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16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen skurril, archaisch, grausam und unglaublich
auf dem buchumschlag steht: "ein roman von archaischer wucht" ...- besser kann man es nicht sagen.

ismail kadare schreibt in einem gemisch aus sachbuch und roman über den kanun, die alte archaische rechtsordnung, die heute noch in albanien gilt.

er greift die alten regeln des kanun auf und baut drumherum die geschichte von gjorg berisha, der auf befehl seines...

Veröffentlicht am 30. Juni 2003 von baidong

versus
5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Kolportage
Ich weiß, es ist Blasphemie, aber "Der Zerrissene April" zählt für mich nicht zu den besten Werken von Kadare. Und da gibt es Werke, die sind Weltliteratur. Der April jedoch ist, wenngleich immer noch interessant und lesenswert, doch eine oder zwei Stufen tiefer anzusiedeln als etwa "Die Brücke mit den drei Bögen" oder die "Chronik in Stein"...
Veröffentlicht am 13. Februar 2010 von Anton Reiser


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16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen skurril, archaisch, grausam und unglaublich, 30. Juni 2003
Rezension bezieht sich auf: Der zerrissene April (Gebundene Ausgabe)
auf dem buchumschlag steht: "ein roman von archaischer wucht" ...- besser kann man es nicht sagen.

ismail kadare schreibt in einem gemisch aus sachbuch und roman über den kanun, die alte archaische rechtsordnung, die heute noch in albanien gilt.

er greift die alten regeln des kanun auf und baut drumherum die geschichte von gjorg berisha, der auf befehl seines vaters (und des ehrenkodex des kanun) zef kryeqyqe erschießen muß. er tut es, voller angst und zweifel, nur weil er dem vater gehorchen muß, gegenüber seinem nachbarn zef hat er keinen haß.

noch absurder ist der anfang der geschichte dieser blutrache, die über 70 jahre zurückliegt und inzwischen 22 tote auf jeder seite gefordert hat:
im haus des urgroßvaters war ein gast zu besuch. gastrecht ist das höchste recht von allen und der gastgeber ist voll verantwortlich für das wohlergehen seines gastes. dazu gehört auch, den gast am nächsten tag bis an die dorfgrenze zu bringen - erst dort endet das gastrecht. genau einen schritt vor dieser grenze fällt ein schuß, der gast ist getroffen und fällt mit dem körper in richtung dorf - damit war der urgroßvater von gjorg zur blutrache verpflichtet. und seiterher wird hin und her gemordet.

zef ist tot und weil der "mord den regeln entsprochen hat", wird gjorg zunächst das "kleine ehrenwort" gewährt (24 stunden) und dann das "große eherenwort" (30 tage). in dieser zeit ist er sicher - genauso sicher, wie er danach selbst ermordet werden wird, von einem mitglied der familie kryeqyqe, das auch ihn nicht haßt. er genießt diese 30 letzte tage lang absoluten schutz und zwar in der zeit vom 17. märz bis 17. april.

in diesen 30 tagen tut er zwei dinge: er muß das blutgeld zum turm von orosh bringen und er wandert noch ein letztes mal durch die berge. er kommt vorbei an unzähligen totenmalen (aufgeschichteter steinhaufen für denjenigen, der an dieser stelle ermordet wurde), an häusern, wo ganze familien ermordet und ihr haus zerstört wurde und an den ruinen ganzer dörfer (!!!), die wegen irgendeines skurilen verstoßes gegen eine regel des kanun völlig zerstört wurden.

das absurdeste ist allerdings der turm von orosh - hier sitzt der "prinz", ein adliger, der sich seit jahrhunderten hier eingenistet hat und das "blutgeld" kassiert - eine große summe, die jeder mörder nach dem mord zahlen muß. es gibt einen verwalter des blutgeldes, der nach dem prinzen den höchsten rang einnimmt, weil die einnahmen, die er einnimmt, höher sind, als die aller anderen verwalter. aber er hat ein problem: seit jahren gehen die blutgeld-einnahmen zurück. darum wurde er von seinem herrn gescholten und aufgefordert, etwas zu unternehmen und darum hat er es sich auch zur aufgabe gemacht, die menschen aufeinander zu hetzen, streitereinen zu schüren und - er überlegt, ob es nicht sogar sinnvoll wäre, die frauen in die blutrache einzubeziehen.
beim lesen dieses kapitels verschlägt es einem stellenweise die sprache, weil der autor hier konkrete zahlen aus den alten blutgeld-registern anführt, die der realität entsprechen und den ganzen wahnsinn noch mehr deutlich machen: zeiten von kriegen und pest: weniger blutrache, danach jeweils ein "aufschwung".

beim lesen meint man immer wieder, daß die handlung vor 800 bis 1000 jahren spielen müßte - aber nein, wir sind im 20.jahrhundert.
eine schnurgerade, dichte erzählung ohne beschönigungen, ohne abweichungen vom handlungsstrang. der autor erläutert - eingebaut in die erzählung um gjorg - viele regeln des kanun die hochzeiten betreffen, vergewaltigung, gastrecht, den "blutgroschen", beerdigungen, die "mitgiftpatrone", grenzstreitigkeiten usw.. er erzählt über die rolle des "schlichters", den es auch gibt und der hohes ansehen genießt und die schlimmen wirtschaftlichen auswirkungen, die die blutrache mit sich bringt.

mindestens 5 sterne für diesen dünnen kleinen buchgiganten.

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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine Bild einer archaischen, dunklen und blutigen Welt des albanischen Hochlands, 6. April 2011
Rezension bezieht sich auf: Der zerrissene April: Roman (Taschenbuch)
Mit dem Buch "Der zerrissenen April" bietet der 1936 geborene Autor Ismail Kandare ein weiteres faszinierendes Bild seiner albanischen Heimat. Dieses mal entführt er den Leser in die archaische Welt des gänzlich vom Kanun, dem alt-albanischen von lokalen Adeligen und fahrenden Gelehrten verwaltete Gewohnheitsgesetz, und den damit zusammenhängenden Blutfehden beherrschten (tyrannisierten) Hochlands, welches jedwede individuelle Auflehnung gänzlich ausschließt.
Gleichsam einem epischen Gesang aus der Antike - die mit ihren Ehrenkodexen, Stammesdenken und seiner brutalen Magie in dieser Ecke Europas überlebt zu haben scheint - ist der Einzelne ist in diesem menschenverachtenden Regelsystem notgedrungen zum Scheitern verurteilt. Dies ist klar auch an der Geschichte der Hauptfiguren ersichtlich: Gjorg, ein junger Mann wird in Zusammenhang mit einer der zahlreichen im albanischen Hochland wütenden Blutfehden unfreiwillig zum Mörder und somit gleichzeitig zum designierten zum Opfer eines zukünftigen Vergeltungsmords. Aber auch das das Hochland bereisende frisch vermählte Ehepaar, das in diese archaische Welt eintaucht muss notgedrungen an seinem menschenverachtenden Regelwerk zerbrechen.
Im Hochland, in welchem ein absurdes (aber irgendwie gerade deshalb irgendwie faszinierendes) Stammesdenken überlebt zu haben scheint, sehen sich sowohl Bewohner als auch Besucher geradezu ohnmächtig einer blutigen, kafkaesken Bürokratie dieses archaischen, sozialen Systems gegenüber.
Bedenkt man, dass heute noch im Albanien-Führer vor dem Hochland gewarnt wird, welches - nach Fall des Regimes von Enver Hoxha - weiterhin fernab von jedwedem Rechtsstaat zum Teil immer noch nach dem alten Gewohnheitsrecht lebt, kann der Leser beim Eindringen in diese dunkle Welt nicht nicht erschaudern.
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Lebenden sind nur Tote auf Urlaub, 22. Dezember 2004
Von 
Dr. Peter Joham "pjoham" (Klagenfurt, Kärnten) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der zerrissene April: Roman (Taschenbuch)
Im albanischen Hochland ist alles dem Kanun unterworfen, dem unvordenklichen Gesetz, das alles regelt von der Grenze bis zum Tod. Um den Tod und den Kanun geht es in diesem Kadare'schen Epos der Blutrache, dem wir uns von verschiedenen Seiten nähern. Da ist Gjorg, der junge Bluträcher, noch bis zur Mitte des April unter dem Schutz des Großen Ehrenwortes, aber nicht eine Minute länger. Sehr spät hat er Blutrache geübt, denn das Totenhemd seines Bruders hat sich schon verfärbt, ein Zeichen, dass der ungerächte Tote ungeduldig zu werden scheint. Der Schriftsteller Besian begibt sich mit seiner schönen Frau Diana auf Flitterwochen in das Hochland, hinauf zu den Verwunschenen Almen und zu den Türmen der Hochländer. Man trifft auf Ali Binaku, den berühmten Rechtsgelehrten und Ausleger des Kanun, der von den Dorfgemeinschaften zur Streitschlichtung beigezogen wird. Und auf Mark Ukacjerra, den "Verwalter des Blutes" und Einnehmer der Blutsteuer, die jeder Bluträcher dem Turm und dem Prinzen von Orosh zu entrichten hat.
Ein Meisterwerk des albanischen Autors, geschrieben vor 25 Jahren, endgültig und abschließend. In eindrucksvollen Metaphern lernen wir die Landschaft des Hochlandes und sein unerbittliches Gesetz kennen, die Regel, die es jedenfalls einzuhalten gilt und die Fluchttürme, in denen sich in ewiger Nacht die Bluträcher verschanzen, deren Ehrenwort abgelaufen ist. Eindringlich und wortgewaltig.
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Blutrache als lebensbestimmendes Element, 7. Oktober 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Der zerrissene April (Gebundene Ausgabe)
Selten lese ich ein Buch an einem Tag, bei diesem war das der Fall. Es ist für mich unvorstellbar, daß die Blutrache so lange Zeit Teil des Lebens der Menschen im albanischen Hochland war (und noch ist?). Sie bestimmt das Leben der ganzen Familie, die in einer einzigen Abwechslung aus der Rolle als Täter und Opfer zu bestehen scheint - und das über Generationen hinweg, ohne Aussicht auf ein Ende. Daß es dadurch dazu kommt, daß Äcker abwechselnd bewirtschaftet werden und dann wieder brach liegen, hat mich sehr fasziniert. Es hat mir gezeigt, daß eine eine Handlung weitere Kreise ziehen kann, als man glaubt.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Düster, düster, schaurig, 21. Juli 2011
Rezension bezieht sich auf: Der zerrissene April: Roman (Taschenbuch)
Ein dunkles Buch ist dies. Unweltlich, zumindest nicht von dieser Welt. Eher ein Buch der Unterwelt, des Hades - ein Buch des Todes. Und dennoch handelt es sich um Zustände, um eine Gesellschaft, die so oder ähnlich bis Mitte des 20 Jahrhunderts existiert haben soll. Mitten unter uns, in Europa, in Albanien, genauer in Albaniens Norden. Hier existierten, abgeschlossen vom Rest der Welt, getrennt durch hohe unzugängliche Berge, die Hochländer. Ein Volk, das sich, gerade durch die Abgeschiedenheit, als einziger Bevölkerungsteil Albaniens den Katholizismus bewahrt hat. Freilich in einer sehr harten, trutzburgartigen Form, die aus verblendeter Traditionsbewahrung eine mittelalterliche Rechtsprechung aufrecht erhält, die auf den mündlich überlieferten Grundsätzen des Kanun beruht. Der wohl erstaunlichste und schaurigste Bestandteil dieses Gewohnheitsrechts ist die Blutrache. Über Generationen zogen sich di Blutsfehden und die Familien und Geschlechter der Hochländer und rotteten mitunter ganze Täler aus.
Von dieser Geschichte handelt das vorliegende Buch. Es beginnt mit dem jungen Gjorg Berisha, der dem unerbittlichen, uralten Gesetz zufolge dem Sohn seines Nachbarn auflauert, um ihn zu ermorden, wie es der Kanun verlangt. Anschließend wird er nach einer ausgehandelten Galgenfrist selber Freiwild sein. Sein Ende ist abzusehen, es bleibt ihm nur die Zeit, die Formalitäten zu erledigen, die Blutsteuer im Turm Orosh zu bezahlen und darauf zu warten, dass er gerichtet wird - oder, freilich unehrenhafter, sich in einem eigens dazu erbauten Turm zu verschanzen und mit anderen zukünftigen Opfern wie ein Tier sein Dasein zu fristen. Es bleibt ihm nur noch der Rest des Aprils. Der zerrissen April.
Parallel hierzu setzt allerdings eine Nebenhandlung ein. Besian Vorpsi, ein reicher, gebildeter Mann aus dem Süden lädt seine Frau Diana zu einer Hochzeitsreise in den Norden Albaniens ein. Ausgerechnet. Er selber ist nämlich ein romantisch-verirrter glühender Bewunderer und Anhänger des Kanun. Gleichsam als Touristen-Attraktion - die Erzählung spielt etwa in der Mitte des 19. Jahrhunderts - möchte er die grausigen Zeugnisse der Blutrache aufsuchen. Wahrlich, sie finden Zeugnisse genug, und hieran setzt, äußerst verständlich, eine zunächst allmähliche, dann jedoch zunehmende und schließlich totale Entfremdung von seiner Frau ein. Eine zufällige Begegnung der Frau mit Gjorg, in dessen Augen sie das ganze Elend dieser Gesellschaft sieht, führt die beiden Handlungsstränge zusammen. Beide suchen einander in den Ebenen der Hochtäler. Ein vages Aufflackern von Leben und Liebe inmitten einer vom Tod bestimmten Welt. Freilich kann nichts hier gut ausgehen.
Es ist ein packendes Buch mit einem außerordentlichen Thema. Es ist für meinen Geschmack lediglich ein wenig zu genau konzipiert. Diese Erzählung läuft wie ein Uhrwerk. Eine gekonntes, schmuckes Werk, was das Fachliche angeht ein kleines Meisterwerk, fast eine Novelle. Aber an diesem Uhrwerkartigen kann man sich auch stören. Doch die archaische Monstrosität der Handlung ist wahrlich beeindruckend.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannend und schaurig, 16. März 2009
Von 
Rezension bezieht sich auf: Der zerrissene April: Roman (Taschenbuch)
Das Buch "Der zerrissene April" ist ein spannendes und sehr berührendes Buch über die das Leben mit der Blutrache in Albanien. Ich weiß nicht, ob dieses Ritual auch noch heute ausgeübt wird, bem organisierten Verbrechen gelten offenbar ähnliche Regeln.
Die Sinnlosigkeit und Unentrinnbarkeit dieser archaischen Vorschriften hat mich zutiefst ergriffen und empört. Ich kann dieses Buch sehr empfehlen, aber für mich war die Wirklichkeit dieser Menschen und dieser Zeit schrecklich.
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4.0 von 5 Sternen Eine klassische Tragödie gelebt in heutigen Tagen, 5. April 2013
Von 
Pj - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Der zerrissene April (Gebundene Ausgabe)
Ein uraltes Rechtssprechungssystem welches noch heute das albanische Hochland zu einem archaischen Ort macht, ein System in dem Unrecht durch Blut bezahlt wird. Der Kanun. Dieses Buch ist keine kritische Abrechnung mit etwas, das unfassbar und unmenschlich erscheint. In der Welt, in der dieses System gilt erscheint es logisch, geradezu gerecht und gibt überraschenderweise sogar Sicherheit - der Leser taucht tief in eine Tragödie ein, in der die Handelnden sehr bewusst mit den blutigen Fakten leben: Im ersten Teil des Buches kann man dem Trugschluss verfallen, einen Fantasy Roman mit mittelalterlichen Elementen zu lesen. Ein junger Mann wandert nach verrichteter Blutrache durch ein unwirtliches, kaltes, karges, nebeliges Hochland um beim Turm von Orosh den Blutzins zu entrichten. In archaischen Gasthäusern speist er,wird begutachtet, bewundert und gemieden - denn um seinen Arm trägt er das schwarze Banner welches besagt, dass er unter dem Blut steht.

Aber gerade wenn man in diese irreale Welt versinken möchte ändert Kadare die Erzählperspektive: ein Paar aus der Stadt reist geradezu voyeuristisch durch das Hochland, betrachtet interessiertaus der sicheren Entfernung ihrer Kutsche diese seltsame Spezies der Hochländer. Der Mann hat als Journalist bereits viel über das Thema geschrieben, die junge Frau lernt diesen Teil ihres Landes erstmalig kennen. Und wird von dem was sie sieht viel tiefer berührt als sie es je gedacht hätte. So wie es manchem Reisenden ergeht wenn er unterwegs mit existentiellen Dingen konfrontiert

Es kommen noch weitere Erzähler zu Wort - der "Verwalter des Blutes", der Steuereintreiber, stellt sich die Frage warum die Blutsteuer seit dem Vorjahr um 70% zurückging. Er liest in alten Chroniken seit dem 17. Jahrhundert nach, und versucht zu verstehen, ob das Blutgeschäft - genau wie die Landwirtschaft - dürren und fruchtbaren Jahren unterworfen ist. Man begegnet einem berühmten Ausleger des Kanun, der bei wichtigen Fragen zu Rate geholt wird. Es gibt einen jungen Medizinstudenten, der keine andere Anstellung gefunden hat als in diesem für uns makaber anmutenden Regelwerk eine Rolle zu erfüllen. Jedes Figur bringt neue Perspektiven und Ansichtem.

Das Buch ist hochinteressant und beklemmend, aber für mich blieben die Menschen sehr distanziert, sie wirken wie konzeptionierte Figuren einer klassischen Tragödie, die Spielfiguren in einem grösseren Plan sind. Das finde ich schade, denn rein vom Thema her und dem Kennenlernen euner ganz fremden Welt möchte ich dem Buch gerne fünf Sterne geben. Aber leider konnte ich nicht tief genug eintauchen so dass ich mein gesamtes Leseerlebnis bei mir doch nur mit vier Sternen bewerte.
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5.0 von 5 Sternen ein lesenswertes Ausnahmebuch, 17. März 2013
Von 
Rezension bezieht sich auf: Der zerrissene April: Roman (Taschenbuch)
Dieses Buch beschreibt in wunderbarer Sprache mit schönen Bildern die absolute Sinnlosigkeit der Blutrache. Der Autor versteht es einen in eine andere Welt zu versetzen, ich habe dieses Buch mit großer Faszination gelesen und konnte es kaum wieder weglegen.
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5.0 von 5 Sternen Fesselnd, 9. März 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der zerrissene April: Roman (Taschenbuch)
Diese Buch fand ich nach dem ich eine Arte-Reportage über Blutrache sah und mich für das Thema interessierte. Das Buch ist fesslend, düster und atemberaubend. Es öffnet die Tür zu einer archaischen Kultur, die sich nur schwer greifen lässt. Sicher nicht mein letztes Buch von Ismael Kadare.
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5.0 von 5 Sternen Ein Genuss, 30. Januar 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der zerrissene April: Roman (Taschenbuch)
Ursprünglich habe ich das Buch nur gekauft , weil ich in meinem Literaturreferat , meiner Klasse ein albanisches Werk vorstellen wollte . Im Nachhinein bin ich so froh , dass ich genau DIESES Buch ausgewählt habe .
Es ist wunderbar zu lesen , ich fühlte mich als Teil der Geschichte ! Innerhalb von zwei Tagen hatte ich es fertig gelesen , nicht aus Zeitdruck sondern aus "Lust nach Mehr".
Ich kann Ismail Kadare nur loben und dieses Buch ohne schlechtes Gewissen weiterempfehlen .
MfG Egzona :)
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Der zerrissene April: Roman
Der zerrissene April: Roman von Ismail Kadare (Taschenbuch - 7. April 2011)
EUR 9,95
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