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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Laut IKS...muss man immer tun, was die Vorgesetzten anordnen."
Catch-22 erzählt von den Eskapaden des Bombardierers Captain Yossarián und seiner Gefährten, die während des Zweiten Weltkrieges in Italien stationiert sind.

Der Protagonist Yossarián ist ein Charakter, den man trotz seiner Mängel durchweg mögen muss. Jeder seiner Mitstreiter ist so gut beschrieben, dass man sich emotional...
Veröffentlicht am 13. Juni 2011 von satsche

versus
18 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Geschmackssache
Sie haben konkrete Vorstellungen davon, wie ein (Antikriegs-)Roman geschrieben sein sollte? Werfen Sie diese besser gleich über Bord, denn hier kommt "Catch 22" - eine Kriegssatire (herausgegeben Anfang der sechziger Jahre) der etwas anderen Art. Mittels hanebüchenen Dialogen, verrückten Charakteren, und absolut absurden Geschehnissen (da nimmt der...
Veröffentlicht am 29. Juli 2002 von Tom Bola


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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Laut IKS...muss man immer tun, was die Vorgesetzten anordnen.", 13. Juni 2011
Rezension bezieht sich auf: Catch 22: Roman (Taschenbuch)
Catch-22 erzählt von den Eskapaden des Bombardierers Captain Yossarián und seiner Gefährten, die während des Zweiten Weltkrieges in Italien stationiert sind.

Der Protagonist Yossarián ist ein Charakter, den man trotz seiner Mängel durchweg mögen muss. Jeder seiner Mitstreiter ist so gut beschrieben, dass man sich emotional mit ihnen verbunden fühlt; entweder man mag ihn, oder man hasst ihn. Man lacht, wenn sie komische Dinge tun oder sich in lächerliche Situationen begeben. Man freut sich, wenn sie die Liebe finden, man ist betrübt, wenn ihnen etwas Schlechtes widerfährt. Heller beschrieb seine Charaktere ziemlich gut.

Besonders mochte ich die Diskussionen über Gott in diesem Roman, obgleich die wirklich Gläubigen sie wahrscheinlich anstößig finden würden. Nichts - nicht einmal Gott - ist Heller in seinem Buch heilig. Neben Religion werden auch Liebe, das Leben an sich und Wahnsinn besprochen und diskutiert. Genau genommen ist Catch-22 voll von Diskussionen über den Wahnsinn, denn niemand ist sicher davor, verrückt zu werden. Yossarián nicht, seine Vorgesetzten nicht und natürlich auch keiner seiner Freunde - jeder in diesem Werk besitzt einen Schatten von Irrsinn.

Ich konnte mich nicht von diesem Buch losreißen und musste oft über die zahlreichen Szenarien lachen, die häufig befremdlich und albern sind. Da Szenen der Prostitution und des Krieges oftmals mit erschreckenden Details beschrieben werden, ist dies kein Buch für diejenigen, die vor solcherlei Beschreibungen zurückschrecken.

Catch-22 ist kein Buch für Nervenschwache. Wenn du mit Erörterungen über Sinnlosigkeit, Sex und Krieg umgehen kannst und ein Buch möchtest, bei dem du lachen und manchmal betrübt sein kannst, ist Catch-22 von Joseph Heller das richtige Buch für dich.
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17 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Catch 22, Joseph Hellers Kultroman, 11. Oktober 2005
Von 
Franz Waditzer "waditzer" (St.Veit an der Glan) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Catch 22: Roman (Taschenbuch)
Captain John Yossarian, der den 2. Weltkrieg als Bombenschütze mitmacht, will sein Leben vor verschiedenen irrealen oder realen Bedrohungen schützen. Ihm bleiben nur zwei völlig untaugliche Mittel: Er läßt sich unzählige Male krank schreiben, und er versucht, die nötige Anzahl an Feindflügen zu absolvieren, damit er endlich nach Hause geschickt wird.
Diese Mindestanzahl an notwendigen Feindflügen für den Heimaturlaub wird jedoch kontinuierlich erhöht.
Die alternative Möglichkeit, nämlich durch eine Erkrankung nach Hause geschickt zu werden, macht aber eine obskure Regel, genannt Catch-22, mit paradoxen Begründungen unmöglich: So kann beispielsweise nur nach Hause geschickt werden, wer geisteskrank ist.
Wer aber verlangt, nach Hause geschickt zu werden, kann nicht geisteskrank sein und dem wird der Heimaturlaub nicht zugestanden. Logischerweise ist der Wunsch, sein Leben durch Drücken vor dem Kriegsdienst zu retten, ein Beweis für das tadellose Funktionieren des Verstandes...
Unmittelbare Kriegshandlungen kommen im Roman kaum vor. Überhaupt spielt das Gewinnen des Kriegs in der Motivation der Romanfiguren nur eine untergeordnete Rolle: Colonel Cathcart will auf die Titelseiten des Life-Magazines. General Peckem will durch elegante Memos befördert werden. Colonel Schittkopp will Paraden abhalten. Milo Minderbinder möchte ein Schwarzmarkt-Kartell aufbauen. Hungry Joe möchte nackte Frauen fotografieren und Yossarian möchte einfach nur mit heiler Haut aus dem Krieg herauskommen.
Der Krieg wird als völlig indiskutabel dargestellt, da alle Ideale des Kriege als Nonsens entlarvt werden (Patriotismus, Nationalismus, Kriegsindustrie, der Glaube Gott auf seiner Seite zu haben, Heldentum, Obrigkeitsdenken).
Ein Kultroman, der auch grandios verfilmt wurde.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Von der Verlängerung des Lebens in den Zeiten des Krieges, 30. März 2010
Von 
sabatayn76 - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Inhalt:
Joseph Heller erzählt von einer amerikanischen Bomberbasis auf einer fiktiven italienischen Mittelmeerinsel. Dabei lässt der Autor eine Vielzahl skurriler Personen zu Wort kommen und beschreibt groteske Szenarien: Yossarián versucht vergeblich, fluguntauglich geschrieben zu werden, oder verbringt seine Zeit im Lazarett. Dunbar möchte seine Lebensdauer durch Langeweile verlängern. Havermeyer schießt derweil auf Feldmäuse und ist als Bombenschütze ohne Ausweichmanöver gefürchtet. Und Colonel Cathcart erhöht die Zahl der geforderten Feindflüge, sobald die Flieger ihr Ziel erreicht haben oder kurz davor stehen.

Mein Eindruck:
Von Anfang bis Ende ist 'Catch 22' absurd und zeigt damit die Absurdität von Krieg, Patriotismus, Obrigkeits- und Hierarchiedenken sowie die Unsinnigkeit von Töten und Getötet werden aus Gründen der Vaterlandsliebe. Der Leser wird dabei mit Sätzen wie 'Doc Daneeka war Yossariáns Freund und stets bereit, nichts, was in seinen Kräften stand, für ihn zu tun.' oder 'Rassenvorurteile sind schrecklich, Yossarián. Wirklich. Es ist schrecklich, wenn ein anständiger, loyaler Indianer genauso behandelt wird wie die Nigger, die Itzigs, die Makkaronis oder die Froschfresser.' oder 'Man wird doch schließlich keine Verrückten an die Front schicken.' - 'Wen denn sonst?'' konfrontiert und kann sich bisweilen nicht zwischen Lachen und im Hals stecken bleibendem Lachen entscheiden.
Meiner Meinung nach weist das Buch bisweilen Längen auf, ist etwas zu abschweifend und ausufernd, aber die meiste Zeit wurde ich sehr gut unterhalten.

Mein Resümee:
Man muss sich auf den Humor des Autors einlassen können - und wird dann belohnt mit hinreißend skurrilen Dialogen, wahnwitzigen Situationen, wunderbar kauzigen Protagonisten und einer wichtigen und gut durchdachten Anti-Kriegs-Botschaft.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die absurde Logik des Krieges, 10. August 2011
Von 
Rolf Dobelli (Luzern, Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Catch 22: Roman (Taschenbuch)
In der englischen Sprache hat der Titel von Joseph Hellers Erfolgsroman Eingang ins Wörterbuch gefunden: Catch 22" bezeichnet eine No-win-Situation, einen logischen Widerspruch, der verunmöglicht, dass man zum Ziel kommt, egal wie man eine Sache dreht und wendet. Ein solches Dilemma erlebt im Buch der US-Soldat Yossarián: Als Pilot im Zweiten Weltkrieg bangt er um sein Leben und will keine Einsätze mehr fliegen. Die Militärgesetze sehen vor, dass jeder Soldat, der verrückt geworden ist, aus der Armee entlassen wird. Nur wird Yossarián, als er sich als verrückt meldet, leider als völlig gesund eingestuft - denn was gibt es Normaleres, als vor dem Krieg flüchten zu wollen? Joseph Hellers Roman war mit seiner wenig heldenhaften Darstellung der amerikanischen Kriegseinsätze bei der Veröffentlichung 1961 sehr umstritten. Der Autor gab später zu, dass er sich beim Schreiben für den Krieg an sich gar nicht so sehr interessiert habe. Vielmehr sei es ihm um die bürokratischen Verstrickungen gegangen, die den ganzen Wahnsinn erst ermöglichen würden.
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17 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein wirkliches Kultbuch, 24. Mai 2006
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Catch 22: Roman (Taschenbuch)
Der Begriff Kult wird ja heute inflationär verwendet - letztlich auch für Bücher. Doch unter Lesern, die sich auch über Genregrenzen hinweg auskennen, dürfte Einigkeit darüber herrschen, dass der Begriff "Kultbuch" für "Catch 22" wirklich und wahrhaftig zutrifft.

Übrigens - so lese ich in der mir vorliegenden Ausgabe - ist "Catch 22" im Original nie in irgendeiner Bestsellerliste aufgetaucht. Auch das paßt zum Kult.

"Catch 22" ist mein absolutes Lieblingsbuch - ich glaube, ich habe es seit meiner "Entdeckung" im Jahre 1988 etwa zehnmal gelesen.

Es ist allerdings meines Erachtens nach eines der wenigen typischen "Männerbücher" der Weltliteratur. Ich habe jedenfalls noch keine weibliche Leseratte gefunden, die die Begeisterung für dieses Buch teilt.

Das meine ich als Mann durchaus selbstkritisch. Denn diese groteske Welt, in der sich Captain Yossarian behaupten muß, ist ja eine von Männern geschaffene Welt. Die aberwitzige, blödsinnige Welt des Militärs, des Krieges, der Vernichtung, des Stumpfsinns...

So ganz neu ist die Idee des Autors Joseph Heller freilich nicht, das alles gab es schon beim Soldaten Schweijk.

Es ist Heller aber nichts desto trotz gelungen, die perfekte Tragik-Komödie zu schreiben. (So ist doch das Leben: Tragik und Komik liegen eng beieinander - wie bei den Sargträgern, denen der Sarg aus den Händen fällt; wie beim Selbstmörder, dem der Baum umknickt; oder dem Liebhaber, dem beim Fremdgehen der Hexenschuß erwischt...)

Die Personen, die Situationen, die Dialoge - superstark.

Es gibt nur ein paar ganz wenige langatmigere Abschnitte und das Ende ist etwas zu pathetisch geraten. Aber das sind Petitessen.

Den Film fand ich persönlich übrigens bei weitem nicht so gelungen (im Verhältnis zu filmischen Adaptionen anderer Kultbücher).

Tipp: Wer "Catch 22" mag, sollte unbedingt "Tod in Hollywood" von Evelyn Waugh lesen. Auch hier muß sich der Held (der ein etwas introvertierterer Zwilling von Yossarian sein könnte) in einer völlig blödsinnigen Umwelt behaupten (dem amerikanischen Beerdigungswesen!). Na denn, viel Spaß!
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23 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Krieg und seine Geschöpfe, 28. Januar 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Catch 22: Roman (Taschenbuch)
Captain Yossarian werkt in den 40er Jahren als Bomberpilot in Italien: Dem Druck, dem rigiden, militärischen System, Zucht, Ordnung und unmenschlichen Dienstanweisungen zwingt den Bomberpiloten Yossarian in immer verrücktere Verhaltensnormen. Er bleibt menschlich, weigert sich seine Bombenladung auf Ferrara abzuladen, er sucht Zuflucht im Krankenrevier, später beim Kompaniepfaffen, der selbst auf der Flucht zu sein scheint.
Es ist ein aufrichtiges Buch über den Krieg, daher zutiefst subversiv, wie vordem "Der brave Soldat Schwejk" und danach "M.A.S.H.", unerreicht in seiner Fülle.
Längst hat ein Autor Joseph Hellers Buch in die moderne, globalisierte Welt unserer Arbeitsplätze übertragen: Philip Bronson schrieb mit "Die Broker" einen Roman, den er selbst als "Catch 22" der Finanzmärkte bezeichnet hat.
Sidney Geeder (Die Broker) und Captain Yossarian finden sich in einer ähnlichen Umgebung: persönlicher Ehrgeiz,Dummheit, Brutalität und Duckmäuserei speisen die Umgebung und entmenschlichen das ganz persönliche Umfeld der beiden Protagonisten derart, daß Gegenreaktionen, und scheinen sie noch so absurd, nicht ausbleiben können.
Mit "Catch 22" schuf Joseph Heller sein Kultbuch.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine Kriegsgroteske für den amerikanischen Literaturkanon, 8. November 2007
Von 
Th. Leibfried "TL" (Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
In einen Kanon der amerikanischen Literatur des 20. Jahrhunderts gehört "Catch 22" von Joseph Heller aus meiner Sicht unbedingt aufgenommen. "Catch 22" ist nicht die erste absurde Beschreibung eines Krieges, Beispiele finden sich in den anderen Rezensionen. Aber es ist die erste Schilderung, die ausschließlich aus Absurditäten bestehen. Es gibt in dem gesamten Buch nicht eine Passage, die dieses Etikett nicht verdient hätte.

Auf Sätze wie: "Das Beste an ihm [Leutnant Schittkopp, Anm. d. V.] war seine Frau, und das Beste an seiner Frau war deren Freundin Dori Duz." muss man erst einmal kommen. Heller reiht eine aberwitzige Situation an die andere. Jeder beschriebene Charakter muss am Ende vom Leser als ver-rückt", also als von der Norm abgerückt, eingestuft werden. Bis eben auf den am Ende desertierenden Protagonisten Yossarián. Schließlich, oder besser von Anfang an, erscheint dem Leser der Krieg an sich als vollkommen sinnfreie Zone. Und genau das war wohl auch die Absicht des Autors.

Ein weiteres Glanzstück aus der Reihe der Süddeutschen Zeitung. Die Glanzstücke sind in der Überzahl, jedenfalls bei den bisher von mir gelesenen Werken. Den fünften Punkt vergebe ich nicht, weil Heller dasselbe erreicht hätte, wenn der Roman einhundert oder einhundertfünfzig Seiten weniger hätte.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Krieg als endgueltige Form des Schwachsinns, 14. Februar 2011
Die Absurditaet des Krieges zu beschreiben, ist genauso absurd wie der Krieg selbst, sollte man meinen. Und Hellers Roman gibt uns recht. Seine Hauptfiguren sind gestoert und fuer jedermann erkenbar, eigentlich nicht mehr einsetzbar im Krieg. Doch gerade dieser Zustand scheint sie dazu zu praedestinieren, im Krieg zu verweilen. Hellers Helden sind Flieger, denen zugestanden wird, bei genauer Betrachtung dessen, was sie tun, als unzurechnungsfaehig eingestuft und somit nach Hause geschickt zu werden. Doch sollte einer von ihnen diesen Zustand fuer sich reklamieren, wird er, da eine solche Erkenntnis nur von einem "gesunden" Verstand vorgenommen werden kann, als normal klassifiziert und zu weiteren Fluegen verurteilt. Ein Kreislauf der Idiotie, der nicht durchbrochen werden kann. Niemand kann sich dem entziehen und so werden mit fortwaehrendem Kriegsverlauf die Verhaltensweisen der Protagonisten immer absurder, wie der Krieg selbst. Krieg und die ihnen zugrunde liegenden Ideale sind Schwachsinn und muessen folgerichtig schwachsinnige Charaktere hervorbringen. Catch22 laesst daran keinen Zeifel aufkommen und schafft es, ohne grosses Kriegsgeschehen und Blutvergiessen diese Theorie eindrucksvoll zu untermauern. Dafuer und fuer die stilistische Form Anerkennung in Form von 5 Sternen.
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9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wie überlebe ich einen Krieg?, 30. Dezember 2002
Rezension bezieht sich auf: Catch 22: Roman (Taschenbuch)
Wer eine Kriegsgeschichte lesen möchte, wie sie Großvater zu erzählen hat - der ist mit diesem Buch schlecht beraten.
Die Hauptdarsteller fuschen sich mit gekonnten Aktionen durch die Kriegsituation. Helle Köpfe, die auf ihre Art versuchen, so viel wie möglich aus diesem Kriege für sich rauszuholen.
Wenn man nicht lacht, dann schmunzelt man. Das Buch ist vom Anfang bis zum Ende absolut unterhaltsam. Selbst das Ende der Geschichte lässt einen Ausrufen:" Wie hätte es auch anders sein sollen!"
Kriegsideale wie "Kameradschaft", "Vaterlandsliebe" und "für eine gute Sache kämpfen" werden hier auf satirische Weise einfach außer acht gelassen.
Vom Humor her erinnert es mich ein wenig an den Humor der Douglas Adams Bücher "Per Anhalter der Galaxis".
Ich jedenfalls wünsche viel Spass beim Lesen.
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Krieg als Absurdes Theater, 12. September 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Catch 22: Roman (Taschenbuch)
Anti-Kriegsbücher und -Filme kommen ja oft als blutiges Spektakel daher, das dann wohl abschreckend wirken soll: Der Wahnsinn des Krieges so plastisch, daß er Ekel hervorruft. Joseph Heller geht einen anderen Weg. Im Mittelpunkt seines Romans steht eine Fliegerstaffel, die gegen Ende des Zweiten Weltkriegs vor Italien stationiert ist und den Truppen an Land Unterstützung aus der Luft bringen soll. Und bei allen, vor allem der Hauptfigur Yossarian, ist die Luft raus. Dominant ist die Angst, bei einem Flug in einen offenbar ohnehin schon gewonnenen Krieg doch noch verletzt oder getötet zu werden. Dominant ist auch das enervierende Lagerleben, mit seinen militärischen Riten und Intrigen. Yossarian begegnet all dem mit einer Mischung aus Sarkasmus und Fatalismus - es ist eben wie es ist, machen wir das witzigste draus. Seinen Vorgesetzten paßt diese Einstellung logischerweise wenig, doch das ficht Yossarian nicht an. Das Buch ist vor allem eines - unterhaltsam; es zeigt aber auch, ganz subtil, was passiert, wenn ganz normale Männer auf einmal in den Krieg geschickt werden. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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Catch 22: Roman
Catch 22: Roman von Joseph Heller (Taschenbuch - 1. Oktober 1994)
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