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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Beklemmende Stimmung, 15. Januar 2003
Black Box BRD ist das Buch zum gleichnamigen Film von Andreas Veiel. Hierbei handelt es sich aber nicht um den Versuch, auf anderem Wege noch mehr Geld zum gleichen Produkt zu machen, denn das Buch nimmt sich die Zeit, die beiden Hauptproganisten des Films, den Banker Alfred Herrhausen und den mutmaßlichen RAF-Terroristen Wolfgang Grams, in Ruhe zu betrachten.
Die Lebensentwürfe von Herrhausen und Grams sind typisch für die BRD nach dem 2. Weltkrieg, deshalb ist "Black Box BRD" fast schon Pflichtlektüre für den zeitgeschichtlich Interessierten Leser.
Black Box BRD ist eine Mischung aus Sach- und Erzählbuch. Angehörige und Freunde der beiden Hauptdarsteller kommen zu Wort und zeichnen ein lebendiges Bild. Dadurch ergibt sich beim Lesen eine beklemmende Authentitzität. Etwas zu kurz gerät die Illegalen-Zeit von Grams, was auch kein Wunder ist, aber deshalb trotzdem "nur" vier Sterne.
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen noch besser als der Film, 21. Januar 2003
Der absolut sehenswerte Film gewährt der Geschichte um den Terroristen Grams mehr Raum als der des Banksprechers Herrhausen.
Dieses Verhältnis wird im Buch kompensiert, ohne daß nun wieder die andere Seite nicht zu "íhrem" Recht kommt.
Erst nach der Lektüre des Buches habe ich so manches verstanden von dem, für das einerseits Herrhausen und andererseits die RAF standen -ein enger Freund Herrhausens bestätigte mir, daß es keine vergleichbar subtile und kritische Annäherung an diesen einzigartigen Manager gibt.
Insgesamt ist "Black Box BRD" ein mutiges und zurecht gefeiertes Projekt, wer sich für aktuelles politisches Zeitgeschehen interessiert, sollte sich dieses Buch sicher zulegen, auch wenn er den Film schon kennt.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Empfehlenswert!, 18. Januar 2008
Rezension bezieht sich auf: Black Box BRD: Alfred Herrhausen, die Deutsche Bank, die RAF und Wolfgang Grams (Taschenbuch)
Der Dokumentarfilmer Andreas Veiel hat aus den Recherchen zu seiner gleichnamigen Dokumentation ein Buch erstellt. Das Werk aber als Druckversion des Filmes abzutun, tut diesem aber Unrecht.

Veiel stellt die Lebensläufe des Deutsche Bank-Sprechers Alfred Herrhausen und des RAF-Terroristen Wolfgang Grams nebeneinander. Trotz der verschiedenen Umfelder der beiden, werden Parallelen deutlich.

Der Karrieremensch Herrhausen steigt in der Deutschen Bank bis zum Posten des Vorstandsprechers auf. Er eckt gerne an und wird kritisch von seinen Kollegen beäugt, da er das Bänkerhandwerk nicht ,von der Pike auf' gelernt hat. Durch seine absolute Konzentration auf die Erfordernisse seines Jobs, seine hohen Ansprüche und seine intellektuellen Fähigkeiten entfremdet sich Herrhausen immer mehr von seinen Mitarbeitern und Vorstandskollegen. Er stirbt, faktisch entmachtet, 1989 bei einem Terroranschlag der RAF.

Wolfgang Grams gerät in den 1970ern in die linke Szene. Er betreut das inhaftierte RAF-Mitglied Manfred Grashof und lernt auch den späteren Schleyer-Entführer Willi-Peter Stoll kennen. Er lebt die linke Ideologie radikal, kommt als RAF-Sympathisant in das Gefängnis und entfernt sich immer mehr von seinen ,bürgerlichen' Freunden. Mitte der 1980er geht er in den Untergrund und wird Mitglied der so genannten, dritten Generation' der RAF. Sein Leben endet 1993 in Bad Kleinen.

Veiel ist weder Analytiker noch Wissenschaftler. Er hat Angehörige und Bekannte Herrhausens und Grams befragt, beschreibt hauptsächlich und verzichtet erfreulicherweise auf Spekulationen oder explizite Vergleiche. Sein Buch ist weder eine detailierte Beschreibung der Geschäfte der Deutschen Bank noch eine Zusammenstellung von Informationen über die RAF in den 1980ern. Es ist eine lesenswerte und gut geschriebene Sammlung von Interviews und Statements zu Herrhausen und Grams.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wie soll man durch Jauche waten, ohne selbst zu stinken?, 12. Juli 2004
Rezension bezieht sich auf: Black Box BRD: Alfred Herrhausen, die Deutsche Bank, die RAF und Wolfgang Grams (Taschenbuch)
Black Box BRD ist nicht nur ein lesenswertes Psychogramm zweier Männer im Nachkriegs-Deutschland, sondern zugleich das Psychogramm einer Nation, die sich nach dem Krieg zunächst mit Aufbau und Verdrängung der nationalsozialistischen Schreckensherrschaft und erst viele Jahre später mit ihrem Stand im Weltgeschehen und der Verarbeitung jener Kriegspsychose auseinandergesetzt hat. Grams und Herrhausen sind zwei Menschen, die unterschiedlicher nicht sein können und die dennoch Parallelen in ihren Biografien aufweisen. Vor allem der Drang etwas zu machen, statt still beiseite zu stehen und der Wille, sich bestehenden Strukturen und Tabus, die man als fehlerhaft erkannt hat, entgegen zu stellen und mit offenem Visier dagegen anzugehen lässt die beiden Männer so unterschiedlich gar nicht mehr scheinen. Beiden entgeht der Blick nicht für das Machbare sondern für das Durchsetzbare. Beiden fehlt die Sensibilität, für die menschlichen Schwächen. Der Idealismus ist beiden Männern leuchtende Fackel durch ihr Leben und im Ende zugleich ihr Irrlicht. Männer wie Grams und Herrhausen sind denen, die sich ihnen unterlegen fühlen, immer unheimlich. Und deshalb beeindrucken sie ebenso, wie sie erschrecken.
Das Buch zeigt die beiden Charaktere in ihren Tretmühlen, in ihren Systemen und wie sie darin agieren und revoltieren. Und ebenso sieht man sie sich in Widersprüche verwickeln, da jeder von ihnen sich mit Organisationen eingelassen hat, die es unmöglich machen, unschuldig zu bleiben: Der eine mit der Deutschen Bank, der andere mit der RAF. Ein spannendes Buch.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Keine Verschwörungstheorien sondern Biografien, 18. Oktober 2005
Rezension bezieht sich auf: Black Box BRD: Alfred Herrhausen, die Deutsche Bank, die RAF und Wolfgang Grams (Taschenbuch)
Der Titel des Buches lässt mit den Worten BLACK BOX BRD auf die Preisgabe von unveröffentlichten Tatsachen oder Verschwörungstheorien vermuten. Ich habe nun auch Letzteres erwartet und war erst sehr enttäuscht, die Biografien von Wolfgang Grams und dem mir sehr geschätzten Alfred Herrhausen in den Händen zu haben. Mein Frust legte sich allerdings, denn der Inhalt des Buches ist sehr aufschlussreich und bietet Einblick in die Vergangenheit und aktiven Zeiten dieser beiden Persönlichkeiten.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Für alle die den Film "Black Box BRD" noch einmal in Ruhe vertiefen wollen, 28. November 2009
Von 
Sina Gerritsen - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Black Box BRD: Alfred Herrhausen, die Deutsche Bank, die RAF und Wolfgang Grams (Taschenbuch)
Für alle die den Film "Black Box BRD" in Ruhe noch einmal vertiefen wollen eignet sich das hier vorliegende Buch "Black Box BRD" hervorragend. Kann man doch hier in aller gebotenen Ruhe noch einmal Fotografien anschauen u. Texte nachlesen.
Der Film ist natürlich ein wesentlich schnelleres Medium u. hat auch eine ganz andere Außenwirkung als das Buch.
Darum empfiehlt es sich gerade bei Dokumentarfilmen noch einmal genauer hinzusehen u. in die Tiefe zu gehen.
Ich war von Film u. Buch jedenfalls sehr beeindruckt, porträtiert beides doch ein Kapitel neuerer, deutscher Geschichte, das uns allen noch als sehr bedrückend in Erinnerung ist.
Die Ermordung Alfred Herrhausens, ausgerechnet jenes Mannes also, der die Dritte Welt Länder komplett entschulden wollte, so ein Mann wird von der RAF ermordert, wie grotesk !!!
In einer Art von Doppelporträt werden der Bankier Alfred Herrhausen u. der RAF Angehörige Wolfgang Grams einander gegenübergestellt, bis es zum bekannten tragischen Ende kommt.
Angehörige, sowie Weggefährten auf beiden Seiten kommen ausführlich zu Wort. Hierbei wird nur allzu deutlich, daß im Grunde die Angehörigen auf beiden Seiten ebenfalls Opfer sind. Opfer der Umstände, des Verlustes eines geliebten Menschen u. auch ihrer Trauer darüber.
Mein Fazit über dieses Buch, unbedingt lesen !!!
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wenn Männer die Welt verändern wollen..., 2. August 2004
Von 
junior-soprano - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 500 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Black Box BRD: Alfred Herrhausen, die Deutsche Bank, die RAF und Wolfgang Grams (Taschenbuch)
...ist das Ergebnis nicht selten katastrophal!
„Black Box BRD" erschien als Dokumentarfilm und als Buch, da ich keinen signifikanten Unterschied zwischen beiden Fassungen feststellen kann, gilt diese Rezension für beide Versionen.
Erzählt werden die Lebensgeschichten von Alfred Herrhausen, dem ehemaligen Vorstandssprecher der Deutschen Bank und seinem vermeintlichen Attentäter, dem RAF-Mitglied Wolfgang Grams. Beide lebten in der Bundesrepublik Deutschland, ordneten ihre persönlichen Bedürfnisse den Interessen einer Organisation unter und Beide wurden getötet; damit enden die Gemeinsamkeiten der Zwei.
Grams kam aus einfachen Verhältnissen, war ein mäßiger Schüler, der sein Mathematik-Studium abbrach und recht ziellos durchs Leben ging. Klar war ihm nur, daß ihn das Leben in der Bundesrepublik, mit dem übermäßigen Konsum, anwiderte und das er die Welt, in der die Güter so ungerecht verteilt waren, verbessern wollte.
Herrhausen war privilegiert, zielstrebig und überaus erfolgreich. Mit einer Mischung aus Leistung, Charisma und dem Nutzen seiner Beziehungen gelang ihm der rasche berufliche Aufstieg.
Autor Andres Veiel schafft es die Geschichten der Beiden überaus spannend zu erzählen. Wenn Wolfgang Grams Eltern von ihrem Sohn sprechen und Herrhausens Witwe von ihrem Gatten, bekommt man Mitleid. Man erfährt so viel von den Beiden, daß man nachvollziehen kann, was sie angetrieben und bewegt hat. Herrhausen, der gegen Ende seiner Karriere für den Schuldenerlaß für die Dritte-Welt-Länder eintrat und somit bewies, daß er nicht ausschließlich an sein persönliches Vorankommen dachte, sondern auch soziale Verantwortung übernahm, paßt nicht in das Schwarz-Weiß Bild vom raffgierigen Kapitalisten. Genau so wenig wird Grams, durch Veiels Porträt, zum RAF-Märtyrer verklärt.
„Black Box BRD" vermittelt einen sehr interessanten und lehrreichen Einblick in die Zeit des RAF-Terrors in Deutschland und zwar aus zwei ganz unterschiedlichen Perspektiven. Beide Seiten werden sachlich und kritisch beleuchtet. Eigentum verpflichtet und Terror löst keine Probleme, diese beiden Erkenntnisse sind das Fazit dieses Werks.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gelungene Ergänzung zum Film, 29. Mai 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Black Box BRD: Alfred Herrhausen, die Deutsche Bank, die RAF und Wolfgang Grams (Taschenbuch)
Das Buch "Black Box BRD" ist eine gelungene Ergänzung zum Film "Black Box BRD" von Andres Veiel. Ich schreibe bewusst "Ergänzung", denn ohne den Film geht so mancher Eindruck verloren; man sollte dieses Buch nicht alleinstehend lesen. Zwei Dinge haben mich gestört: die häufige Anonymisierung von Quellen, und die teilweisen Abweichungen der Buchzitate von den Filmaufnahmen.

Zum ersten Punkt: So manche im Buch zitierte Aussage kennt man aus den im Film enthaltenen Interviews. Mit der Zeit fällt auf, dass bei diesem bekannten Material nicht immer der Name der interviewten Person angegeben wird, sondern häufig nur von "einem Freund" die Rede ist. Das führt zu Verwirrung, wenn eine Aussage nicht im Film enthalten war: Stammt sie ebenfalls von den im Film gezeigten Interviewpartnern, oder von einer Person, die im Film überhaupt nicht aufgetaucht ist? Je nachdem, was man sich hier vorstellt, können die in dem Buch enthaltenen Zusatzinfos von fünf oder auch von fünfzig verschiedenen Personen stammen. Entsprechend liest man entweder eine sehr detaillierte Studie aus der Sicht Weniger, oder ein willkürlich zusammengestelltes Mosaik verschiedener Einzeleindrücke. Oder irgendwas dazwischen? Die Frage bleibt ungeklärt, und das wäre in meinen Augen nicht nötig gewesen.

Zum zweiten Punkt: Wirklich gestört hat mich, dass eine Reihe wörtlicher Zitate im Buch einen anderen Wortlaut haben, als man ihn aus den Film-Interviews kennt. So erzählt Traudl Herrhausen im Buch, ihr Mann habe einmal gesagt: "Ich weiß nicht, ob ich das beruflich überleben werde." Im Film-Interview zitiert sie ihn hingegen: "Ich weiß nicht, ob ich das überleben werde." Ich habe Verständnis dafür, dass auch in Zitaten eine redaktionelle Bearbeitung sinnvoll sein kann; allerdings finde ich, dass man das durch Hilfsmittel wie eckige Klammern entsprechend kenntlich machen, oder gleich die indirekte Rede verwenden sollte. Das genannte Beispiel ist eines von vielen, und in einer Reihe von Fällen meine ich, dass die Äußerungen in Buch und Film nicht deckungsgleich sind. Es sind niemals gravierende Abweichungen, aber durch die veränderte Satzstruktur wird teilweise ein anderer Inhalt nahe gelegt, als ich ihn im Film erkennen kann. Das finde ich handwerklich unsauber. Und natürlich nährt es auch Zweifel an den nur im Buch enthaltenen Zitaten. Sind die nun, wie es die Anführungszeichen nahe legen, tatsächlich wörtlich wieder gegeben, oder würden sie in einer Film- oder Tonbandaufnahme einen anderen Wortlaut haben? Ein Zweifel, der das im Buch enthaltene Zusatzmaterial unnötigerweise abwertet. Deshalb von mir nur vier Sterne.

Jetzt aber zu dem, was mir gefallen hat. Sowohl zu Herrhausen, als auch zu Grams erhält man eine Fülle von Hintergrundinformationen, die das im Film Gezeigte in einen weiteren Kontext einordnen, erklären und vertiefen. Bei Grams ist es insbesondere die Zeit vor seinem Abtauchen in den Untergrund, die zusätzliche Eigenschaften erhält. Während er im Film irgendwann weg ist, schildert das Buch einen jahrelang dauernden Schwebezustand, ein Leben in einer Grauzone zwischen ziviler Existenz und Illegalität, und auch die im Film interviewten Personen erhalten einen deutlicheren Hintergrund.

Noch dramatischer sind die Wirkungen auf das Portrait von Alfred Herrhausen. Das Buch enthält eine Reihe von ihm selbst verfasster Texte, durch die er als Person sehr viel direkter erfahrbar wird. Seine Anfänge, sein Werdegang und auch die Reaktionen auf seine Ermordung werden wesentlich detaillierter und facettenreicher dargestellt als im Film. Das vermittelte Bild ist nicht ganz stimmig: angesichts der hier geschilderten Vielzahl von Fällen, in denen er Vorstandskollegen brüskiert und ohne Absprachen mit irgendwem gehandelt hat, fragt man sich schon, wie er dann überhaupt einen so raketenhaften Aufstieg in der Deutschland AG nehmen konnte. Aber "Black Box BRD" ist ja auch keine Herrhausen-Biografie, und daher auch nicht als solche zu bewerten. In die Atmosphäre des Films bindet sich dieses Buch jedenfalls nahtlos ein.

Alles in allem: eine klare Kaufempfehlung.
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7 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine bewegende Biographie von Herrhausen, 1. Juli 2003
Von 
Bernhard Taschner "b_taschi" (Frankfurt am Main) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Einmalig diese Beschreibung des Mannes, der 1989 sein Leben lassen musste. Umso verblüffender, dass ausgerechnet er es sein musste, obwohl er doch so vieles bewegen wollte, was selbst die damaligen Terroristen eigentlich unterstützten. Herrhausen war der absoluten Visionär, so wie er vielleicht nur alle 100 Jahre in einem Land vorkommt. Das spiegelt dieses Buch in ganz besonderer Weise wider. Und wie klein dagegen Grams ohne Weitblick und von sich selber verstellt.
Schade, dass Deutschland Alfred Herrhausen verloren hat...und schade auch für die Deutsche Bank; sie hätte ihn wohl über die Jahre mehr gebraucht, als es vieler seiner Kollegen sich gewünscht hatten.
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Black Box BRD: Alfred Herrhausen, die Deutsche Bank, die RAF und Wolfgang Grams
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