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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein großer historischer Roman
"Die Grönland-Saga" hat einen Platz unter den Top Ten meiner Ewigen Bestenliste - für mich ein wirklich großer historischer Roman!
Ort der Handlung ist Grönland, die Zeit das ausgehende 14. und beginnende 15. Jahrhundert, Hauptpersonen die norwegischen Siedler dort, quasi die Nachfahren der Wikinger, die die Insel einige Jahrhunderte vorher...
Veröffentlicht am 18. Februar 2006 von B. Gutleben

versus
7 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Ich schaff es nicht
Der Titel und der Klappentext waren vielversprechend, allerdings hätte mich der Auszug auf dem Rücken schon warnen sollen. Dieses Buch erinnert mich an schlimmste Deutsch Leistungskurs Zeiten, in denen mit "Insel Felsenburg" oder "Das Leben das Agathon" langweiligste Barock-Schachtel-Romane gelesen wurden. Die Geschichte hat einfach keinen...
Am 20. Februar 2001 veröffentlicht


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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein großer historischer Roman, 18. Februar 2006
Von 
B. Gutleben (Oberhausen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Die Grönland-Saga (Taschenbuch)
"Die Grönland-Saga" hat einen Platz unter den Top Ten meiner Ewigen Bestenliste - für mich ein wirklich großer historischer Roman!
Ort der Handlung ist Grönland, die Zeit das ausgehende 14. und beginnende 15. Jahrhundert, Hauptpersonen die norwegischen Siedler dort, quasi die Nachfahren der Wikinger, die die Insel einige Jahrhunderte vorher entdeckten und kolonisierten.
Die Lebensbedingungen am Rande des Eises sind hart und verschlechtern sich während der im Roman dargestellten Jahrzehnte zusehends. Die regelmäßige Schiffsverbindung zum norwegischen Mutterland reißt ab, der König entsendet keine Beamten mehr, die Kirche keinen Bischof. Die Siedler bleiben zunehmend auf sich gestellt, was den Erhalt ihrer Gemeinschaft angeht. Da der Nachschub an wichtigen Gütern ausbleibt und sich das Klima zunehmend verschlechtert, wird es immer schwieriger zu überleben, zumal die an die Umwelt besser angepassten Inuit weiter in den Süden der Insel vordringen. Auch den Übergriffen von Piraten sind die Siedler weitgehend schutzlos ausgeliefert, auf Grund von Holzmangel können sie keine großen Schiffe bauen und ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen...
Jane Smiley hat vor der Abfassung des Romans in Island intensive Quellenstudien betrieben und schildert das Alltagsleben sehr eindringlich. Über weite Strecken liest sich das Buch in der Tat wie eine Chronik oder Saga - was gewiss einige Leser(innen) auch abschrecken kann. Die Kritik, dass man keinen roten Faden findet, weil die vermeintlichen Hauptpersonen immer wieder abtauchen, ist berechtigt, wenn man so etwas von einem Roman erwartet. Jane Smiley trifft aber auch mit diesem Stilmittel m.E. gut das Lebensgefühl der erzählten Zeit: Individualismus spielt keine Rolle, das Schicksal der Gemeinschaft steht im Mittelpunkt.
Wer sich darauf einlassen kann, wird so schnell nicht davon loskommen und evtl. nach Beendigung der Lektüre nach weiteren Quellen über das Schicksal der ersten christlichen Kultur auf Grönland suchen.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine großartige Saga, 1. Februar 2010
Von 
Rezension bezieht sich auf: Die Grönland-Saga (Taschenbuch)
Diese Buch hat mich gefesselt wie sonst selten eine Lektüre dies schafft.
In der großartigen Kulisse Grönlands wird eine Geschichte erzählt, mit kargen Worten, so karg wie das Leben dort. Die Autorin schafft es hervorragend, mit einfacher Sprache mich in eine düstere, armselige Zeit zu versetzen, in der es täglich ums Überleben geht. Und dieses wird zusätzlich erschwert durch die Zwänge und Vorschriften, die die Kirche vorgibt.
Ein Königreich für einen Stuhl!
Wenn man es denn wieder schafft, aus dieser Düsternis aufzutauchen, schätzt man sich glücklich, im Jetzt zu leben.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein langer und ein großartiger Roman, 23. Dezember 2009
Rezension bezieht sich auf: Die Grönland-Saga (Taschenbuch)
Ja, die Grönland-Saga ist ein langer und langsam erzählter Roman, eine Saga eben. Aber genau das macht dieses Buch zu einem Begleiter über eine längere Zeit. Buchstäblich über Wochen habe ich jeden Tag ein paar, manchmal ein paar zig Seiten gelesen. Karg das Leben und fremd manchmal die Geisteswelt der mittelalterlichen Grönländer. Beeindruckt hat mich besonders wie nebenbei das Sterben (oder Auswandern) von Hauptpersonen (derer es natürlich einige gibt) geschildert wird. Ja, so ist das eben. Ein harter Winter oder eine schwere Geburt und Gott nimmt wieder einen geliebten Menschen zu sich. Für mich ein Buch, das mir noch eine Weile nachhängen wird.
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4 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gut - wird seinem Titel gerecht, 29. September 2001
Rezension bezieht sich auf: Die Grönland-Saga (Taschenbuch)
Wie der Titel des Buches schon sagt, handelt es sich hierbei um eine Saga im klassischen Sinn. Die Handlung beschreibt einen Bogen über mehrere Jahrzehnte, was auch bedeutet, dass man nicht die gleichen Maßstäbe wie bei einem "gewöhnlichen" Roman anlegen kann. Es ist demnach müßig zu erwähnen, daß eine Saga ganz andere Formen von Spannung bietet, als eine Kriminalgeschichte. Wem daß nicht klar ist, sollte die Finger von dem Buch lassen, ansonsten wirklich überzeugend.
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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Grønland? War immer schon ein PR-Gag!, 21. Februar 2009
Rezension bezieht sich auf: Die Grönland-Saga (Taschenbuch)
Wikinger, Runen, germanische Gottheiten,
Christianisierung mit Schwert und Knüppel,
nationalsozialistischer Mißbrauch,
esoterisches "neuheidnisches" Geistesgut...

Die Vorfahren sind uns verborgen in einer nebelhaften Grauzone.

Klares Manko `wissenschaftlichen' Anganges ist stets der `Forschungsauftrag':
Geh hin und beweise mir, daß es so und so war.

Jane Smiley ist offenkundig in die Materie eingetaucht.
1976/77 war sie mit Stipendium in Island.
1988 gab sie englisch The Greenlanders heraus,
1992 kam deutsch, 1994 meine Ausgabe hinzu.
750 lange, lange Seiten.

Ein Roman. Mehr nicht, aber auch nicht weniger.
Wikingische Kultur war dumpf, materialistisch und
bestimmt wenig schöngeistig.
Sie sind nie ausgestorben, der unklare Begriff
"Wikinger" wurde nur nicht mehr verwandt.
Noch heute herrscht in ganz Skandinavien das "Gesetz von Jante".
Es hindert bleischwer jedes Hervorragen.
Olympiasieger Arne Nielsson beklagt dies in seinem
"Viljen til sejr" (ISBN-10: 87-7055-043-3),
ebenso wie Anne Mette Wind Gundesen, nachdem sie als
Pastorin zwei Jahre der dänisch-lutheranischen Gemeinde
in 2 Sprengeln Kaliforniens vorgestanden hatte.

Man braucht Nerven und Interesse,
Atmosphäre tatsächlich auf sich wirken zu lassen -
dann kann und sollte man sich diesen 750 Seiten Düsterkeit zuwenden.
Es beschreibt, wieso man jetzt
Reste altnordischer Siedlungen auf Grönland wiederentdeckt.
Eine Kultur starb schlicht aus.
Ein notvoller Vorgang.

Wäre die Geschichtsschreibung anders verlaufen,
hieße Amerika nicht Amerika,
würde Kolumbus nicht gefeiert als "Entdecker".
Wikinger waren längst da gewesen - hatten Grönland verpeilt.
"Skrællinger" (Schimpfwort u.a. für Indianer) haben
siedelnde Nordmannen totgeschlagen,
bis tief runter ins heutige Gebiet der USA.

Solange ich mich erinnern kann, hat mich das
Mysterium der Wikinger angezogen.

Einen verregneten Sommer brachte ich
mit den Kindern unter den Dächern von
Ribes "vikingecenter", einem
live bewohnten Freilichtmuseum, zu.
Feuer im Haus machen und after-shave von Touristen merkwürdig finden.

Ein färingischer Obersteuermann erklärte mir mal,
warum er nach drei ununterbrochenen Monaten auf See
keinen Fuß auf Grönland setzen wollte:
Er hatte schon genug "Polarnigger" gesehen.
Wikingischer Rassismus.
Erlebt 1987.

Wenn das nicht gestorben ist, lebt es noch heute.

Meine Färingersaga habe ich verschenkt.
Sie begann ungefähr so:
Sjudur und Thorgrim sind Brüder.
Sjudur macht mit Thorgrim schlechte Geschäfte und nimmt dessen Frau.
Punkt, Punkt.
Mord und Totschlag in fast jedem Satz.
Inklusive Begründung.

Jane Smiley schreibt lesbar.
Für den `qualifizierten' Leser sogar genießbar.
Der Ton einer Saga ist der Ton einer Saga - und den trifft sie.
Nein, sie übertrifft und macht einen Roman davon.
Originalere Texte sind schwer kaubare Lektüre.

Zur Zeit der nordischen "Entdeckung" Grönlands,
herrschte eine relativ warme Periode.
Teilweise wirklich grün, etwas Wald gar.
Um Siedlungswillige zu gewinnen nannten sie es "Grønland",
um 1400 herum starb der Rest nach wenigen hundert Jahren
schlicht an Hunger.
Profundes Mißtrauen den überlebensfähigen Inuit gegenüber
hatte jede "Blutsvermengung", jede Verbindung,
jeden Kulturaustausch zwischen den feindlichen Lagern
erfolgreich verhindert.
Wo doch etwas geschehen war, erfolgte unwiderruflicher
Ausschluß aus der nordisch-"christlichen" Wertegemeinschaft.

Die `dämonische' Fähigkeit ein gekentertes kleines Boot
vermittels Paddel wieder aufzurichten,
nennen wir heute noch "eskimotieren".

Kommt auch vor, in "Die Grönlandsaga".
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5 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Historischer Roman mit realem Hintergrund, 31. Juli 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die Grönland-Saga (Taschenbuch)
OK, dass kann man über viele historische Romane sagen, aber 'Die Grönländersaga' ist wirklich ein ganz spezielles Buch. Es beschreibt im Sagastil das Schicksal zweier Familien, die vor dem 'Untergang' Grönlands verfeindet gewesen waren und versucht dabei, Antworten auf die Fragen zu finden, was mit diesen Menschen passiert sein könnte, obwohl auch diese Antworten keine endgültigen sind. Letzten Endes bleibt es dem Leser selbst überlassen, eine Antwort zu finden.
Einen Punkt Abzug für den etwas 'langgezogenen ' Erzählstil.
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7 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Ich schaff es nicht, 20. Februar 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die Grönland-Saga (Gebundene Ausgabe)
Der Titel und der Klappentext waren vielversprechend, allerdings hätte mich der Auszug auf dem Rücken schon warnen sollen. Dieses Buch erinnert mich an schlimmste Deutsch Leistungskurs Zeiten, in denen mit "Insel Felsenburg" oder "Das Leben das Agathon" langweiligste Barock-Schachtel-Romane gelesen wurden. Die Geschichte hat einfach keinen roten Faden, der Spannungsbogen entspricht einem langezogenem Kaugummi, und die Charaktäre sind Namen, sonst nichts. Eine Hauptfigur gibt es nicht, jede halbwegs wichtige Figur verschwindet vom einem Moment zum anderen, allerdings nicht in Form von "So, lieber Leser, jetzt sei mal traurig und dann orientiere dich wieder auf den Gesamtzusammenhang", sondern einfach in einem Neben-Halbsatz. Ich hasse es ein Buch nicht zu Ende zu lesen, aber ich schaffe es einfach nicht.
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Die Grönland-Saga
Die Grönland-Saga von Jane Smiley (Taschenbuch - 1993)
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