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46 von 53 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Claudia Rusch hält, was Jana Hensel verspricht
Eigentlich ist der Titel das einzige, was vom Kauf abhalten könnte: "Meine freie deutsche Jugend" klingt verdächtig nach einem Beitrag zur Ostalgie-Welle, zum allgemeinen "Wie schön war es doch, dass sich 14 JAhre nach der Wende nun breit macht.
Doch schon die ersten Seiten belehren den Leser eines besseren. Claudia Ruschs Buch ist ein...
Veröffentlicht am 20. August 2003 von H. Kunze

versus
34 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen selbstgerecht sondersgleichen
ich muss sagen, das buch ist nicht schlichtweg schlecht. claudia rusch hat einen amüsanten, lockeren, satirischen erzählstil, der es möglich macht das buch in 2 stunden durchzulesen (da es ja nun nicht unbedingt tiefsinnige stellen im buch gibt, über die man selbst stundenlang grübeln müsste). was mir persönlich jedoch so bitter...
Veröffentlicht am 12. März 2006 von Anke Hoffmann


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46 von 53 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Claudia Rusch hält, was Jana Hensel verspricht, 20. August 2003
Von 
Eigentlich ist der Titel das einzige, was vom Kauf abhalten könnte: "Meine freie deutsche Jugend" klingt verdächtig nach einem Beitrag zur Ostalgie-Welle, zum allgemeinen "Wie schön war es doch, dass sich 14 JAhre nach der Wende nun breit macht.
Doch schon die ersten Seiten belehren den Leser eines besseren. Claudia Ruschs Buch ist ein gelungenes Gegenstück zu Jana Hensels "Zonenkinder". Nicht nur, weil die 25 Geschichten wirklich wundervoll aufgeschriebene Literatur sind und nicht wie in "zonenkinder" ein enzyklopädisch-sachlicher Zugang zur DDR versucht wird. Und dann, weil claudia Rusch die Seite zeigt, die Jana Hensel in der DDR wohl nie aufgefallen ist: Die Unfreiheit, die schon Kinder spürten, den alltäglichen Irrsinn des Bildungssystems. Die Langeweile der DDR, die vor allem denen aufstieß, die sich Individualismus gönnten. Dabei schreibt Claudia Rusch kein DDR-Buch aus der Sicht der "Bürgerbewegung", der ihre Mutter angehörte. Sie steht einfach zwischen den Stühlen, zur falschen Zeit am falschen Ort. Und dennoch weiß man nach dem Lesen, dass diese DDR-Generation Erfahrungen gemacht hat, die sie für kein Geld der Welt gegen eine West-Kindheit und -Jugend tauschen würden. Gesamturteil: unbedingt lesen.
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34 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen selbstgerecht sondersgleichen, 12. März 2006
Rezension bezieht sich auf: Meine freie deutsche Jugend: Mit einer Nachbemerkung von Wolfgang Hilbig (Taschenbuch)
ich muss sagen, das buch ist nicht schlichtweg schlecht. claudia rusch hat einen amüsanten, lockeren, satirischen erzählstil, der es möglich macht das buch in 2 stunden durchzulesen (da es ja nun nicht unbedingt tiefsinnige stellen im buch gibt, über die man selbst stundenlang grübeln müsste). was mir persönlich jedoch so bitter aufgestossen ist, und das obwohl ich selbst kaum noch in der ddr aufgewachsen bin, ist ihre selbstgerechte ader. als "ausgesprochen wissbegieriges" Kind, an dem "Heerscharen von Lehrern" gescheitert sind, weil keiner erkannt, wie intelligent sie doch ist, hatte sie unheimliches glück, dass eine lehrerin sie dann doch mochte und zum abitur mogelte. aber um welchen preis?
wie claudia rusch selbst betont, genießt sie ja nach der jugendweihe ihre "außenseiterrolle", obwohl sie ja gar nicht selbst die entscheidung ihrer mutter getroffen hat, in dissidentenkreise zu verkehren und die opposition in der ddr einzunehmen, hält es aber dennoch für toll, in die fdj einzutreten und fdj - sekretärin zu werden, selbstverständlich nur um abitur machen zu können... hallo??? da fängt es schon an, sie kritisiert in ihrem buch fortwährend menschen, die mit dem sozialistischen staat kollaborieren, auf welche art auch immer, aber wenn sie solche dinge tut, selbstverständlich nur, um nicht ins abseits zu geraten, ist das völlig okay. warum wohl werden es die anderen menschen getan haben, die sie so verurteilt? solche fragen lässt sie jedoch fein außen vor und stellt sich selbst ein wenig über alle... aber das ist schon okay, schließlich kommt sie ja aus kreisen, in die andere leute nie einblick hatten und das würde natürlich jeden zu was besonderem machen.
Wer auf solche geschichten steht, kann das buch getrost lesen, allen anderen empfehle ich jens biskys autobiographie "geboren am 13. august".
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ohne Ostalgie-Romantik...., 14. April 2008
Rezension bezieht sich auf: Meine freie deutsche Jugend: Mit einer Nachbemerkung von Wolfgang Hilbig (Taschenbuch)
Interessanterweise gehen die Meinungen bei diesem Buch sehr weit auseinander - von sehr gut bis sehr schlecht. Dabei finde ich bemerkenswert, dass einige Leute bemängeln, dass das Buch realitätsfern sei. Dem kann ich nur entschieden wiedersprechen. Auch wenn sicherlich nicht die Mehrheit der ehemaligen DDR-Bürger eine solche Vergangenheit vorweisen kann - kann dies denn ein Kriterium für ein gutes oder schlechtes Buch sein?? Ob die damalige Masse so gelebt hat? Es ist doch gerade interessant, mal ein Buch in die Hände zu bekommen, in dem die DDR-Kindheit nicht geschönt dargestellt wird. Und ich weiß aus eigener Erfahrung, dass es Kinder gab in der DDR, die eine solche Kindheit erlebt haben. Und die Gefühle, die Claudia Rusch beschreibt, sind sehr authentisch. Denn was fühlt man wohl als Kind, man möchte zum einen von anderen Gleichaltrigen akzeptiert werden, mitmachen und dazu gehören. Doch was ist, wenn einem die Eltern etwas anderes vorleben. Und man seine Eltern respektiert und ihnen vielleicht mehr Glauben schenkt, als den Lehrern, die ihre Propaganda verbreiten. Da kann man sich schon mal zwischen den Stühlen fühlen. Genau so eine Kindheit beschreibt Claudia Rusch und ich finde, es ist ihr großartig gelungen. Denn ihre Geschichten sind kurzweilig und amüsant und haben doch gleichzeitig etwas ernsthaftes und nachdenkliches. Eben mal ein Buch ohne "Ostalgie" - Anwandlungen. Deshalb meine Bewertung: 5 Sterne!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Empfehlenswert, 17. Februar 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Meine freie deutsche Jugend: Mit einer Nachbemerkung von Wolfgang Hilbig (Taschenbuch)
Tja, so war sie wohl mehr oder weniger unsere Kindheit in der DDR.
Ein Rückblick auf die DDR der 80er Jahre ohne Ostalgie oder Jammertiraden.
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12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr gut, 27. Dezember 2003
Von Ein Kunde
Als Witze über Honecker zu Arrest führten, Ernst Thälmann "für DDR-Kinder so etwas wie Robin Hood und Superman in Personalunion" war, als rot kandierte Weihnachtsäpfel einem Kind seine volle Aufmerksamkeit abverlangten, als sich Stasi-Leute, Kakerlaken ähnlich, zu ungeliebten Mitbewohnern machten, als es "keine Oliven, keinen Lachs, keinen richtigen Käse" gab, Neil Young oder Bob Dylan im geteilten Deutschland vor entzweiten Publikum auftraten, davon erzählt Claudia Ruschs bravouröses "Meine freie deutsche Jugend". Dieses Buch bietet einerseits eine literarische Wiederbegegnung mit Tschapka, Lada, Abba, Amiga, Vopo, Becherovka, Rias usw. Andererseits eine sehr subtile, zuckerfreie Schilderung gesellschaftlicher Gegensätze innerhalb der DDR; wie vertragen sich das Streben nach Freiheit bei gleichzeitig drohender Inhaftierung? Kann Solidarität darin bestehen, dass einer dem anderen gleichgemacht wird? Ist der Staatsbürger zuerst Bürger unter Bürgern oder Millionstel des Staates? Gewinnt man Horizont, wenn man Ja oder Nein sagt? "Meine freie deutsche Jugend", eine authentische, liebevolle, beneidenswert klare, lichte, pointierte, intelligente, niemals kitschige, schlüssige Auseinandersetzung mit jenen Zuständen, die Rusch bemerkenswert gute Szenen wie "Mauer mit Banane" oder "Die Musik meines Vaters" schreiben ließen. Ein Buch, geeignet für alle, die nichts, ein wenig, ein wenig mehr, viel und alles über DDR wissen.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Auch ein Generationsbuch, 11. Juni 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Meine freie deutsche Jugend: Mit einer Nachbemerkung von Wolfgang Hilbig (Taschenbuch)
Fast zwanzig Jahre nach der Wende bin ich nochmal auf Spurensuche meiner Jugend in der ehemaligen DDR gegangen und habe "Meine Freie Deutsche Jugend" von Claudia Rusch gelesen. Ein wirklich kurzweiliger und keinesfalls melancholischer Roman über eine Jugend in einem Land, das nur noch in Erzählungen existiert. In vielen Geschichten habe ich mich selbst wiederentdeckt. Claudia Rusch versteht es meisterhaft von Problemen, Sorgen aber auch schönen Momenten zu erzählen. Neben "Zonenkinder" von Jana Hensel ein absolutes Lese-Muss für alle Interessierten.
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17 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Aus dem Osten nichts Neues, 24. Februar 2005
Je länger der Zeitraum nach dem Ende der DDR wird, desto größer wird vermutlich die Neugier vieler Leser auf dieses ihnen in vielfacher Hinsicht verschlossene Land. Um sich in die Menschen, die dort gelebt haben, hineinversetzen zu können, ist die biografische Erzählung genau das Medium, was dieses Informationsbedürfnis zu befriedigen vermag. Leider enttäuscht das vielfach rezensierte und gelobte Buch "Meine freie deutsche Jugend" von Claudia Rusch den Leser in vielfache Hinsicht. Titel und Titelbild deuten auf die Zeit der Autorin in der DDR hin, eben auf die Zeit, in der ihre Jugend alles andere als "frei" war. Diese Ironie kommt im Text kaum zum Ausdruck. Das Buch enthält einige Episoden, eine echte biografische Erzählung mit Hintergründen ist es aber nicht. Vieles bleibt in der persönlichen Biografie und in den Motiven der Akteure offen. Als Beispiel soll hier ein Hinweis auf eine arrangierte Heirat der Autorin angeführt werden. So zitiert sie ihre Eltern. "Wir hatten Pierre schon, als du fünfzehn warst, gebeten, dich zu heiraten, damit zu rauskannst." (S. 133, geb. Ausgabe) Solche Statements machen den Leser ratlos so wie Ruschs eigene Vorstellungen von Heirat ("Ich wollte damals unbedingt einen Ausländer. Er hätte Chilene oder Mongole sein können. Hauptsache kein Deutscher" (S. 135) Sieht man hier einmal wohlwollend keinen Rassismus in der Aussage, so bleibt trotzdem das unangenehme Gefühl von Instrumentalisierung menschlicher Beziehungen. Das wäre für sich genommen nichts Außergewöhnliches, das Buch prangert nur an anderer Stelle genau diese Instrumentalisierungen im Leben der Bürger der DDR an. Vielleicht ist es aber auch nur die Naivität der Autorin. Sie zeigt sich u.a. in ihrer schwärmerischen Verklärung ihres Lieblingslandes Frankreich. Auch das ist durchaus akzeptabel für die Zeit, in der sie die DDR nicht verlassen konnte, spätestens nach ihrer Ausreise, hätte ihr auffallen müssen, dass ihr Frankreich auch das der Banlieus und eines LePen ist. - Es ist schwer, das Buch auf einen Punkt zu bringen, da die Erzählung unsystematisch ist und der Leser sich sehr um einen "roten Faden" bemühen muß. Auch Claudia Ruschs Fazit am Ende des Buches ist relativ oberflächlich. Warten wir also auf aufschlußreichere, sprachlich farbige Biografien, die dem Leser sowohl den Menschen in der DDR als auch in der Phase der Transformation näherbringen.
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14 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Abseits der "Ostalgie", 21. Januar 2004
Eines der besten und kurzweiligsten Bücher über die ehemalige DDR, die ich bis jetzt gelesen habe. Natürlich kann sich nicht jeder (ehemaliger "DDR"-Bürger) damit identifizieren, es wird immer Menschen geben, die sagen, so kann es ja nicht gewesen sein...
Und doch, was Claudia Rusch schreibt, bringt neben Erinnerung auch Schmunzeln und eine nachträgliche Betroffenheit zu Tage. Realistisch hat sie beschrieben, wie auch Kinder im Alltag bei Nichtanpassung die Widersinnigkeit dieses Systems spüren konnten.
Deutlich kann man im (leider für meine Begriffe zu kurz geratenem) Buch sowohl die kleinen und großen Sorgen, die Ängste und auch die Freude eines heranwachsenden Mädchens im "realsozialistischen Staat" spüren.
Ein Buch, das ich jedem empfehlen kann, der sich vielleicht an die andere DDR, abseits von Ostalgie, Spreewaldgurken und seligem Zusammengehörigkeitsgefühl, erinnern möchte.
Ein Buch zum Verstehen.
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11 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Was soll die Aggressivität?, 31. August 2004
Von Ein Kunde
Was soll die Aggressivität in der Bewertung dieses Buches? Haben da gewisse Leute etwa die Wahrheit gepachtet, wie die DDR wirklich war?
Vielleicht sollte man zulassen, daß es auch dort, wo alles schön gleich sein sollte, alternative Lebensentwürfe gab. Dieses Buch zeigt einen solchen Lebensentwurf und entfaltet sehr sensibel, gewisse Irritationen mit dem System, die sich tatsächlich auch schon Kindern aufdrängen konnten ja mußten, die nicht aus einem Durchschnittshaushalt kamen und damit auffielen. Um DDR-Geschichte aus einer anderen Perspektive schreiben zu dürfen, muß man nicht mit allen Konsequenzen Verfolgter sein, nein auch im ganz normalen Alltag konnte man die Nervosität des Systems gegenüber Andersdenkenden wahrnehmen. Das hat übrigens nichts aber auch gar nichts damit zu tun, daß hier jemand ein Buch geschrieben hat, der zeigen wollte, daß er immer schon recht hatte.
Claudia Rusch ist ein sehr gutes Buch gelungen, in dem es wahrlich nicht um Abrechnung mit der ehemaligen DDR geht. Es geht vielmehr um einen Blick zurück, der nicht durch eine rosa Brille verstellt ist.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nett und kurzweilig, 30. Juni 2007
Rezension bezieht sich auf: Meine freie deutsche Jugend: Mit einer Nachbemerkung von Wolfgang Hilbig (Taschenbuch)
Claudia Rusch beschreibt in ihrem Buch "Meine freie deutsche Jugend" anhand wunderbaren kleinen Anekdoten ihre Kindheit und Jugend in der DDR. Ob unabsichtlich laut erzählte Honecker-Witze, die Faszination des westlichen Schokoriegels "Raider" oder die Träume von einem sorgenfreien Leben in Paris - eindringlich, anschaulich, humorvoll und facettenreich berichtet und erzählt.

Zwar etwas kurzweilig, für den Preis aber ganz in Ordnung.
Geschichte einmal anders!
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Meine freie deutsche Jugend: Mit einer Nachbemerkung von Wolfgang Hilbig
Meine freie deutsche Jugend: Mit einer Nachbemerkung von Wolfgang Hilbig von Claudia Rusch (Taschenbuch - 15. Februar 2005)
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