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55 von 62 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nein, dieses Buch ist hochaktuell
Die armen Schüler, die sich an diesem Ort über die ihrer Meinung nach nicht mehr vorhandene Aktualität des Buches beklagen haben entweder zweifelhafte Lehrer oder schlichtweg eine unterentwickelte Fähigkeit zur Selbstreflektion. Es geht nicht um die Vergangenheit, es geht viel mehr um die Mechanismen und Automatismen in der Formung des Charakters eines...
Am 14. Dezember 2001 veröffentlicht

versus
8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Enttäuschend
Der große Name des Schauspielers verführt zum Kauf. Aber wie enttäuschend ist seine Lesung! Man müsste sie, wäre nicht die vortragsgeschulte Stimme, indiskutabel nennen. Gert Westphal würde sich im Grabe rumdrehen. An ihm Quadflieg zu messen wäre ungerecht, aber Quadflieg liest so lustlos, als hätte er den Text kurz vor der...
Veröffentlicht am 8. November 2009 von Rontrus


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17 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schönheit und Tod, 30. Dezember 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Der Tod in Venedig. Novelle. (Taschenbuch)
"Der Tod in Venedig" von 1911 ist wohl die berühmteste Novelle des Nobelpreisträgers Thomas Mann. In eigentümlichen, zuweilen etwas zäh zu lesendem Stil beschreibt er die Geschichte des Schriftstelleres Gustav Aschenbach, der zur Erholung nach Venedig fährt. Dort sieht er in einem Hotel den Knaben Tadzio, von dessen Schönheit er fasziniert ist, woraus später Verlangen, so etwas wie Liebe wird. Obwohl später das Gerücht umgeht, Venedig sei von einer Seuche befallen, der man schnellstens entfliehen sollte, bleibt Aschenbach in der "sterbenden Stadt", stellt Tadzio nach, um dessen volle Aufmerksamkeit zu erringen. So karg die Handlung, so sehr versteht Mann es dennoch, sie für den Aufbau einer irrealen, bedrohlichen Atmosphäre zu verwenden: Das eigentliche Geschehen findet in Aschenbachs Seele statt, die hin- und hergerissen ist zwischen dem Verlangen nach Tadzio und seiner Haßliebe zu Venedig; der Stadt, die ihm gleichzeitig widerwärtig und Verlockung ist. Allein dies lohnt schon die Lektüre, doch bietet die Novelle dem kundigen Leser noch mehr: Eingeschobene Erwägungen über Kunst, Form und Tod; dazu einen umfangreichen Subtext, der die Geschichte gar ins Mythische hebt. Allerdings: Wer bei den antiken Mythen auf unsicheren Füßen steht, wird mit den entsprechenden Stellen nichts anfangen können (so erging es zumindest mir!), die z.T. recht lang sind und dann schon mal etwas nerven können. Dennoch ein Stück Literatur, das zum ordentlichen Bildungskanon gehört! (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Pflichtlektüre, 1. August 2007
Von 
Moses (Land in dem Milch und Honig fließen) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Der Untertan: Roman (Gebundene Ausgabe)
Wer behauptet, dass dieser Roman langweilig und schrecklich ist, hat ihn nicht gelesen sonder angeschaut. Auf den ersten Blick, bzw. während des Lesens kann dieses Stück sehrwohl an den Nerven zehren. Es ist keine leichte Unterhaltungslektüre, aber wer erwartet das von Heinrich Mann? Erst wenn man das bis zur letzten Seite durchgehalten hat und die Teile zusammenfügt eröffnet sich einem das Genie, des Autors. Dieses Gespür für zwischenmenschliche Beziehungen. Wer sich mit dem Buch genauer befassen möchte werd an Freud nicht vorbeikommen.

Grandios! Aber man muss einfach durchhalten und sich zum lesen zwingen, man wird dafür belohnt. Nur schon alleine die unendlichen Parallelen zwischen der willhelminischen und der heutigen Gesellschaft sind erschreckend. Der Untertan, ist der Mensch wie er leibt und lebt.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sprachfest, 7. Februar 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Erwählte: Roman (Taschenbuch)
Wie kann man heute eine frühmittelalterliche Legende erzählen, die einem modernen Leser in ihrer wunderdurchsetzten Unglaubhaftigkeit nicht einfach phantastisch erscheinen muss? Dieser hohe Herausforderung stellte sich Thomas Mann in 'Der Erwählte' - und fand eine überzeugende, in mancher Hinsicht provozierende Antwort. Und mit dieser konfrontiert er, um gar nicht erst Missverständnise aufkommen zu lassen, den Leser bereits auf den beiden ersten Seiten: Er beginnt mit einem Wunder, das im Verlauf der Geschichte erst sehr viel später geschehen wird, dem Läuten der Glocken von allen Kirchtürmen Roms beim Einzug des Papstes Gregor. Keine Hand rührte an die Glockenseile, schlaff hängen sie in den Türmen, doch, so mahnt die Erzählstimme, sei es unrichtig zu sagen, die Glocken läuteten ohne auch zu sagen, sie werden geläutet. Der Geist der Erzählung ist es, der die Glocken zum Läuten bringt, ein Geist, der überall sein kann und der sich doch zu einer konkreten Person verdichtet, einem irischen Mönch, der im späteren Mittelalter die Geschichte Gregors in St. Gallen aufs Pergament bringt. Damit ist der Geist der Erzählung als eigenständig Handelnder eingeführt, und es dieser Geist, der durch Humor und wechselnde Nähe und Ferne zu den Figuren das Unglaubhafte der Legende erträglich macht. Damit ist bereits in der Erzählung eine reflektive Ebene eingezogen, die sich im weiteren als tragfähiger Schutz gegen das allzu legendenhafte der Geschichte erweist.

Doch der Roman wäre nicht von Thomas Mann, wenn er die Gelegenheit nicht nutzen würde, sich ein weiteres Mal als Meister der Sprache zu erweisen: Mit sicherer Hand konstruiert er eine pseudo-mittelalterliche Sprache, die, obwohl vordergründig altertümelnd, doch zutiefst modern ist. Satzbau und Vokabular fügen sich geschickt in die Aufgabe, eine andere Zeit hörbar zu machen. Und doch ist die sprachliche Reflektion modern.

Das geschickte Wirken des Geistes der Erzählung und die meisterliche Sprachgestaltung sorgen für ein Sprachfest erster Güte. Man mag sich für die Geschichte des Gregorius interessieren oder nicht - lesen wird man dieses Werk vor allem als eine Feier der Sprache.
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Über den Erwählten von Thomas Mann, 26. März 2004
Rezension bezieht sich auf: Der Erwählte: Roman (Taschenbuch)
Als ich die mittelalterliche Legende von Gregorius, dem guten Sünder von H. von Aue zum ersten Mal las, war ich nicht sehr angetan von dem Stoff, von der Erzählsweise und den Charakteren überdies auch nicht. Das änderte sich aber als ich Manns Bearbeitung dessen las und total überrascht war. Mann schildert die Personen, Orte und Begebenheiten, Zusammenhänge, Verbindungen, Motive und Themen der Legende so geschickt, so spielerisch-künstlerisch, so sprachästhetisch und überzeugend, so dass ich abschließend nur sagen kann, dass dieses "Spätwerk", dieser "Stil-Roman" mich persönlich und bestimmt auch jeden anderen überzeugt und fasziniert hat und wird. Ein wahrlich letztes, großes Werkchen des herausragendsten deutschen Romanciers und Essayisten!!!
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14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meisterhafte Novelle, 17. November 2006
Von 
Rolf Dobelli (Luzern, Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Der Tod in Venedig. Novelle. (Taschenbuch)
Mit Mitte 30 verfasste Thomas Mann diese Novelle, die vor autobiografischen Elementen geradezu strotzt. Er schildert das Verhängnis einer Künstlernatur, wie der Dichter selbst eine war. Dieser Künstler ist der Schriftsteller Gustav Aschenbach, den ein seltsames Fernweh zur Ferienreise nach Venedig lockt. Vor der Kulisse dieser Stadt des Verfalls entspinnt sich für Aschenbach eine ungeheuerliche Romanze - zu einem halbwüchsigen Knaben. Ganz der vergeistigte Romancier, vergöttert er den blondgelockten Jüngling als Ideal der Schönheit und als lebendig gewordenes Kunstwerk. Es dauert eine Weile, bis er sich eingesteht, dass er das Unvorstellbare für den Jungen empfindet: Liebe. Spätestens jetzt beginnt sein Abstieg, wird sein zuvor maßvolles und diszipliniertes Leben brüchig und endet schließlich in rauschhafter Verzückung - und dem Tod in Venedig. Thomas Mann stattete seine meisterhafte Novelle mit einem reichen mythologischen und ästhetischen Subtext aus. Die typisch Mann’sche Künstlerproblematik, die Themen Tod, Verfall und Auseinanderbrechen bürgerlicher Wertmaßstäbe finden sich, wie so häufig im Werk des großen Dichters, auch hier.
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14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bestes Werk des 20. Jahrhunderts, 24. August 2006
Rezension bezieht sich auf: Der Untertan: Roman (Taschenbuch)
Der satirische Roman schildert den Aufstieg eines richtigen Widerlings: Diederich Heßling, größter Fan des deutschen Kaisers, schafft es auf schmutzigem Wege zum reichen Papierfabrikbesitzer.

Zunächst geht man noch etwas skeptisch an die Sache ran: der Wälzer ist ziemlich dick und na ja, Kaiser und so? Das ist doch nun auch schon eine Weile her. Kann man denn damit wirklich noch etwas anfangen? Die Antwort lautet klipp und klar: JA. In Zeiten von Superstars und Co. ist es interessant – teilweise sogar erschreckend, wozu überzogene Idolverehrung führen kann. Man fängt auch einmal darüber an, nachzudenken, wie viel Macht die Medien haben und wie leicht sie die einfachen Leute, aber auch die so genannten großen Köpfe beeinflussen können bzw. von diesen beeinflusst werden. Auch das Privatleben eines Tyrannen wird gnadenlos dargestellt: die Frau wird nur dazu benutzt, an Geld zu kommen und die Karriere voranzubringen.

Sehr viel der politischen Vorgänge lassen sich auf heute übertragen und man kann einiges lernen.

Auch lustige Gemüter kommen nicht zu kurz: Das Buch quillt quasi von Ironie bzw. Sarkasmus nur so über und steckt jede Comedy-Sendung locker in die Tasche!

Beachtlich ist, welche Kritik sich Heinrich Mann an der Kaiserzeit erlaubt hat (das Buch spielt von ca. 1890 bis ca. 1912).

Dieses Buch ist das beste, das ein deutscher Autor jemals verfasst hat. Ich wage sogar zu behaupten, es handelt sich um das beste des 20. Jahrhunderts – weltweit.

Und es sollte wirklich jeder gelesen haben (auch wenn es ziemlich lang ist).

Fazit: Absolute Pflichtlektüre – bringt mehr als 100 Geschichtsbücher (5 + Sterne).
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nur Thomas Mann ist halt Thomas Mann, 29. Juni 2001
Von 
Rezension bezieht sich auf: Der Tod in Venedig (Gebundene Ausgabe)
Ein tolles Buch mit tollen Geschichten von Thomas Mann. Neben "Tod in Venedig" beinhaltet es noch "Tristan", "Tonio Kröger", "Der kleine Herr Friedmann" und "die Betrogene". Einmalig an Thomas Mann ist seine Charakterstudie der auftretenden Figuren. Keiner kann Menschen so beschreiben wie er. Es ist immer wieder ein Genuß, sich diese Leute bildlich vorstellen zu wollen. Ich kann nur jedem raten, der sich Thomas Mann nähern will mit diesem Buch und seinen nicht allzu langen Geschichten zu beginnen (auch da andere Romane Manns allein durch ihren Umfang einige Leser abschrecken könnte).
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hörbuch erleichtert Zugang zu Thomas Mann, 3. Juli 2013
Von 
Fuchs Werner Dr (Zug Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 50 REZENSENT)    (REAL NAME)   
„Der Tod in Venedig“ gehört an vielen Schulen noch immer zur Pflichtlektüre. Wenn die Begeisterung der Lehrkraft jedoch nicht auf die jungen Leser übergreift, kann ich verstehen, dass viele keinen Zugang zum Werk von Thomas Mann finden. Und oft hat das mit Satzkonstruktionen zu tun, die zwar wunderbar sind, aber wenig mit der Erfahrungswelt dieser Generation und unserer beschleunigten Zeit zu tun haben. Doch die meisterhafte Verfilmung von Luchino Visconti zeigt, dass die Thematik zeitlos ist und auch bei einem jungen Publikum ankommt. Und genau das könnte dieses Hörbuch ebenfalls schaffen.

Wie der 1961 geborene Schauspieler Matthias Brandt die Sätze von Thomas Mann liest, ist nicht nur großartig, sondern lässt auch die morbide Stimmung einer untergehenden Zeit und ihrem Symbol, der Lagunenstadt Venedig, geradezu körperlich wahrnehmen. Zudem gibt Matthias Brandt dem alternden Schriftsteller Gustav von Aschenbach eine Stimme, die dessen verbotene Liebe aus dem Sumpf moralisierender Beschreibungen befreit und damit persönlich erlebbar macht. Kurz: Der Sprecher befreit eine Jahrhundertnovelle von einer unansehnlichen Patina, die nicht zuletzt die Rezeption in miefigen Schulstuben verantwortet.

Was ich bei vielen Hörbüchern bemängle, wurde bei diesem zumindest in Ansätzen behoben. Denn die vierte CD bietet einen Mehrwert, den das Buch nicht hat. Unter dem Titel „Eros und Cholera“ erhält der Hörer ein 30-minütiges Feature, das einen spannenden Einblick in die Entstehung und Wirkungsgeschichte dieser Novelle gibt. Beim Booklet hätte man noch etwas zulegen können. Denn nur einige Zeilen zu Leben und Werk von Thomas Mann sind doch etwas wenig. Aber immerhin hatte man bei der Auswahl eines erläuternden Textes eine glückliche Hand. Denn das Essay „Der Ruf des Abgrunds. Der Tod in Venedig“ von Mario Vargas Llosa bringt das Wesentliche auf den Punkt, ohne die Lust auf persönliche Interpretationen abzuwürgen.

Mein Fazit: Den Segen der Literaturwissenschaftler hat diese Meisternovelle von Thomas Mann schon längst bekommen. Aber da dies selten ausreicht, um sie für eine junge Generation attraktiv zu machen, sind Hörbücher wie dieses ebenso schön wie wichtig.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Spannung zwischen Gesetz und Gnade und ihre vermeintliche Auflösung, 2. September 2011
Von 
Hans-juergen Scherpel "Theologe" (Düsseldorf, Landeshauptstadt NRW) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Der Erwählte: Roman (Taschenbuch)
Ich habe den Roman mit großem Vergnügen und ständigem Schmunzeln gelesen und mich bestens unterhalten gefühlt. Aber ich bin auch ehrlich: es ist gefährlich, die menschliche Weisheit, selbst wenn sie im Dienste und zur Ehre von Glauben und Kirche genutzt wird, über die Weisheit Gottes zu stellen. Man kann so auf wunderbare und intelligente Weise vieles, was in den Augen Gottes ein Gräuel ist, rechtfertigen. Leider geschieht dies - nicht selten - in der Welt der Kirche seit Menschen sie leiten. Thomas Mann führt deren Heuchelei und Selbstgerechtigkeit ans Licht - auf sehr amüsante und ironische Art und Weise. Gott ist groß, um das auszuhalten, und ich kann es ebenso und darüber schmunzeln. Ist der Roman nicht auch ein Weckruf zurück zu den Wurzeln des christlichen Glaubens ganz im Sinne der Reformation: Sola Gratia, sola fide, sola scriptura! Wunderbar!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Einstieg für Thomas Mann, 28. März 2009
Rezension bezieht sich auf: Der Erwählte: Roman (Taschenbuch)
Lange Zeit dachte ich, Thomas Mann Bücher sind stets trocken, geprägt von unendlichen Sätzen und handeln von einer Thematik, die wirklich niemanden interessiert...einfach weil sie trocken geredet wurde.
Bis mir eine liebe Freundin den Tipp gab: Lies doch mal "der Erwählte" - danach verstehst Du den Humor und bist begeistert von Thomas Mann.
Na gut, ich habe mich überwunden und es gewagt - und nun gehört dieses Buch zu den Lieblingsstücken in meinem Bücherregal.

Es liest sich anfangs wie eines dieser schmuddeligen Groschenhefte aus dem Mittelalter-Genre, bei dem die Seitenränder dunkelrot eingefärbt sind. Bis es im Verlauf dann immer abgehobener wird.
Ich möchte nun nicht zu viel schreiben, weil es für mich hilfreich war, nicht zu viel vorab zu wissen, aber vielleicht reicht dies ja schon als kurze Anregung aus.
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Der Untertan: Roman
Der Untertan: Roman von Heinrich Mann (Taschenbuch - 1. November 1996)
EUR 8,95
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