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52 von 54 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Kindheit in Ungarn
Zwei Kinder wachsen ohne Mutter auf, denn Katalin ist nach dem Aufstand 1956 in den Westen dissidiert. Der Vater verbringt stets ein paar Monate bei Verwandten, die sich seiner Familie annehmen, bis sie wegen ihrer beschränkten Mittel Kálmán, Kata und Isti wieder weiterschicken müssen. Isti ist ein sensibler kleiner Junge, der das Schwimmen...
Veröffentlicht am 12. September 2003 von Paula Kueng

versus
15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Das Leben besteht hauptsächlich aus Hoffnung.
Was bedeutet es für Kinder, wenn die Mutter sich von ihnen ohne Abschied trennt und ein Leben im Westen (1956) ohne ihre Familie vorzieht.

Der Vater bleibt mit seinen beiden Kindern in Ungarn zurück und kommt mit der Situation sehr schlecht klar.

Das Leben in Ungarn in den 50er Jahren wird sehr gut geschildert, doch die ursächliche...
Veröffentlicht am 13. September 2011 von Achilles


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52 von 54 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Kindheit in Ungarn, 12. September 2003
Rezension bezieht sich auf: Der Schwimmer: Roman (Gebundene Ausgabe)
Zwei Kinder wachsen ohne Mutter auf, denn Katalin ist nach dem Aufstand 1956 in den Westen dissidiert. Der Vater verbringt stets ein paar Monate bei Verwandten, die sich seiner Familie annehmen, bis sie wegen ihrer beschränkten Mittel Kálmán, Kata und Isti wieder weiterschicken müssen. Isti ist ein sensibler kleiner Junge, der das Schwimmen über alles liebt. Er kennt keine Gefahr. Er wird umsorgt von Kata, seiner kaum zwei Jahre älteren Schwester. Sie werden in keine Schule geschickt. Ihre Lehrmeister sind die verschiedenen Verwandten und die Natur. In eindrücklichen Bildern treten uns die verschiedenen Landesteile Ungarns und ihre typischen Bewohner entgegen, am schönsten wird der Balaton geschildert! Er lässt vergessen, dass es sich um die drückende Zeit des Kommunismus zwischen 1956 und 1968 handelt. Trotz tragischer Ereignisse zeichnet sich am Schluss so etwas wie Hoffnung ab: Ein Ausweg scheint im Ausland zu liegen. Die Autorin versetzt uns in die besondere Welt dieser Kinder, ohne dass es ihre eigene Kindheit gewesen wären, denn sie ist erst 1965 in Deutschland geboren. Umso beachtlicher ist ihre Leistung, wie sie eine authentische Atmosphäre hervorzuzaubern vermag und wie sie mit genauer Kenntnis von Land und Leuten uns die Menschen jener Zeit nahebringt.
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31 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine bittersüße Geschichte, 29. Dezember 2002
Rezension bezieht sich auf: Der Schwimmer: Roman (Gebundene Ausgabe)
Ungarn 1956: Ohne ein Wort verlässt Katalin ihre Familie und flüchtet über die Grenze in den Westen. Ihr Mann Kálmán verkauft Haus und Hof und zieht fortan mit den Kindern Kata und Isti durch das Land. Während Kálmán in Schwermut verfällt, errichten sich Kata und ihr kleiner Bruder ihre eigene Welt: Isti hört was die Dinge zu erzählen haben - das Haus, die Steine, der Schnee -, während Kata den Menschen zuhört, denen sie auf ihrer jahrelangen Reise begegnet. Der genaue Blick der Kinder trifft auf eine Welt, die sie nicht verstehen. Nur wenn sie am Wasser sind, an Flüssen und Seen, wenn sie dem Vater zusehen, wie er seine Bahnen zieht, und wenn sei selber schwimmen - nur dann finden sie die verzauberten Momente der Leichtigkeit und des Glücks. Beide ahnen, dass ihr Leben erst beginnt.
Kata erzählt die Geschichte aus ihrer Sicht und dies sehr konsequent. Vieles versteht sie nicht und so bleibt es bei Andeutungen und Vermutungen, die sich zum Teil erst später durch neue Puzzleteilchen auflösen. Es ist die bittersüße Geschichte einer Jugend, die kleine Familie zieht von einem Verwandten zum nächsten, der Vater geht seine eigenen Wege und überlässt die Kinder den Verwandten. Und trotzdem klagt Kata nicht an und nimmt die Wege des Schicksals klaglos hin. Ihre größte Sorge gilt ihrem kleinen Bruder, an die Rückkehr der Mutter glauben die Kinder nicht mehr.
Mich hat diese Geschichte gefangen genommen. Durch die ruhige, unspektakuläre Erzählweise braucht man beim Lesen Zeit und Muße, es ist kein Buch für den Sonntagnachmittag auf dem Sofa. Für mich ist es eines der Lesehighlights des Jahres!
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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen wunderbar, 16. November 2011
Der Schwimmer von Zsuzsa Bank ist ein wunderschöner Roman über die Kindheit zweier Geschwister. Melancholisch geschrieben in einer wohlklingenden Sprache. Die Geschwister werden von ihrer Mutter verlassen und der Vater kümmert sich mehr oder weniger um seine Kinder. Aber sie haben sich und ihre Phantasie und das Schwimmen. Ich lade jeden zu diesem wunderbaren Roman ein und empfehle sehr das neue Buch "Die hellen Tage".
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23 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein wunderschönes Erstlingswerk!, 26. Juni 2003
Rezension bezieht sich auf: Der Schwimmer: Roman (Gebundene Ausgabe)
Die Geschwister Kata und Isti leben in Ungarn. Von einem Tag auf den anderen verläßt ihre Mutter das Land und flüchtet in einer Nacht und Nebel Aktion über die Grenze. Der Vater ist mit der Situation völlig überfordert. Er zieht mit seinen beiden Kindern durchs Land, um bei Bekannten und Freunden mal hier eine Woche mal da ein Jahr zu bleiben. Seine Erfüllung findet er im nächtelangen Schwimmen. Isti und Kata sind eigentlich auch von ihm alleingelassen. Die Geschichte kommt jedoch ohne Vorwürfe aus, die Gefühle, Geräusche und Stimmungen werden so zart geschildert, dass man sie wehmütig auch empfinden kann, während man mit dem Buch in einer Ecke sitzt. Nie laut aber immer nah am Leben! Absolut lesenswert.
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14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Poetische Reise, 7. Oktober 2002
Rezension bezieht sich auf: Der Schwimmer: Roman (Gebundene Ausgabe)
Ungarn in den 50er und 60er Jahren: Zwei Kinder, mit ihrem Vater auf einer Reise, getrieben von Rastlosigkeit und der Sehnsucht nach einem Zuhause. Klingt nicht spannend? Ist es aber. Sogar sehr. Mit einem ausgeprägten Gefühl für eine Sprache, die anmutig und ahnend, dicht, sensibel und einfühlsam ist, erzählt Zsuzsa Bánk kunstvoll die Geschichte von Isti und Kata, Virág und Ági, Kálmán und all den anderen. Die Autorin lässt den Leser leben, klatscht ihn nicht zu mit plumper Offensichtlichkeit. Sie erlaubt den Romanfiguren eine gewisse Eigendynamik, schreibt die Merkwürdigkeiten des Lebens nicht tot. Atemlose Spannung, tiefe Traurigkeit und eine glucksende Heiterkeit, die tief in einem selbst aufsteigt: Emotionen, hervorgerufen an einem Herbstnachmittag durch den Schwimmer. Ein wunderbares Buch von einer Autorin, die Appetit macht auf neue, deutsche Literatur.
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Melancholie im kommunistischen Ungarn, 8. November 2002
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Schwimmer: Roman (Gebundene Ausgabe)
Eine Familie wird auseinandergerissen, verliert ihren Halt, ihr vertrautes Zuhause. Die Mutter flieht aus Ungarn. Sie möchte sich in Deutschland niederlassen. Aber einfach lebt es sich dort auch nicht, und sie träumt, wegen Jobsuche nicht immer wieder in einen Zug steigen zu müssen. Der Vater verkauft Haus und Hof, zieht mit seinen Kindern Kata und Isti durch das Ungarn der fünfziger Jahre. Sie wohnen bei verschiedenen Verwandten, mal dort, mal dort. Die Kinder sehnen sich nach ihrer Mutter, alle sehnen sich nach einem dauerhaften Zuhause, doch all dies ist verloren, und das schlägt Wunden. Der Vater "dämmerte tagsüber mit geöffneten Augen auf seiner Liege und war nicht ansprechbar." Kata macht sich Sorgen, weil auch Isti zeitweise in Schwermut verfällt. Nur wenn sie Schwimmen gehen, erleben sie unbeschwertes Glück.
Wir lesen "in Budapest war etwas geschehen...Köpfe aus Stein hätten sie zerschlagen, die Scherben mit Füßen getreten, Schüsse seien gefallen, zu viele,..." Die historischen Ereignisse wie die Revolution 1956 werden nur am Rande erwähnt. Wichtiger fÃr die Autorin sind die Menschen. Viele flÃchteten in den Westen. Zsuzsa Bánk hat die Flucht der Mutter sehr schön geschildert.
Das Gelungene an diesem Roman ist die melancholische Stimmung, die sich durch die Buchseiten zieht. Ich glaube, die Autorin will die Melancholie als Folge der kommunistischen Diktatur verstehen, als Sinnbild der Unterdrückung. Das andere, was Bánk geglückt ist, ist die Erzählperspektive. Kata, die Tochter, erzählt die Geschichte. Das schwierige Unterfangen, aus der Sicht eines Kindes zu erzählen, ist hervorragend umgesetzt. Kata konnte es niemals vergessen, wie sie im Wasser gleiteten und über ihnen nur der Himmel.
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15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Das Leben besteht hauptsächlich aus Hoffnung., 13. September 2011
Was bedeutet es für Kinder, wenn die Mutter sich von ihnen ohne Abschied trennt und ein Leben im Westen (1956) ohne ihre Familie vorzieht.

Der Vater bleibt mit seinen beiden Kindern in Ungarn zurück und kommt mit der Situation sehr schlecht klar.

Das Leben in Ungarn in den 50er Jahren wird sehr gut geschildert, doch die ursächliche Problematik ist das Verlassenwerden von der Mutter. Es zieht sich natürlich wie ein roter Faden durch das weitere Leben der Kinder.

Der Roman ist deshalb auch ziemlich düster und trostlos, oft aber auch ein wenig hoffnungsvoll. Insgesamt lesenswert, aber nicht lebensbejahend.

Der Schreibstil und die Beobachtungsgabe von Zsuzsa Bánk ist absolut fantastisch.

Da auch das (traurige) Leben der Mutter beschrieben wird, bekommt der Leser einen Blickwinkel auf ein Asylantenleben und darauf wie viel Kraft ein Leben kostet.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mal was anderes!, 28. Dezember 2010
Rezension bezieht sich auf: Der Schwimmer: Roman (Taschenbuch)
"Ich hatte wenige Erinnerungen an meine Mutter. Im Grunde kannte ich sie nur von Fotos, die mein Vater in einem kleinen Kasten aufbewahrte."
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Mit diesen Worten taucht der Leser in die tragische Geschichte von Kata und Isti ein.
Nach dem sie die Mutter verlassen hat, ziehen die Kinder mit dem Vater quer durch das Land und leben bei Verwanten. Sie gehen nie zur Schule und werden vom Vater auch eigentlich nur geduldet. Sie erhalten nie die Möglichkeit, ihren Platz im Leben zu finden. Und dennoch machen sie das Beste daraus und erleben und entdecken Einiges.

Die Geschichte wird aus der Sicht der Tochter, Kata, erzählt. Es ist eine sehr traurige und ergreifende Geschichte, die im Ungarn der 1950er Jahre spielt. Der Autorin gelingt es sehr gut, den Leser in diese Welt hineinzuziehen. Dieses Buch unterscheidet sich auf eine positive Weise sehr von dem, was ich bisher gelesen habe. Und das liegt nicht nur am nicht vorhandenen Happy End.

Von mir bekommt dieses Buch aus diesem Grund all fünf Sterne.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das beste Buch das ich je gelesen habe, 2. August 2009
Von 
Rezension bezieht sich auf: Der Schwimmer: Roman (Taschenbuch)
Der Schwimmer ist ein wundervolles Buch...zart, gefühlvoll und voller Melancholie von der ersten bis zur letzten Seite. Ich habe mich in diesem Buch verloren, manche Seiten mehrmals hintereinander gelesen,einfach weil der Klang der Worte so ein schöner war. Wär ein Buch mit viel Action und Handlung sucht,für den ist dieses Buch vielleicht nicht so empfehlenswert. Die Geschichte verweilt in Erinnerungen, wird allerdings auch von vielen Perspektivwechseln spannend und abwechslungsreich. Für mich ist es einfach das gefühlvollste und traurigste Buch,das ich je gelesen hab. Es ist intensiv und tiefgründig, die einzelnen Gedanken wurden von der Autorin wunderbar verknüpft, sodass ein Ganzes entsteht...ein Ganzes dass doch viel Zerissenheit und Einsamkeit wiederspiegelt.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen leise - betörend - traurig, 8. April 2003
Von 
S. Sattler (Mainz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Der Schwimmer: Roman (Gebundene Ausgabe)
Zsuzsa Bank ist eine vielversprechende junge deutsche Autorin aus Frankfurt ungarischer Abstammung, die mit "Der Schwimmer" ihr erstes wunderschön geschriebenes Buch vorstellt. Zwei Kinder und ihr überforderter Vater irren nach der Flucht der Mutter in den "goldenen" (?) Westen durch das Ungarn der 50er Jahren, heimatlos. Schon von der ersten Seite umfängt den Leser eine unheimliche Melancholie. Leise beschreibt Zsuzsa Bank die Erlebnisse der geteilten Familie, erzählt von pahntasievollen Kinderträumen, betörend von unberühter ursprünglicher ungarischer Landschaft. Leise und ruhig kommt die Geschichte daher, fein gewebt für ruhige Lesestunden und zum sehnsüchtigen Abtauchen aus unserem hektischen Alltag in eine (inzwischen fast) fremde Welt.
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Der Schwimmer: Roman
Der Schwimmer: Roman von Zsuzsa Bánk (Taschenbuch - 11. Dezember 2003)
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