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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schwierig zu lesen, aber hochspannend
Dieses Buch ist bemerkenswert interessant geschrieben, wenngleich es dem Leser / der Leserin (auch mit guter Allgemeinbildung) auf Grund der vielen Fachausdrücke und wegen der Bezüge auf inhaltlich nahestehende Werke einiges abverlangt. Schwerpunkte darin sind die "religiöse Revolution" des Pharao Echnaton und natürlich - wie es der Buchtitel schon...
Veröffentlicht am 7. Februar 2012 von Steinbock

versus
1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Monotheismus vs. Polytheismus - starke Zweifel bleiben
Ich habe grundlegende Zweifel an Jan Assmanns Thesen und möchte Widerspruch anmelden.
Eher im Polytheismus ist ALLE Gewalt sowohl nach innen als auch nach außen religiös motiviert und verursacht.
1. Bronzezeitliche polytheistische Gewalt nach außen ist IMMER religiös verursacht, weil sie ganz selbstverständlich von der...
Vor 2 Monaten von Sound & veröffentlicht


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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schwierig zu lesen, aber hochspannend, 7. Februar 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Moses der Ägypter: Entzifferung einer Gedächtnisspur (Taschenbuch)
Dieses Buch ist bemerkenswert interessant geschrieben, wenngleich es dem Leser / der Leserin (auch mit guter Allgemeinbildung) auf Grund der vielen Fachausdrücke und wegen der Bezüge auf inhaltlich nahestehende Werke einiges abverlangt. Schwerpunkte darin sind die "religiöse Revolution" des Pharao Echnaton und natürlich - wie es der Buchtitel schon signalisiert - der (gelungene) Versuch, den biblischen Moses in einer ganz anderen Persönlichkeit als in der, wie er uns im Alten Testament entgegentritt, erscheinen zu lassen. Jan Assmann, der Verfasser von "Moses der Ägypter" zitiert und kommentiert die Meinungen anerkannter Ägyptologen und be- und verarbeitet auch begrüssenswert ausführlich die Stellungnahme von Sigmund Freud zu dieser Thematik. Nach dem Studium dieses Buchs besitzt man Informationen, die sowohl auf das Religionsgeschehen im antiken Ägypten als auch auf das Judentum eine neue Sichtweise ermöglichen.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine faszinierende Reise durch die Geschichte!, 14. April 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Moses der Ägypter: Entzifferung einer Gedächtnisspur (Taschenbuch)
Dieses Buch ist eine faszinierende Reise durch die Geschichte. Vom "ersten Monotheismus" des Echnaton, wird die "Mosaische Unterscheidung" zwischen wahrer und falscher Religion und ihrer Rezeption in Theologie (Cudworth, Spencer, Warburton), Philosophie (Reinhold), Kunst (Beethoven, Schiller) und Psychoanalyse (Freud), um nur einige zu nennen, ausführlich dargestellt.
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43 von 53 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Auf Spurensuche, 28. Dezember 2006
Von 
Klaus Grunenberg (97447 Gerolzhofen, Bayern) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Moses der Ägypter: Entzifferung einer Gedächtnisspur (Taschenbuch)
Jan Assmann geht behutsam den Spuren nach, die hinführen zu einem verständnisvollen Annehmen unserer abendländisch-christlichen Religion, deren Ursprung wahrscheinlich ägyptischer ist als wir denken.
Anhand von Forschungen - vor allem John Spencers und Ralph Cudworths aus dem 17. Jahrhundert, beide aus Cambridge, deren Arbeiten er bespricht, zieht Jan Assmann Folgerungen, die interessant sind.

Innerhalb des religiösen jüdisch-christlich-islamischen Raumes gibt es Unterschiede, deren Ursprünge wissenschaftlich untersucht werden können und deren Verständnis wichtig ist für ein Miteinander in Zukunft auf dieser Erde.

Nachdem in uralten Zeiten die Götterbilder vertauschbar waren, übersetzbar, wie es uns z.B. die griechisch-römische Götterwelt zeigt, entstand mit dem Aufkommen des Monotheismus (Echnaton, Moses) eine Art Gegenreligion aus dem (wissenschaftl.!) denkenden Geist des Menschen und diese Religion entfachte naturgemäß Streit (nicht nur auf geistiger Ebene)bis in die heutige Zeit, dessen Ursache wohl die Absolutheit des Gottesbildes ist.

Wer sich wirklich für die Entstehung von Religion interessiert, findet in den Werken Assmanns Erklärung über dieses geistig- kulturelle Phänomen. Maimonides, Spinoza, Freud, Schiller, Thomas Mann, Richard Wagner, Hegel, Nietzsche, Hitler, all diese Figuren werden verknüpfbar in jeder Hinsicht bis hin zu Vernichtungs- und Hasstiraden gegeneinander.

Moses als Echnaton (?), das Paschalamm, die Bedeutung der Hieroglyphen als übersetzbare Regeln ägyptischer-jüdischer Religionsgesetze, diese Entwicklung bis hin zu den Menschenrechten, alles wird irgendwie verständlich und ist doch so vielseitig, so daß Satz für Satz aus diesem Buch sorgfältig gelesen werden sollte.

Lassen wir uns also tragen von den Forschungsergebnissen Jan Assmanns, denn seine Bücher enthalten den Sinn und das Wunderwerk menschlichen Geistes in bezug auf Religion und deren Entstehung. Und das Verständnis um absolute Geisteshaltungen, wie sie jüdische, christliche und muslimische Religion nun einmal verkörpert und auch gefährlich beinhaltet, wird uns hoffentlich das Rüstzeug für zukünftige Auseinandersetzungen geben, die aber im Geiste und nicht mit Waffen (!) ausgetragen werden müssen. Daran wird sich Verständnis des Anderen und Politik ausrichten in Zukunft und es wird dann auch vielleicht Massakerwut gezähmt werden, dieses Unheil des Nichtverstehens und Nichtverstehenwollens.
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15 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Großartiger Inhalt, hohe Sprache, 8. Juli 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Moses der Ägypter: Entzifferung einer Gedächtnisspur (Taschenbuch)
Jan Assmann verfolgt in diesem Buch auf einen sehr hohen Niveau die geistesgeschichtliche Entwicklung jenes kulturellen Raumes, in dem wir, wie er sagt, bis heute leben: ...Raum, der durch diese (mosaische) Unterscheidung kontruiert ist. Jan Assmann hat ein primär wissenschaftliches Anliegen und bleibt diesem das Buch hindurch treu: Er verzichtet auf Wertungen, untermauert seine "Thesen" mit soliden Quellen, usw. Dieses Buch ist auch empfehlenswert für Studenten der Theologie, gerade im Zusammenhang mit dem Alten Testament. Klar ist natürlich auch, dass viele historische Fragen ungeklärt bleiben, was aber legitim ist... denn im Grunde können wir Frage wie: Wie gelangte ägyptisches Kulturgut in das Gedächtnis der Israeliten, wenn diese niemals in Ägypten gewesen sind? lassen sich (noch) nicht detailiert beantworten...obgleich wir dank der Archäologie, der Ägyptologie, etc. die möglichen Antworten durchaus eingränzen können.

Einziges "Manko": Das Buch ist sprachlich teilweise anstrengend, viele lateinische und griechische Zitate werden nicht übersetzt, was manchen Lesern vielleicht Probleme bereiten könnte.

Ansonsten: Alle Achtung!
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kein Roman, 8. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Moses der Ägypter: Entzifferung einer Gedächtnisspur (Taschenbuch)
Ehrlich gesagt: das Buch ist nicht einfach zu lesen. Manche Sätze muss man sogar mehrfach lesen, um sie zu verstehen. Andererseits handelt es sich auch nicht um einen historischen Roman, sondern um ein historisches Sachbuch. Die Spuren, die Jan Assmann verfolgt, lassen sich verfolgen (wenn man sich an seine Sprache gewöhnt hat). Am Ende sieht man vieles klarer, auch den Kern unserer jüdisch-christlichen Kultur.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Monotheismus vs. Polytheismus - starke Zweifel bleiben, 22. Februar 2015
Rezension bezieht sich auf: Moses der Ägypter: Entzifferung einer Gedächtnisspur (Taschenbuch)
Ich habe grundlegende Zweifel an Jan Assmanns Thesen und möchte Widerspruch anmelden.
Eher im Polytheismus ist ALLE Gewalt sowohl nach innen als auch nach außen religiös motiviert und verursacht.
1. Bronzezeitliche polytheistische Gewalt nach außen ist IMMER religiös verursacht, weil sie ganz selbstverständlich von der göttlichen genetischen Abstammung des eigenen Volkes und Herrschers ausgeht und somit die Ausrottung und Versklavung anderer Völker, die angeblich keine Menschen sind, weil sie andere Götter haben, erst legitimiert. Götter und Volk sind im Polytheismus natürlich und genetisch verwachsen, aber nicht universal für alle Menschen überall, sondern nur regional für die Herrenmenschen.
Erst um genau diese Form religiöser, rassistischer Intoleranz und Gewalt am Ende der Bronzezeit zu beenden, wurde der Monotheismus, ich meine hier ausdrücklich das gescholtene Judentum, als Herrschaft des Rechts begründet: Nämlich, um die IMAGO DEI, die Gottesebenbildlichkeit ALLER Menschen rechtlich zu kodifizieren. (Imago Dei ist natürlich nur mit Bilderverbot Gottes möglich. Es ist doch klar - sonst kann nicht JEDER Mensch Ebenbild Gottes sein. Griechische Götter sehen nämlich immer wie griechische Herrenmenschen aus. Genau deswegen wurden auch behinderte Griechen und Nicht-Griechen gern umgebracht. Und Gott hat auch keinen Namen, weil er allen Völkern zu allen Zeiten gehört, nämlich um Ursprung universalen Rechts für ALLE zu sein.)
2. Die Gewalt und Ungleichheit nach innen findet in polytheistischen Gesellschaften ganz selbstverständlich entweder durch das göttergegebene Kasten- und Standeswesen und die Unfreiheit ganzer Bevölkerungsschichten inklusive religiöser Menschenopfer statt, also ständigem willkürlichem religiösen Terror, der sich im Pantheon und seinen Hierarchien und Gewalttaten widerspiegelt oder in anderen polytheistischen Gesellschaften, solchen mit mehr "Gleichheit", durch den Konformitätszwang, der sich aus der Idee der Kopie aller Männer(!), die angeblich genetisch gleichen göttlichen Ursprungs sind, ergibt. Letzteres nenne ich mal Skandinavische Gleichheit mit Hang zum Herrenmenschentum. ("Nur wir sind göttlichen Ursprungs." "Nur wir sind alle gleich"). Wer sich im Inneren dieser Gesellschaft nicht als genetische Kopie verhält, ist auch kein richtiger Mensch. Wird nicht toleriert. Diese Idee von falscher Gleichheit, oder Sozialismus, sagt, "wir sind alle gleich", statt "wir sind alle unterschiedliche, freie Individuen mit gleichen RECHTEN". Der Polytheismus ist also erste Ursache für gesellschaftliche Intoleranz und mehr noch Rechtlosigkeit bis heute.
3. Der Monotheismus setzt nicht Gewalt als Idee ein, um wahr und unwahr in der Religion zu unterscheiden, sondern um die Unterscheidung zwischen Recht und Unrecht im LEBEN erst zu ermöglichen. Natürlich setzt der Monotheismus die Menschenrechte gegen die Barbarei wenn nötig gewaltsam durch. Das muss er, weil er die Herrschaft des Rechts begründet. Niemand wirft beispielsweise der rechtsstaatlichen Justiz vor, die Intoleranz in die Welt gebracht zu haben, nur weil sie Recht gewaltsam durchsetzt.
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Moses der Ägypter: Entzifferung einer Gedächtnisspur
Moses der Ägypter: Entzifferung einer Gedächtnisspur von Jan Assmann (Taschenbuch - 9. Dezember 2011)
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