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25
4,4 von 5 Sternen
Seelenfinsternis: Die Depression eines Psychiaters
Format: TaschenbuchÄndern
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19 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 18. September 2010
So recht meine Freude habe ich an diesem Werk des niederländischen Psychiaters nicht gefunden. Kuiper schreibt leider zu oft etwas farblos und "blutleer" (was er übrigens als Manko bei anderen Psychiatern und Lehrgebäuden amüsanter weise im Buch kritisiert), die im Buch wenig greifbare Entwicklung und der Fortgang seiner Erkrankung ist zusätzlich gerne überlagert von eher zusammenhangslosen Einschüben zu irgendwelchen Ereignissen und Personen und Erinnerungen, deren Rolle bei seiner Erkrankung und für dieses Buch überwiegend weitgehend unklar bleibt oder nicht einsehbar ist.
Auch seinen eigenen Depressions-Fall vermag Kuiper eher wenig anschaulich und packend zu schildern, zumal Kuiper an psychotischer Depression erkrankt war, ein Krankheitsbild, dass sich beträchtlich von der meistverbreiteten Depressions-Art unterscheidet. So dass die meisten Angehörigen an Depression Erkrankter - wie die Erkrankten selber - mit anderen Erfahrungsberichten vermutlich besser bedient werden.

Und immer wieder begegnen dem Leser vollmundige Ankündigungen, dass dies und jenes ja nur die Vorstufe, ein Vorspiel oder Schatten dessen gewesen sei, was noch kommen sollte - und man wartet und liest, aber es geschieht nichts bis wenig - bzw. er leiert fast mehr die weiteren Ereignisse herunter - was diesen Spannungsaufbau fortführt. Das Buch plätschert einfach überwiegend weiter, in Tonfall und Aufbau.

Ganz gegen Ende des Buches gelangt man in den rein fachlichen kurzen Teil zur (psychotischen) Depression, hier - und leider weitgehend nur hier - kann Kuiper überzeugen, schreibt kompetent, durchaus "packend" und hilfreich. Übrigens auch bei seinen Ausführungen zu seinem Freund Alexander Mitscherlich. Ein auffallender, etwas rätselhafter Kontrast zum Großteil des Buches.

Dennoch, nach der Lektüre kennt man zumindest die psychotische Depression etwas näher, hat ein wenig Einblick erhalten in die (Binnen-)Welt schwerer psychiatrischer Störungen.
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 6. September 2010
Ich fand dieses Buch persönlich nicht so toll. Sehr speziell auf seine eigene Art und Interessen für
Musik und Malerei. Für die Angehörigen erst ab Seite 180 kurz interessant.Für Betroffene und Angehörige
eher nicht geeignet. Mir fehlen die ganz normalen typischen Alltagssituationen und Probleme der Patienten,
sowie die Reaktionen des Umfeldes darauf.
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1 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 19. Januar 2014
Wie kann man aus einem so spannenden Thema ein so langweiliges Buch machen? Ich habe mich hindurchgequält, doch das Resultat hat mich nicht befriedigt.
Da erkrankt ein Psychiater und ausgebildeter Psychotherapeut Freudscher Schule schwer an einer psychotischen Depression und wird durch MEDIKAMENTE geheilt. Das ist wohl auch der Grund, warum die Barmer Ersatzkasse dieses Buch für Angehörige empfiehlt: Patient "geisteskrank", Gehirn bekommt Stimulantien, Patient gesund....
Beim Lesen ist mir allerdings sehr viel mehr als diese Heilsgeschichte aufgefallen. Von Haus aus Adlerianerin und von Tarab Tulku XI in buddhistisch orientierter Psychotherapie ausgebildet, fragte ich mich immerzu, warum dieses Kuipersche egozentrierte Ich niemals im Mittelpunkt der Behandlungen stand. Ist alles nur dem Hirnstoffwechsel zuzurechnen? Was ist mit all den Persönlichkeitsmodellen verschiedenster psychotherapeutischer Richtungen? Was ist mit Ethik, Menschenbild und Selbstentwicklung?
Ganz ehrlich, die von Kuiper selbst erbrachten freudianischen Analysen seines Zustandes waren für mich zum Teil haarsträubend und verstärkten meine "Vorurteile" gegenüber der Freudianischen Sicht und Methode. Da ist nichts, was der womöglich unvorbereitete Leser auf sich selbst übertragen könnte.
Da unser Selbst nicht nur dazu angelegt ist, sich um sich selbst zu drehen und sich über seine vermeintliche Außenwirkung zu nähren, verwundert es keineswegs, dass nach etlichen Jahren egomanischer Selbstumdrehungen Depressionen auftreten, "Stillhaltepausen" mit sich selbst, die zum Nach- püren und Nach-Denken auffordern sollen und zu tieferer Empfindung und Weisheit führen, wenn man bereit ist, sich auf das gesamte "Geist-Feld" alles Lebendigen einzulassen.... Dr. phil. STM Ute Hofmann-Hanf-Dressler, Schule für Tibetische Heilkunst
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