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Kundenrezensionen

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am 15. Mai 2009
Ein 21 jähriges "Mädchen" zeigt allen Männern was Systemkritik und Systemverweigerung bedeutet. Eine unglaubliche Frau und ein unglaublich starkes Buch über die Selbstlosigkeit einer Bewegung, die als einzige begriff, was auf dem deutschen Reichstag auch schon damals stand.
DEM DEUTSCHEN VOLKE.
Heute geraten Sophie und Hans Scholl viel zu sehr in Vergessenheit, ein Stauffenberg ist besser zum populistischen Ausschlachten geeignet.
Dieses Buch erschrickt mit einer emotionslosen Sachlichkeit die mich in jeder Zeile zittern ließ. Es ist keine pathetisch heroische Schrift es ist die nüchterne Schilderung der Abläufe von Beginn bis Ende der weißen Rose.
Möge sich das "Deutsche Volk" immer an den Mut dieser Menschen erinnern.
Diesen Menschen gehörte ein ebensolches Denkmal wie das für die 6 Millionen Juden in Berlin. Leider wird ihnen das wohl ewiglich verwehrt bleiben.
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am 24. März 2008
Es gibt Bücher, die muß man einfach gelesen haben. Dieses Buch gehört für mich ganz klar dazu. Gut les- und nachvollziehbar wird die Geschichte der Weißen Rose erzählt. Hierbei bleiben Hintergrundinformation (vgl. andere Rezensionen) nicht aus. Nicht als historische Abhandlung sondern in Form eines Zeitzeugenberichtes schildert Inge Scholl die Motivation ihrer Geschwister und der anderen Mitglieder der studentischen Widerstandsgruppe. Auch wenn ihr Fokus bei ihrer Schwester Sophie und ihrem Bruder Hans liegt, verliert sie die anderen Mitglieder der Weißen Rose und deren Geschichte nicht aus dem Blick. Dieses Buch vermittelt einen ersten guten Einblick in den studentischen Widerstand gegen das Unrechtsregime des Nationalsozialismuses.

Mich hat das Buch zum Nachdenken angeregt. Solche Schilderungen von geschichtlichem Zeitgeschehen tragen dazu bei, daß wir uns unserer Verantwortung als Deutsche bewußt werden können.

In Summe: Deutsche Geschichte zum Anfassen! Absolut lesenswert!
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am 18. Juli 2011
Keinem, der in den Sechziger Jahren an der Münchner Uni studiert hat, können die alljährlichen Gedenkfeiern zum Todestag der Geschwister Sophie und Hans Scholl und Christian Probsts entgangen sein. Inzwischen wurde im Hauptgebäude der Universität eine sehenswerte Dauerausstellung über die Weiße Rose eingerichtet, die ich gut kenne. Bekannt geworden sind außerdem zwei Filme zu dem Thema:
Die weiße Rose (1982) von Verhoeven und
Sophie Scholl, die letzten Tage (2005) von Rothermund.
Da es nun in Portland in Kürze eine Sophie Scholl Schule geben wird, an deren Namensgebung ich nicht unbeteiligt war, ist es wohl an der Zeit, Inge Aicher-Scholls Dokumentation Die Weiße Rose (Frankfurt, 1952), wenn auch zunächst in englischer Übersetzung, tatsächlich einmal in die Hand zu nehmen und genau zu lesen.
Inge Aicher-Scholls persönlicher Beitrag besteht vor allem in einem siebzigseitigen Essay über Leben und Tod ihrer beiden Geschwister Hans und Sophie, sowie des Freunds Christian Probst. Es folgen dann der Abdruck der sechs Flugblätter (Seiten 73-93) und die ,,concluding remarks", die erst 1969 hinzugefügt wurden.
Der zweite Teil des Buchs enthält den Text der Urteile und Urteilsbegründungen, einschließlich derer, die wenige Wochen später gegen die weiteren Mitglieder der Weißen Rose gefällt wurden. Die Todesopfer dieses zweiten Verfahrens waren Alexander Schmorell, Wilhelm Graf und Kurt Huber. Hier findet man aber vor allem auch einen ausführlichen Brief von Else Gebel, die Sophies Gefängniszelle bis zum Schluss teilte:To the memory of Sophie Scholl. Eine kurze Würdigung von Theodor Heuss bildet den Abschluss.
Die Bedeutung dieser Quelle für das Verständnis der beschriebenen Ereignisse ist kaum zu überschätzen, das Dokument macht, unter anderem, den ungekürzten Text der offiziellen, mit Nazipropaganda durchsetzten Stellungnahmen zugänglich.
Die Weiße Rose ist gewiss kein einfacher Text. Der persönliche Mut und die Integrität der Geschwister Scholl und ihrer Mitstreiter heischen fraglos Bewunderung, allzu wenige Zeitgenossen konnten sich darin mit ihnen messen. Liest man andererseits die inkriminierten Flugblätter, so kann man nur über den Idealismus der Verfasser staunen, ein Idealismus der nicht selten an politische Naivität grenzt. Es wurde auch mit Recht gesagt, dass ihr Handeln klar gegen geltendes Gesetz verstieß und dem Gericht gar keine andere Wahl ließ als sie schuldig zu sprechen. Darin erinnert ihr Schicksal an eine griechische Tragödie.
Man darf einen Text in der Originalsprache nicht nach seiner Übersetzung beurteilen. Trotzdem muss ich vorläufig festhalten, dass der mir vorliegende Text eher anspruchslos geschrieben, oder zumindest übersetzt ist. Immerhin steuert Scholls Essay Einzelheiten bei, die dem heutigen Leser nicht unbedingt gegenwärtig sind, die aber illustrieren, wie erdrückend das totalitäre Regime jener Zeit auf der akademischen Jugend lastete. Hervorgehoben sei schließlich noch das Memorial von Else Gebel, Sophies Mitgefangener, dessen Wahrhaftigkeitscharakter und emotionale Substanz den Leser unweigerlich in ihren Bann zwingen.
Ein schwieriger Text, gewiss. Ein Text, aber, der dazu beiträgt, der Jugend jener dunklen Jahre ein triumphierendes Denkmal zu setzen.
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am 31. August 1999
"Die Angeklagten haben im Kriege in Flugblättern zur Sabotage der Rüstung und zum Sturz der nationalsozialistischen Lebensform unseres Volkes aufgerufen, defaitistische Gedanken propagiert und den Führer aufs gemeinste beschimpft und dadurch den Feind des Reiches begünstigt und unsere Wehrkraft zersetzt. Sie werden deshalb mit dem Tode bestraft. Ihre Bürgerrechte haben sie für immer verwirkt." So heißt es in dem Urteil des Volksgerichtshofes vom 22.2.1943 im Fall der Geschwister Scholl. Die trockenen amtlichen Mitteilungen in den Zeitungen, die stupide Urteilsbegründung wirken fast noch bedrückender als die vielen Berichte von bekannten und Freunden über das Leben der Mitglieder der "Weißen Rose". Über die Hälfte des Buches nehmen solche Dokumente ein. In dem anderen Teil berichtet die ältere Schwester von Hans und Sophie Scholl, Inge Scholl, über das Elternhaus, das Heranwachsen der Geschwister und das Leben in München. Die jüngere Sophie ist erst überrascht von den radikal- politischen Gedanken ihres Bruders, steht jedoch von Anfang an auf seiner Seite. Das Studium, das Studentenleben bedeutet für sie eine große Befreiung - Wein trinken nachts im Englischen Garten, bis in den Morgen diskutieren. Durch ihre christliche-humanistische Erziehung fühlt sie jedoch die starken ideologischen Fesseln, die ihnen von Seiten der Universität und der Gesellschaft allgemein angelegt werden und so entsteht eine explosive Spannung, die in äußerst riskante Aktionen mündet. Etwas nervig fand ich beim Lesen zuweilen die explizite Religiösität der Autorin, die sich in Jörg Zink / Jürgen Fliege - artigen Besinnlichkeitsfloskeln äußert. Der Lebenshunger & Wissensdurst der Jugendlichen, die hohe Ansprüche an sich und andere stellen und für ihre Überzeugung alles riskieren, sind jedoch sehr lebensnah dargestellt. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 20. Januar 2014
Ein Buch, dass berührt. Hier wird eine Situation dargestellt in die sich jeder, damals noch nicht Geborene, versuchen sollte hinein zu denken. Wie hätte ich mich an Stelle jeder handelnden Person verhalten? Hätte ich den Mut aufgebracht, mich wie Sophie gegen das herrschende System zu stellen? Hätte ich als Student der Uni mich der Gestapo entgegen gestellt? Ist es Mut oder Wahnsinn sein Leben gegen ein mörderisches Regime zu riskieren? Sich wie Thomas Mann zu verhalten und "weit weg vom Schuss" über die im Verbrechersystem Gebliebenen die Lanze zu brechen.
Man muss versuchen zu verstehen, in welcher Sitation vor allem die Familie war. Die Eltern, die machtlos zusehen müssen, wie zwei ihrer Kinder ermordet werden "und alle halten den Kopf gesenkt". Hans und Sophie, die quasi bei den eigenen Eltern dafür entschuldigen, dass sie den Mut hatten, diesem irren, österreichischen Massenmörder und seiner verbohrten Truppe die Stirn zu zeigen. Sophie, die zu stolz war ihr Leben zu retten und die Schuld auf Hans abzuwälzen. Sie hätte mit dieser Schuld wohl nicht weiter leben können und wollen.
Und immer wieder die Frage; wie hääte ich mich verhalten - als Student, als Hausmeister an der Uni, als Unbeteiligter, als Wähler der NSDAP oder als Polizist? Und vor allem; hätte ich den Mut der Mitglider der Weissen Rose aufgebracht?
Statt des Brimboriums um den 20. Juli, würde ich mir den 22. Februar als Gedenktag für gewaltlosen Widerstand wünschen. Und ganz persönlich Kinder wie Hans, Sophie, Christoph, willi und Alexander....
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am 21. Dezember 2000
Wie, und ob Opposition überhaupt unter der Knebel des Nazi-Regimes möglich war, wird in diesem Buch von Inge Scholl, der Schwester von Hans und Sophie Scholl, auf nüchterne und realitätsnahe Weise geschildert. Dieses Buch - es entstand kurz nach Ende des Krieges - enthält keine wissenschaftlichen Studien, wie die meisten anderen dies tun, nein, der Leser wird von einer Zeitzeugin, die natürlich persönliche Gefühle nicht verbergen kann, in die Art und Weise der Aktivitäten der Weißen Rosen eingeführt. Über einige Seiten hinweg besteht das Buch außerdem aus sehr vielen philosophischen Gedankengängen, die natürlich verstanden werden müssen, unter dieser Vorraussetzung das Buch aber noch wertvoller machen.
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am 23. November 2006
Inge Scholl, die Schwester von Sophie und Hans Scholl, erinnert sich in diesem Buch anhand zahlreicher Dokumente an den pazifistischen Aufstand der "Weißen Rose" gegen die nationalsozialistische Gewaltherrschaft. Dabei kommen neben Inge Scholl auch viele Zeitzeugen zu Wort. Ebenso sind die Urteile der damaligen NS-Schnellgerichte unter Freisler aufgeführt sowie unter anderen die Erinnerung eines der Gestapo-Verhörbeamten. Eine skurrile und bedrückende und zugleich, was die Beschuldigten betrifft, auch lebensnahe Dokumentation über eine dunkle Zeit in Deutschland. Ich fand dieses Buch noch herausragender, weil noch betroffener machend, als den jüngsten Film zu Hans und Sophie Scholl und zur "Weißen Rose". Ein Zeugnis und eine Dokumentation, die auch heute noch, über 50 Jahre danach, noch betroffen macht.
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am 14. November 2001
Ich hab das Buch gelesen, nachdem es meine Mutter schon vor über 30 Jahren gelesen hat. Ich finde die Geschichte interessant geschildert und versuche nun noch mehr über die Weisse Rose herauszubekommen. Meiner Meinung nach sollten mehr Menschen über den Wiederstand der münchener Studenten wissen, denn dies gibt einem ein etwas anderes Bild vom 2. Weltkrieg. So ging es mir zumindest, denn in der Schule wurden wir bis jetzt nur wenig bzw. gar nicht darüber aufgeklärt. So muss man auf eigene Faust Dinge in Erfahrung bringen.
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am 29. Mai 2002
Ich finde, dass dieses Buch durchaus lesenswert ist, da es aus einer interessanten Perspektive geschrieben wurde und beeindruckende Augenzeugenberichte enthält. Es unterschiedet sich durch seine besondere Art von den herkömmlichen Geschichtsbüchern und Biografien, da es v.a. die Gefühlsebene anspricht.
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am 11. Oktober 2004
Inge Scholls Biografie ihrer Familie, speziell ihrer beiden Geschwister Hans und Sophie Scholl, bewegte mich tief. Die Geschichte des sicherlich jedermann bekannten Bundes "Die Weiße Rose" um das Geschwisterpaar Scholl wird von der Autorin flüssig erzählt, aber auch erklärt.
Im Anschluß an die biografische Erzählweise finden sich die Prozeßberichte des Volksgerichtes, sowie Augenzeugenberichte und weitere Informationen rund um die Geschwister Scholl.
Dieses Buch hinterläßt einen sehr tiefen Eindruck von den wenigen Menschen der damaligen Zeit, die den Mut hatten sich gegen das Regime zu wehren, die Mißstände aufzuzeigen, dabei ihr eigenes Leben aufs Spiel setzten und auch verloren.
Hätte es nur mehr solcher Menschen gegeben!
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