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28 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Beste deutschsprachige Biographie Machiavellis
Machiavelli gilt bis heute als einer der wichtigsten politischen Denker, ja man kann meines Erachtens zu Recht in ihm den Begründer des modernen Staatsbegriffes sehen, zumindest gilt er als Begründer des Begriffes der "Staatsraison." Er hat als erster politischer Theoretiker den modernen Staat als Institution definiert, den er als Zwangsinstrument gegen die...
Veröffentlicht am 3. Juli 2004 von Bernhard Nowak

versus
5 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Warnung! Keine normale Biografie, sondern ein Text für Hegel- und Adorno-Fans
Wer Hegels 'Philosophie der Geschichte' für einen Höhepunkt der abendländisches Geistesgeschichte hält, der mag an diesem Text gefallen finden. Wer allerdings nicht glaubt, dass die (menschliche) Geschichte Ausdruck der Entfaltung eines auf einen Endzweck zielenden (der Geschichte unterliegenden) Geistes ist, der wird diesem Text vermutlich wenig...
Veröffentlicht am 21. Juli 2012 von N. Froese


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28 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Beste deutschsprachige Biographie Machiavellis, 3. Juli 2004
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Machiavelli: Die Begründung des politischen Denkens der Neuzeit aus der Krise der Republik Florenz (Taschenbuch)
Machiavelli gilt bis heute als einer der wichtigsten politischen Denker, ja man kann meines Erachtens zu Recht in ihm den Begründer des modernen Staatsbegriffes sehen, zumindest gilt er als Begründer des Begriffes der "Staatsraison." Er hat als erster politischer Theoretiker den modernen Staat als Institution definiert, den er als Zwangsinstrument gegen die destruktiven Neigungen des Menschen begriffen hat. Machiavelli ist fälschlich als reiner Vertreter einer skurpellosen Machtpolitik (Machiavellismus) interpretiert worden, so etwa im berühmten "Antimachiavelli" von Friedrich dem Großen. Es ist zwar richtig, dass die Selbsterhaltung des Staates bei Machiavelli zu obersten Norm des politischen Handelns wird, er also in der Tat den "starken Staat" fordert. Wie kaum ein anderer nach ihm hat Machiavelli einen modernen starken Staat zur Grundlage seiner politischen Theorie gemacht und dieses offene Aussprechen der politischen Realität hat zu dem - unverdient - schlechten Ruf beigetragen, den er heute hat. Gerade sein auch als "Fürstenspiegel" gelesenes Hauptwerk, Il Principe, der Fürst" zeigt, wie realistisch der Menschenkenner Machiavell gewesen ist. Die neueste Studie zu seinem Staats- und Politikverständnis ist in der, auch von diesem Autor herausgegegebenen Schrift: "Demaskierung der Macht" im Nomos-Verlag nachzulesen. Ebendort findet sich auch die (kritische) Auseinandersetzung mit dem Antimachiavell Friedrichs II.
Doch während "Demaskierung der Macht" ein - heute notwendiger - Forschungsbericht zum Stand der Machiavelli-Forschung darstellt, bietet Münklers 1984 erstmals publizierte und - leider in nicht-aktualisierter! - Neuauflage 2004 erneut veröffentlichte Biographie bis heute die beste deutschssprachige Biographie Machiavellis an.
Zweck einer Biographie ist es, die Wechselwirkungen zwischen der portraitierten Person und den gesellschaftlichen, geistesgeschichtlichen, kulturellen und wirtschaftlichen Faktoren, die ihr Wirken bestimmt haben, zu suchen. Nur in dieser Wechselwirkung kann eine Biographie entscheidend Neues zum Verständnis der biographierten Person beitragen.
Wenn man diesen Maßstab zur Bewertung einer Biographie zu Grunde legt, so ist Münklers Arbeit ein schlichtes Meisterwerk. Auf 500 Seiten beschreibt er nicht nur eine Lebens- und Wirkungsgeschichte Machiavellis, er untersucht ebenfalls im Kapitel: "Zeitbewußtsein und Geschichtsphilosophie" das theologisch-teleologische Geschichtsbild des Mittelalters bis zum Zusammenbruch der Scholastik und zeigt darin das moderne Denken der Renaissance und Machiavellis auf. Im Abschnitt: "Die politische und ökonomische Krise von Florenz" wird die politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Geschichte der Stadt Florenz unter den Medici aufgezeigt. Machiavellis Wirken fällt in die Zeit zwischen 1498 und 1512, der Zeit zwischen dem Sturz der Medici und der Rückkehr dieser Familie an die Macht, was zur Verbannung ihres wichtigsten Gegners, Machiavelli, führte. In der Verbannung schrieb er seine beiden Hauptwerke: Il principe und die Discorsi. Die Krise der Republik Florenz bot also die Chance einer politischen Erneuerung, die Machiavelli vorschwebte. Diese Erneuerung kam, indem Machiavelli ein eigenes Geschichtsmodell, eine Art Ideologie, aufstellte, die zu einem neuen, modernen, Geschichtsbild beitrug, welches bis heute das politische Denken bestimmt und Machiavellis Bedeutung ausmacht.
Dies zeigt Münklers Schrift in beeindruckender Art und Weise auf. Zwar gibt es - wie im Werk: "Demaskierung der Macht" gezeigt - auch weitere hervorragende Machiavelli-Biographien, etwa von René König oder Wolfgang Kersting, jedoch scheint mir die vorliegende die komplexeste Lebensbeschreibung zu sein, da sie das Wirken des bedeutenden Denkers unter den Bedingungen seiner Zeit für mich am genauesten beschreibt.
Fazit: Ein wirkliches biographisches Meisterwerk. Wer sich mehr für das Staatsverständnis Machiavellis interessiert, sollte unbedingt zusätzlich den von Herfried Münkler, Rüdiger Voigt und Ralf Walkenhaus herausgegebenen Sammelband: "Demaskierung der Macht" besorgen, der diese Biographie abrundet.
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14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein 5- Sterne Deluxe Titel, 13. Februar 2004
Rezension bezieht sich auf: Machiavelli: Die Begründung des politischen Denkens der Neuzeit aus der Krise der Republik Florenz (Taschenbuch)
Herfried Münklers längst zum Standardwerk avancierte Monographie über den Florentinischen Denker ist das kompletteste Werk zum Thema Machiavelli, das in deutscher Sprache erschienen ist.
Es besticht durch seine Klarheit und seine Detailverliebtheit, ohne jedoch jemals übertrieben zu wirken.
Mit jedem Satz wird dem Leser ein Eintauchen in das Renaissance- Florenz rund um die Vita Machiavellis ermöglicht und zugleich tritt der Kenntnisreichtum des Autors gebündelt mit dessen sprachlicher Virtuosität zu Tage.
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5 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Warnung! Keine normale Biografie, sondern ein Text für Hegel- und Adorno-Fans, 21. Juli 2012
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Machiavelli: Die Begründung des politischen Denkens der Neuzeit aus der Krise der Republik Florenz (Taschenbuch)
Wer Hegels 'Philosophie der Geschichte' für einen Höhepunkt der abendländisches Geistesgeschichte hält, der mag an diesem Text gefallen finden. Wer allerdings nicht glaubt, dass die (menschliche) Geschichte Ausdruck der Entfaltung eines auf einen Endzweck zielenden (der Geschichte unterliegenden) Geistes ist, der wird diesem Text vermutlich wenig abgewinnen können.Obwohl Hegel eigentlich nicht zu den gängigen Machiavelli Interpreteten gehört, zählt genau dieser Hegel auf den ersten 200 Seiten des Buchs zu den am häufigsten zitierten Quellen.Und der Autor Herfried Münkler macht sich nicht etwa über Hegel lustig, nein, er will sich und dem Leser via Hegel die italienische Renaissance wie manch erstaunlichen Parallelismus zur griechischen Antike erschließen. Dass man in der Geschichtswissenschaft nicht mehr durchgängig und unbedingt die Ansichten eines Hegels teilt, lässt der Autor Münkler den Leser vor allem dadurch wissen, dass er zur Ergänzung seiner Hegelzitate gern auch mal auf vulgärmarxistische Interpretationen zurückgreift. So wird der Unterschied in den Arbeiten von Machiavelli und Hobbes auf den Unterschied zwischen dem Handelskapitalismus in Florenz zur Zeit eines Machiavellis und dem Manufakturkapitalismus in England zur Zeit von Hobbes zurückgeführt. Gut diese Attributierung ist etwas willkürlich, aber sie gibt dem Leser das unbezahlbare Gefühl die Weltgeschichte nun endlich in ihren großen Zusammenhängen verstehen zu können. Dass dabei kein empirisch nachprüfbarer Gehalt transportiert wird, muss man dem Autor nachsehen. Er ist schließlich Politologe Frankfurter Provienenz. Da ersetzt traditionell der mühsam gewundene Ausdruck in einem möglichst adornitisch verquastem Deutsch das triftige Argument.
Ein Autor wie Herfried Münkler müsste uns eigentlich auch erklären können, wie Quantenfeldtheorie und Finanzkapitalismus oder Stringtheorie und Globalisierung zusammenhängen.Dass er weder Quantenfeldtheorie noch Stringtheorie versteht, darf man ihm dabei keinesfalls als Audrede durchgehen lassen. Seine Ahnungslosigkeit hinsichtlich der griechischen Antike hat den Autor schließlich auch nicht davon abgehalten, einige sensationelle Parallelen zwischen Antike und Renaissance zu enthüllen. Einige seiner Thesen zum Epikureismus sind dabei echt innovativ, aber leider halt auch abgrundtief falsch.
Wenn Herfried Münkler es für ein Gebot des Anstands hält, dass er er in einem Buch mit dem Titel 'Machiavelli' erst einmal 240 Seiten mit Ergüssen zu sonstigem füllt, bevor er sich Machiavellis Leben und Werk endlich intensiver widmet, dann hätte er nun wirklich etwas interassentes zum Thema machen können, als uns seine Irrtümer zur Geistesgeschichte von Heraklit bis Descartes vorzutragen.
Wie dem auch sei, irgendwann (so ab S. 240) kommt der Autor Herfried Münkler dann endlich so richtig auf Machiavelli zu sprechen. Wirklich gut ist der Text auch dann nicht, aber ich hatte da sowieso schon alle Lust verloren. Wie Herfried Winkler zum Ruf eines kompetenten Machiavelli-Interpreten kam, ist mir unverständlich. Aber im akademischen Betrieb der Politologie ist mir vieles unverständlich.
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Machiavelli: Die Begründung des politischen Denkens der Neuzeit aus der Krise der Republik Florenz
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