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45 von 47 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Brennende Träume, und Liebe, die es nie gab
Eine Frau bemüht sich, ihr schreiendes Kind zur Ruhe zu bringen, das ihr zusammen mit ihren von der Schwangerschaft geschwollenen Fingern das geliebte Geigenspiel unmöglich macht. Das Kind ist jedoch auf die skurille Schwägerin Iona fixiert und schreit weiter, bis die Mutter einige Krümel ihrer Beruhigungspille in die Milch raspelt. Das böse...
Veröffentlicht am 30. Mai 2003 von Seidler Till

versus
0 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen es geht ..
nach viel reklame bestellte ich mir das buch ... ist jetzt nicht soooo mein lese- erlebnis ... aber gut für die autoren das es verschiedene leser gibt
Vor 7 Monaten von Eva - Maria Richter veröffentlicht


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45 von 47 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Brennende Träume, und Liebe, die es nie gab, 30. Mai 2003
Von 
Rezension bezieht sich auf: Der Traum meiner Mutter (Gebundene Ausgabe)
Eine Frau bemüht sich, ihr schreiendes Kind zur Ruhe zu bringen, das ihr zusammen mit ihren von der Schwangerschaft geschwollenen Fingern das geliebte Geigenspiel unmöglich macht. Das Kind ist jedoch auf die skurille Schwägerin Iona fixiert und schreit weiter, bis die Mutter einige Krümel ihrer Beruhigungspille in die Milch raspelt. Das böse Erwachen läßt nicht lange auf sich warten....
Das Kind geschiedener Eltern kehrt aus den Sommerferien beim Vater heim und gerät in eine Dreiecksbeziehung zwischen seiner Mutter, dem verhinderten schriftstellerischen Genie Derek, dessen Werk die Mutter lektoriert und Ann, der Frau von Derek, die das Tète à Tète der beiden ersteren scheinbar gelassen toleriert. Weil es in der kanadischen Wildnis scheinbar keine anderen Nachbarn gibt, essen Ann, Derek und die Mutter des Mädchens gemeinsam zu Abend. Während des (eher peinlichen) Essens streift das Mädchen Anns Hochzeitskleid über. Bei dem Versuch, die anderen Gäste zu überraschen fängt das Kleid Feuer....
Eine Tochter besucht ihren Vater, einen Arzt, dessen Verhältnis zu seiner eher gewöhnlichen Zugehfrau recht ungewöhnlich ist, ohne daß eine sexuelle oder amouröse Liaison zwischen ihnen bestünde. Der Vater führt illegal Abtreibungen durch, die Haushälterin hilft ihm dabei. Eines Tages ist die Tochter gezwungen, ihrem Vater bei einer Abtreibung zu assistieren. Es fällt ihr schwer, hat sie doch selber ein uneheliches Kind zur Welt gebracht und zur Adoption freigegeben. Erst spät weiht sie den Vater in ihr Geheimnis ein....
Drei der vier Geschichten dieser außergewöhnlichen Autorin habe ich kurz skizziert, in der Hoffnung, den werten Leser zur Lektüre dieses kleinen Schatzes bewegen zu können. Alice Munro schreibt Geschichten von der Komplexität eines Romans, mit der vordergründig aufrechterhaltenen Kulisse einer Soap, mit der Detailbesessenheit eben einer Kurzgeschichte. Doch eines zerstört diesen erzählerischen Schein: Die Brutalität, die für oft nur einen Moment in die Handlung Einzug hält, gibt den Ereignissen eine drastische Wendung. Bedeutendes wird zur Lappalie, Kleinigkeiten erhalten ein gänzlich anderes Gewicht, die Perspektive ändert sich, oder hat sich die Wahrnehmung des Lesers gewandelt? Ich bin sehr angetan von diesen Kurzgeschichten aus einem wilden und gleichsam stillen Land, das hier so spießig und bürgerlich geschildert wird wie der westlichste Außenposten Europas nur sein kann.
Nicht nur aber auch die Sprache und die (knapp gehaltenen) Naturbeschreibungen machen das Lesen zum Genuß. Ein Beispiel: "Die Felsen hatten die Farbe von getrocknetem Blut".
Höchstnote für diesen poetischen Vergleich.
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16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kindheit und Mutterschaft, 31. Januar 2012
Von 
Buchdoktor - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Der Traum meiner Mutter (Taschenbuch)
Alice Munros Erzählungen zeichnen sich dadurch aus, dass die kanadische Autorin Alltagsereignisse, die auf den ersten Blick banal wirken könnten, solange ins passende Licht dreht, bis sie wie ein außergewöhnlicher Edelstein wirken. Kindheit und Mutterschaft sind Themen ihrer vier Geschichten in "Der Traum meiner Mutter". Die Titelgeschichte, erste und längste Erzählung des Bandes, hat mich am stärksten beeindruckt. Jill, eine junge Musikerin, deren Mann im Zweiten Weltkrieg gefallen ist, zieht zu den Schwestern und zur dementen Mutter ihres Mannes. In einem verstörenden Alptraum glaubt sie, sie hätte ihr Baby im Schnee draußen zurückgelassen. Doch es ist Sommer und Jill ist von der Betreuung des anstrengenden Kindes und der Familienkonstellation überfordert. George, der Gefallene, altert in der Vorstellung der Frauen nicht, er bleibt ihr Held, während Jill den Lebensunterhalt für alle verdient und die Tanten die Entscheidungen treffen. Erzählt wird über ein anstrengendes Baby, das nicht gestillt werden will und sich nur von seiner Tante beruhigen lässt, von diesem Kind selbst. In "Die Kinder bleiben hier" gibt der Schwiegervater seinem Sohn und der jungen Mutter Pauline seine Vorstellungen von Elternschaft vor. Brians und Paulines Urlaube mit den Eltern sind eine Fortsetzung von Brians Kindheit. Kritik am Großvater darf es nicht geben. Konflikte mit dem Sohn werden in dieser Familie nicht direkt und auf Paulines Kosten ausgetragen, Freiräume, die Pauline sich durch ihr Laientheaterspiel zu verschaffen sucht, vom Ehemann unsensibel zerstört. Pauline erlebt Liebe zu etwas und jemand Unvorsehbarem und opfert dafür ihre Kinder. Karin ("Stinkreich") ist noch ein Kind und wirkt wie Strandgut, das die Trennung ihrer Eltern zurückließ. Karins Mutter geht eine sonderbare Beziehung zu einem Schriftsteller ein, der auf peinliche Art die Mutter vor ihrer Tochter bloßstellt. Am Ende genießt Karin das siegreiche Gefühl, auf sich allein gestellt zu sein. Ihre Mutter muss erkennen, dass das Mädchen nicht mit Geld glücklich zu machen ist. In der letzten Erzählung "Vor dem Wandel" besucht eine erwachsene Tochter ihren Vater, der seit dem frühen Tod ihrer Mutter mit nur einer Assistentin seine Arztpraxis betreibt. Der Vater wirkt erschöpft und scheint mitten in einem früheren Leben steckengeblieben zu sein. Vater und Tochter verschließen jeder ein Geheimnis, das den Weg zueinander blockiert. Wie schon die erste Erzählung wirkt besonders diese letzte durch die gelebten Werte, als lägen die Ereignisse sehr viel länger zurück als nur fünfzig Jahre. Mit einem Nachwort von Judith Hermann.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Absolut lesenswert, weil originell und vielschichtig., 11. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Traum meiner Mutter (Taschenbuch)
Die in Deutschland weniger bekannte Autorin ist es wert, hier entdeckt und geschätzt zu werden, weil sie neben einem genauen Einblick in die sozialen und psychologischen Strukturen der kanadischer Mittelschicht über eine klare, differenzierte Sprache verfügt.
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8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bedrohlicher Alltag, 21. Juli 2005
Rezension bezieht sich auf: Der Traum meiner Mutter (Gebundene Ausgabe)
Von der trügerischen Familienidylle in die Beinahe-Katastrophe geraten die vier Protagonistinnen aus Munros neuen Erzählungen. Ein Säugling terrorisiert seine Mutter, eine Ehefrau brennt mit ihrem Liebhaber durch, ein Teenager mischt sich in die Affäre der Mutter ein und eine Arzttochter entdeckt das Geheimnis ihres Vaters. Durch virtuoses Spiel mit Zeit und Perspektive, Andeutungen und Auslassungen kreiert die Kanadierin eine intensive Atmosphäre voller Spannungen und Unterströmungen und trotzt scheinbar Alltäglichem neue Bedeutungen ab. Ein literarisches Erlebnis.
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5.0 von 5 Sternen Sie hat ihn wirklich verdient, 29. Januar 2014
Von 
Tom Kadi (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Der Traum meiner Mutter (Taschenbuch)
den Nobelpreis. Alice Munro ist eine Meisterin der mittellangen Form. Dies beweisen die vier Erzählungen, die dieser Band vereinigt. Mit ihrer frappierenden Fähigkeit mit wenigen Sätzen eine Situation, eine Stimmung, eine Atmosphäre präzise auszumalen, nehmen die Geschichten einen sofort gefangen. Es geht jedes Mal um Wendepunkte im Leben der Protagonisten - in der Titelgeschichte, wie eine spannungsvolle Beziehung zwischen einer Mutter und ihrem neu geborenen Baby beinahe in einer Katastrophe endet; in den anderen anderen um das Ausbrechen aus einer Ehe, um das dramatische Ende eines schwerigen Beziehungsgeflechts und schließlich um das schwierige Vater - Tochter Verhältnis. Hervorheben sollte man hier auch die ungemein gelungene Übersetzung von Heidi Zerning.
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4.0 von 5 Sternen Der Traum meiner Mutter, 13. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
-nicht immer leicht zu lesende und zu verstehende Erzählungen, - sehr gute Beschreibungen! -
Die kindle-Ausgabe ist allerdings sehr schlecht, schade!
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5.0 von 5 Sternen Alice Munro Der Traum meiner Mutter, 24. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Traum meiner Mutter (Taschenbuch)
Ich habe das Buch angelesen, hatte aber noch nicht die richtige Zeit mich hineinzufinden. Ich freue mich aber auf die Weihnachtsferien.
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5.0 von 5 Sternen Spannende, außergewöhnliche Lektüre., 20. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Traum meiner Mutter (Taschenbuch)
Die Geschichten sind sehr ungewöhnlich und äußerst spannend. Es sind großartige Erzählungen, die den Leser von Anfang bis Ende gefangen halten.
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5.0 von 5 Sternen Literarischer Genuss!, 15. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Traum meiner Mutter (Taschenbuch)
Ich habe in Alice Munroe eine neue Lieblingsautorin gefunden. In ihren Geschichten ist alles zu finden, was Lesen wertvoll macht: spannende Handlung, Nachdenklichkeit, viele Siuationen, die man aus dem eigenen Leben wiedererkennt, Unterwartetes und Überraschendes, folgerichtig zum Schluss der Geschichten hin "komponiert". Hier erkenne ich meine eigenen Gedanken und Gefühle wieder, in wunderbare Sprache gefasst, die auf den Punkt genau trifft. Bewunderns- und vor allem lesenswert!
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Emotional - Mutter und Kind, 18. Dezember 2013
Von 
Felix-Ine - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Traum meiner Mutter (Taschenbuch)
Alice Munro schreibt ihre Geschichten eindrucksvoll und gefühlsam. Man hat bei ihr das Gefühl, sie wäre bei jeder ihrer Geschichten als Betrachterin dabei gewesen. Für sie gab es für die Protagonistinnen keinen Blick in eine bessere Welt und die Flucht aus der emotionalen Umschlungenheit. Bei den Geschichten von Alice Munro ist der Leser eingebunden in Familiengeschehnisse, sie sind lebendig und realitätsnah.

Das Buch "Der Traum meiner Mutter" zeigt in seinen vier Geschichten zu Beginn einen erbitterten Machtkampf eines Säuglings und seiner Mutter.

Jill, eine junge Frau im Alter von 19 Jahren, ist erst seit kurzem mit George Kirkham verheiratet und hochschwanger. Ihr Mann ist Luftwaffenpilot und kommt in den letzten Kriegstagen 1945 in Europa auf einem Übungsflug über der Irischen See ums Leben. Jill zieht nach seinem Tod in das Elternhaus von George in der Nähe des Lake Huron ein, wo auch die beiden Schwestern ihres Mannes, Iona, Ailsa und die Mutter von ihm leben. Jill kannte kein Familienleben, sie wuchs in einem Waisenhaus auf. Dort wurde es ihr ermöglicht die High School zu besuchen und zudem ihre musikalische Begabung im Geigenspiel zu vertiefen. Sie bekam ein Stipendium am Konservatorium und trat bei öffentlichen Auftritten mit ihrer Geige auf.

Alles ändert sich mit dem Tod von George und mit der Geburt des Kindes. Es ist ein "Schreikind" und hegt eine starke Abneigung gegen seine Mutter. Es lässt sich nur von seiner Tante Iona füttern und versorgen.

Was sich für die schüchterne und zurückhaltende, kinderlose und unverheiratete, aber psychisch gestörte Tante Iona als Geschenk des Himmels herausstellt, die Anhänglichkeit des Säuglings zu ihr, entpuppt sich als die Hölle für die leibliche Mutter, die nur die unerklärliche Ablehnung ihres Babys kennt.
Die Gefühle beider Frauen sind gefühlschaotisch und bringen ihr Leben für einen gewissen Zeitraum aus den Fugen.

Die letzte dieser Geschichten ist eine junge Frau, die Briefe an ihren einstigen Freund schreibt. Sie erwartet ein Kind von ihm, soll es abtreiben, gibt es jedoch nach der Geburt sofort zur Adoption frei. Ihr Vater ist Frauenarzt, der selbst Abtreibungen vornahm. Irrungen und Wirrungen im Leben der Protagonisten in diesem Buch sind so lebensecht geschildert.

Alice Munro beschreibt in ihren vier Geschichten des Buches das Leben der darin vorkommenden Personen, die zueinander eine innere Verbundenheit ersehnen, dabei jedoch auf emotionale Schwierigkeiten stoßen.

Alice Munro ist 1931 in Ontario geboren und gehört zu den inzwischen bedeutendsten Autoren der Gegenwart. Mit ihren umfangreichen erzählerischen Werken ist sie Bestsellerautorin in ihrem Heimatland Kanada und der gesamten angelsächsischen Welt. 2013 erhielt Alice Munro den "Literatur-Nobelpreis".
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Der Traum meiner Mutter
Der Traum meiner Mutter von Alice Munro (Taschenbuch - 15. März 2005)
EUR 8,95
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