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Kundenrezensionen

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am 4. Juli 2008
... musste das Kind in die Schule gehen. Doch bis dorthin ist es ein weiter Weg. Die Hauptperson des Romans, von der Birgit Vanderbeke nur in der "Ich"-Perspektive" schreibt, möchte weggehen. Aus Deutschland. Sie spielt mit diesem Gedanken, weil ihr René nach New York gegangen ist. Die junge Frau fragt sich - wo ist das Leben bloß hin?! Und macht sich auf die Suche.

In Südfrankreich versucht sie ein neues Leben zu finden; doch was sie zunächst findet ist ein renovierungsbedürftiges Haus, ungebetene Gäste und eine verwahrloste Katze, aber auch Aufgeschlossenheit, Unvoreingenommenheit und Unkompliziertheit. Es wird Herbst und die Kühle und Feuchte des Hauses nehmen zu. Mit den Unwettern wächst auch die Angst der jungen Frau, als es immer wieder im Haus knackt.

Birgit Vanderbeke hat einen sehr schönen, sehr direkten Schreibstil. Bei ihr ist kein Wort zu viel und keines zu wenig. Sie schreibt frisch und munter von der Seele weg - unumwunden - klar - deutlich. Ihre kleinen Alltagsbeobachtungen setzen mich in Erstaunen darüber, was man alles übersehen kann ... und was wichtig ist im Leben.
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Nachdem ich von dem ersten Werk (Das Muschelessen), welches ich mir von Birgit Vanderbeke angehört habe, recht angetan war, wurde ich zum Wiederholungstäter. Man mag den Sprachstil von Frau Vanderbeke oder man mag ihn eben nicht. Alles und jeder 'sagt' etwas und ihr Kind heißt lange Zeit einfach 'das Kind'. Aber, was mir auch schon beim Muschelessen gefallen hat, ist ihr subtiler Wortwitz und das "Rundumkunstwerk", so mag ich es mal nennen. Vielleicht ist auch das von ihr selber gelesene Hörbuch die richtige Wahl. Kann sein, dass mich die Buchform nicht so angesprochen hätte. Frau Vanderbeke ist auf ihre Art eine begnadete Vorleserin.
Über die Geschichte ist zu sagen, dass es sich um eine Frau handelt, die mir ihrem Kind die Brücken in Deutschland abbricht und in den Süden Frankreichs auswandert. Ihr Mann reist in der Weltgeschichte umher, findet aber immer wieder einen Weg zurück in ihren gemeinsamen Hafen. Die Ich-Erzählerin schildert ihren Abschied, die Eingewöhnung in der neuen Umgebung und die Eigenarten der dortigen Landbevölkerung. Nicht ganz so genial wie "Das Muschelessen", aber immer noch ziemlich beeindruckend.
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am 18. Januar 2002
Ich hab mich beim Lesen überschlagen und die Worte förmlich aufgefressen vor Begeisterung und Gier. Dabei wollte ich doch eigentlich ganz langsam + genüsslich jede einzelne Silbe durchdenken, -fühlen und geniessen! Das werde ich wohl machen beim wiederholten Lesen.
Es tut so gut, ein soooo ehrliches Buch zu lesen. Balsam!
Und das Schöne daran: Es ist nicht im geringsten kitschig. Wahr und gut. Positiv, bestärkend, minimalistisch reich. So schreiben zu können - fast schade, dass es sowas nicht noch einmal gibt. Einzigartig. Finde ich....
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am 13. Oktober 1999
Nach der Lektüre von Birgit Vanderbekes letztem Buch "Alberta empfängt einen Liebhaber" dachte ich, besser kann's nicht mehr werden und bin vorsichtíg an ihr neues Buch herangegangen. Doch auch jetzt bin ich wieder begeistert, schade nur, daß das Buch nicht länger ist! Ich hätte noch so gerne mehr erfahren! Die Autorin hat einen unverwechselbaren Stil, es ist einfach jedes Wort richtig! Ich bewundere Birgit Vanderbeke mittlerweile sehr. Eine Freundin von mir hat sie vor einiger Zeit, als sie noch nicht so bekannt war, zufällig im Frühstücksraum eines Hotels getroffen. Da meine Freundin Germanistin ist, kamen die beiden schnell darauf, daß Birgit Vanderbeke Schriftstellerin ist etc., und haben sich angeregt unterhalten, auch über das Leben der Autorin in Südfrankreich. Ich habe mir diese Begegnung schon mindestens dreimal in allen Einzelheiten erzählen lassen! Ich hoffe, noch sehr viel von Birgit Vanderbeke zu lesen zu bekommen!
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am 22. Mai 2000
Sollte man hier etwas über den Inhalt sagen? Nein! Dies wird schon von so vielen getan. Nur soviel ... ein Buch, welches sich nicht aus der Hand legen läßt und durch seinen Sprachfluß nicht nur einfach dahin fließt, sondern in einen hinein. Bilder werden lebendig und der Leser (ich) wurde lebendig in ihnen, als wäre man ein Teil dieser einfachen Handlung und nicht lediglich ein stiller Beobachter. Die Geschichte lebt weniger von tief erschütternden Seelenqualen, als von entstehenden Gefühlen, die jedem, wenn er nur wagt in sich zu schauen, sehr nah erscheinen. Keine übertriebenen Schnörkel, kein pseudointelektuelles Gerede ... einfach ein Buch, welches man sicher mehr als einmal liest und gern an die beste Freundin verschenkt.
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am 21. März 2000
Mehr durch Zufall fiel mir Birgit Vanderbekes „Ich sehe was, was Du nicht siehst" in die Hände. Von Anfang an gefiel mir ihr ungewöhnlicher Erzählstil, der ihre mit feinem Humor und Selbstironie gewürzten Alltagserlebnisse erst interessant macht. Vielleicht sind diese Begebenheiten auch deswegen so interessant, weil sie jedem normalen Menschen in ähnlicher Form schon passiert sind oder drohen, noch zu passieren. Banalitäten halt, die, hätte die Autorin eine geschliffene Sprache gewählt, wahrscheinlich den Leser schnell langweilen würden. Wie gesagt, würden! Ihr unkonventioneller Stil, bei dem ich mich beim Schmökern manchmal fragte, ober er meiner früheren Deutschlehrerin auch gefallen hätte, aber erheitert ungemein.
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am 2. April 2003
Nehmen Sie sich einen langen Nachmittag frei, suchen Sie sich Ihren Lieblingsplatz, machen Sie es sich gemütlich und fangen Sie einfach an zu lesen. Dieses Buch enthält die wunderbare Geschichte eines Neuanfangs in einem anderen Land (Frankreich) mit all den kleinen Ärgernissen und Wundern. Die Landschaft steht dem Leser die ganze Zeit deutlich vor Augen, die Geschichte ist leicht erzählt mit viel Persönlichem ohne trivial zu sein, und liest sich so beschwingt, dass man sich danach ganz so fühlt, als ob man selbst einen Neuanfang gewagt hat. Wunderschöne Lektüre!
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am 23. April 2014
Vanderbeke beobachtet fein und schildert Menschentypen mit wenigen Dialogsätzen sehr markant. Scheinbar Nebensächliches taucht Seiten später wieder auf und gewinnt so an Bedeutung. Das französische Ambiente ist angenehm, wenn auch teils ungenau und verklärend dargestellt.

Aber Vanderbeke schreibt seitenlange gleichförmige Absätze. Die Dialoge gehen wie Brei in den Absätzen auf, jeder Absatz enthält vielfach das Wort "sagte", auch bei Fragen, dann ohne Fragezeichen. Sie will offenbar betont monoton schreiben, das ist die anspruchsvollere neue deutsche Literatur, der Stil wird als schlicht und unprätentios gelobt, auch Handlung und Umfang sind beeindruckend schlicht und reduziert. Ihren Sohn nennt die Ich-Erzählerin darum auf den vorderen Seiten nur "das Kind" und daran anschließend auch "es".

Über das Leben in Südfrankreich hätte ich gern mehr gelesen, aber der Wunsch ist wohl zu banal, und Peter Mayle mag ich auch nicht.

Vanderbekes Buch klingt wie eine Erzählung persönlicher Erlebnisse: als ob die Autorin nicht etwas allgemein Wichtiges erzählte, sondern etwas persönlich Erlebtes - das jedoch allgemein wichtig wird, weil es durch ihr Schriftstellerbewusstsein floss. Abgesehen von ihren Dialogsätzen erfahren wir kaum etwas über Akteure wie Lembek, Minck oder René, ihre Beziehung zur Ich-Erzählerin bleibt teils unklar (sie, die Autorin, kennt die Figuren ja, wozu also langwierige Erklärungen).

Mal eine Autorin, die sich nicht beim Leser aufdringlich anbiedert.
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am 25. August 1999
Juengere Frau verlaesst mit Kind und Kegel Deutschland, um sich in Frankreich ein neues Leben aufzubauen. Bis man diesen Zusammenhang jedoch als Leser versteht, geht einige Zeit ins Land (ein halbes Buch sozusagen). dieser greifbare Inhalt ist aber auch nicht die Antwort auf die Frage, warum dieses Buechlein ein sehr ausgefallenes und durchaus gelungenes Werk ist. Vanderbeke schaut uns Deutschen und dem Leben auf die Finger, bringt ihre Beobachtungen in einem herrlich melancholisch-sarkastischen Stil auf das Papier. Ein nettes Buch zum Verschenken, zum Selberlesen und Wiederlesen!
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am 30. November 2008
Recht lustig finde ich Birgit Vanderbekes Wortkombinationen wie z.B.: "Katzenjungen, die vierfarbig sind und die, sobald sie gehen können, das Sprechen anfangen" oder "Sie sieht Autos, die durchs Wasser schwimmen und dann denkt sie, dass vielleicht auch ihr Auto schwimmen kann und es konnte schwimmen". Einige witzige Ereignisse werden zusätzlich eingebracht, wie das Kind, dass in der Schule eine anfaßbare Pappmache-Mama mit echter Vorzugsmilch baut. Insgesamt bin ich von diesem Buch enttäuscht, da B. Vanderbekes Muschelessen im Gegensatz dazu, eine wirklich Delikatesse war.
Am Anfang bekommt man den Eindruck, dass das Kind der naiven Ich-Erzählerin vernünftiger ist, als sie selbst, da das Kind vieles alleine erledigt, damit die Mutter ihr Leben möglichst störungsfrei leben kann. Das arme Kind!!
Als die Erzählerin nach Frankreich zieht, wacht sie von ihrem "Dornröschenschlaf" auf, aber realistisch wird sie trotzdem nicht und übertreibt maßlos. Zum Beispiel zerstört ein Sturm in Frankreich Steinmauern, die zusätzlich mit Mörtel fixiert sind. Ich war zwar noch nicht in Frankreich, aber kann mir das mit den jährlichen Ausmaßen der Stürme in Frankreich echt nicht vorstellen und so gibt es noch viele andere Ereignisse, bei denen ich nur den Kopf schüttle.
Dann kommt ein Schluss ohne Ende und man fragt sich, was war eigentlich der Sinn des Buchs?
Bis darauf, dass das Weggehen in ein anderes Land mit Hindernissen verbunden ist und es dort anderer Sitten gibt, kann ich daraus nichts lernen, aber das habe ich auch schon davor gewusst, denn ich bin vor 3 Jahren selbst weggegangen und kann nur sagen, dass B. Vanderbekes Weggehen total märchenhaft ist.
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