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am 3. Januar 2009
In den 70er und 80er Jahren machte ein bestimmter Romanstil aus den latein- und südamerikanischen Ländern Furore, der bald unter dem Chiffre Magischer Realismus bekannt wurde. Autoren wie Marquez, Allende, Llosa und andere waren seine Protagonisten und ihre Geschichten oszillierten eigenartig zwischen Phantasie und Realität, so dass man aus ihren Beschreibungen unschwer surrealistische Gemälde hätte erstellen können. Es waren faszinierende Bücher, aber der Stil ließ sich leicht abkupfern.
Bei Carlos Fuentes' "Die Jahre mit Laura Díaz" bleibt nur noch die Methode. Die Geschichte selber ist todlangweilig. Der Titel sagt bereits alles: Welche Jahre? Und wer ist Laura Díaz? Eine Unbekannte. Als Romanfigur eine Totgeburt, die einzig und allein als Medium der Geschichte dient, die erzählt werden soll. Und erzählt werden sollen die Jahre, nämlich die Jahre des 20. Jahrhunderts von Mexiko. Es handelt sich also um eine Versuchsandordnung: Man nehme irgendeine eigenschaftslose Figur und führe sie durch die Wirren der Zeit, lasse sie mit den großen Persönlichkeiten der Nation verkehren, als da wären Diego Riveras, Frieda Kahlo, Revolutionären, Staatsmännern und Outlaws und schon hat man seinen grandiosen zeitgeschichtlichen Roman - alles ein wenig aufgetischt mit den Mitteln des Magischen Realismus.
Warum soll ich das lesen? Es langweilt mich. Und zwar, weil die Figuren alle nicht echt sind, weil sie keinen Charakter haben, weil sie lediglich als Mittel benutzt werden, um die Geschichte des Landes zu erzählen. Nach der Hälfte dieses 600-Seiten Romans habe ich das Handtuch geworfen.

Thomas Reuter
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am 10. April 2001
Anhand eines Frauenportraits wird in diesem Roman die mexikanische Geschichte des 20.Jahrhunderts, von der Revolution bis zur blutigen Niederschlagung des Studentenaufstandes 1968, dargestellt. In der spannenden Schilderung des wechselvollen Lebens der Laura Diaz, in dem sich die Familienanekdoten aus der Kindheit von Carlos Fuentes wiederspiegeln, sind die Schicksale der Protagonisten mit den gesellschaftlichen Umbrüchen untrennbar verbunden.
Wohlbehütet auf der Kaffeeplantage des deutschstämmigen Großvaters aufgewachsen, lebt Laura Diaz zunächst als Hausfrau und Mutter. Nach dem Tod ihres Mannes, eines revolutionären Arbeiterführers, hat sie Kontakt zu dem legendären Künstlerpaar Frida Kahlo und Diego Rivera. Sie lebt mit verschiedenen Männern zusammen und entwickelt sich spät zu einer erfolgreichen Fotografin.
Carlos Fuentes, selbst in den USA aufgewachsen, spannt in seinem Buch auch einen Bogen in die wechselhaften Beziehungen zwischen Mexiko und den USA, wo ein Enkekind von Laura Diaz in Detroit in einem Wandgemälde von Diego Rivera das Bild der Laura Diaz entdeckt. Dies wird zum Ausgangspunkt des Romans, der äußerst eindringlich, phantastisch und sehr bildhaft die Lebenswege seiner Romanfiguren aufzeichnet. Carlos Fuentes, in der Tradition der großen lateinamerikanischen Autoren, entwickelt auch in seinem jüngsten Roman eine erzählerische Kraft und Authentizität, die den Leser zu fesseln vermag.
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am 30. Oktober 2015
Carlos Fuentes fügt einzelne Episoden der Lebensgeschichte der Laura Díaz zu einem großen Ganzen zusammen und erzählt so die Geschichte Mexikos im 20. Jahrhundert. Ihre Familienchronik, ihre Liebhaber, ihre Bekanntschaften mit Exilanten und Künstlern und die einzelnen, schicksalhaften, scheinbar privaten Wendungen sind allesamt mit der vielfältigen Kultur und den historischen Wendepunkten Mexikos verwoben. Fuentes schafft sohin ein mexikanisches Jahrhundertwerk.

Es gelingt ihm aber nicht immer, seine Hauptfiguren ebenso facettenreich und glaubwürdig zu zeichnen. Trotz aller Bemühungen des Autors bleibt seine Laura Díaz sohin ein distanzierter Charakter, deren Wesen den Leser weniger berührt als die Rahmenhandlung.
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am 2. Januar 2013
Eines der besten Bücher, das ich in die Finger bekommen habe. Seit ich es gelesen habe, empfehle ich es immer wieder - und das schon seit ein paar Jahren.
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