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5.0 von 5 Sternen "Ach! Lucy!" murmelte er und sank bewußtlos in den Schnee.
Mit 186 Seiten eins wohl der kürzesten Werke Jules Vernes. Und das tut dem Buch gut: Vollbepackt bis zur letzte Seite mit Erstaunlichem, Philosophischem und Tragischem.
Anno 1863 geschrieben schildert der Altmeister des Scifi-Romans geradezu perfekt die Welt des 20. Jahrhunderts, so wie sie heute vielerorts wirklich ist. Automatisierung und Überwachung von...
Veröffentlicht am 23. Mai 2005 von Karoletti

versus
9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Wie hätte Paris vor fast 50 Jahren sein können?
Verne blickt in diesem Science-Fiction knapp 100 Jahre voraus, auf das Paris in den Jahren 1960/1961. Hauptperson des Romans ist Michel J. Dufrénoy, ein junger Schriftsteller, der aber in einer Zeit, in dem die Literatur nur noch Lobeshymen über die technischen Errungenschaften schreibt, kein Auskommen mehr findet. Er ist auf der Suche nach Gleichgesinnten und...
Veröffentlicht am 4. September 2009 von Joroka


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20 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Ach! Lucy!" murmelte er und sank bewußtlos in den Schnee., 23. Mai 2005
Rezension bezieht sich auf: Paris im 20. Jahrhundert: Roman (Broschiert)
Mit 186 Seiten eins wohl der kürzesten Werke Jules Vernes. Und das tut dem Buch gut: Vollbepackt bis zur letzte Seite mit Erstaunlichem, Philosophischem und Tragischem.
Anno 1863 geschrieben schildert der Altmeister des Scifi-Romans geradezu perfekt die Welt des 20. Jahrhunderts, so wie sie heute vielerorts wirklich ist. Automatisierung und Überwachung von allem und jedem beschrieben mit beängstigender Detailtreuen, lange bevor George Orwell seinen berühmten Satz "Big brother is watching you" auch nur denken konnte.
Jules Verne, der wahre Erfinder von Tiefkühlkost, elektrischen Garagentoren und Straßenbeleuchtungen, der Pariser Metro, des Faxes, elektronischer Musik, der allseits gegenwärtiger Überwachung und der Frage nach dem Werteverfall der Jugend ("Was ist bitteschön ein Buch?").
Hierfür hat Jules Verne mit Michel eigens einen Prostagonisten kreiert, der wie ein Zeitreisender aus dem letzten Jahrhundert durch eine gefühlose, vom ewigen Winter beherrschte Pariser Stadtwelt taumelt, sich unsterblich verliebt, in eine Dame die genauso kalt ist wie die Stadt in der sie lebt, und er letztlich an Melancholie und gebrochenem Herzen stirbt.
Ein sehr nachdenkliches Buch...großartig geschrieben, lässt sich an einem langen veregneten Nachmittag wie nichts weglesen, hinterlässt aber seine Spuren.
85 Jahre nachdem das Buch verfasst wurde ist es erst von Nachfahren Vernes veröffentlicht worden. Wer die Chance hat, dieses Buch zwischen die Finger zu bekommen sollte es auf jedenfall lesen.
Ein Meisterwerk!
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Wie hätte Paris vor fast 50 Jahren sein können?, 4. September 2009
Von 
Joroka (Darmstadt) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Verne blickt in diesem Science-Fiction knapp 100 Jahre voraus, auf das Paris in den Jahren 1960/1961. Hauptperson des Romans ist Michel J. Dufrénoy, ein junger Schriftsteller, der aber in einer Zeit, in dem die Literatur nur noch Lobeshymen über die technischen Errungenschaften schreibt, kein Auskommen mehr findet. Er ist auf der Suche nach Gleichgesinnten und entflieht dem profanen Angestelltenleben, bzw. wird in hohem Bogen gefeuert. Fortan trifft er sich mit seinen Freunden und trauert der guten alten Zeit nach.
Er verliebt sich in Lucy, die Enkelin eines alten Rhetorik-Professors, dem aber die Student abhanden kommen. Gibt es eine Zukunft für Michel?

Das vorliegende Werk hat Verne 1863 zwischen seinem Erstling "Fünf Wochen im Ballon" und dem weltberühmten Roman "Reise zum Mittelpunkt der Erde" geschrieben. Das Manuskript lag viele Jahrzehnte in einem Safe, da Vernes damaliger Verleger Hetzel es rundherum abgelehnt hatte. Erst 1994 erschien es unter dem Titel "Paris au Xxe siècle" bei Hachette in Paris.

Verne fokussiert auf die Dialoge, die Michel mit seinen Freunden führt. Dabei kommt es zu Auflistungen von Autoren und Erfindern, die uns heutzutage gerade als Nichtfranzosen nicht mehr viel sagen. Die wirklich spannenden Beschreibungen des futuristischen Paris bleiben eher am Rande. Stattdessen beschreibt Verne, wie die geistigen Errungenschaften der menschlichen Kultur zunehmend in Vergessenheit geraten und von einer allumfassenden Gläubigkeit an die technische Hochrüstung verdrängt werden.

War etwas sperrig zu Lesen und hat nicht ganz meine Erwartungshaltung erfüllt. Interessant ist es dennoch zu erfahren, was Verne so alles vorhergesehen hat.
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2 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen ... kein typischer Verne-Roman, 24. Juni 2005
in diesem Roman beschreibt eine düstere Zukunft. Von Anfang an liegt eine depressive Stimmung über dem Buch, die das Ende vorwegnimmt. Ich mag vor allem Vernes Reiseromane, die Beschreibung von neuesten technischen Erfindungen und die mit Ironie gespickten Dialoge. Deshalb hat mir dieses Buch nicht gefallen. Als Sammler habe ich mir dieses Buch trotzdem gekauft.
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Paris im 20. Jahrhundert: Roman
Paris im 20. Jahrhundert: Roman von Jules Verne (Broschiert - Oktober 1998)
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