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82 von 87 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ich bin wahnsinnig überrascht!
Florentino Ariza wird von seiner Jugendliebe Fermina Daza abgewiesen. Erst 51 Jahre, 9 Monate und 4 Tage später, nach dem Tod von Ferminas Ehemann, erklärt Florentino ihr erneut seine Liebe. Der Roman beginnt mit dem Tod des eben erwähnten Ehemanns. Dies stellt also die Rahmenhandlung dar, denn nach diesem Beginn besteht das Buch nur aus Rückblenden...
Veröffentlicht am 27. August 2004 von deathdealer92618

versus
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Auf und ab
Auf und ab

Dieses Buch hat mich mit seinen Höhen und Tiefen an die Fahrt in einer Achterbahn erinnert.
Allerdings waren die Tiefen sehr lang und die Höhen nur von kurzer Dauer.
Immer wieder gab es Abschnitte, locker und leicht erzählt und ich dachte...jetzt endlich. Jetzt wird es flüssiger und weniger mühsam. Leider gelangt...
Veröffentlicht am 25. Februar 2013 von Leseline


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82 von 87 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ich bin wahnsinnig überrascht!, 27. August 2004
Rezension bezieht sich auf: Die Liebe in den Zeiten der Cholera: Roman (Taschenbuch)
Florentino Ariza wird von seiner Jugendliebe Fermina Daza abgewiesen. Erst 51 Jahre, 9 Monate und 4 Tage später, nach dem Tod von Ferminas Ehemann, erklärt Florentino ihr erneut seine Liebe. Der Roman beginnt mit dem Tod des eben erwähnten Ehemanns. Dies stellt also die Rahmenhandlung dar, denn nach diesem Beginn besteht das Buch nur aus Rückblenden die dann, gut 100 Seiten vor Ende bei der Rahmenhandlung weitermachen. In dieses Rückblenden erfährt man dann sehr viel über die sorgfältig ausgestalteten Charktere dieses Romans. Man begleitet Florentino, dessen Leben nur einem Zweck dient, nämlich irgendwann Fermina zurück zu gewinnen. Alles was er macht, macht er nur für sie. Er verliert einen guten Posten in der Firma seines Onkels, weil er keine vernünftigen, sachlichen Geschäftsbriefe verfassen kann, da sein gesamtes Denken durchtränkt ist von der Liebe zu Fermina. Was die eigentlichen Geschäftsbriefe beinahe zu Liebesbriefen werden lässt. Er stürzt sich von einem sexuellen Abenteuer ins nächste, in der Hoffnung so seine Herzensdame vergessen zu können...und noch vieles mehr. Man wird auch Zeuge von Ferminas Vernunftehe und ihrer, teilweise auftretenden, inneren Zerissenheit. Die Ehe beruht zwar auf gegenseitigem Respekt, von Liebe kann man dabei aber nicht sprechen. Nebenbei schweift der Erzähler immer mal wieder ab, man erfährt vieles über die geschichtlichen und kulturellen Gegebenheiten in der karibischen Stadt zur Zeit des Übergangs vom 19. zum 20. Jahrhundert. Und genau das macht das Buch zu viel mehr als nur einem Liebesroman!! Natürlich ist diese ewige Liebe, die soviele Jahre überdauert und sich auch im hohen Alter nicht vermindert die Basis dieses Romans, aber die ganze Geschichte drum herum macht es erst (für meine Begriffe) zu einem Gesamtkunstwerk.
Gabriel Garcia Marquez ist ein grossartiger Erzähler, fängt man das Buch einmal an, legt man es so schnell nicht weg. Die Rückblenden sind nicht immer chronologisch, mache Sachen werde teilweise vorweggenommen (jemand stirbt, ist dann wenige Seiten später doch wieder lebendig) was die Sache für ungeübte Leser vielleicht nicht ganz einfach macht. Ich finde aber, dass man sich schnell in den Schreibstil eingelesen hat.
Ich bin immer noch sehr überrascht von diesem Buch, habe ich es anfangs auch einfach nur für einen Liebesroman gehalten (und ich mag eigentlich keine Liebesromane!), aber dieses Werk ist überwältigend. Hätte Garcia Marquez nicht bereits 3 Jahre vor dem Erscheinen dieses Buches den Literaturnobelpreis bekommen - spätestens bei "Die Liebe in den Zeiten der Cholera" wäre er fällig gewesen. Ein Klassiker! LESEN!!
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41 von 45 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Leseerlebnis wie es wenige gibt, 8. März 2008
Von 
euripides50 (Köln) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Die Liebe in den Zeiten der Cholera: Roman (Taschenbuch)
Es wird kaum jemanden geben, der sich nicht an seine erste Liebe erinnert, an dieses unglaublich evidente Gefühl, dass sich im Hinblick auf die Geliebte jetzt und für immer das Leben entschieden habe und dass sich niemals mehr etwas ändern könnte. Leider ist es dann bei 99,9 % der Menschen doch ganz anders gekommen, und was am Anfang nach Ewigkeit klang, ist nach Jahrzehnten nur noch eine halb nostalgisch, halb kuriose Erinnerung.
Was aber geschieht, wenn ein Mensch diese erste Liebe sein Leben lang bewahrt, wenn er nicht weniger als 51 Jahre auf die Frau seines Lebens wartet und am Ende, wenn der Ehemann eben dieser Frau von der Leiter gefallen und verstorben ist, seine Werbung als 74jähriger genau da fortsetzt, wo er sie als 23jähriger hat abbrechen müssen? Das ist der Plot des weltberühmten Romans von Garcia Marquez, den die schon als Student gelesen habe und den ich mir im Anschluss an die wunderbare aktuelle Verfilmung wieder vorgenommen habe. Da waren sie wieder, Fernando Ariza, der schöne Doktor Urbino, fast bewundernswert in seiner stupenden Selbstverliebtheit, die schöne Fermina Daza, der statusgeile Vater, die bizarre Mutter Arizas und das ganze wunderbare Personal des karibischen Cartagena. Und auch das Garcia Marquez Feeling war wieder da, die Verzauberung durch eine Sprache, der es gelingt, die Welt, wie sie zwischen den Buchdeckeln existiert, fast noch farbiger erscheinen zu lassen als sie in der Wirklichkeit ist. Jeder wird an dem vorliegenden Roman seine besonderen Passagen lieben, die einen schätzen die hochromantischen Exaltationen der jungen Liebe zwischen Ariza und Fermina Daza, die anderen lieben die Telegraphenstaffette durch die Urwälder des kolumbianischen Dschungels im Dienste der Liebe, wieder andere bevorzugen atmosphärischen Schilderungen des karibischen Lebens im Umfeld Doktor Urbinos, der nicht die Cholera in Cartagena besiegte sondern auch noch den ersten Ballonflug Südamerikas organisierte. Und wie wunderbar ist das Bild vom stillstehendden Schiff auf dem Magdalena mit der aufgezogenen Cholerafahne als Metapher dafür, dass die zeit stillsteht, wenn sich die Liebe erfüllt. Mich aber haben schon bei der ersten Lektüre die Szenen fasziniert, in denen Ariza und Fermina Daza nach einem halben Jahrhundert endlich zueinander finden, sich mit schrumpeligen Händen berühren und sich gegenseitig an ihren verwelkten Körpern laben. Das hört sich morbide an, ist aber im Roman mit großem Takt und Einfühlungsvermögen geschildert.
Das Buch aber erschöpft aber sich in keiner dieser Passagen, es ist viel mehr als das, ein großer Reigen des Menschlichen, in jedem Lebensalter mit Gewinn und Genuss zu lesen. Uneingeschränkt fünf Punkte für eine Sternstunde der Literatur.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Auf und ab, 25. Februar 2013
Rezension bezieht sich auf: Die Liebe in den Zeiten der Cholera: Roman (Taschenbuch)
Auf und ab

Dieses Buch hat mich mit seinen Höhen und Tiefen an die Fahrt in einer Achterbahn erinnert.
Allerdings waren die Tiefen sehr lang und die Höhen nur von kurzer Dauer.
Immer wieder gab es Abschnitte, locker und leicht erzählt und ich dachte...jetzt endlich. Jetzt wird es flüssiger und weniger mühsam. Leider gelangt man danach sofort wieder in lange Erzählpassagen, durch die man sich mit viel Geduld hindurchwinden muss.
Die mehr als langen Schachtelsätze waren wohl als besonderes I-tüpfelchen gedacht.
Also ich empfand sie sehr anstrengend und eher als Unterbrechung des Erzählflusses.

Vielleicht waren meine Erwartungen an dieses als Bestseller angepriese Werk einfach zu hoch.

Die Geschichte um Fermina Daza hat mir trotzallem gut gefallen.

Viele Bücher lese ich gerne ein zweites Mal. Dieses nicht.

Ein Stern mehr, weil ich weiß, wieviel Arbeit in so einem Buch steckt.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tolle Sprache, wunderschöne Liebesgeschichte, schönes Format (Fischer TB), 26. Januar 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Aus meiner Sicht hat Gabriel Garcia Marquez eine der schönsten Liebesgeschichten der Menschheit geschrieben.

Der junge Florentino Ariza verliebt sich in Fermina Daza, deren Aufmerksamkeit er mit seiner Feinfühligkeit und poetischen Briefen gewinnt. Der Vater Ferminas verheiratet seine Tochter jedoch mit dem aufstrebenden Arzt Dr. Juvenal Urbino. Florentino hält jedoch an seiner Liebe fest und wartet - ich liebe diesen Teil - 51 Jahre 9 Monate und 4 Tage bis er seine nächste Chance erhält.....

Was mit dem Tod Urbinos beginnt, führt über zahlreiche Rückblicke zur Auflösung der eigentlichen Frage, ob Florentino und Fermina doch noch zusammenkommen. 622 Liebschaften dokumentiert Florentino während der mehr als fünfzigjährigen Ehe Ferminas mit Juvenal Urbino. Recht skurril, was sich Marquez hier ausgedacht hat.

Ich mag vor allem den Erzählstil, der Detailreichtum mit feinen Formulierungen verbindet, was in der heutigen schnelllebigen Zeit nicht immer gefragt ist. Aus meiner Sicht passen jedoch Erzählstil und der zeitliche Rahmen, in dem die Geschichte eingebettet ist (Anfang 20. Jahrhundert). Schön altmodisch, feinfühlig, ohne jedoch abzuschweifen - eben eines Nobelpreisträgers würdig!

Und auch die Lebensweisheiten und -fragen, die Marquez in diesen Roman packt, bezaubern. Wenn er Schrullen aus den über 50 Jahren Eheleben erzählt, die uns nicht ganz unbekannt vorkommen. Ich zitiere: "Doch wenn sie etwas zusammen gelernt hatten, so war es, dass wir Weisheit erst erlangen, wenn sie uns nichts mehr nützt." Und wenn dann Urbino seiner Frau vorschlägt, der Erzbischof möge einen Ehestreit schlichten, und Fermina mit einem emotionalen "Scheiß auf den Herrn Erzbischof!" antwortet, dann erkennt man vielleicht, dass Marquez Roman mit einem Augenzwinkern "lebt" und "menschelt".

Die Frage, ob Florentinos Beharrlichkeit nun wahre Liebe oder eine psychische Störung ist, muss jeder Leser für sich beantworten. Eine Liebesgeschichte ist es jedenfalls, und was für eine!

Mit dem Taschenbibliothek-Format ist dem Fischer Verlag übrigens ein großer Wurf gelungen. Praktische Größe, eine schöner Hardcover-Einband mit geflochtenem Lesezeichen - sehr stilvoll!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die schönste Liebesgeschichte der Welt, 16. November 2012
Rezension bezieht sich auf: Die Liebe in den Zeiten der Cholera: Roman (Taschenbuch)
Vielleicht hat ja der Literatur-Nobelpreis von 1982 für den Roman »Hundert Jahre Einsamkeit« den geehrten Autor Gabriel García Márques zu seinem berühmten Liebesroman mit dem neugierig machenden Titel »Die Liebe in den Zeiten der Cholera« animiert. Ich habe beide Bücher gelesen und finde den drei Jahre nach der Preisverleihung erschienenen Liebesroman, um den es im Folgenden geht, mindestens ebenso nobelpreiswürdig.

Es ist dies ein sehr romantischer Roman über eine Liebe zwischen Mann und Frau, die sich über die Zeit und alle Hindernisse hinwegsetzt und erst nach unvorstellbar langer Wartezeit von mehr als fünfzig Jahren ihre Erfüllung findet. Man kann das Buch als eine Allegorie für den abstrakten Begriff der Liebe verstehen, die nach der Lektüre rational fassbarer wird. Denn es gelingt dem Autor, das Phänomen Liebe mit seiner bildhaften, wunderschön klaren Sprache feinfühlig und phantasiereich darzustellen und zu konkretisieren. Und nicht nur das, Márquez widmet sich dem gesamten Thema Liebe zwischen den Geschlechtern sehr gründlich, in allen seinen reichlich vorhandenen Facetten.

Da ist zunächst die unschuldige Verliebtheit der beiden Protagonisten, die zickige, unnahbare Hermina und der tollpatschige, verrückt-romantische Florentino, denen die unheilvolle Statusversessenheit des Vaters, seine Hoffnung auf eine gute Partie für seine Tochter, jedwede Chance auf eine gemeinsame Zukunft verbaut.

Ebenso wird das Wachsen der Liebe in der Vernunftehe Herminas mit der ersehnten guten Partie geschildert, einem angesehenen Arzt, der sich nach der Hochzeit bei der Entjungferung als ungewöhnlich einfühlsamer, behutsamer Liebhaber erweist und nicht zuletzt damit das Herz seiner Frau gewinnt, unbeirrbar und für ein ganzes Leben lang.

Geschildert werden aber auch diverse eher liebesferne Sexabenteuer des verschmähten Protagonisten Florentino, der noch im hohen Alter selbst vor einer ihm anvertrauten 14jährigen Verwandten nicht haltmacht. Er ist ein Macho, der seine Liebschaften wie ein Buchhalter dokumentiert, 622 an der Zahl, und dabei mag manchmal sogar auch Liebe im Spiel gewesen sein. Márquez erzählt vom prallen Leben in der Karibik, ohne je anstößig zu werden, aber er schreibt alles das aus einer unverkennbar männlichen Sicht. Amüsant ist es trotzdem!

Sogar dass zwischen Mann und Frau auch eine reine Kameradschaft möglich ist wird glaubwürdig erzählt, eine Farbige erweist sich als Glücksfall für die Firma des Onkels von Florentino und wird zur echten Freundin, die er aufrichtig liebt, ganz ohne Sex.

Und schließlich wird das heikle Thema der Altersliebe einschließlich später sexueller Erfüllung äußerst subtil erzählt, wenn sich die Protagonisten endlich näher kommen, sich mit faltigen Händen berühren, sich an ihren verwelkten Körpern laben, ohne dass es peinlich wird für den Leser.

Florentinos Liebe grenzt an Obsession, ob da nun von wahrer Liebe erzählt wird in diesem Roman oder von einer psychischen Störung, das sei dahingestellt. Máquez erreicht durch Rückblenden, durch eine sehr geschickt aufgebaute, nicht chronologisch erzählte Handlung eine Spannung, die den Leser bis zur letzten Seite gefangen hält.

Auf dem Weg dorthin erfährt man viel über das Leben im postkolonialen Kolumbien, wird mit allerlei genüsslich erzählten Begebenheiten und Ereignissen unterhalten und mit diversen Personen konfrontiert, ohne dass man den Überblick verliert, ganz einfach weil der Autor sie sehr einprägsam beschreibt und immer deutlich zuordnet, man findet sich bestens zurecht. Alle diese Menschen werden einem schnell sympathisch, wie der Fotograf am Anfang oder der Kapitän am Schluss des Romans, um nur zwei zu nennen. Und der Kapitän ist es dann auch, der die Cholerafahne aufzieht als Metapher für eine Liebe, die der Welt total entrückt ist.
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21 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Die Liebe des Lebens, 23. Juni 2005
Von 
Antje Burkert (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Die Liebe in den Zeiten der Cholera: Roman (Taschenbuch)
García Márquez widmet sich in diesem Roman ganz der Liebe und orientiert sich dabei teilweise autobiographisch am Leben seiner Eltern.
Er beschreibt die prickelnde jugendliche Liebe ohne Zukunft, die verbotenen Liebe zweier Kinder unterschiedlichen Standes. Er beschreibt die Liebe, die im Laufe der Zeit in einer Vernunftehe entflammen kann und zu vielen glücklichen gemeinsamen Ehejahren voller Sicherheit führen kann. Er beschreibt die rein sexuelle Liebe, das Bed-Hopping am Ende des 19. Jahrhunderts im Rahmen des Fin de Siècle, das für den Moment über alle Ängste und Sehnsüchte hinwegtäuscht. Und zuletzt zeigt Márquez, dass auch im hohen Alter noch geliebt wird.
Man spürt die Hitze Kolumbiens, das staubige vergangene Jahrhundert mit all seinen kriegerischen Aktivitäten, der aufkeimenden Industrialisierung und der breiten Gesellschaftsschere, dem Drang der Menschen, sich zu emanzipieren.
Ein anschaulich geschriebener Roman mit einem immer aktuellen Thema, die Liebe. Die einzelnen Situationen des Buches werden in literarisch kunstvollen Übergängen von den verschiedenen Romanfiguren beleuchtet. Teilweise ein wenig langatmig, aber auf jeden Fall lesenswert.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nur ein halbes Lesevergnügen, 28. März 2013
Von 
Rezension bezieht sich auf: Die Liebe in den Zeiten der Cholera: Roman (Taschenbuch)
Mit der Liebe ist es so eine Sache: wann ist es überhaupt Liebe? Wann geht es über reine Zuneigung hinaus? Oder fühlt man sich nur zu jemandem hingezogen, weil derjenige einen verehrt und umwirbt? Manchmal ist dies nicht so leicht zu unterscheiden.

Und kann die Liebe ein Leben lang dauern? Verwaist die Liebe, wenn sie unerfüllt bleibt? Und erlischt sie zwangsläufig, wenn der Alltag sie erdrückt?

All diesen Fragen geht Gabriel García Márquez in diesem hochgelobten Roman nach. Es geht um die Liebe von Florentino Ariza und der schönen Fermina Daza. Er betet sie in ihrer beiden Jugend an, sie lässt sich erst umgarnen, merkt aber, dass sie ihn nicht wirklich liebt und heiratet einen anderen, angesehenen Arzt.

Über die Jahre führt auch Florentino sein eigenes Leben, hat viele Frauen - Affären - aber auch Verbindungen, die einer gelebten Liebe sehr nahe kommen. Dennoch kann er Fermina nicht vergessen. Und erst im Alter, als Ferminas Mann stirbt, wirbt er wieder um sie und sie genießen am Ende ihres Lebens eine tiefe Art von Glück.

Márquez ist ein Meister der Worte. Gleich am Anfang war ich begeistert von seinen beeindruckenden Formulierungen. Und so freute ich mich, dieses Buch endlich zu lesen. Doch dann zog sich die Handlung, immer mehr. Ausschweifend verliert sich Márquez - wie gesagt, mit meisterhafter Sprache - in Belanglosigkeiten aus beider Leben.

Ich merkte, wie ich immer wieder bei der Lektüre mit meinen Gedanken abschweifte und erst später wieder ins Geschehen eintauchte. Und meist hatte ich nicht das Gefühl, etwas verpasst zu haben.

Vielleicht ist das Buch keines, was man im Alltag lesen sollte. Vielleicht ist es ein Buch für den Urlaub, in einer Liege entspannend sich den Worten hingebend. Für mich war es leider nur ein halbes Vergnügen, denn an Handlung gibt es kaum mehr als oben beschrieben, nur in etlichen Variationen vertieft.

Mag jeder selbst entscheiden, ob er dieses Buch liest. Von mir nur eine halbe Empfehlung.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ic habe es verschlungen, 21. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Liebe in den Zeiten der Cholera: Roman (Taschenbuch)
tolles buch. vorwarnung: marquez schreibt nicht einfach, er beschreibt viel. aber so schafft er es, dass man sich die buchwelt bestens vorstellen kann. als die verfilmung - übrigens sehr gute - mit xavier bardem kam, habe ich es sogar nochmal gelesen. und ich habe stellen in diesem buch mit textmarker mackiert. denn u.a. ist diese zeile daraus: "unser leben ist nicht das, was geschah, sondern das, woran wir uns erinnern."
die story: der hauptcharakter ist nicht so eindeutig als gut oder böse festzulegen. er ist sehr hartnäckig.
gutes buch, perfekt für die wiese im sommer.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tolles Buch!, 23. November 2010
Man lebt regelrecht mit ihm & sehnt sich danach in den Momenten, in denen man es nicht hernehmen & lesen kann & tut sich schwer es wegzulegen, um in den Alltag zurückzukehren & ihm nachzugehen. Solange bis man es nicht zu Ende gelesen hat fragt man sich "was passiert als nächstes?", "was wird Florentino Ariza (der Protagonist) auf der nächsten Seite wiederfahren, was wird er erleben?"
Der Film ist nichts dagegen & gibt nur einen winzigen Teil dessen wieder, was dieses Buch beinhaltet, doch aber kein Stück des Gefühls, das es einem vermittelt.
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4.0 von 5 Sternen blumigsüß, schwühl und ein wenig Bitterkeit, 22. Dezember 2012
Rezension bezieht sich auf: Die Liebe in den Zeiten der Cholera: Roman (Taschenbuch)
Ach, was für eine Geschichte. Die Karibik, Bütenduft und Farbenpracht allüberall, Amazonien und der Magdalena-Strom im Hintergrund, ein wunderschönes aber unerreichbares Mädchen und ein zu geringer, etwas verträumter junger Mann. Beide naiv und von etwas ergriffen was vielleicht Liebe ist. Am besten immerwährend. Der Stoff für ganz übel schwülstige Dramen oder Soaps. Der Autor spart auch nicht mit schwülstigen Szenen. Man hat immer Angst das Sie am Ende im Sonnenuntergang verschwinden. Wie aber auch bei Dickens, der manchmal sentimental bis zum kitschigen wurde verzeiht man es nicht nur sondern kauf es den Herren ab. Man ärgert sich schon fast ein bisschen darüber. Aber was soll's. Man kauft es Herrn Marquez ab weil er das Ideal der immerwährenden Liebe ungeschützt dem Wetter aussetzt. Der Narr der daran glaubt macht sich lächerlich. Er macht sich lächerlich für sie und sie verzeiht ihm das fast nicht. Natürlich ist es komplizierter. Der gesellschaftliche Stand, die Konventionen, die Fremdbestimmtheit der jungen Frau, all das ist im Weg. Die stolze junge Frau wird als die realistischere von beiden dargestellt. Sie fügt sich mit weniger Widerstand als erhofft den Erwartungen ihrer Umgebung und der Konvention. Das Fundament ihres Glücks, so stellt sich aber heraus hat eine Schwäche. Einen Hohlraum wenn man so will, der das ganze weniger stabil macht weil es nicht ganz gefüllt wurde. Ihr glückloser Verehrer dagegen ist voller Liebe. Auch wenn es unerwiderte Liebe zu sein scheint. In seinem selbst gewählten Unglück oder Schmerz findet er aber immer Orientierung und sieht einen Sinn dahinter. Der Narr hat sich ein Fundament errichtet welches alles tragen könnte. Nur muss er warten. Er wartet auf rührende Art und Weise fast ein ganzes Menschenleben darauf, dass das schlichte Glück seiner Angebeteten vergeht und platz macht für das große Glück.
Wenn die Geschichte neben einer bezaubernden Liebesgeschichte vor einer traumhaften Kulisse noch etwas zu erzählen hat dann vielleicht das der Glaube an die immerwährende Liebe töricht ist. Es bringt im besten Fall kurze Augenblicke größten Glücks und bietet die Gewissheit viel Schmerz erwarten zu dürfen. Selbst dieser Schmerz aber scheint dem Leben mehr Sinn und Wahrhaftigkeit zu geben als es das fade Glück rational getroffener Entscheidungen bieten kann.
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Die Liebe in den Zeiten der Cholera: Roman
Die Liebe in den Zeiten der Cholera: Roman von Gabriel García Márquez (Taschenbuch - 20. Januar 2004)
EUR 9,95
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