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am 7. Februar 2007
Es ist erstaunlich, dass dies die erste Amazon-Rezension ist. Handelt es sich bei Solly Ganors Schilderung seines Wegs durch den Holocaust doch mit Sicherheit nicht nur um eines der erschütterndsten, sondern zugleich auch um eines der wichtigsten Zeugnisse über den Mord an den europäischen Juden.

Zur letzten Behauptung:

Als litauischer Jude hat Solly Ganor nahezu alle Dimensionen des Völkermordes exemplarisch miterlebt, angefangen von den spontanen Massakern der litauischen Nationalisten über die planmäßigen Massenerschießungen der Gettobewohner in Kaunas, das Elend des KZ (Stutthof) und das Unternehmen der Nazis, die Juden (in Kaufering/Landsberg) durch Arbeit zu vernichten. Dem Leser wird deutlich, dass der Holocaust nicht nur in Ausschwitz und den Vernichtungslagern praktiziert wurde, sondern auch auf andere Arten, die besonders auch, was die quantitative Opfer-Dimension betrifft, in ihren Ausmaßen im Bewusstsein vieler Deutscher imer noch nicht präsent sind.

Das, was Solly Ganor erlebte, entspricht dem Schicksal vieler der überlebenden litauischen Juden, die dem Vernichtungsbestreben der Nazis seit ihrem Einmarsch 1941, im Ergebnis also ca. vier Jahre lang ausgeliefert waren. Doch abgesehen von der Bedeutsamkeit des inhaltlichen Panoramas, welches hier entfaltet wird, ist es vor allem die Vielfalt außerordentlicher Erlebnisse, die Solly Ganor hier erinnert:

Zur ersten Behauptung:

Man sagt (etwa Primo Levi), das es eigentlich unmöglich sei, das Wesen des Holocaust verbal und gar in Erinnerungsbildern wirklich adäquat zu fassen, denn dies sei nur denen möglich, die den Kelch der Vernichtung ganz geleert haben und damit dazu nicht mehr in der Lage seien. Ganz recht! Gleichwohl hat Solly Ganor auf seinem leidvollen Weg Dinge erfahren, die ganz nah an das eigentlich Unsagbare heranreichen, sei es sein Bericht von der Vernichtung des Gettokrankenhauses oder - Unfassbarkeit des Unfassbaren! - die Wiedergabe des Berichtes seines besten Freundes, der eine der planmäßigen Massenerschießungen als Opfer miterleben musste, diese wie durch ein Wunder überlebte und sich nachts aus dem unbewachten Massengrab befreien konnte.

Diese und eine ganze Reihe anderer Episoden sind dabei - im Gegensatz zu vielen anderen Überlebensberichten (die damit aber nicht kritisiert werden sollen, denn wer vermöchte schon, dem unvorstellbaren Grauen auch noch geschliffene Worte zu widmen) - von Solly Ganor so lebendig und anschaulich geschildert worden, dass ich, wenn es denn so etwas gäbe, dieses Buch einer Altersbeschränkung unterwerfen würde (ab 16).

Dieses Werk ist also ungemein erschütternd, ja auf seine Art literarisch herausragend und dabei zugleich auch sehr lehrreich, so dass es seinen Zweck, über den Holocaust wirklich aufzuklären, in meinen Augen wie kaum ein anderes erfüllt.
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am 18. Juni 2016
Ich habe schon viele Bücher über den Holocaust gelesen. Danke an alle Überlebenden, die den Mut gefunden haben um ihre Erlebnisse an uns weiterzugeben. Dieses Buch hat mich sehr bewegt. Es gibt einen wahnsinnig guten Überblick über die Geschehnisse nicht nur in den Konzentrationslagern, sondern auch in den Ghettos, das ich bisher in keinem anderen Bericht gefunden habe. Das ist auch das erste Buch, was das Schicksal der Menschen beschreibt, die aus dem Ghetto abtransportiert wurden, einfach grausam. Hier erzählt Sollies Freund, der als einziger dem Massaker entkommen konnte. Das Buch ist wahnsinnig gut geschrieben, im Schriftstellerstil, nicht wie ein Tagebuch, was mich sehr angesprochen hat. Solly beschreibt auch all seine Gefühle, wie keiner zuvor, auch wie ihm das Mädchen, das seine große Liebe gewesen, entgleitet, da sie sich selbst aufgibt, er verliert dadurch die Lena, die sie früher einmal war. Was mich noch sehr bewegt hat ist Sollies Beschreibung des Todesmarsches durch die bayerische Bilderbuchlandschaft bei Wolfratshausen und an der Würm.. Genau die Orte, an denen wir heute leben! Bisher sind mir die Denkmäler kaum aufgefallen, die ich am Straßenrand gesehen habe. Das nächste mal werde ich mir Zeit nehmen, denn jetzt weiss ich, was sie bedeuten.
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am 3. Dezember 2014
Solly Ganors Erinnerungen an seine Kindheit während des Nationalsozialismus verfasste er erst in den 90er Jahren. Wie viele Opfer des NS-Regimes schwieg er lange. Wenn man seine Schilderung liest, wird deutlich, warum. Die Dinge, die Solly als Kind erlebte, sind kaum auszusprechen. Eine Auseinandersetzung mit seinem "anderen Leben" muss furchtbare alte Wunden aufgerissen haben. Allein für die Leistung, seine Erinnerungen aufzuschreiben, verdient das Buch fünf Sterne.

Auf rund 220 Seiten berichtet Ganor von seiner Kindheit im Ghetto von Kaunas, seiner Deportation ins KZ Stutthof, Zwangsarbeit und dem Todesmarsch und wie Zufälle, Menschlichkeit und die eigene Cleverness das Leben des jüdischen Jungen bewahrten. Bei seiner Schilderung bewahrt er den Leser nicht vor den Grausamkeiten, die an ihm, seiner Familie und Freunden begangen wurden, sondern berichtet mit einer hohen Detailgenauigkeit. Diese schockiert und tut weh. Gleichzeitig ist gerade diese Schonungslosigkeit dem Leser gegenüber so wichtig, damit diese Verbrechen an der Menschlickeit nicht vergessen werden.

Zur Edition: Eine Vorbemerkung der Übersetzerin leitet das Buch ein. Originalbildaufnahmen aus dem Ghetto runden die Ausgabe ab.
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am 26. Juni 2014
Das Buch wurde mir empfohlen - zu Recht!

Ich bin fast 30 Jahre alt und habe mich schon immer viel mit dem 2. Weltkrieg beschäftigt. Aber DAS!

Ich habe das Buch nach einer Empfehlung meinem kleinen Bruder (14 Jahre) geschenkt. Wahrscheinlich war das aber die falsche Entscheidung. Meine Mutter (Jahrgang 1959) hat das Buch vorab gelesen (mein Bruder liest leider ungern) und es für "zu krass" befunden. Sie war untypischerweise aufeglöst und geschockt. Sie hat zur Bewältigung der Erkenntnisse (und natürlich der historischen Fakten) Besuche in den KZ-Gedenkstätten vorgeschlagen. Auch mir (Jahrgang 1984) hat das Buch die Augen geöffnet. FAZIT: Das Buch rüttelt wach, ist aber nichts für Kinder!

Solly Ganor wollte Licht in das Dunkel bringen und hat es geschafft! Leider enthält der Erfahrungsbericht sehr wenig Licht...
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am 19. Dezember 2015
ich habe das Buch bei einer Schullesung kennen gelernt, die 400 Schüler über 90 Minuten in ihren Bann gezogen hat ([...]). Ich hab Rotz und Wasser geheult und in machen Momenten gelacht. Ein wunderbares Zeitzeugnis!
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am 23. November 2011
Ich kenne Solly Ganor gut, und ich übertreibe nicht, wenn ich sage, dass das was er schreibt nicht übertrieben ist.
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am 9. August 2013
Diese Ansichten durch einen Mann, den ich bereits persönlich kennen lernen durfte, geben einen erschreckenden Eindruck über leider reale Vorgänge der damaligen Zeit.
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