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27 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mit einem einzigen Brief kann man keine Meisternovelle erschaffen? - Man kann!
Der "Brief einer Unbekannten" erschien erstmals 1922 in der Sammlung "Amok. Novellen einer Leidenschaft". Und wahrlich, mit Leidenschaften kannte sich Stefan Zweig bestens aus. Er besaß sie nicht nur, er beobachtete sie, formte sie in seinem Innern und bannte sie wie wohl kein Zweiter in stilistisch feinster Manier auf Papier.

Leidenschaften reißen...
Veröffentlicht am 9. April 2007 von A. Wolf

versus
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Hörbuch
"Brief einer Unbekannten" ist, wenn man es als Hörbuch betrachtet und die Geschichte erst einmal beiseite lässt, sehr gelungen. Die Produktion umfasst 2 CDs. Umrahmt wird die Geschichte von Felix von Manteuffel, der liest, wie der berühmte Schriftsteller R. einen Brief zu seinem 41. Geburtstag erhält und was sich nach der Lektüre des Briefes in...
Veröffentlicht am 29. Januar 2012 von Villette


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27 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mit einem einzigen Brief kann man keine Meisternovelle erschaffen? - Man kann!, 9. April 2007
Von 
A. Wolf (Wiesbaden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Brief einer Unbekannten: Erzählung (Taschenbuch)
Der "Brief einer Unbekannten" erschien erstmals 1922 in der Sammlung "Amok. Novellen einer Leidenschaft". Und wahrlich, mit Leidenschaften kannte sich Stefan Zweig bestens aus. Er besaß sie nicht nur, er beobachtete sie, formte sie in seinem Innern und bannte sie wie wohl kein Zweiter in stilistisch feinster Manier auf Papier.

Leidenschaften reißen mit, aber sie bergen auch den Kontrollverlust in sich. Der Mensch läuft Gefahr, seiner Leidenschaft dergestalt ausgeliefert zu sein, dass sie sein Leben willkürlich lenkt.
Und eine solche Form der Leidenschaft entblättert sich in dieser Novelle vor dem Leser eines Briefes. Er, ein berühmter, oberflächlicher und durchaus libidinöser Schriftsteller, liest die Zeilen einer Verehrerin. Dabei tritt nicht nur die hingebungsvolle Passion einer jungen Frau, sondern auch das damit im Zusammenhang stehende menschliche Versagen zutage.

"(...) Was war mir Freundschaft, was meine Existenz gegen die Ungeduld, wieder einmal Deine Lippen zu fühlen, dein Wort weich gegen mich gesprochen zu hören. So habe ich Dich geliebt, nun kann ich es dir sagen, da alles vorbei ist und vergangen. Und ich glaube, riefest Du mich von meinem Sterbebette, so käme mir plötzlich die Kraft, aufzustehen und mit Dir zu gehen."

Diese Form der leidenschaftlichen Liebe, die in ihrer Absolutheit und Unbedingtheit, wie sie die Protagonistin vorträgt, etwa an die zwischen Catherine und Heathcliff in Emily Brontes "Stürmhöhe" erinnert, trägt nur ein Manko: Sie blieb einseitig.
"Dir, der du mich nie gekannt" lautet die Überschrift des Briefs. Und in der Tat muss der Leser des Briefes - wie auch der Leser der Novelle - am Ende eine zweite Form falscher Leidenschaftlichkeit erkennen: oberflächliche.

Fazit: Die Form der Psychologisierung, die Zweig seinen Novellen einzuhauchen wusste, fesselt den Leser auch heute noch. Sein Stil, fließende und kunstvolle Satzgebilde, ist überragend. Die im Brief angelegte stufenweise Entblößung stellt einen kleinen Kunstgriff dar, eingeklammert mit den Reaktionen des Schriftstellers vor und nach dem Öfnnen des Briefes. Ohne Zweifel reiht sich "Brief einer Unbekanntem" nahtlos in die großen Novellenschöpfungen Zweigs ein.
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57 von 60 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lesenswert!, 29. Juni 2001
Rezension bezieht sich auf: Brief einer Unbekannten: Erzählung (Taschenbuch)
Bei "Brief einer Unbekannten" handelt es sich bestimmt nicht um Stefan Zweigs (1881 - 1942) bekanntestes Werk, doch zählt es für mich trotzdem zu einer seiner besten Erzählungen:
Der bekannte Romanschriftsteller R. (nach Kafka-Manier erfährt man nie den ganzen Namen) erhält an seinem 41. Geburtstag einen merkwürdigen Brief ohne Absender und Unterschrift. "Dir, der Du mich nie gekannt" steht als Anruf oben auf der ersten Seite. Auf den nächsten 90 Seiten des Buches wird der Inhalt dieses Briefes wiedergegeben.
Es ist der Brief einer Frau, deren Kind vor wenigen Stunden gestorben ist und diese Frau gesteht R., dass sie ihn seit ihrem 13. Lebensjahr liebt. Sie hat einst in der Wohnung ihm gegenüber gewohnt als sie noch ein Kind war. Sie war von Anfang an von ihm fasziniert, doch er nahm sie nie wahr. Als sie wegziehen musste brach eine Welt für sie zusammen, doch sie war fest überzeugt von der Liebe zu ihm; so fest, dass sie nach zwei Jahren zurückkehrt und von da an jeden Abend vor seinem Fenster steht. Einmal spricht er sie an, aber erkennt sie nicht als ehemaliges Nachbarskind wieder. Sie gehen aus, schlagen miteinander. Noch zwei Treffen, dann verreist er für längere Zeit. Sie ist schwanger, sagt ihm jedoch nichts, will ihn nicht belasten, obwohl sie sich sicher ist, dass er sie unterstützen würde. So sehr liebt sie ihn. Da sie sehr schön ist, wird sie (beruflich sozusagen) die Geliebte reicher Herren, um des Kindes willen. Nach Jahren trifft sie R. wieder: er erkennt sie nicht, obwohl sie Anspielung macht. Sie schlafen miteinander, er bezahlt sie, denkt sie wäre eine Prostituierte. Sie ist gedemütigt, will doch nur, dass er sie erkennt, sich an sie erinnert. Doch sie hofft vergebens und liebt ihn weiter, den Rest ihres Lebens.
Als er den Brief erhält, ist sie, wie auch das gemeinsame Kind, schon tot. Er überlegt, denkt nach, doch kann sich nicht erinnern an die Frau, die ihn ihr Leben lang liebte und ihm ihr ganzes Dasein weihte. Die Erzählung endet mit den wunderschönen Worten: "... und er dachte an die Unbekannte körperlos und leidenschaftlich wie an ferne Musik."
Diese Erzählung Stefan Zweigs, geschrieben in wundervoll poetischer Sprache, macht traurig und nachdenklich. Man empfindet Mitleid für eine Romanfigur und steht einer Geschichte gegenüber, die unglaubwürdig scheint. Doch denkt man darüber nach, so kann man sich doch vorstellen, dass sie im Ansatz so geschehen könnte.
Sehr lesenswert. Ein Buch, das mit nur 92 Seiten gut für einen ruhigen Lesenachmittag geeignet ist.
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16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Brilliant, 19. Oktober 2004
Rezension bezieht sich auf: Brief einer Unbekannten: Erzählung (Taschenbuch)
Als ihr Kind stirbt, entschliesst sich die "Unbekannte" dessen Vater einen Brief zu schreiben. So erfährt dieser von der Geschichte einer ehemaligen Geliebten, die er längst vergessen hat.
Auf der einen Seite steht des Egoismus der "Unbekannten", die dem Vater des gestorbenen Kindes nie die Chance gab sich um dieses zu kümmern (wobei offen bleibt ob dieser überhaupt ein Interesse daran gehabt hätte). Den Brief erhält der Empfänger erst nach dem Tode der ehemaligen "Geliebten", was ihm jegliche Aussicht auf "Wiedergutmachung" nimmt. Das Verhalten der "Unbekannten" ist daher mindestens genauso grausam, wie das des Schriftstellers.
Andererseits zeigt sich die Leichtlebigkeit eines berühmten Autors, der mit vollen Händen nimmt was er bekommen kann, ohne die Konsequenzen seines Verhaltens den Frauen gegenüber zu bedenken. Er ist ein typisches Bild für einen Lebemann, dem nur sein eigenes Belangen von Bedeutung ist.
Wieder einmal zeigt Zweig, dass knapp einhundert Seiten völlig ausreichen um den Leser auf lange Zeit (auch wenn das Buch in ein paar Stunden ausgelesen ist) zu beschäftigen!
Achtung: Der "Brief einer Unbekannten" ist Teil der "Meisternovellen" von S. Zweig - Nicht doppelt kaufen!
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zweigs Meisterwerk als Hörbuch, 3. April 2007
Rezension bezieht sich auf: Brief einer Unbekannten
Nach langer Zeit ist nun endlich wieder eine Hörbuchfassung von "Brief einer Unbekannten" auf dem Markt. Und eine sehr gelungene, denn Leslie Malton liest den Stoff von Zweig wirklich sehr schön. Was mich jedoch gleich zu der Einspielung bringt, auf deren CD-Veröffentlichung ich schon lange warte, nämlich auf die aus dem Jahr 1963 mit Ruth Leuwerik und Helmut Käutner. Was Leslie Malton in der Neueinspielung von 2007/2009 vorträgt, das durchlebt Ruth Leuwerik in der alten Einspielung; ihre einzigartige Stimme erweckt von Anfang bis Ende - ohne dabei je ins Kitschige abzurutschen - den Geist dieser Erzählung wie eine Sinfonie zum Leben. Sprechkultur in ihrer vollendetsten Form! Es gibt viele Stellen, die bei Leslie Malton sehr einfühlsam gelesen sind. Hört man sich aber dann im Vergleich dieselbe Stelle bei Ruth Leuwerik an, so scheinen - ohne dabei die Leistung Leslie Maltons schmälern zu wollen - noch einmal Welten dazwischen zu liegen. Ruth Leuwerik hatte schon immer die Gabe, mit ihrer Stimme Feinheiten auszudrücken, wie ich sie sonst noch nie gehört habe. Und gerade bei diesem Stoff, mit dem man extrem behutsam umgehen muss, findet sie Töne, die so zart sind - zart, wie das kaum hörbare Schwingen einer Violinensaite, voller Seele, aber eben nicht kitschig oder nach Gefühlen haschend, sondern einfach nur von herzergreifender Authentizität. Die Neufassung ist eine Einspielung, die ich sehr begrüße. Die alte Fassung ist jedoch ein Kleinod, das hoffentlich bald wieder einer größeren Öffentlichkeit zugänglich sein wird. Die Deutsche Grammphon prüft derzeit, ob sie noch Rechteinhaber ist und erwägt eine Neuveröffentlichung auf CD. Auf daß es ihr gelinge!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Resignierten, sie sind ja erst die wahren Wissenden. (S.49), 30. August 2012
Von 
Steffen Rutter (Singapore) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Brief einer Unbekannten: Erzählung (Taschenbuch)
'"Ich sagte Dir schon, ich wußte nicht deutlich, was ich wollte: Dir zu Füßen fallen und Dich bitten, mich zu behalten als Magd, als Sklavin, und ich fürchte, Du wirst lächeln über diesen unschuldigen Fanatismus einer Fünfzehnjährigen, aber Geliebter, Du würdest nicht mehr lächeln, wüstest Du, wie ich damals draußen im eiskalten Gange stand, starr vor Angst und doch vorwärts gestoßen von einer unfassbaren Macht, und wie ich den Arm, den zitternden, mir gewissermaßen vom Leib losriß, dass er sich hob und - es war ein Kampf durch die Ewigkeit entsetzlicher Sekunden - den Finger auf den Knopf der Türklingel drückte. Noch heute gellst mir im Ohr, dies schrille Klingelzeichen, und dann die Stille danach, wo mir das Herz stillstand, wo mein ganzes Blut anhielt und nur lauschte, ob Du kämest. Aber Du kamst nicht. Niemand kam." (S. 35/36)

Dafür aber ein 'Brief einer Unbekannten', welcher mit schonungslosem Blick auf das zeitlose Miteinander der Geschlechter zur Resignation treibt. "Die Resignierten, sie sind ja erst die wahren Wissenden." (S. 49) Denn fürchten nicht beide Geschlechter insgeheim, "daß das Gesicht eines Mädchens, einer Frau etwas ungemein Wandelhaftes sein muß für einen Mann, weil es meist nur Spiegel ist, bald einer Leidenschaft, bald einer Kindlichkeit, bald eines Müdeseins, und so leicht verfließt wie ein Bildnis im Spiegel, daß also ein Mann leichter das Antlitz einer Frau verlieren kann, weil das Alter darin durchwandelt mit Schatten und Licht, weil die Kleidung es von einemmal zum anderen anders rahmt"? (S. 49) Dienen solche Zeilen nicht "als eine Erinnerung an eine, an die Du Dich doch nicht erinnertest, die Du doch nicht erkanntest, selbst jetzt, da sie Dir nahe war, Hand in Hand und Lippe an Lippe." (S. 82) Denn ist nicht verständlich, dass die nicht Erkannte nicht erkennt? "Aber wer bist Du mir, Du, der Du mich niemals, niemals erkennst, der an mir vorübergeht wie an einem Wasser, der auf mich tritt wie auf einen Stein, der immer geht und weiter geht und mich läßt in ewigem Warten?" ( S. 89)

Was kann am Ende bleiben als die Gewissheit, "ich war Dir wiederum nur das Abenteuer, das Namenlose, die heiße Stunde, die im Rauch des Vergessens spurlos sich löst." (S. 84) Nun, in Zeiten, in denen es keinen 'Brief einer Unbekannten' mehr gibt, leider nicht einmal mehr das. "Er spürte den Tod und spürte unsterbliche Liebe: innen brach etwas auf in seiner Seele, und er dachte an die Unsichtbare körperlos und leidenschaftlich wie an eine ferne Musik." (S. 93)
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Hörbuch, 29. Januar 2012
Von 
Villette - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Brief einer Unbekannten (Audio CD)
"Brief einer Unbekannten" ist, wenn man es als Hörbuch betrachtet und die Geschichte erst einmal beiseite lässt, sehr gelungen. Die Produktion umfasst 2 CDs. Umrahmt wird die Geschichte von Felix von Manteuffel, der liest, wie der berühmte Schriftsteller R. einen Brief zu seinem 41. Geburtstag erhält und was sich nach der Lektüre des Briefes in ihm ereignet. Dazwischen hört man nur die Stimme von Leslie Malton, Manteuffels Frau. Sie findet genau den richtigen Ton der namenlosen Briefeschreiberin und zieht den Hörer bis zum Ende mit sich.

Was die Geschichte angeht, so muss ich zugeben, dass es mir ein Rätsel ist, dass sie auf diese Zustimmung stößt. Natürlich ist sie perfekt inszeniert, die Sprache ist hervorragend und teilweise geht einem das Schicksal der Briefeschreiberin auch nah. Auf der anderen Seite kam in mir nicht selten das Gefühl auf, dass diese Geschichte ganz offenbar von einem Mann geschrieben wurde, dem die Vorstellung totaler Hörigkeit durch eine Frau bei gleichzeitiger Freiheit des Mannes nicht unbequem war. Welcher Mann wünscht sich nicht, absolut geliebt und verehrt zu werden, egal, wie er diese Liebende behandelt? Schriftsteller R. genießt sein Leben, erkennt die Unbekannte nicht, obwohl sie als Kind nebenan wohnte und er im Laufe von 10 Jahren 2 kurze Affairen mit ihr hat, bevor er sie wieder in aller Würde fallen lässt. Er ist vollkommen auf sich und seinen Genuss fixiert, lebt in seinem Augenblick und sie, sie lebt nur für ihn. Erst als das gemeinsame Kind stirbt, von dem er natürlich nichts weiß, schreibt sie ihm von ihrer Passion, allerdings im Bewusstsein ihres nahen eigenen Todes. Ihren Namen verrät sie ihm auch dann nicht. Sie bleibt die Unbekannte und kann lediglich einige Erinnerungsfetzen in ihm hervorholen. Sie will nichts von ihm verlangen, was er nicht geben will, und so deutet sie sich nur an. Was soll ich sagen? Ich nehme an, der Fehler liegt irgendwo in meinem Verständnis von Würde und Liebe und Freiheit und darum kann ich die Geschichte nicht als Meisterwerk betrachten.
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22 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Typisch genial, 26. September 2005
Von 
von Klitzing, Maren (Hamburg, Hamburg Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Brief einer Unbekannten: Erzählung (Taschenbuch)
Stefan Zweigs Novelle „Brief einer Unbekannten" fesselt den Leser in einer atemlosen Kurzgeschichte mehr denn je.
Typisch für Stefan Zweig ist es, dass es zwei Handlungsebenen und mehrere Perspektiven gibt, aus denen erzählt wird.
In einer sehr kurz gefassten Rahmenhandlung berichtet ein unbekannter allwissender Erzähler von einem Schriftsteller, der zu seinem Geburtstag einen anonymen Brief bekommt.
Durch diesen Brief, geschrieben aus der erzählerischen Perspektive des Absenders, kommen die Charaktere des weiblichen Absenders sowie des Schriftstellers und eine unfassbare Handlung zum Vorschein.
Die Frau erzählt in einer Verzweiflung, die beim Lesen spürbar ist, von ihrer krankhaften Sucht, die ihr Leben von Kind auf geprägt hat, nach dem Schriftsteller. Dabei kommt sie immer wieder, mit fühlbarer Trauer, auf ihr gerade verstorbenes Kind zurück, welches ihr eine Verbindung zu dem unerreichbaren Geliebten war.
Der Schriftsteller nämlich, ein bekannter hektischer Mann, vergaß sie und seine Affäre mit ihr nach einer Reise und erinnerte sich auch nach einer zweiten Affäre nicht wieder an sie.
Das Wissen, ihr Lebensziel, mit ihm jemals glücklich zu werden, nicht erreichen zu können, ließ sie letztlich Selbstmord begehen. Das tat sie jedoch nicht, bevor sie diesen genialen Brief noch nicht abgeschickt hatte.
Als währe noch nicht genügend Tragik vorhanden, überfällt den Schriftsteller beim Beenden des Briefes eine gewisse Sehnsucht, was zumindest vermuten lässt, dass die Geschichte bei weniger Zurückhaltung der Frau ganz anders ausgefallen wäre.
Diese geniale und sehr kurze Novelle lässt sich gut und schnell in einem Rutsch lesen, ist aber auch ideal um sich mit dem Geschehen um einiges länger auseinanderzusetzen.
Zurecht, meiner Meinung nach, wird diese Novelle als eine seiner „Meisternovellen" gehandelt.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ICH LIEBE ES!!, 13. Oktober 2011
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Brief einer Unbekannten: Erzählung (Taschenbuch)
Es ist mit Abstand das beste Buch was ich je in meinem Leben gelesen hab. Stefan Zweig beschreibt alles so wundervoll und philosophisch ich liebe Seine Art wie er den Wörtern besonderen Glanz verleiht. Dieses Buch habe ich immer in meiner Handtasche weil es einfach immer eine Gelegenheit zu lesen gibt, ob Straßenbahn, Bus, Zug oder einfach mal beim Arzt warten. Es ist das beste und vor allem schönste Buch. Sehr gefühlvoll und traurig aber dennoch so leidenschaftlich. :)
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einfach toll!!!, 6. August 2009
Rezension bezieht sich auf: Brief einer Unbekannten: Erzählung (Taschenbuch)
Zweig bringt es auch diesmal auf den Punkt. So schnell habe ich selten ein Buch verschlungen und selten war ich so gerührt. Wie gekonnt Zweig innere Vorgänge beschreiben kann, eine tolle Sprache, kein Wort zu viel oder zu wenig. Auch wenn ich die Gefühle der Unbekannten zu Anfang fast als manisch empfand wurde ihr Verhalten im Verlauf der Geschichte doch völlig verständlich. Mich hat die Novelle sehr ergriffen und das Buch zählt seitdem zu einem meiner absoluten Libelingsbücher.
Zu meiner Schande (Achtung Vorurteile, Herr Ustinov!) muss ich gestehen, dass ich verwundert war, dass ein Mann so ein Buch schreiben kann. Asche auf mein Haupt!
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Es war mein Schicksal im Leben, es sei es auch in meinem Tod., 19. Januar 2009
Rezension bezieht sich auf: Brief einer Unbekannten: Erzählung (Taschenbuch)
"Nur dieses eine Mal musste ich sprechen zu dir dann gehe ich wieder stumm in mein Dunkel zurück, wie ich immer
stumm neben dir gewesen."....Zeilen die berühren,erschüttern und einen aufmerksam lesen lassen.
Brief einer unbekannten? Ein Briefroman in dessen eine Frau sich zu Wort meldet, und eine Lebensgeschichte preisgibt die ganz und gar der Liebe zu einen Mann gewidmet ist.
Absolut lesenswert....man legt das Buch beiseite und begibt sich auf eine Gedankenreise, zwischen diesen zwei Figuren und der eigenen Auffassung der Liebe.
Gibt es sowas? Die Meinungen gehen da auseinander und ich denke, man vermag nicht zu urteilen, wozu Liebe fähig ist.
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Brief einer Unbekannten: Erzählung
Brief einer Unbekannten: Erzählung von Stefan Zweig (Taschenbuch - 1. Januar 1996)
EUR 7,99
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