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am 19. November 2008
Dieser Roman Orhan Pamuks ist kein Krimi im klassischen Sinne, auch wenn es zwei Tote gibt, deren Mord es aufzuklären gilt. Auch ist es kein historisches Buch, obwohl das Buch jede Menge "Historie" enthält. Was Orhan Pamuks Werk auszeichnet, ist die Tatsache, dass es von allem ein bißchen ist: Krimi, Historienroman, Liebesgeschichte, Sachbuch... alles miteinander verwoben zu einer reichen Geschichte wie aus 1001 Nacht.
Das Buch ist aufgrund der in ihm enthaltenen Geschichten, die neben dem eigentlichen Handlungsstrang erzählt werden, sicher nicht einfach zu lesen.
Doch wer etwas erfahren möchte über die Zeit Istanbuls im 16. Jahrhundert, das osmanische Reich und über die Miniaturmalerei in der damaligen Zeit, dem sei dieses Buch wärmstens empfohlen.
Interessant ist sicherlich der Konflikt zwischen der traditionellen Darstellungsweise der Miniaturmaler und der neueren westlichen Darstellungsweise, die Pamuk hier aufwirft. Ein Konflikt zwischen Tradition und Moderne.
Pamuks Sprache ist schön und bilderreich, die Erzählweise aus verschiedenen Perspektiven macht die Geschichte noch spannender. Selbst Farben und Objekte bekommen in Pamuks Roman eine Stimme.
Für mich sicherlich eines der besten Bücher, die ich in diesem Jahr gelesen habe. Unbedingt empfehlenswert.
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am 21. September 2007
"Sie werden mich Mörder nennen", "Ich bin Seküre", "Ich bin Olive" ... so sind die Kapitel jeweils überschrieben. Dieser anfangs etwas gewöhnungsbedürftige, orientalische Erzählduktus setzt sich im Werk konsequent fort - und ich jedenfalls bin irgendwann richtiggehend süchtig danach geworden! Er gibt, wie der Zeitraum, in dem das Krimimeisterwerk spielt (9 Tage im Jahr 1691), dem Buch eine historische Dimension. Wir erfahren nicht nur Spannendes über die orientalische Buchmalerei dieser Zeit, sondern auch einiges über politische und soziale Verhältnisse - über die Stellung der Frau, der Juden, der Armen und der politischen Elite, über Ehrgefühl und Prügelstrafen. Man taucht damit in eine völlig fremde Welt ein - und trotz oder gerade wegen des dazupassenden Stils so intensiv, dass man sich irgendwann wie mittendrin befindet. Fast ist man geneigt das Kapitel "Sie werden mich Leser nennen" zu vermissen ... denn alle wichtigen Komponenten, aus denen die Story gestrickt ist, kommen zu Wort, der Mörder, das Opfer, die Verdächtigen, aber auch die Farben der Buchmaler und sogar ihre Bilder. Zugegeben, dass da ein gemalter Hund mit einem spricht, darauf muss man sich erst einmal einlassen ... aber es lohnt sich. Zwischen alten orientalischen Märchen, surrealistischen Elementen, einer Liebesgeschichte und einem Mord findet man sich mithilfe der klar strukturierten Kapitel gut zurecht, denn so viele Perspektiven die verschiedenen Kapitel auch bieten, jedes einzelne ist eindimensional auf eine Perspektive beschränkt. So wird die Vielschichtigkeit leichter verdaulich.
Die Vielschichtigkeit setzt sich aber auch noch in einem anderen Bereich fort: "Rot ist mein Name" ist nicht nur ein historischer Roman. Er besitzt aktuelle Brisanz, denn es geht um den Konflikt zwischen West und Ost. Nicht anders als heute fühlt sich der Orient des 17. Jahrhunderts durch den Westen bedroht. Die perspektivische Malerei schwappt auf den Osten über - ein Affront gegen den Islam, das Ende aller Buchmalertraditionen oder die Chance, Neues einfließen zu lassen? Mit viel Akribie schildert der Autor hier die Einflüsse vorangegangener Jahrhunderte - z.B.: persische -, die die Malerei stets bereicherten. Und doch ist ein Unterschied. Diesmal kommt der Einfluss quasi aus einer anderen Welt.
Der Krimi schließlich ist die dritte aufregende Komponente. Stirbt das Opfer nun, weil es gegen die neue Art zu malen ist oder weil es trotzdem an dem neuen Buch beteiligt ist? Hier tauchen wir in die Wlt religiöser Interpretationen, ja, auch des Fanatismus ein - auch ein brisantes Thema!
Der langen Schreibe kurzer Sinn: man muss sich für das Buch Zeit nehmen, um auch nur einen Teil der vielschichtigen Inhalte zu erfassen - aber es lohnt sich. Und: vielleicht nicht nur einmal lesen. "Rot ist mein Name" kann man ohne Langeweile befürchten zu müssen, immer wieder zur Hand nehmen!
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am 27. August 2004
Es wäre eine grosse Beleidigung für dieses Buch, wenn man es schlicht als einen historischen Kriminalroman abstempelt, da dieser Roman von Orhan Pamuk eines der wichtigsten, um nicht zu sagen DAS wichtigste, Problem der Türkei , bearbeitet: Osten oder Westen? Tradition oder Moderne? In diesem Roman wird die Kunst der Malerei verwendet, um auf diese Zerreisprobe einzugehen. Dass Orhan Pamauk bei diesem Buch eine Erzählweise gewählt hat, in der es insgesamt ca. 20 verschiedene Erzähler gibt, muss man einfach loben! Denn gerade bei so einem Thema ist es sehr passend, die unterschiedlichsten Stimmen zu hören, Perspektiven zu betrachten und zu fühlen, um ein sauberes Verständinis für die Thematik bilden zu können.
Dass der Roman ausserdem noch Liebesgeschichte und Krimi beinhaltet, sorgt dafür, dass der Leser das Buch nicht so leicht aus der Hand legt.
Dieses Buch ist für alle zu empfehlen, die etwas anspruchsvolleres suchen als einen 'normalen' Krimi. Wer beim Lesen eines Romans auch gerne viel über diesen nachdenkt, wird die manchmal etwas verwirrende Erzählweise locker meistern.
Gerade Mittel- und Westeuropäer sollten dieses Buch lesen, da es die Situation, in der sich die Türkei befindet nur allzugut beschreibt.
Fazit: Ein Geniestreich!!
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am 14. Juli 2004
Einfach schön. Orhan Pamuks Roman "Rot ist mein Name" spielt im Miniaturmalermilieu im Istanbul des ausgehenden 16. Jahrhunderts und ist tatsächlich, wie im Klappentext erwähnt wird, ein Krimi - es gibt immerhin zwei Tote, deren Mörder gesucht wird. Die Aufklärung der Morde ist aber nur eines der Themen diese sprachlich wunderschönen Romans (vielen Dank der Übersetzerin!). Daneben gibt es die Liebesgeschichte zwischen zwei der Protagonisten, Kara und Seküre und vor allem die Diskussion um die Miniaturmalerei an sich. Es geht um lokale Traditionen, Themen, Stil, perspektivische Darstellungen. Was soll warum als ideal, wünschenswert und gottgefällig gelten? Ausführlich werden diese Aspekte aus verschiedenen Perspektiven erörtert indem Pamuk dieselben Themen aus dem Blickwinkel der verschiedenen Protagonisten betrachtet.
Das Buch ist spannend, schon wegen der Sprache einfach schön zu lesen und lehrreich. Viel habe ich über Miniaturmalerei gelernt, aber auch über Sichtweisen von Kunst im Allgemeinen.
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am 26. August 2004
Es wäre eine grosse Beleidigung für dieses Buch, wenn man es schlicht als einen historischen Kriminalroman abstempelt, da dieser Roman von Orhan Pamuk eines der wichtigsten, um nicht zu sagen DAS wichtigste, Problem der Türkei , darstellt: Osten oder Westen? Tradition oder Moderne? In diesem Roman wird die Kunst der Malerei verwendet, um auf dieses Thema einzugehen. Dass Orhan Pamauk bei diesem Buch eine Erzählweise gewählt hat, in der es insgesamt ca. 20 verschiedene Erzähler gibt, muss man einfach loben! Denn gerade bei so einem Thema ist es sehr passend die unterschiedlichsten Stimmen und Perspektiven zu betrachten und zu fühlen, um ein sauberes Verständinis für die Thematik zu bilden.
Dass der Roman ausserdem noch Liebesgeschichte und Krimi beinhaltet, sorgt dafür, dass der Leser das Buch nicht mehr aus der Hand legt.
Dieses Buch ist für alle zu empfehlen, die etwas anspruchsvolleres suchen als einen 'normalen' Krimi.
Gerade viele Mittel- und Westeuropäer sollten dieses Buch lesen, da es die Situation, in der sich die Türkei befindet nur allzugut beschreibt.
Fazit: Ein Geniestreich!!
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am 2. August 2009
Die Geschichte spielt im Jahre 1591 in der Türkei und beginnt mit der Ermordung eines Vergolders. Der Krieger Kara, der nach zwölf Jahren in seine Geburtsstadt Istanbul zurückkehrt, versucht diesen Mord aufzuklären. Drei Illustratoren sind die Hauptverdächtigen, doch welcher hat den Mord begangen? Dazu kommt, dass Kara in die schöne Seküre verliebt ist, die Tochter seines Meisters, die immernoch auf ihren seit langem verschollenen Ehemann wartet. Und als Kara dann endlich das Glück hold zu sein scheint, geschieht ein zweiter Mord. Doch der Mörder handelt nicht aus niederen Beweggründen...es geht um so viel mehr. Ein wahrer Bilderstreit tobt im Osmanischen Reich und die Art der Malerei, die bis zu diesem Zeitpunkt strengen Regeln unterworfen war, droht von westlichen Einflüssen zerstört zu werden. Was darf man und was darf man nicht? Diese Frage stellt sich mehr als einmal im Roman.
Obwohl das Buch mit seinen über 550 Seiten und der oft äußerst poetischen Sprache und Ausdrucksweise Pamuks nicht unbedingt leicht zu lesen ist, lohnt es sich dennoch, sich auf dieses Werk einzulassen. Denn gerade diese Poesie in der Sprache trägt unmittelbar zur Schönheit dieses Romans bei. Zudem erfolgt eine Vermischung verschiedener Genres, denn dieses Buch ist Krimi, Liebesgeschichte, Bericht und Lehrbuch in einem. Besonders einfallsreich sind die Perspektivwechsel, dass heißt, das jede Figur das Geschehen aus ihrer Perspektive widergibt, was teilweise etwas gewöhnungsbedürftig ist, wenn es sich dabei um eine Münze oder einen gemalten Baum handelt. Aber es trägt eben auch zur Vielschichtigkeit dieses Romans bei und macht ihn zu einem unvergesslichen Erlebnis. Wer sich für Malerei oder das Osmanische Reich interessiert, dem sei dieses Werk nur wärmstens empfohlen.
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am 4. Dezember 2006
Orhan Pamuk ist es auf beiendruckende Weise gelungen eine spannende Kriminalgeschichte, einen Historienroman und eine Liebesgeschichte zu verbinden und seinen Roman dabei in der Welt der Hochkultur und der Bücher zu platzieren. Dabei verwebt er religiöse Motive in das Mordgeschehen und viele Anklänge erinnern an "Der Name der Rose" von Umberto Eco. Allerdings ist Pamuks Werk freier und weltlicher angelegt. Der Leser erfährt viel über den familiären Alltag in Istambul um 1500, die Wurzeln der alten osmanischen Kultur und die Erschütterungen, die sich durch die Öffnung des Landes nach Westen und nach Euopa ergeben. Man muss als Leser Aufmerksamkeit und Geduld für einzelne Abschnitte über die Malkunst mitbringen, aber die Umgestaltung der Sehweise einer ganzen Kultur wird dabei nachfühlbar. Geschickt spielt Pamuk mit wechselnden Charaktären, die er als Erzähler eine jeweils eigene Perspektive darstellen lässt und verleiht der Geschichte dadurch auch formal einen ernormen Reichtum der Perspektiven.
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...ist dieser lesenswerte Roman von Orhan Parmuk. Er ist nämlich schwierig zu lesen: unheimlich viele Details=ausschweifend; viele Personen; wechselnde Schauplätze; ein für den modernen Leser als Hauptmotiv schwierig zu begreifender Beruf (Buchmalerei) - und trotzdem fasziniert dieses Werk.

Wir befinden uns im Jahre 1591. Es geht um 2 Morde; es geht aber auch um den Zusammenstoß zweier Kulturen in Istanbul: Die der alten persischen Meister von Herat, die Bücher illustrieren und ornamentieren, und die der fränkischen Meister, die bereits die Perspektive verwenden und für die ein Porträt kein Tabu ist. Letztlich ist alles - und damit ist das Buch unheimlich modern - ein Kampf zwischen dem Alten und dem Neuen; ein Kampf zwischen Tradition und Moderne.

Lässt man sich auf das Buch ein, ist es faszinierend, diese Kriminal-, aber auch Liebesgeschichte bis zum Ende verfolgen zu können.

Dass Orhan Pamuk, einer der bekanntesten Schriftsteller der Türkei, diverse Literaturpreise erhalten hat, verwundert nach diesem Werk wirklich nicht.
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Die Quintessenz nach 560 nicht ganz unanstrengenden Seiten: ein wunderbares Buch. Pamuk entführt uns in das Ende des 16. Jahrhundert, das osmanische Reich kann sich in einer zunehmend globalisierenden Welt nicht mehr vor den Einflüssen der Welt abschotten. Der Einfluss der Mongolen, die über die Seidenstrasse neue Impulse gebracht haben, ist längst in die Kunst assimiliert. Aber nun bringt der Westrn neue, gefährliche, gotteslästerliche Ideen. Ein künstlerisch-akademischer Diskurs in einer Buchmalerwerkstatt führt zu einem Mord. Die zentralen Fragen: ist es eine Sünde, einem Bild eine Perspektive zu geben und echte Figuren abzubilden oder darf nur die Moschee mittig und gross sein? Darf sich ein Stil entwickeln, der den Künstler ehrt, oder überliefert der wahre Künstler haargenau das aus alten Zeiten vorgegeben Bild, reproduziert es, und gibt sich selbst nirgends im Bild zu erkennen? Darf das Bild den Menschen ehren oder nur Gottes Schöpfung als gleichgestellte Gesamtheit?

Um diese Fragestellungen baut Pamuk einen Mord, eine Liebesgeschichte sowie vor allem lange, schöne aber auch sehr langsame Sequenzen, welche sich im Detail mit den Bildern auseinandersetzen. Da werden einzelne Figuren aus Bildern zu Leben erweckt, dann werden ganze Bilder durchleuchtet, und immer wieder das Eintauchen in die Farbe Rot. Wer Lesen gleichsam als Meditation geniessen kann, der wird diese Vertiefungen Lieben lernen, zumal das Buch im Verlauf an Kraft gewinnt. (Ich hatte den Eindruck, dass die Übersetzerin ihren Stil erst finden musste und der Fluss erst ab Seite 80 stimmig ist.)

Aber Achtung - wer einen historischen Krimi erwartet kann eigentlich nur enttäuscht werden. Ich frage mich sowieso, wie in aller Welt das Buch diesem Genre zugeordnet wurde. Denn es geht gar nicht um die Morde oder um die Aufklärung derselben. Die Morde sind einfach nötig, um den Diskurs in Gang zu bringen und am Laufen zu halten.

Last but not least hat mich die Liebesgeschichte - die immerhin rund 14 Kapitel ausmacht, nicht wirklich gefesselt. Auch diese ist von übergeordneter Bedeutung weil immer wieder auf das Verlieben in ein Bild verwiesen wird, aber die Gefühle, Regungen, Verwicklungen sind mir fremd geblieben. Ich muss zugeben, dass ich über die entsprchenden Kapitel geflogen bin, um dann ganz schnell wieder tief in die Welt der Buchmaler einzutauchen.

Kurzum: ein wunderbares Buch im Ganzen, aber nicht ganz leicht zu erschliessen mit grösseren Passagen, die mir persönlich nicht besonders viel gesagt haben. Eine sehr fesselnde Lektüre, die nicht immer nur ein reines Vergnügen war.
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am 23. Mai 2006
Zur Handlung: Der Roman spielt in Istanbul im Jahr 1591. Verschiedene Illustratoren sollen im Geheimen ein Buch illustrieren und dabei Stilelemente und malerische Traditionen der Venezianer übernehmen. Der Vorwurf der Gotteslästerung macht die Runde. Zudem geschehen zwei Morde, deren Aufklärung nur gelingen kann, wenn eine verschwundene Seite wieder gefunden wird. Von der Aufklärung des Mordes hängt außerdem noch eine Liebesgeschichte ab.

Beim Kauf erwartete ich einen gut recherchierten historischen Roman mit literarischem Anspruch. In mancherlei Hinsicht wurden die Erwartungen zu sehr erfüllt. Die Details sind vielfach verwirrend, vor allem wenn es um orientalische Legenden geht, die oft auch nur angedeutet werden. Seitenweise Abhandlungen über die Malstile des Westens und des Ostens sind ebenfalls zwar hochinteressant, zerstören aber die durch die Morde aufgebaute Spannung. Literarisch anspruchsvoll ist der ständige Perspektivenwechsel zwischen Haupt-, zahlreichen Nebenfiguren und sogar Gegenständen, die die Geschichte weiter erzählen. Das ist hervorragend geschrieben, allerdings stockt häufig auch die Handlung.

Wer sich aber mit verschiedenen kulturellen Traditionen von Orient und Okzident auseinander setzen möchte und genug Zeit hat, längere Passagen am Stück zu lesen, wird den Roman sicher mögen.
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