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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ein Blick in die österreichische Seele, der weh tut
Bei DEM gesellschaftlichen Grossereignis in Österreich kommt es zur Katastophe: bei einem Giftgasanschlag werden alle Gäste getötet. Die österreichische Regierung ist ausgelöscht - ebenso wie die High Society. Aus verschiedenen Blickwinkeln zeigt Haslinger die Hintergründe des Anschlags auf: Der Ingenieur, der Journalist, die Hausfrau, der...
Am 25. August 1999 veröffentlicht

versus
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Hochgelobt, aber leider nichts für mich ...
Ein Roman, der von vielen Seiten empfohlen wurde, der sich fast schon auf Weltliteratur-Niveau bewegen soll. Ein Buch, das mich neugierig gemacht hat. Ein Roman, der sich mit einem fiktiven, rechtsradikalen Anschlag auf den Wiener Opernball beschäftigt. Und ein Roman, der sich für mich sehr zäh las und der mich schlussendlich enttäuscht hat...
Vor 16 Monaten von Alex Wolff veröffentlicht


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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ein Blick in die österreichische Seele, der weh tut, 25. August 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Opernball: Roman (Taschenbuch)
Bei DEM gesellschaftlichen Grossereignis in Österreich kommt es zur Katastophe: bei einem Giftgasanschlag werden alle Gäste getötet. Die österreichische Regierung ist ausgelöscht - ebenso wie die High Society. Aus verschiedenen Blickwinkeln zeigt Haslinger die Hintergründe des Anschlags auf: Der Ingenieur, der Journalist, die Hausfrau, der Revierinspektor und der Fabrikant. Letzterer hat gewisse Ähnlichkeit mit Herrn Lugner, einem Wiener Geschäftsmann, der sich immer wieder gerne in den Schlagzeilen findet. Besondern "schmerzhaft" empfand ich die Geschichte des Ingenieur, der den Anschlag durchgeführt hat. Er ist ein ganz normaler Österreicher, der keine rechtsradikale Einstellung hat aber sich doch von Gastarbeitern und Ausländern in seinem mittelständischen Leben bedroht fühlt. Minutiös wird beschrieben, wie er in eine rechtsradikale Gruppe hineinrutscht. Er ist davon begeistert, dass er wieder "echte Freunde" gefunden hat, die ihn verstehen. Man kann nachvollziehen, was den Mann bis zu dem Zeitpunkt bewegt an dem er die Gasflaschen öffnet: ein tiefer Blick in die österreichische Seele, der weh tut! Fazit: ein spannungsgeladener Polit-Thiller, der möglicherweise für österreichische Leser noch besser funktioniert, da Orte, Personen und Geisteshaltungen bekannt sind. Ausserdem finden sich im Buch einige Anspielungen auf reale Personen (wie eben Ing. Richard Lugner oder Dr. Jörg Haider). (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Besser als jeder Film!!, 22. Februar 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Opernball: Roman (Taschenbuch)
Ich hab das Buch gelesen und war von der Geschichte, der Detailliebe des Autors und der Aktualität des Buches so sehr begeistert, daß ich mir auch den Film ansehen mußte. Auf den Film hätte ich besser verzichtet, das Buch hingegen war ein wahrer Genuß. Durch meine Erlebnisse in Wien mit Ausländerfeindlichkeit - meist von Gruppen, die weder direkten noch indirekten Kontakt zur angefeindeten Gruppe haben - befürchtete ich anfangs eine billige, oberflächliche Auseinandersetzung des Autors mit dem Thema. Ganz das Gegenteil ist der Fall - es erfolgt eine äußerst subtile, in sich schlüssige Behandlung des Themas. Lest und ihr werdet genauso begeistert sein wie ich.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ausgetanzt, 6. August 2007
Rezension bezieht sich auf: Opernball: Roman (Taschenbuch)
Der Opernball, an Dekadenz kaum zu überbieten, doch von denen, die darauf tanzen heißgeliebt. Kein Wunder, daß er zum Zielobjekt eines terroristischen Anschlags wird. Lange vor 9/11 wird hier an einem Sinnbild westlicher Kultur ein Fanal entzündet. Nur daß es niemand aus dem Nahen Osten war. Als Haslinger die Geschichte schrieb, befanden wir uns noch nicht im Kampf der Kulturen, wenigstens nicht auf sichtbarer Ebene. Haslinger entwirft ein faszinierendes Porträt von Haß, Verblendung, Wut und Ohnmacht. Er begeht dabei nicht den Fehler, sich als Autor allzu sehr auf eine der Seiten zu schlagen.

Nüchtern, teilweise sich wie durch Fakten bewegend, schreibt er seine Poesie des Realen, des Unabänderlichen. Du siehst zwei Züge aufeinander zurasen, und du kannst nichts dagegen tun. Eine visionäre Geschichte, deren politische Gegenwart in unserer Zeit zu einer Verschärfung der Gesetze führt, deren Sentenz allerdings besagt, wenn einer wirklich einen Anschlag will, ist er kaum aufzuhalten.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ein intelligenter, engagierter und spannender Thriller, 20. August 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Opernball: Roman (Taschenbuch)
Der Wiener Opernball ist ein gesellschaftliches Großereignis, bei dem allerlei Prominenz aus Politik, Kultur und Wirtschaft versammelt ist. Eine kleine Gruppe Rechtsradikaler erhofft sich von einem Giftgasanschlag auf den Ball öffentliche Aufmerksamkeit für ihre verworrenen Ideen und diese Hoffnungen werden mehr als erfüllt. Ein Privatsender überträgt den Opernball live und Millionen von Menschen vor den Fernsehern schauen zu wie Aberhunderte von Gästen qualvoll sterben. Der Journalist, der für die Übertragung verantwortlich ist, sieht den Massenmord auf zwanzig Bildschirmen gleichzeitig. Unter all den Toten ist auch sein Sohn. Nach dem ersten Schmerz macht er sich auf die Suche nach den Hintergründen des Anschlags.
Der Autor Josef Haslinger schildert die Ereignisse aus verschiedener Sicht: neben dem Journalisten kommen Überlebende des Anschlags zu Wort, ein Mitglied der Terrorgruppe, ein Polizist. Auf diese Weise nähert sich der Leser der Wahrheit aus unterschiedlichen Richtungen, die alle auf ihre Art faszinierend sind. So schildert etwa ein Ingenieur, wie er dem charismatischen Anführer der Terroristen mehr und mehr verfällt und dessen paranoides Weltbild übernimmt. Haslinger verknüpft in seinem Roman virtuos hohe Spannung mit Medien- und Gesellschaftskritik: die Macht des Fernsehens, der Zwiespalt zwischen individueller Freiheit und Sicherheit. OPERNBALL ist ein intelligenter und engagierter Thriller, eines dieser Bücher, die man vor dem Ende nur schweren Herzens zur Seite legen mag. Richten Sie sich also auf ein paar kurze Nächte ein. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tolle Unterhaltung und interessante Erzählperspektive, 14. Juli 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Opernball: Roman (Gebundene Ausgabe)
Josef Haslinger beschreibt in seinem Roman "Opernball" einen Terroranschlag, der auf den Wiener Opernball verübt wird. Ein interessantes Thema, der internationale Terrorismus und die rechte Szene in Österreich. Trotzdem ist es nicht nur das Thema das Faszination ausübt. Auch die von Haslinger sehr geschickt gewählte Form der Darstellung hat es in sich. Man sieht sich zunächst einem Zeitungsartikel gegenüber, eher untypisch für einen Roman. Danach stürzt man sich ins Geschehen, aber nicht direkt sondern nur vermittelt über die Berichte von Beteiligten oder Beobachtern, die zu Wort kommen, nachdem die eigentliche Handlung abgeschlossen ist. Es ist also eine Art "oral history", mündliche Überlieferung des Geschehenen, man könnte auch an Zeugenaussagen denken. Dabei springt Haslinger dann auch immer wieder vom einen zum anderen Thema, je nach Erzähler. Dazwischen sind Passagen eingestreut, in denen scheinbar niemand berichtet oder erzählt, um die Handlung, die natürlich auch stattfindet, voran zu bringen. Durch diese Mischung ist Haslinger ein sehr gelungenes Stück Krimi (oder ist es ein Politthriller?) gelungen, das spannend bleibt und nach dem Sehen der Verfilmung lesenswert bleibt, denn der alte Grundsatz hat sich auch da wieder bewahrheitet: Filme von Büchern sind immer nur halb so gut wie das Buch und umgekehrt. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Dämonen lassen grüßen!, 8. April 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Opernball: Roman (Gebundene Ausgabe)
Ein Hoch auf Kakanien.Wien tanzt, speit und stirbt. Allem Gegrantel zum Trotz, es gibt ihn, den großen deutschsprachigen Roman, zeitlos u n d aktuell, der den Leser von Anfang bis zum bitteren Ende in seinen Bann schlägt, das Grauen und Fürchten lehrt und ihn zugleich entzückt. Soviel literarische Meisterschaft gilt es zu entdecken, soviel Sprach- und soziale Kompetenz. Eines der besten Bücher der letzten Jahre, also lesen, lesen lesen! Und vielleicht, nach dem dritten oder vierten Mal (?), erschließt sich der/m Bemühten ja doch noch der wahre Täter(kreis)!?
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Grausame Aktualität..., 18. September 2002
Rezension bezieht sich auf: Opernball: Roman (Taschenbuch)
...hat dieser fesselnde Roman in diesen Tagen religiösen Fanatismus und Ressentiments gegen Fremde wahrlich genug gewonnen, so dass man leicht die eigentliche Botschaft übersieht: Haslinger zieht schamlos den Gullydeckel weg, der über dem schauerlichen Abgrund "normaler" menschlicher Seelen ruht, und schildert deren zunehmende Rechtfertigung von Gewalt bis hin zum Terror. Ähnlich erschreckt in ihrem analytischen Blick auf die Bestie Mensch hat mich zuletzt nur Saramagos "Stadt der Blinden".
Nur einige der aktuellen Bezüge sind spezifisch österreichisch. Der beherrschende Einfluss der Medien, Industrielobbyismus sowie rechtsradikales Gedankengut in den Reihen der Polizei sind in Deutschland ebenso präsent. Gerade die Geschichte der Hauptperson, des Journalisten, öffnet die Augen für die Rolle der Medien in unserer Demokratie. Ein zutiefst bitteres, aber nie selbstgerechtes Buch.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Glaube ohne Erbarmen, 22. August 2006
Ein Mann verliert seinen Sohn. Er sieht ihm beim Sterben zu. Nicht unmittelbar, sondern auf einem Bildschirm. Eigentlich hat er die Aufgabe, den alljährlich in Wien stattfindenden Opernball zu filmen. Kurt Fraser heißt der Mann, er ist Journalist bei einem Privatsender und sitzt im Übertragungswagen, während sein Sohn im Inneren des Opernhauses eine Kamera bedient. Er sieht die Gäste des Balls tanzen und im nächsten Augenblick ringen sie nach Luft, erbrechen sich, sterben. Ein Anschlag mit Giftgas; aber das kann der Leser zu diesem Zeitpunkt nur ahnen. Während die Gedanken des Privatmanns Fraser bei seinem Sohn sind, von dem er nur weiß, dass er sich im Gebäude befindet, muss er als Journalist auf Sendung bleiben. Allein wie Haslinger diese Szene aus der Sicht der Hauptperson schildert, wie er den Konflikt zwischen Privatperson und Journalist zeichnet, ist eine Spitzenleistung.

Aber es geht ja noch weiter. Ohne weitere Erklärung wird die Erzählung unterbrochen und es folgen Kapitel, die überschrieben sind "Der Ingenieur. Erstes Band", "Fritz Amon, Revierinspektor. Erstes Band", "Richard Schmidleitner, Fabrikant" usw. Erst nach und nach versteht der Leser, das Prinzip. Es handelt sich um Tonbänder, die Fraser im Lauf seiner Recherche aufgenommen hat. Er will verstehen, wie es zu diesem Anschlag mit Hunderten von Toten gekommen ist. Seine Recherchen führen ihn auf die Spur einer rechtsradikalen Terrororganisation, die von einem jungen Mann angeführt wird, der sich selbst "Der Geringste" nennt und von seinen Anhängern wie ein Messias verehrt wird. In der Tat vermischt "der Geringste" religiöse Ideen vom Reich Gottes und Erlösung mit der anderen Idee des "Dritten Reichs" und der Reinheit der Rasse. Das Bindeglied ist ein Mönch des Mittelalters, Joachim von Fiore, der tatsächlich vom "Dritten Reich" gesprochen, dabei aber an ein kommendes Reich Gottes gedacht hat.

Aber das Unheimlichste ist womöglich, dass man sich dieses Szenario einigermaßen plausibel vorstellen kann. Jedenfalls nach dem 11. September, dem Tag, an dem ein paar islamische Fanatiker zwei Flugzeuge in die Türme des World Trade Centers lenkten. Ich vermute, dass dieses Ereignis Haslinger zu seinem Buch inspiriert hat. Der Anschlag auf den Opernball, den er schildert, hat vielleicht nicht ganz die Dimension dieses Geschehens - damals wurde schließlich eine Weltmacht angegriffen und aufs Äußerste in Frage gestellt - aber das Grauen, das wir damals empfanden, stellt sich hier durchaus ein. Nur dass es in diesem Roman keine Muslime sind, die ein Fanal setzen, sondern "Christen", wenn man diese Leute denn so bezeichnen will. Sie jedenfalls sehen sich selbst so, und die Symbolik, die sie verwenden, ist die von Jesus und seinen Jüngern. Insofern gibt es hier durchaus eine Parallele zu den Muslimen, die mit ihren Bomben Zeichen setzen wollen. "Harmageddon" nennen die Terroristen in Haslingers Buch ihren Anschlag, nach einem Begriff aus der Offenbarung des Johannes für die endgültige Schlacht Gottes gegen das Böse.

Eine schreckliche Vorstellung. Rechtsradikale, die die "Reinheit der Rasse" wieder herstellen wollen, kapern den christlichen Glauben für ihre Zwecke. Es scheint wie ein Spiegelbild dessen, was momentan von islamischen Fundamentalisten angerichtet wird, die sich auf einen Glauben beziehen, der vermutlich mit ihren Ideen nichts zu tun hat. Vorstellen kann man sich jedenfalls, dass eines Tages so etwas, wie das hier geschilderte passiert, und dass es Menschen sind, die christliches Gedankengut als ihre Legitimation missbrauchen.

Ein grandioses Buch. Ein Buch über die globalisierte Welt, über den Terror und die Frage, aus welchen Motiven Menschen zu Terroristen werden, über den Missbrauch der Religion und schließlich auch über den Nährboden, auf dem das alles wächst. Dieses Buch ist viel mehr als nur ein gut geschriebener Kriminalroman. Es ist eins der besten Bücher, die ich seit langer Zeit gelesen habe.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen wuchtiges Panorama des zeitgenössischen Wien, 8. November 2006
Von 
Haslingers Roman über einen Giftgasanschlag einer rechten Splittergruppe auf den Wiener Opernball ist kein Kriminalroman im eigentlichen Sinne, in jedem Fall aber ein großer Wurf und ein wichtiger Beitrag zur deutschsprachigen Gegenwartsliteratur.

Gleichzeitig gelingt Haslinger eine Reflexion über Rolle und Moral der Medien in Krieg und Extremsituationen.

Geschildert werden der Anschlag und seine Vorgeschichte aus verschiedenen Perspektiven anhand von Bändern, aufgenommen von einem englischen Journalisten nach dem Anschlag (was man aber erst am Ende des Romans erfährt). Im Zentrum der Erzählung steht dieser Journalist mit Wiener Wurzeln, der aus Wien vom Opernball berichten soll und dessen Sohn als Kameraassistent zu den Opfern zählt. Wenngleich die Vater-Sohn-Geschichte zu anfang des Buches anmutet, als hätte ein Buch über problematische Familienbeziehungen als Vorlage gedient, so ist dies doch die einzelne Schwachstelle des Werks.

Weitere Perspektiven werden anhand von Bandaufnahmen rekonstruiert: so erzählen ein Ingenieur, der Teil der Attentätergruppe war, ein Polizist sowie eine Zeugin in langen Einstellungen von der Vorgeschcihte des Attentats.

Daraus ergibt sich ein Panorama des zeitgenössischen Wien, seiner Probleme mit linken und rechten Extremisten, seiner politischen und polizeilichen Verfilzungen mitsamt des historischen Erbes der Nazizeit sowie seiner kulturellen und wirtschaftlichen Verbindungen, das seinesgleichen sucht.

Haslinger gelingt ein umfassendes Panorama, das man nur mit Bewunderung und Respekt zu Ende lesen kann. Neben Davidsens Beitrag der wuchtigste "politische" Krimi der SZ-Reihe.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Polit-Thriller und Medienkritik in Einem, 6. Januar 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Opernball. (Broschiert)
Eine feine Gesellschaft tanzt alljährlich auf dem Wiener Opernball. Politik, Wirtschaft, Showgeschäft: ein Stelldichein der Prominenz. Und eine großartige Zielscheibe für Terroristen, die nach wie vor eine Bedrohung darstellen. Nach einem gigantischen Anschlag beginnt ein Kampf um Leben und Tod, mittendrin die Medien und die Täter sollen auch noch irgendwie ermittelt werden: So ungefähr stellt sich die Verfilmung des Stoffes mit Heiner Lauterbach dar. Und es sind auch die Grundzüge dieses großartigen Thrillers von Josef Haslinger. Doch, wie so oft, die Romanvorlage hat einiges mehr zu bieten. Haslinger schreibt engagiert, porträtiert genau und dennoch zielstrebig seine Charaktere, weiß mit der Spannung seiner Leser umzugehen und zu spielen. Ein Roman, der die großen Kritiker begeistert hat. Zu recht. Denn es ist ein Werk im Zeitgeist enstanden, ein Buch, das genreübergreifend als Politthriller und Medienroman überzeugen kann. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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Opernball: Roman
Opernball: Roman von Josef Haslinger (Taschenbuch - 1. Mai 1997)
EUR 9,95
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