Hier klicken Fußball Fan-Artikel Unterwegs_mit_Kindern Cloud Drive Photos TomTom-Flyout holidaypacklist Learn More HI_BOSCH_COOP Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic GC FS16

Kundenrezensionen

3,2 von 5 Sternen6
3,2 von 5 Sternen
5 Sterne
0
4 Sterne
3
3 Sterne
2
2 Sterne
0
1 Stern
1
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 12. März 2001
Der durch seine unter dem Pseudonym -ky verfassten Kriminalromane über die Stadtgrenzen hinaus bekannt gewordene Soziologieprofessor aus Berlin erzählt auf 500 Seiten des Taschenbuchs „Champagner und Kartoffelchips" den dritten Teil seiner Lebensgeschichte. In Ich-Form, als „Manfred Matuschewsky", durchlebt und durchleidet er Lehrjahre bei Siemens und das anschließende Soziologiestudium, so dass er aus eigener Erfahrung bestätigen kann: „Lehrjahre sind keine Herrenjahre". In jedem Satz wird seine soziale und emotionale Verbundenheit mit Berlin deutlich. Die konfliktbehaftete Zeit des eigenen Erwachsenwerdens, wie Hoffen auf ein erfülltes Liebesleben, Bangen nach unausweichlichen Enttäuschungen und die Suche nach beruflicher Orientierung wird zum Teil sich selbst nicht schonend, aber durchweg erfrischend, offengelegt und verknüpft mit alltäglichen und besonderen Geschehnissen in Familie und Bekanntschaft. Deutlich wird dabei auch, welche Auswirkungen die Teilung der Stadt durch den Mauerbau am 13. August 1961 auf das Zusammenleben hat. Die für einen Krimiautor typische Wiedergabe genauer Beobachtungen des Lebens und Lernens in dieser von Widersprüchen gespickten Stadt führt zum einen zu hohen Wiedererkennungswerten bei alten und jungen Berlinern. Für Neu-Berliner zum anderen ein Stück spannender Zeitgeschichte, das helfen kann, Berlin und seine „Ureinwohner" zu verstehen. Gleichwohl ergeben sich durch einige der detailgetreuen Wiedergaben gelegentliche Längen. Entschädigt wird der Leser durch die unterhaltsame Darstellung der menschlichen Stärken und Schwächen: seiner eigenen, denen der Familie, der Freunde, Vorgesetzten und Kollegen. Trotz Verfremdung vieler, aber nicht aller Namen und Verlegung von Orten um zum Teil nur wenige Meter werden sich noch lebende Zeitzeugen so wiedererkennen und erinnern können wie der Rezensent. Ein lesenswertes Buch für längere Zugfahrten, z.B. für Pendler zwischen Bonn und Berlin...
0Kommentar|5 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
VINE-PRODUKTTESTERam 10. Februar 2004
Dies ist nun die Fortsetzung, der dritte Teil von Manfred Matuscheskis bewegtem Leben in Berlin. Wenn dieses Buch einen roten Faden hat, ist es wohl der Verlust von all dem, was man mit Erwachsenwerden verliert. Dagegen ist kein Kraut gefeit und auch Manfred muss sich ihm ergeben. Er genießt es auf seine Weise, wobei der Genuss durch die Abwesenheit einer ständigen weiblichen Begleitung getrübt ist. Aber auch dieses Problem ist am Ende gelöst, die geliebte Oma stirbt und das Kindheitsparadies bleibt bis auf weiteres durch den Bau der Berliner Mauer nur noch selten erreichbar. Es ist nicht nur die persönliche Geschichte, die Bosetzky beschreibt, sondern westdeutsche, insbesondere Berliner Geschichte von unten, aus dem Blickwinkel der kleinen Leute, die sich ihr Leben eingerichtet haben, aber nicht nach oben kommen. Manfred aus dem Neuköllner Hinterhof schafft den Aufstieg ohne sich seiner Herkunft zu schämen. Er ist stolz darauf, liebt seine Eltern und wird wiedergeliebt mit allen Fehlern. Was das Buch so nett macht ist die Ironie, mit der „unser" Held beschrieben und dargestellt wird. Der Autor beobachtet gut, sich selbst und andere und stellt die Menschen aus seinem Blickwinkel dar. Das ist ihm einfach gut gelungen. Wie auch die anderen Bände ist dieser Roman sehr lesbar und unterhaltsam geschrieben. Während des Lesen kann man sich an viele Dinge aus dem Alltagsleben erinnern, die einem auch so oder so ähnlich begegnet sind, aber längst im Nebel der Zeit verloren gingen. Ich kann das Buch nur weiter empfehlen und freue mich auf die nächsten Bände.
0Kommentar|3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 1. Juni 2003
Berlin zur Zeit des Mauerbaus - ich denke, wer das erlebt hat, der schleppt ein Leben lang mit dieser Erfahrung herum. Horst Bosetzky hat das Schreiben wie eine Therapie benutzt und auf recht unterhaltsame Weise seine Erlebnisse in dieser Zeit geschildert. Der Verlust seines "Schmöckweitzer Paradies'"ist sicher vielen Berlinern aus der Seele geschrieben. Schön sind auch die verschiedenen Reisen, die er als Siemens-Lehrling und später als Student erlebt. Aber wie ein roter faden zieht sich auch hier seine Angst zu Versagen durch das Buch - sei es im Berufsleben oder bei der Suche nach dem kleinen privaten Glück.
0Kommentar|Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 9. Mai 2008
Der 3. Teil gibt jetzt das Leben einer exemplarischen Berliner Familie in der Zeit um den Mauerbau wieder. Der Romanheld Manfred ist nach der Siemens-Lehre jetzt Soziologie-Student und danach FU-Assistent. Daneben ist er in der SPD aktiv.
Über Berlin-Themen hinaus werden aus diesem Grund immer wieder auch Soziologie-Themen und erste Parteierfahrungen aufgezeigt.
Die ersten beiden Bücher brachten viele neue Erkenntnisse über das Leben in Berlin, was ich spannender fand.
In diesem Buch kommt es mir an manchen Stellen vor, als wenn nur ein Schüleraufsatz zum Lebenslauf geschrieben wurde. Die Qualität fand ich in den ersten Bücher wesentlich besser. Daher leider nur 3 Punkte.
Trotzdem empfehlenswert für Leser, die sich in das damalige Berliner Leben schmöckern möchten.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 14. September 1999
Seine ehemalige Deutschlehrerin, so sagte der vor allem als Krimiautor "-ky" bekannte Horst Bosetzky einmal in einem Interview, wechsle heute kein Wort mehr mit ihm, weil sie ihn als Schundautor betrachte. Er selbst möchte seine Werke eher als "Gebrauchsliteratur" verstanden wissen. So ist den auch vom nunmehr dritten Band der Lebensbeschreibung von Manfred Matuschewski, dem alter ego des Berliner Soziologieprofessors, nichts wirklich umwerfendes zu erwarten. Die 500 Seiten lesen sich an zwei langen Abenden weg und hinterlassen keinen bleibenden Eindruck. Vergeudete Zeit ist es dennoch nicht, denn das Buch liefert eine detailreiche und, soweit ich das Beurteilen kann, realistische Schilderung des Lebens im Berlin der 60er. Manfred Matuschewski hat die Schule hinter sich und beginnt eine Lehre bei Siemens, schlägt dann aber den sicheren Job in den Wind, um, surprise, surprise - Soziologie zu studieren. Massenbetrieb an der Uni, Verzweiflung angesichts unverständlicher Fachliteratur und Prüfungsängste. Urlaub in Griechenland, Probleme mit der Freundin, ein ganz normales Leben. Von den politischen Ereignissen ist Manfred kaum betroffen, Mauerbau und Studentenrevolte werden zwar in Gesprächen reflektiert, spielen aber kaum eine Rolle (der Weihnachsbesuch bei der Ost-Oma fällt aus). Wer keine großen Erwartungen an Thema und formelle Umsetzung hat, findet mit diesem Buch einen leichtverdaulichen Schmöcker. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
0Kommentar|Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 25. Mai 2011
Ich stuerzte mich voller Begeisterung auf diese Serie von Horst Bosetzky, nachdem ich Renate Fabels "Soeckchenzeit" und "Wir Wundertoechter" (nett und nostalgisch) und im Anschluss Dieter Zimmers "Fuer'n Groschen Brause" und "Alles in Butter" (grossartig, witzig, packend) gelesen hatte und erwartete einen aehnlichen Schreibstil, aber ich wurde enttaeuscht.
Der Nostalgieeffekt wollte sich partout nicht einstellen, mit der Fortsetzung erging es mir genauso. Zuviel Fussball, zuwenig Lokalcolorit. Einfach farblos.
11 Kommentar|Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden