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113 von 118 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Familiensaga, Tragikomödie, eine Geschichte vom Erwachsenwerden, ein Buch über das Leben, ein stilles Buch
Der siebzehnjährige Phil führt ein ungewöhnliches, chaotisches Leben. Er bewohnt mit seiner Zwillingsschwester und seiner Mutter eine alte Villa am Rande einer provinziellen Kleinstadt. Am Rande im wahrsten Sinne des Wortes. Denn die anderen Bewohner meiden Phil und seine Familie.

Eine Vielzahl zwar ungewöhnlicher und seltsamer, doch...
Veröffentlicht am 4. Juli 2006 von Christian Oertel

versus
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nicht für jeden gleichermaßen geeignet
Wir (eine 8. Klasse eines Gymnasiums) haben „Die Mitte der Welt“ als Klassenlektüre gelesen und waren insgesamt geteilter Meinung. Eine Rezension aus der Sicht von 34 SchülerInnen zu verfassen, ist natürlich nicht einfach, aber wir versuchen es trotzdem:
Die meisten von uns fanden das Buch recht durchschnittlich und eher für Erwachsene...
Vor 1 Monat von Socke veröffentlicht


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113 von 118 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Familiensaga, Tragikomödie, eine Geschichte vom Erwachsenwerden, ein Buch über das Leben, ein stilles Buch, 4. Juli 2006
Rezension bezieht sich auf: Die Mitte der Welt (Taschenbuch)
Der siebzehnjährige Phil führt ein ungewöhnliches, chaotisches Leben. Er bewohnt mit seiner Zwillingsschwester und seiner Mutter eine alte Villa am Rande einer provinziellen Kleinstadt. Am Rande im wahrsten Sinne des Wortes. Denn die anderen Bewohner meiden Phil und seine Familie.

Eine Vielzahl zwar ungewöhnlicher und seltsamer, doch liebenswürdiger und warmherziger Menschen spielt in Phils Alltag eine Rolle. Phils Schwester Dianne spricht mit Tieren, geht nachts schwimmen, ist unnahbar, verschlossen, ablehnend, ja gleichgültig. Die Mutter Glass, die von ihren Kindern ausschließlich mit ihrem Vornamen angesprochen werden möchte, ist alles andere als eine Bilderbuchmutter. Körperliche Zuwendungen sind selten, diese beanspruchen ihre wechselnden Liebhaber. Der Vater, Nummer drei auf der Liste Glass? Partner, ist den Kindern unbekannt. Dann ist da noch Gable, der einzige Verwandte. Ruhelos bereist er die Welt und verletzt sich selbst, um nicht zu vergessen. Kat, Phils beste Freundin, lernte ihn als Leidensgefährten in einer Klinik kennen, wo ihnen die abstehenden Ohren angelegt wurden. Annie Glösser, die mit roten Schuhen durch die Straßen tanzt, bringt Phil, achtjährig, bei, sich ein schönes Gefühl zu bereiten. Außerdem sind da noch Tereza, die lesbische Anwältin und beste Freundin von Glass, sowie der unglückliche Wolf, der, krank im Herzen und im Kopf, mit einem Gewehr auf Vogelnester schießt.

So ungewöhnlich die Personen sind, die Phils Leben bestimmen, so außergewöhnlich sind auch die Geschichten, die er erlebt. Phil und Dianne ? noch Kinder ? und Glass helfen Tereza dabei, die Leiche ihres Vaters mit Kartoffelsäcken zu tauschen, um dessen letzten Wunsch zu erfüllen, in seinem Garten begraben zu werden. Eine kindliche Schlacht zwischen den Hexenkindern Phil und Dianne mit den Stadtkindern wird geschlagen, bei der sich Dianne schützend vor ihren Bruder wirft und mit einem Messerstich bezahlt.

Und schließlich verliebt sich Phil in den Schwarm seiner Schule - Nicholas. Es beginnt eine Zeit der Entdeckungen, Enttäuschungen und Entscheidungen.

In Andreas Steinhöfels ?Die Mitte der Welt? ist zentrales Thema das Erwachsenwerden, der Übergang vom Kind zum Jugendlichen und die damit verbundenen Konflikte und Probleme, von letzten kindlichen Riten hin zur ersten Liebe, ein Erwachen.

Die Liebe des Hauptprotagonisten Phil zu einem Jungen spielt keine dominante Rolle. Steinhöfel stellt sie in absoluter Selbstverständlichkeit dar. Auch wenn der Autor Andreas Steinhöfel den Jungen Phil in den Mittelpunkt seines warmherzigen Buches gestellt hat, vernachlässigt er in keinem Moment die anderen Figuren, da sie zu wichtig sind, um den Helden zu formen.

Die Andersartigkeit, das Außenseiterdasein Phils und seiner Familie und die Personen die ihn umgeben im Gegensatz zu den normalen Stadtbewohnern, den Gewöhnlichen, dem Klein- oder Spießbürgertum macht das Buch zu einem stillen Aufruf für Toleranz, ja Akzeptanz, Menschlichkeit, für ein Miteinander. Dabei ist es von brisanter Aktualität als auch völlig zeitlos.

Steinhöfel gelingt es aufzuzeigen, was fehlende Kommunikation anrichtet, was es bedeutet wenn (familiär) kein Austausch mehr stattfindet. So hat die ohnehin gefühlskalte Mutter ihren Kindern siebzehn Jahre lang verschwiegen, dass nicht der Kindesvater sie verlassen hat, sondern sie ihn.

Steinhöfel thematisiert, präzise beobachtet, Vaterlosigkeit, den Wunsch nach Nähe, Vertrauen und Betrug.

?Die Mitte der Welt? lässt sich nicht einordnen. Es ist eine Familiensaga, eine Tragikomödie, eine Geschichte vom Erwachsenwerden gleichermaßen, ein Buch über das Leben, ein stilles Buch ? trotz aller Schicksalsschläge im Leben Phils.

Schon lange lag das Buch auf meinem Lesestapel. So häufig wurde es mir empfohlen. Jedoch schreckte mich die buchhändlerische Zuordnung zum Jugendbuch stets ab.

Ich nahm die Aufgabe der Bewertung/Beurteilung eines Jugendbuches in Form dieser schulischen Aufgabe zum Anlass und las es.

Andreas Steinhöfels ?Die Mitte der Welt? ist großartig. Ein großes, beeindruckendes, mutiges und zeitloses Buch. Ich habe es so langsam als möglich gelesen, um die Sprache zu genießen, die vielen Details und scheinbar nebensächlichen Handlungsstränge wahrzunehmen, die vielen liebreizenden, so verschiedenartigen Charaktere zu erleben.

Ich habe gelacht und war begeistert, ich habe (mit-) gelitten und geweint.

Lesen!
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33 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ein Kleinod, 14. Januar 2006
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Mitte der Welt (Taschenbuch)
Das Buch ist ein Kleinod, eine wahre Kostbarkeit, wie eine Schachtel ganz besonderer Pralinen, es dürfte nie zu Ende gehen und doch kann ich es nicht lassen, Seite um Seite davon zu naschen.
Die Sprache ist reich, bildhaft, bildet Gerüche, Geschmäcker, Gestimmtheiten in so feinen Schattierungen ab, dass ich ganz leise, bisher nie deutlich wahrgenommene Gefühle plötzlich zum ersten Mal verbalisiert finde. Steinhöfel schafft das, ohne aufdringlich zu sein mit seinen Beschreibungen, mit seiner Sprachkunst. Ich möchte das Buch durchackern und eine lange Liste schöner Wörter und Wendungen daraus für meine Schüler erstellen - aber sie müssen ein gewisses Alter erreicht haben, um es zu verstehen und es zu verkraften.
Steinhöfel ist deutlich, er ist dabei, er sieht, ohne etwas zu dramatisieren, ohne eine große Sache daraus zu machen, aber er nennet Dinge beim Namen, die sich sonst oft schon zwei Sätze vorher in Andeutungen verlieren. Und er ist trotz allen Ernstes, trotz allen Schmerzes, den er beschreibt und den Leser fühlen lässt, unglaublich komisch, so komisch, dass ich beim Lesen oft laut losprusten muss. "Die Mitte der Welt" hat ganz und gar nichts von den üblichen platten Coming-Out-Geschichten, die ich jedoch nur aus Erzählungen meiner Bekannten kenne, die dort zur Zielgruppe gehören. Um dieses Buch zu lesen muss man nicht homosexuell sein - aber man ist danach um einen einzigartigen Einblick in das Leben eines Jungen reicher, der in der Literatur bisher so nicht zu finden war.
Ich habe lange kein Buch mehr zu Ende gelesen, wenn ich überhaupt freiwillig eins in die Hand nahm, aber dieses Buch versetzt mich auch nach fast zehn Jahren Literaturstudium in helle Begeisterung.
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geniales Comming-off-Age aus deutschen Landen, 5. Oktober 2005
Dieses Buch sticht nicht nur wegen der Thematik, sondern auch wegen seinem Schreibstil erheblich aus der Masse der Kinder- und Jugendbücher in Deutschland heraus. In poetischen Bildern zaubert Steinhöfel das Bild zweier Außenseiter in unseren Köpfen, die mit alltäglichen Schwierigkeiten zu kämpfen haben.
Phil und Dianne, so die Namen der beiden Protagonisten, Zwillingsgeschwister obendrein, leben mit ihrer Mutter Glas in einem "Visible" genannten Haus außerhalb einer kleinen Stadt. In den ersten Jahren der Kindheit dringt kein weiteres Lebewesen, bis auf die beste Freundin der Mutter, in dieses Idyll.
Erst mit dem Schulbeginn beginnt die eigentliche Sozialisierung der beiden - und schlägt auf Grund der Ablehnung durch die Dorfbewohner fehl.
Wir dürfen die beiden bis zum Ende der Pubertät begleiten. Zwei völlig verschiedene Entwicklungen werden hier durchlaufen, obwohl die Grundvoraussetzungen identisch sind. Hier ist Steinhöfel eine wunderbare Psychologisierung gelungen. Auch die Konflikte innerhalb der Familie, die Sprachlosigkeit zwischen den drei fast wie Inhaftierte lebenden, vermag er plausibel und stimmig darzustellen.
Ganz besonderen Wert hat Steinhöfel auf den Wechsel der Positionen der Kinder gegenüber der Mutter gelegt. Zu Beginn der Geschichte ist sie eher negativ belegt erfährt dann im Laufe der Zeit jedoch so etwas wie eine Rehabilitation. Das Verständnis der Kinder für das Verhalten der Mutter reift erst heran, als die Kinder in die Pubertät kommen und diese durchschreiten.
Recht früh wird klar, das Phil homosexuell ist. Diannes Neigungen werden nicht klar spezifiziert, so dass erst kurz vor Ende des Buches aufgeklärt wird, ob auch sie die gleichgeschlechtliche Liebe bevorzugt.
Ich kann dieses Buch nur uneingeschränkt empfehlen sowohl für Jugendliche als, und gerade auch, für Erwachsene.
Die Lesung von Rufus Beck tut ein Übriges, dieses Buch zu einem Lesevergnügen und Hörgenuss zu machen.
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die "Bibel" sagte ein Freund ..., 26. Juli 2002
Rezension bezieht sich auf: Die Mitte der Welt (Taschenbuch)
... sei diese Buch für ihn, als ich ihm vor knapp zwei Jahren erzählte, dass ich es gelesen hatte. Ich konnte es nicht nachvollziehen - zwar hatte ich das Buch ebenfalls verschlungen und die Geschichte von Phil war mit Sicherheit eine der schönsten, die ich je Gelesen hatte, mit viel Humor und gut geschrieben, aber "die Bibel"??? Mittlerweile habe ich das Buch ein zweites und ein drittes Mal gelesen, finde immer wieder neue Passagen, die mich faszinieren und viele kleine, gut versteckte Wahrheiten und Weisheiten, die dafür sorgen, dass ich es sicher auch noch ein viertes Mal lesen werde. So langsam verstehe ich den oben erwähnten Freund ...
Die Mitte der Welt ist das wahrscheinlich beste Buch, das ich je gelesen habe.
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54 von 61 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein bestürzend sanfter und betörend anmutiger Roman, 30. April 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die Mitte der Welt (Taschenbuch)
Vollkommene Bestürzung und tiefe Melancholie waren meine ersten Reaktionen, als ich irgendwann im Morgengrauen "Die Mitte der Welt" aus der Hand gelegt hatte. Noch Tage danach ging ich wie in Trance in Uni und Arbeit, unfähig auch nur einen klaren Gedanken zu fassen.
Es ist schier nicht zu fassen, mit wieviel Liebe und Behutsamkeit A. Steinhöfel seine Geschichte entwickelt. Mit einer wunderbar klaren, aber nie ins Banale abrutschenden Sprache: sanft, mit traumhaften Bildern und nicht selten herrlich verschmitzt. Liebevoll zeichnet er auch seine Figuren. Den sensiblen Phil, der sich unsterblich in seinen schönen aber unerreichbaren Mitschüler Nicholas verliebt; seine seltsam verschlossene Schwester Dianne, auf der ein schweres Geheimnis lastet; die schrullige aber verständnisvolle Mutter Glass, die ob ihrer zahlreichen Liebschaften einen eher zweifelhaften Ruf in der Stadt genießt; der wunderbare Herr Tröht mit seinem staubigen Krämerladen und den heißgeliebten Bonbongläsern; oder eben die dicke Annie, die in knallroten Schuhen tänzelnd und bepackt mit unzähligen Flaschen Kirschlikör - ihrem Grundnahrungsmittel - in Baugruben plumpst... Es ist unverkennbar. Steinhöfel weiß wovon er spricht, denn er sieht mit dem Herzen - und den Träumen eines Kindes. Nur dort findet wirkliches Leben statt. Viele vergessen das mit dem Älterwerden. Leider.
"Die Mitte der Welt" ist für mich mein kostbarstes Buch geworden. Nicht selten trage ich es auch bei mir. Als Trost und als Lebensversicherung: daß man nie vergißt, wie herrlich bunt und zauberhaft menschliches Leben doch sein kann.
"Das habe ich nie vergessen. Daß man liebt, um die Kälte zu vergessen und den Winter zu vertreiben." (S.96)
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Mitte meiner Welt, 15. November 2006
Rezension bezieht sich auf: Die Mitte der Welt (Taschenbuch)
Andreas Steinhöfel hat mir mit diesem Buch nicht nur aus dem Herzen gesprochen, sondern auch meine Sicht auf die Welt gefestigt. Seine märchenhafte liebevolle Sprache nahm mich schon nach den ersten Zeilen gefangen. Seine Protagonisten Glass, Dianne, Tereza, Kat, Nicholas und natürlich allen voran der tiefgründige Phil sind beim Lesen keine ausgedachten Romanfiguren. Sie werden wie enge Vertraute, mit denen man leidet, mit denen man fühlt und über die man sich aufregt. Oder die man sogar hasst.

Auch die weniger wichtigen Rollen gehen einem nicht aus dem Kopf. Da ist Pascal. Oder Annie mit den roten Schuhen. Der Brocken. Oder Phils Onkel,der sein Leben auf der See verbringt, und der nicht will, dass seine Wunden heilen.

Ich für meinen Teil habe mich in diesem großartigen Buch wiedergefunden. Phils Gedanken, seine Geschichten und Beobachtungen öffneten mir das Herz.

Die Gespräche sind lebensnah und gehen unter die Haut. "Gott, Dianne!" "Mit Gott hat das nichts zu tun!"

Auf jeder Seite gibt es für mich einen oder mehrere Sätze, die man an alle Hauswände sprühen sollte. Nur eins von 100 Beispielen:

"Das habe ich gelernt: Liebe ist ein Wort, das du nur mit blutroter Tinte schreiben solltest. Liebe treibt dich dazu, die seltsamsten Dinge zu tun. Sie lässt dich regenbogenfarbene Bonbons verteilen, sie lässt dich in roten Schuhen durch die Straßen tanzen, und sie schreckt nicht davor zurück, dich nachts mit blutenden Händen Gräber in paradiesische Gärten hacken zu lassen. Liebe schlägt dir tiefe Wunden, aber auf eine ihr eigene Art heilt sie auch deine Narben, vorausgesetzt, du vertraust ihr und gibst ihr die Zeit dazu. Meine Narben werde ich nicht anrühren. Ich werde neue Wunden davontragen, noch ehe die alten verheilt sind, und ich werde anderen Menschen Wunden zufügen. Jeder von uns trägt ein Messer."

Ich kann das mittlerweile auswendig, weil ich das Buch immer wieder lese.

Ach ja: Phil ist übrigens schwul, doch das vergesse ich immer, wenn ich von dem Buch schwärme, weil es einfach um Liebe geht und es so nebensächlich ist.

Eins verspreche ich euch: Wenn ihr das Buch endlich gelesen habt, werdet ihr vorm Einschlafen nur noch eines denken: Amerika, Amerika...
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eines der wichtigsten Jugendbücher zum Thema Homosexualität, 28. Januar 2006
Von 
Florian Salzmann (Lohr am Main, Bayern Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Die Mitte der Welt (Taschenbuch)
Nach langer Beschäftigung mit diesem Werk kann ich diesen Roman nicht nur Eltern homosexueller Kinder empfehlen, damit sie sich mit den Gedanken eines homosexuellen Pubertierenden auseinandersetzen, sondern auch allen, die Freude und Spaß an der Mythologie finden.
Andreas Steinhöfel hat in seinem "Meisterwerk" nämlich viele Sagen des klassischen Altertums in die Gegenwart übersetzt und gibt so seiner Geschichte eine ungeahnte Tiefe. Es macht Freude während der Lektüre bekannte Themen aus dem alten Griechenland und dem antiken Rom zu entdecken.
Meine Empfehlung ist deswegen auch vor dem "Verschlingen" dieses Romanes einen Blick in Ovids Metamorphosen und in Sammlungen der Sagen zu werfen.
Und nun für alle jugendlichen: Lest dieses Buch!!!!! Denn hier erfahrt ihr wirklich viel über die Liebe und das Leben.
Ich würde mich persönlich freuen, wenn ich erlebe, wie dieses Buch den Weg in den Schulunterricht finden würde, denn nur in Büchern dieses Kalibers finden Jugendliche und Erwachsene die wirklichen Lehren des Lebens!!!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen fesselnd !, 10. November 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die Mitte der Welt (Gebundene Ausgabe)
Anfangs wirkte der Umfang des Buches eher abschreckend auf mich, doch nach den ersten paar Seiten war ich froh darüber. (..Ein gutes Buch sollte eigentlich nie enden!) Dennoch hatte ich das Buch nach ein paar Tagen durchgelesen und ich bin mir nicht sicher, ob ich das Buch verschlungen habe, oder ob es eher andersherum war.. In den "Lesepausen" hatte auch ich Schwierigkeiten, in die Realität zurückzukehren und war manchmal doch noch in Gedanken in Visible und bei den "Kleinen Leuten". Ich fand das Buch richtig mitreißend.. man kann sich gut in die Figuren hineinversetzen und mitfühlen. Es gibt Stellen an denen ich selbst schon aufgeregt war und an anderen musste ich einfach laut auflachen, da der Autor die Situation so schön in Worte gefasst hat. Allerdings sind manche Stellen auch wirklich mühsam. Ich bin durch die Empfehlung in einer Zeitschrift auf das Buch gestoßen und kann mich nur anschließen, dass es mir sehr gut gefallen hat! Ich kann mir vorstellen, dass mir noch zu vielen Gelegenheiten manche Stellen und Ausdrücke wieder einfallen werden.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einfach schön!!, 24. April 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die Mitte der Welt (Taschenbuch)
Also so ein Buch habe ich wirklich noch nie gelesen! Je länger man es auf sich wirken lässt und je länger man über die Geschichte nachdenk, desto größer wird das Verlangen an dem Geschehen teilzunehmen. Jeder einzelne Charakter in diesem Meisterwer, wird so fein und so liebevoll ausgearbeitet, das man sich als Teil der Geschichte versteht, und nicht mehr hinausmöchte. Ich war durch und durch gerührt, von der unglaubliche schönen Story, die einen sofort in ihren wunderbaren Bann zieht. Dieser Roman steckt obendrein noch voller Weisheiten, die man sich nach seiner Lektüre auch immer wieder gerne ins Gedächtnis zurückruft und sich freut wie sehr einen eine Geschichte wie diese doch begeistern kann!! Alles in allem würde ich gern noch einen Vergleich, des Buches mit einem Film anstellen. "Die Mitte der Welt" ist der "Forrest Gump" der Bücherwelt, genauso liebevoll und ebenso anrührend, doch trotzdem immer ernst. Wunderbar!!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein ungewöhnliches Buch, 1. Juli 2007
Von 
Rezension bezieht sich auf: Die Mitte der Welt (Taschenbuch)
Dieses Buch hat alles, was es zu einem wirklich guten Buch braucht: Eine mitreißende Story, authentische Charaktere, den nötigen Tiefgang und dabei entstehende Fragen, über die sich der Leser selber Gedanken machen muss.

Die Geschichte von Phil ist wunderschön erzählt, wie er sich in Nicholas verliebt, wie die familiäre Situation zu Hause nicht immer rosig aussieht, wie er sich in der Schule mit seinem Mathelehrer plagen und mit all den anderen beim Heranwachsen entstehenden Komplikationen fertig werden muss.

Der Schreibstil von Andreas Steinhöfel ist flüssig, es gibt mitunter witzige Stellen und die Konversationen zwischen den Charakteren sind frisch und oft humorvoll.

Für Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen zu empfehlen, dieses Buch lässt einen während des Lesens mit Phil mitzufühlen und danach noch darüber nachzudenken. Einfach eine wunderschöne, etwas andere Lovestory.
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Die Mitte der Welt
Die Mitte der Welt von Andreas Steinhöfel (Taschenbuch - 2006)
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