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52 von 55 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Genial
Der Erzähler schildert die Lebensgeschichten von vier Männern jüdischer Herkunft: diejenige seines englischen Vermieters Dr. Henry Selwyn, seines einstigen Dorfschullehrers Paul Bereyter, seines Großonkels Ambros Adelwarth und des Malers Max Aurach. Alle vier haben in der äußeren oder inneren Emigration die Zeit des Nationalsozialismus...
Am 6. Oktober 2000 veröffentlicht

versus
3 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Sprachlich schlecht.
Ich habe das Buch nicht zu Ende gelesen. Die Kunstsprache des Autors, die nicht einmal vor "gewunken" zurückschreckt, ertrage ich nicht.
Veröffentlicht am 5. November 2010 von J.P.W.


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52 von 55 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Genial, 6. Oktober 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die Ausgewanderten: Vier lange Erzählungen (Taschenbuch)
Der Erzähler schildert die Lebensgeschichten von vier Männern jüdischer Herkunft: diejenige seines englischen Vermieters Dr. Henry Selwyn, seines einstigen Dorfschullehrers Paul Bereyter, seines Großonkels Ambros Adelwarth und des Malers Max Aurach. Alle vier haben in der äußeren oder inneren Emigration die Zeit des Nationalsozialismus überlebt. Doch im Alter werden sie eingeholt von der Erkenntnis dessen, was damals wirklich war, und an dieser Erinnerung zerbrechen sie.
Inhaltlich und sprachlich sind "Die Ausgewanderten" ein einmaliges Werk der deutschen Literatur. Dass Sebalds abgrundtief melancholisches Buch über die Spätschäden des Nationalsozialsozialismus inzwischen beispielsweise ins Englische, Spanische, Französische und Italienische übersetzt wurde, zeigt Sebalds Ruhm und den Rang, den seinem Werk beizumessen ist.
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16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schmerz der Erinnerungslosigkeit, 7. Dezember 2007
Von 
In vier umfangreichen Erzählungen, die unter dem Titel "Die Ausgewanderten" zusammengefaßt sind, bewahrt W.G. Sebald die Erinnerung an die Lebens- und Leidensgeschichte von vier jüdischen Männern auf: sein Vermieter, sein Grundschullehrer, sein Onkel und ein befreundeter Maler.

Mit feinfühliger Zurückhaltung bei gleichzeitiger Detailgenauigkeit erzählt Sebald vom Schicksal dieser europäischen Juden, die aus ihrer Heimat vertrieben wurden, im Alter ihre Entwurzelung nicht mehr ertragen konnten und ihrem Leben ein Ende setzten. Der Autor hat sorgfältig recherchiert, Gespräche geführt, Dokumente und Photos gesammelt und sich zahlreiche Schauplätze angesehen. Indem er versucht, das Leben der Männer zu rekonstruieren, erzählt er auch stets von sich und seinem Schmerz über die hektische Erinnungslosigkeit.

Eine Trauerarbeit, deren melancholischer Grundton sich im Leser festsetzt und lange Zeit nachschwingt.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Lange, langsame, fremdartige Erzählungen, 28. November 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Ausgewanderten: Vier lange Erzählungen (Taschenbuch)
Man sollte wissen, wer Sebald ist, ehe man sich auf diese aus der Zeit gefallenen Erzählungen einlässt. Geduld, Neugier und die Lust an verschlungenen Wegen, die durch Reales und Irreales führen, sind erforderlich. Dann aber erlebt man durch alles Befremdliche hindurch tiefe Melancholie und Verzauberung.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Trauerarbeit, 27. September 2012
Von 
Diethelm Thom - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Die Ausgewanderten: Vier lange Erzählungen (Taschenbuch)
Keiner der Protagonisten in den vier Erzählungen wird mit dem unfreiwilligen Verlust seiner Heimat fertig. Jeder wirkt verwaist und vereinsamt. Je älter die "Ausgewanderten" werden, desto trostloser erscheint ihr Leben. In der vielleicht intensivsten und meisterhaftesten, der dritten Erzählung um Ambros Adelwarth, Sebalds Großonkel, kommt dies besonders eindringlich zum Ausdruck, obwohl sie die einzige Geschichte ist, in der die seelischen Verletzungen nicht in erster Linie etwas mit dem Holocaust zu tun haben.

Dieser Großonkel wurde durch den Tod der Mutter und die äußere Not schon Anfang des Jahrhunderts aus seiner ländlichen Heimat vertrieben. Bereits als Kind wurde Ambros unablässig zum Arbeiten herangezogen, er hatte, wie Sebalds Tante erzählt, keine Kindheit, und es zog ihn bei erster Gelegenheit hinaus aus Deutschland. Wegen seiner Fügsamkeit, Höflichkeit und Zurückhaltung wurde er Kellner in großen Hotels, ging dann nach Amerika und wurde Vertrauter und persönlicher Begleiter verschiedener exzentrischer Geldmagnaten und eines Glücksspielers und Fantasten. Diese engen, auch homosexuellen Bindungen zogen ihn in deren teils exotisches, teils exzentrisches Leben hinein und entfernten ihn so weit von sich selbst, dass er schließlich kein Gefühl mehr von seiner eigenen Person besaß. Seine Versuche, sich an seine Vergangenheit zu erinnern, wurden für ihn in seinen späteren Jahren "eine Qual sowohl als ein Versuch der Selbstbefreiung" (146). Schließlich konnte er sich überhaupt nicht mehr zusammenhängend erinnern, begab sich freiwillig in eine psychiatrische Behandlung, in der er sich bereitwillig einer selbstmörderischen Serie von Elektroschocks auslieferte.

Für diese Figuren ist Erzählen und Erinnern mehr oder weniger auch ein "unbarmherziges Sich-zugrunde-Richten" (146), und das tun sie mitunter auch auf drastische Art. Diese tragische Haltung entspricht dem Lebensgefühl Sebalds, der sich in dem für ihn unheimlichen Schweigen über den Holocaust im Nachkriegsdeutschland auf die Spurensuche nach seinen eigenen Wurzeln und eben dieser Vergangenheit machte. Für ihn ist der Prozess des Erinnerns ebenfalls mühselig. Aber im Gegensatz zu seinen Figuren gelingt ihm als Schriftsteller die Trauerarbeit. Die beschriebene Atmosphäre ist manchmal beklemmend, die Trostlosigkeit ist überwältigend . Aber gleichzeitig wird gerade durch die Trauer hindurch der Blick auf das Lebendige und Menschliche frei, nicht nur für den Autor, sondern auch für den Leser.

Sebald versucht als authentischer Erzähler (auch immer mit seinen persönlichen Fotos) sein inneres Gleichgewicht durch einen förmlichen, ausgewogenen Stil und nicht selten durch einen trockenen Humor zu wahren. Er lässt den Leser an seinen geduldigen Recherchen teilhaben und lässt die Tatsachen und Erzählungen für sich sprechen. Seine Tante berichtet beispielsweise nur, wie Ambros am Schreibtisch gesessen und wie er sich gequält hat, um sich zu erinnern. Sein Warten auf die Elektroschocks wird sodann von dem Psychiater geschildert, der nach Ambros' Tod seinen Beruf nicht mehr ausüben konnte. Der Leser muss diese Schilderungen auffüllen und zu Ende denken. Er steht mit dem Autor da, wo wir heute fast alle als Nachgeborene stehen: Es gibt nur noch die Erzählungen von wenigen Zeitzeugen sowie Texte und Bildmaterial, um sich ein Bild von dem zu machen, was die menschliche Vorstellungskraft fast übersteigt.
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9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sebald war einer der Besten!, 23. Juni 2008
Rezension bezieht sich auf: Die Ausgewanderten: Vier lange Erzählungen (Taschenbuch)
Lesen Sie dieses Buch, wenn Sie sich für die Hintergründe verschlungener Lebenswege interessieren. Lesen Sie es, wenn Sie sich manchmal überlegen, wo Sie selbst in 20,30 Jahren sein werden. Sebald ist ein Künstler der Biographie, der Reflektion und der stillen demütigen Betrachtung des Lebens.
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5.0 von 5 Sternen Schicksale, 18. April 2014
Von 
Volkmar Ernst "Ganesha" (Chauvigny, Frankreich) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Excellente recherche, die durch auftauchende Ortsnamen sehr berührend sind und uns dadurch umsomehr an die Verwurzellung der deutschen Befölkerung mit dem Nationalsozialismus und dem Fremdenhass konfrontieren.
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3 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Sprachlich schlecht., 5. November 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Ausgewanderten: Vier lange Erzählungen (Taschenbuch)
Ich habe das Buch nicht zu Ende gelesen. Die Kunstsprache des Autors, die nicht einmal vor "gewunken" zurückschreckt, ertrage ich nicht.
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3 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Mühsam, 27. Juli 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Ausgewanderten: Vier lange Erzählungen (Taschenbuch)
Ich hatte das Buch für den Urlaub bestellt, aber ich kam damit überhaupt nicht zurecht. Ich fand es leider eher mühsam zu lesen... Ist was für Anspruchsvolle, fürchte ich.
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Die Ausgewanderten: Vier lange Erzählungen
Die Ausgewanderten: Vier lange Erzählungen von W.G. Sebald (Taschenbuch - 1. November 1994)
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