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Kundenrezensionen

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19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 25. März 2002
Jeder Autor, der Sprache als Material für Literatur benutzt, neigt dazu, sie entweder zu verknappen (z.B. Kafka) oder aber sie aufzublähen (z.B. Walser). Bodo Kirchoff bläht auf, beschreibt wortreich und lähmend genau die Beiografie eines ca. 50jährigen Frankfurters, der, besessen von der Vergangenheit, der Spur seines verstorbenen Vaters folgt und mit dessen Partnerinnen Sex hat, als könne er ihn auf diese Weise besiegen. Mehrere Todesfälle, die Faller für das Werk eigener Handlungen hält, erweisen sich als Zufälle, mit denen er wenig zu tun hat. Da der Autor die Geografie unseres Planeten kennt, läßt er seinen Protagonisten von Frankfurt nach Lissabon, nach Marokko, Moskau und schließlich Mexico City reisen, was genaue Schilderungen fremder Orte ermöglicht. Wer sich vom sehr wortreichen, gelegentlich etwas langatmig erscheinenden Erzählmodus nicht abschrecken läßt, wird mit einer insgesamt überzeugenden Darstellung der verquasten Psyche eines Mannes belohnt, der noch als Erwachsener auf der Suche nach seiner Identität ist. Er wird sie gewiß nicht finden, so lange er den Wegen seines vom Sex besessenen Vaters folgt. Daß sogar eine kluge junge Staatsanwältin dem Charme des Erzählers erliegt, erscheint allerdings unwahrscheinlich. Auch daß er ein in Marokko aufgewachsenes Objekt der Begierde seines Vaters in der Bordell-Szene Mexikos aufspürt, ist nicht minder unwahrscheinlich. Aber muß ein Roman realistisch sein? Dieses Buch wirkt auf mich wie eine umfangreich angelegte Psycho-therapie für einen Sohn, der noch als Erwachsener mit seinem Vater hadert. Die souveräne Beherrschung der Sprache läßt diesen Roman auch für jene lesenswert erscheinen, die von Ödipus' Poblemen frei sind. Die Frauenfiguren in diesem Roman dürften den meisten Leserinnen allerdings kaum gefallen: so sexuell bedürftig, wie sie sich der Autor vorstellt und vielleicht zu wünschen scheint, sind Frauen gewöhnlich nicht.
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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 19. Februar 2004
Parlando ist ein häufig besprochenes Buch und grundsätzlich scheint es ganz klar zu polarisieren. Für mich persönlich ist es ein ganz aussergewöhnliches Buch. Eine märchenhafte Abenteuerreise, ein Blick zurück in die Kindheit und das Erwachsenwerden, ein unklarer Blick in die Zukunft aus Sicht des Protagonisten, eingebettet in eine sehr anspruchsvolle, phantastische Sprache. Das Buch beschreibt etwas, was uns alle ausmacht, nämlich die permanente Suche nach uns selbst. Ich erinnere mich an Sätze, die mich derart begeistert haben, dass ich die Seitenzahlen notiert habe, um sie wiederzufinden. Man muss sich auf dieses Buch einlassen. Es ist nichts, was man im Urlaub am Strand liest. Aber das Einlassen lohnt sich. Ich hätte auch 6 Sterne vergeben!
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 9. April 2006
Durch den genialen SCHUNDROMAN bin ich auf Bodo Kirchhoff aufmerksam geworden, weshalb es keine Frage war, daß ich mich auch für PARLANDO interressierte. Ich habe allerdings fast ein Jahr gebraucht, um nach dem Kauf mit dem Lesen anzufangen, so schwierig war der Anfang. Denn der Schreibstil Kirchhoffs ist mehr als gewöhnungsbedürftig. Am Ende lohnt es sich aber tatsächlich.
DIE STORY:
Die Schwierigkeit beim Schreibstil Kirchhoffs (in PARLANDO!) setzt sich natlos bei einer Beschreibung des Inhalts dieses Buches fort. Frank Faller - eigentlich der richtige einzige Protagonist der Geschichte, die sehr Ich-bezogen ist - wird am Neujahrsmorgen am Frankfurter Opernplatz bewußtlos neben einer Frauenleiche aufgefunden. Die Staatsanwaltschaft ermittelt. Zuständige Staatsanwältin ist Suse Stein. Faller gesteht den Mord. Staatsanwältin Stein glaubt ihm nicht. Es folgt - zunächst in einem langem Dialog (eigentlich mehr Monolog) Fallas im Rahmen seiner Vernehmung - eine "Reise" in seine Vergangenheit. Er erzählt der Staatsanwältin seine Lebensgeschichte in der einige Liebesaffären und kurioserweise einige weitere Todesfälle eine wichtige Rolle spielen. Faller scheint das (Liebes)Leben seines Vaters, der frühzeitig seine Frau (Fallers Mutter) verlassen hat, "nachleben" zu wollen. Hierbei entführt uns Faller in exotische Ferienregionen immer auf der Suche nach der ursprünglichen Liebe und offensichtlich auch nach seiner eigentlichen Vergangenheit, bis dies alles wieder in einem Mord endet und am Ende steht die Frage, war Faller denn nun der Mörder oder nicht? Und dies zu beantworten - im Sinne einer Schuldfrage - obliegt dann doch nach 536 Seiten dem Leser.
FAZIT:
Ein Buch das tatsächlich nahezu ausschließlich von der Sprachgewalt seines Autors und nicht von der Geschichte, die es erzählt lebt! Weil Kirchhoff nahezu "ohne Punkt und Komma", wie der Volksmund sagen würde, erzählt, ist es anfangs relativ schwierig, den Einstieg zu finden. Ist man aber erst einmal `drin und von dem Schicksal Karl Fallers gefesselt und gefangen, treibt einen die voyeuristische Neugier immer weiter und immer tiefer in das emotionale Geflecht dieser so fatalistisch angelegten Hauptfigur des brilliant erzählten Romans. Und am Ende steht einfach die existentielle Frage unseres Strebens und Daseins. Wirklich lesenswert und ... anspruchvoll!
Deshalb (unbedingt) viel Spaß beim Nachlesen!
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am 23. Dezember 2014
Eine ergreifend reale Geschichte, erzählt mit großer Sprachvirtuosität - unterhaltsamer Lesegenuss auf aller höchstem Niveau. Es bereitet großes Vergnügen, in dem Roman zu verweilen. Wer es nicht schon längst ist, wird ein absoluter Fan dieses Autor's.
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30 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 5. April 2002
In Parlando wird mehr gesprochen als gesagt. Der "erzählerische Atem", mit dem es laut Klappentext geschrieben worden sein soll, ist nicht erkennbar. Vielmehr mangelt es dem Buch an Rasanz, Spannung und glaubwürdigen Figuren. So dürfte etwa eine marokkanische Hure in Mexiko City genauso häufig vorkommen wie ein Pinguin in der Sahara. Doch noch weniger glaubhaft ist die Hauptfigur - ein mittelmäßiger Frauenheld mit faden Erlebnissen. Einerseits lässt der Autor ihn als gestandenen Mann auftreten, dann wiederum als ein Männchen auf der Suche nach sich selbst? Als sei dies noch nicht bereits genug des Mangels, hat der Autor einen Erzählstil gewählt, der laut Klappentext als "hervorstechend" postuliert wird, der jedoch unerträglich manieriert und narzißtisch wirkt. Immerhin fällt der ermüdende Text durch eine permanente Vergewaltigung der Grammatik und Satzzeichengebung auf. Punktsetzung kennt der Autor hier nur im Notfall, und seine Liebe zu Kommata, mit denen er die Sätze zerhackt, ist unverkennbar. Offenbar hält er es zudem für schick, englische, französische und spanische Phrasen in seine nicht enden wollende Stilkonstruktion zu plazieren, welche so authentisch wirken wie ein Bronze-Buddha in Oberunterwieselstadt. Kostprobe: Hör zu, sagte ich, listen, und da unterbrach sie schon, Did you pay? Nein, sagte ich, but I will, und sie, wie spät es sei, wann ich käme (S. 405). In Parlando gibt es sogar etwas, das einzigartig ist: "schlampige Bäume" (S. 407). Die Beschreibung Mexico Citys und einiger Randfiguren überfrachtet der Autor mit Klischees, wie sie nicht mal mehr in schlechten Reiseführern zu finden sind. Er setzt voraus, dass der Leser die Stadt kennt und auch wieder nicht. Das meiste spielt sich im historischen Zentrum auf 2 qkm ab, sowie im Touristenviertel Zona Rosa (1 qkm) und am Paseo de la Reforma, der dazwischen liegt. Und wie sieht es dort aus? Mexico City ist 1500 qkm groß, die Agglomeration sogar größer als das Ruhrgebiet. Rund 18 Mio Menschen leben dort, aber für den Autor (Protagonisten?) existieren nur kleine Mexikanerinnen "ohne Hüften", als gäbe es keine anderen; nur schmutzige Bars und Nachtclubs, als gäbe es keine exklusiven; nur Mariachi-Musik und -Musiker, als gäbe es keine andere Musik und keine anderen Musiker dort. Letzteres wirkt, als habe der Autor vergilbte Pauschalreisekataloge der 80er Jahre durchgearbeitet. So zeichnet er ein Bild Mexico Citys, wie es begrenzter und desinformierender kaum sein könnte. Mann-o-Mann.
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25 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 17. September 2001
Kirchhoff gelingt es auf spannende Weise die Geschichte von Karl Faller zu erzählen. Der TV-Autor wird von der Staatsanwältin Suse Stein, deren Rolle bald über die der Staatsanwältin hinaus wächst, mit einem Mord in Verbindung gebracht, wobei es schon bald weniger um die Aufklärung des Mordes, als um die Aufklärung der Lebens Karl Fallers geht. Obschon es deutsche Literatur ist und die deutsche Sprache in allen Facetten genutzt wird, gelingt es Kirchhof auch international zu sein. Sein Protagonist reist und zitiert die Reiseführer seines Vaters. Der Leser erlebt in kurzer Zeit viele Formen des Lebens, nicht nur die der Hauptfigur Faller.
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6 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 4. Mai 2002
Manche Bücher beschäftigen einen noch lange, nachdem man sie bereits fertiggelesen hat. Von ihnen ist man so beeindruckt und gefangen, dass man noch einige Zeit danach "wie in dieser Welt weiterlebt". Das ist eines dieser Bücher.
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7 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 12. Dezember 2003
Es ist das erste Buch, was ich von Kirchhoff gelesen habe. Da ich sehr gern lese, aber selten dazu komme, wähle ich die Bücher sehr sorgsam aus. Der Klappentext zu Parlando hat mir viel versprochen, so dass ich in dem Fall kaum zweimal überlegt habe, dieses Buch zu kaufen. Nach dem Lesen der ersten Seiten wurde es mir jedoch schon zuviel. Der Schreibstil passt aus meiner Sicht nicht zu der doch sehr guten Geschichte. Ich habe es bisher noch nicht erlebt, dass eine Geschichte durch die Eintönigkeit der Erzählweise so kaputt gemacht wird. Durch die Vergewaltigung der deutschen Rechtschreibung und Grammatik wirkt das Buch sehr schnell ermüdend, obwohl eigentlich etwas Interessantes erzählt wird. Ich habe mich daher eher durch das Buch gequält, wollte aber immer wissen, wie es mit Karl Faller weitergeht. Auf jeden Fall wird mir der Name des Autors auf einem Buchtitel beim nächsten Mal eine Warnung sein.
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1 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 27. April 2008
Möglicherweise liegt es an der Audio-Version, die so stark gekürzt ist, dass man keine Chance hat, einen Erzählstrang zu erkennen. Falls der Autor selbst aber gekürzt hat, muss man sich fragen... jedenfalls erfährt man unzusammenhängende, dazu noch unschöne Details aus dem Lebens eines Mannes, die einen nicht wirklich interessieren.

Zur eigentlichen Geschichte, den angeblichen Morden und ihren Widerlegungen, erfährt man seltsamerweise fast nichts. Das schien dem Autor nicht so wichtig gewesen zu sein, hauptsache er bringt die Lebensgeschichte dieses Protagonisten an den Mann/ die Frau.

Ergo: langweilig, unzusammenhängend, nervend. Und die unappetitliche Frage in meinem Hinterkopf "hoffentlich ist das kein autobiographisches Material und hoffentlich äußert sich der Autor nicht dazu, ich will's NICHT wissen...!"
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