polarisiert und polemisiert, überlässt es dann aber doch dem Leser, sein eigenes "Gedankengerüst" zu entwickeln.

Mein Fazit: Das (bisher) beste Buch über die Konsumkultur des noch jungen 21. Jahrhunderts und die Wurzeln des Konsums (die keine mehr sind). Statt wollen gilt "Habenmüssen". Mit Ullrichs Buch erhalten Sie, was es heute (nicht nur auf dem Buchmarkt) nur noch selten gibt: "Konsum mit Kultur" (und voller Zweck)!
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31 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Aufklärung des unmündigen Konsumenten, 14. Februar 2007
Von 
Thomas Brasch (München) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Ohne Abschrecken zu wollen, muss ich vorweg an Kants Definition zur Aufklärung erinnern: sie ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Habe Mut, Dich Deines eigenen Verstandes zu bedienen.

Wolfgang Ulrich ist dieser Aufforderung im besten Sinne gefolgt als er sich dem Konsumphänomen angenommen hat. Konsum wird mehrheitlich ja gerne als Geißel der modernen Gesellschaft apostrophiert. Wir alle seien nur Getriebene über die Marktplätze dieser Welt, die sich lammfromm und nimmersatt mit unnötigen Waren vollstopfen und ununterbrochen medial berieseln lassen, damit wir nicht unserer geistigen und emotionalen Leere wahrhaftig würden. Dass dem mitnichten so ist, sondern Konsumieren eine selbst zu verantwortende, freie Handlung ist und zudem auch sinnstiftend sein kann, beschreibt Ulrich sehr überzeugend. Doch nicht nur das. Sehr plausibel sind auch seine Schlüsse bzgl. moderner Produktdesign- und -ausstattungsmerkmale, die über Erfolg oder Misserfolg entscheiden: so z.B., dass aktuell bevorzugte Produkte zumeist unerschöpfliche Potentiale und Optionen zu bieten scheinen. Eine wesentliche Essenz aus seinen spannend zu lesenden Betrachtungen schien mir, dass Konsum heute mehr denn je nicht Habenwollen, sondern Seinwollen ist. Und zwar nicht im Sinne von Status und Prestige, sondern im Sinne einer möglichen Option (heute bin ich mal Snob, morgen Bohème und im Urlaub Freibeuter) oder eines gewünschten Moments (romantisch, ernsthaft, ausgeflippt). So stünde beim Konsum auch nicht der Besitz im Fokus, sondern der Weg dahin und die sich erste noch ergebenden Möglichkeiten danach. Insofern kann Konsum recht sinnstiftend sein, wenn er im vollen Bewusstsein der individuellen Freiheit getätigt wird und mit ihm sich eine Erweiterung an Möglichkeiten verbindet. Die Reife des modernen Konsumenten zeigt sich insbesondere dort, wo sie/er nicht infantil und neidgetrieben "Habenwollen" denkt, sondern sich bewusst einen nachhaltigen, selbst geschätzten Wert erwirbt. Oder in Anlehnung an Oscar Wilde ausgedrückt: wir nicht nur den Preis der Dinge kennen, sondern auch ihren Wert. So lautet meine Empfehlung: Konsumieren Sie dieses Buch - mir ist es mehr Wert als es kostet.
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16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Warum wollen wir haben, was wir kaufen?, 20. Januar 2007
Von 
Michael Dienstbier "Privatrezensent ohne fina... (Bochum) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Warum möchte man etwas haben? Wie entsteht das Bedürfnis einen bestimmten Fernseher/DVD-Player oder Seifenspender käuflich zu erwerben? Diese Fragen versucht Wolfgang Ullrich in seinem Bauch "Habenwollen" zu beantworten. In vier Kapiteln beschreibt der Autor die Entwicklung, die Ästhetik, die wissenschaftlichen Grundlagen sowie die Dimensionen der Konsumkultur. Ullrich definiert, dass Grundlage der Konsumkultur sei, dass jeder in der Lage ist, sich die lebensnotwendigsten Güter zu leisten, so dass andere weitergehende Erwartungen an die zu kaufenden Produkte gestellt werden.

Ullrichs Hauptthese ist, dass Firmen ihre Produkte bewusst als "Projektionsflächen" gestalten, auf die der potentielle Kunde seine Wünsche projiziert und somit nicht nur das Produkt, sondern auch einen ganz persönlichen "ideellen Mehrwert" erwirbt. Mitreißend und überzeugend beschreibt Ullrich, wie Firmen auf eine ganze Armee von Soziologen, Psychologen, Neurologen und Geisteswissenschaftler zurückgreifen, um so ihre Produkte genauso zu designen, damit sie den bewussten und unterbewussten Wünschen der Zielgruppe entsprechen. Kaffee, zum Beispiel, kann, je nach Design, abenteuerlustig oder entspannungssuchende Menschen ansprechen kann. Ähnlich lässt sich häufig bei Autos beobachten: "Eigentlich wäre es längst möglich einen Kunden an der Kasse nicht nur den Rechnungsbon vorzulegen, sondern zugleich ein Psychogram oder eine Mileuanalyse auszudrucken. Dann erführe er, ob er sich risikofreudig oder treu verhält, extrovertiert oder schüchtern ist, zukunftsorientiert oder vergangenheitsbasiert handelt, lieber die GRÜNEN oder die FDP wählen soll" (138).

Im Gegensatz zu marxistischen Konsumkritikern, sieht Ullrich jedoch durchaus Chancen "[a]us dem infantilen Habenwollen von Möchtegerns [...] eine selbstbewußte Konsumkultur" (206) zu entwickeln. In dieser würden sich Konsumenten nicht mehr durch naive Projektionsflächen beeinflussen lassen, sondern von ihren Produkten einen anspruchsvolleren Mehrwert erwarten.

Fazit: Gelungene Einführung in menschliches Konsumverhalten und die Strategien, dieses zu beeinflussen und zu steuern.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Konsumgüter als Kulturprodukte, 9. September 2010
Rezension bezieht sich auf: Habenwollen: Wie funktioniert die Konsumkultur? (Taschenbuch)
Sein Buch Habenwollen - Wie funktioniert die Konsumkultur?" beschreibt einige seiner Exkursionen in diese Welt - die für die typischen Leser des S. Fischer-Verlages (in dem das Buch erschienen ist) wahrscheinlich eine eher fremde Welt sein dürfte. Deshalb sieht sich Ullrich hier als ein Vermittler: Im Gegensatz zu den im Bildungsbürgertum erfolgreichen Verbreitern von Klischees über die Bewusstseinsindustrie", die Kommerzialisierung" und die Manipulation der geheimen Verführer" geht er wesentlich differenzierter und behutsamer vor. Trotz aller Kritik findet man bei ihm eine grundsätzliche Sympathie für die bunte Warenwelt. Am deutlichsten wird das, wenn er die ästhetische Formung von Produkten und Werbung mit kunstgeschichtlichem Scharfblick analysiert.

Da vergleicht er etwa die tragbaren Radiogeräte aus dem Quelle-Katalog der 70er-Jahre mit den heute angepriesenen multifunktionalen Nachfolgemodellen. Während bei den alten, eckigen Kofferradios Zierleisten mit Holzimitaten an die Spießigkeit des kleinbürgerlichen Wohnzimmers erinnern, fallen bei den neuen Geräten ihre Wuchtigkeit und die muskulös wirkenden Rundungen auf, in denen sich die Musik des Hip-Hop so widerspiegele wie die Gemütlichkeit des deutschen Schlagers in den altmodischen Pendants aus den 70ern, so Ullrich.

Solche Betrachtungen sind amüsant zu lesen und der Autor präsentiert sich gekonnt, ohne dabei eine zu abgehobene Sprache zu verwenden. In dem etwas schwächeren Teil des Buches berichtet Ullrich darüber, wie die Marktforschung heutzutage Konsumentenwünsche erfasst, deutet und in Produktdesign und Werbung umsetzt. Hier erzählt er durchaus kenntnisreich über neuere Entwicklungen in der Markt- und Trendforschung, wobei er allerdings deren Einsatz und Wirksamkeit etwas überschätzt.
Auch wenn dieses Buch nicht für Werbepraktiker geschrieben ist und auf keinen Fall als Einführung in die moderne Marktforschung gesehen werden sollte, so lohnt sich doch die Lektüre, da sie einen erfrischenden neuen Zugang zur Analyse von Produkten und Marken liefert.
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23 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wie entsteht KONSUM?, 4. Dezember 2006
Von 
Thorsten Wiedau (Hamburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Ein sehr gutes Buch, welches sich mit dem großen Thema KONSUM beschäftigt. Der Autor Wolfgang Ullrich beschreibt sehr sachlich und mit viel Hintergrundwissen die Mechanismen und auslösenden Faktoren zum Thema Konsum. Hier wird einfach und doch haarklein erklärt wie unsere Konsumkultur funktioniert.

Dieses Buch sollte Pflichtlektüre in den Universitäten bei den Studiengängen Wirtschaft und Marketing werden, denn so klar haben nur wenige erkannt, wie unsere Konsumuhr sich dreht. Der Autor Wolfgang Ullrich ist vom Fach und hält mit keinem noch so interessanten Detail zum Thema Konsum hinter dem Berg. Forschungsergebnisse großer Firmen werden ebenso publiziert und dargestellt wie sich eine Analyse des Geschriebenen anschließt. Hier wird bis zu den Anfängen der Konsum geschildert und wie er sich entwickelt bis zur möglichen Zukunft.

Was löst Konsum aus, wie kann man ihn steuern, was ist erlaubt und was verboten, was tun die großen Firmen um Konsum zu verstehen und eventuell auch zu steuern?

Entwicklung, Ästhetik, Wissenschaftliche Grundlagen zur Konsumforschung und die Dimensionen in denen sich die Konsumkultur entwickelt - sind die großen Hauptthemen des Buches. So gut habe ich selten über dieses Thema etwas gelesen. Spannend bis zur letzten Seite.

Sehr empfehlenswert!
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59 von 76 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Schadstofffrei, unkritisch und (zum Glück) an der Realität vorbei, 2. Januar 2008
Dieses Buch enttäuscht, denn der Autor scheint geradezu fasziniert von den heutigen Marketingmethoden. Konsumkritik, die man in einem Werk wie diesem erwartet hätte, wischt er einfach vom Tisch.
Das Buch gliedert sich in vier Teile. Im Teil 1 wird die Entwicklung der Konsumkultur beschrieben. Wichtigster Punkt ist die zunehmende Entfernung vom Gebrauchswert des Produktes hin zur fiktionalen Überhöhung. Da die Fiktion nicht einklagbar sei, so der Autor, sei ,die standardmäßig vorgebrachte Kritik, daß nur Enttäuschungen ansammle, wer sich dem Konsum hingebe, ... daher ebenso trivial und an der Sache vorbei'. Etwas später deutet der Autor das Thema Zukunftsangst (Menschen geben weniger Geld aus) als Verlockung des Geldes auf Zukunft des Besitzers.
Im Teil 2 geht es um die Ästhetik der Konsumkultur. Dieser Teil ist reich gefüllt mit Produktbeispielen und zugehörigen Werbeversprechen. Kritikwürdig erscheint mir, die Lobpreisung der Verbilligung von Produkten. An dieser Stelle wäre ein Blick auf die Verlagerung von Produktionsstandorten aus (West)-Europa nach Asien und Osteuropa und auf die Ausbeutung von Arbeitskräften unter teilweise katatrophalen Produktsbedingungen nötig gewesen. Nicht so bei Wolfgang Ullrich. Für ihn sind die Grundbedürfnisse der heutigen Zeit 'so nebenbei' erfüllt. Zum Abschluss von Teil 2 wagt sich der Autor an ein Gleichnis von Werbung und Kunst. Auch hier schießt er wieder eine Breitseite gegen Kritiker der Konsumkultur. Diese würden übersehen, dass ,Kunst nur deshalb echter wirkt, weil sie schon etliche Generationen länger als Heilsinstanz fungiert'.
Teil 3 befasst sich mit wissenschaftlichen Grundlagen von Werbung und Markenkultur. Dies ist ein Exkurs durch Soziologie, Psychologie und Neurologie. Allerdings sind die zitierten Studien relativ dünn, was der Autor mit Betriebsgeheimnissen dieser firmennahen Forschungen begründet, um hier sofort öffentliche Forschung(sgelder) einzufordern.
Teil 4 hält noch einmal Fürsprache für hemmungsloses Habenwollen ohne schlechtes Gewissen. Nicht mehr 'arm und glücklich' wie im Märchen ist heute nach Ullrichs Meinung angesagt, sondern ausschweifendes Konsumieren. Zugleich bescheinigt er des Konsum- und Markenkultur eine gewisse Infantilität, die jedoch lediglich in der Kürze ihrer Existenz begründest liegt und deren Beschränkheit es zu überwinden gilt. Produktkritik möchte der Autor auf die Stufe von Literatur- und Theaterkritik heben. Er beklagt das Verbraucherportale im Internet lediglich den Gebrauchswert der Dinge wiedergeben. Offensichtlich spricht die Existenz dieser Portale jedoch entgegen der Meinung des Autors gerade dafür, dass die Kunden gerade diese Informationen suchen.
Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass es in der Welt von Wolfgang Ullrich keine Armut, keine Müllberge, keinen Klimawandel und keine Ausbeutung gibt. Glücklich kann seiner Meinung nach nur sein, wer sich dem Shopping hingibt und freudig den 'fiktionalen Mehrwert' heutiger Produkte mitnimmt. Es mag sicher Menschen geben, die sich von Werbung vereinahmen lassen, doch die Realität sieht zum Glück anders aus als die Welt von Wolfgang Ullrich. Dieses Buch führt aber vor Augen, welchen Aufwand Unternehmen treiben, um diese Vereinahmung zu erreichen. Ein klares Argument dafür, warum man vielleicht seinen Fernsehen (als Transportmedium von Werbung) abschaffen sollte. Für die Aufklärung darüber den 2. Punkt.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wissen wollen!, 10. März 2010
Wie genau nun unsere Konsumkultur funktioniert konnte ich durch das Buch "Haben wollen" nicht erfahren, da ist der Untertitel ein wenig zu hoch gegriffen, denn eine umfassende Erklärung kann es wohl aus wissenschaftstheoretischen Gründen gar nicht geben. Dennoch war das, was ich erfuhr interessant und neu für mich, als Nicht-Marketing-Mensch
erhielt ich Einblicke in die Bereiche "warum Werbung funktioniert", die ich vorher nicht hatte. Dies ist doch wohl auch das Ziel eines "populär wissenschaftlichen Textes, der sich an den interessierten Laien wendet.
Wolfgang Ulrich bietet diese Einsichten in die Funktionsweise unserer Alltagskultur auf denkbar bestem Niveau. Er zeichnet sich damit selbst als einen hervorragenden Werbe- bzw. Markt-Fachmann aus. Amüsiert habe ich mich bei der Lektüre auch, denn sie verhalf mir zu der einen oder anderen Bewusstwerdung meines eigenen Konsumentenverhaltens. Die sich negativ äußernden Rezensionen würde ich mal vor diesem Hintergrund sehen wollen: der "bewusste" Konsument kann die systemkritischen Aspekte jederzeit durch seinen eigenen Verhaltensbeitrag entkräften, z.B. hat er selbst in der Hand, ob er sich über die Produktionsmethoden des Gutes, das er kauft, informiert. Zu diesen Erkenntnissen leistet Wolfgang Ulrich nach meiner Meinung einen sehr wertvollen Beitrag! Ich entdeckte dieses Buch übrigens auf dem Schreibtisch meiner Tochter, die es auf Empfehlung von irgendwoher für eine Facharbeit über Werbung, angeschafft hatte. Ich wollte es umgehend "HABEN!"...
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11 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das Produkt und ich, 14. März 2007
Von 
zueribueb (Zürich) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Wolfgang Ullrich Buch "Habenwollen" stellt im Untertitel die Frage "Wie funktioniert die Konsumkultur?". Dies ist etwas irreführend, denn das Buch erklärt nicht, wie die Konsumkultur funktioniert. Das wäre sowieso gar nicht möglich, da es keine allgemein gültige Antwort gibt. Vielmehr erläutert Ullrich Entwicklungen und Tendenzen im Verhältnis Produkt und Mensch bzw. in der Marktforschung. So werden dem Leser Betrachtungsweisen vermittelt, die ihm fremd waren und womit er die Konsumkultur besser verstehen kann. Ich fand das Buch sehr interessant, auch wenn die Betrachtungen des Autors zu Teil ziemlich anspruchsvoll sind. Spannend fand ich, wie die Motivationen des Durchschnittskonsumenten ausgeleuchtet werden oder wie man Produkte so gestalten will, dass sie für verschiedene Zielgruppen attraktiv sind. Auch wenn die Marktforschung mit unterschiedlichsten Methoden dem Konsumenten auf die Spur kommen will, so bleibt der Konsument aber dennoch bis zu einem gewissen Grad ein unbekanntes Wesen.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ... LesenMÜSSEN!, 8. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Habenwollen: Wie funktioniert die Konsumkultur? (Taschenbuch)
Fördert die "Manipulationsresistenz" und (Achtung!) Selbsterkenntnis. Könnte schon mal die eine oder andere Konsumkarriere einbremsen. Als Lesezeichen empfiehlt sich die eigene Kreditkarte.
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6 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Augenöffner, 3. Juni 2007
Von 
Dieses Buch passt gut in unsere aktuelle Umweltdiskussion. Der Konsum macht's. Mit diesem Buch werden Hintergründe eingehend beleuchtet und erklärt.

Oft sieht man in einen Spiegel. Die Beispiele sprechen für sich und sind sehr interessant.

Wer das Buch danach weg legt und nichts tut ist selbst Schuld. Es kann ein Anfang sein. Für jeden Anfang braucht man Wissen - hier steht's geschrieben...
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Habenwollen: Wie funktioniert die Konsumkultur?
Habenwollen: Wie funktioniert die Konsumkultur? von Wolfgang Ullrich (Taschenbuch - 12. Dezember 2007)
EUR 8,95
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