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Kundenrezensionen

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am 7. August 2001
Als ehemals beigeisterte Krimileserin habe ich mich lange gesträubt, einen "einfachen" Roman zu lesen, bis ich zufällig auf Barbara Wood stieß. "Rote Sonne, schwarzes Land" ist meiner Meinung nach eines ihrer besten Bücher. Man sollte sich nicht von den über 700 eng bedruckten Seiten schrecken lassen - man kann das Buch kaum aus der Hand legen. Sehr intensiv recherchiert erzählt B. Wood die Familiensaga der bristischen Kolonisten-Familie Treverton, die Anfang des Jahrhunderts ihr Glück im damals noch fast unberührten Kenia sucht. Die Hauptfigur, Grace, ist Ärtzin, und schafft es, trotz finanziellen Schwierigkeiten, Widerständen in der eigenen Familie und dem immer währenden Kampf gegen afrikanische Medizin und Kultur, eine Mission aufzubauen. Über 70 jahre hinweg ergreifen den Leser die Schicksale der Familie und vieler Menschen in ihrem Umfeld. Es fasziniert die rasante Entwicklung eines bis dahin von der westlichen Welt fast unberührten Landes innerhalb nur eines Jahrhunderts. Man hat fast das Gefühl, Kenia zu kennen und mindestens das Bedürfnis, das Land einmal selbst zu bereisen. Mir hat an diesem Buch gut gefallen, daß dem Leser neben der eigentlichen Geschichte sehr viel über die Kultur des Landes, die alten Sitten und auch über die teilweise dramatischen politischen Entwicklungen in Kenia vermittelt wird. Besser kann Geschichte "in Verpackung" kaum beschrieben werden!
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am 28. April 2006
Beim Lesen eines Buches fühle ich mit den Darstellern mit und lasse mich in ihre Welt entführen und bei diesem Buch habe ich gelitten. Es gibt mehrere Hauptpersonen, denn das Buch führt einen durch drei Generationen, begonnen mit dem frischvermählten Ehepaar Lord und Lady Treverton bis hin zu ihrer Enkelin Deborah. Immer wieder läuft es darauf hinaus, daß einem eine Person sympathisch ist und man sie sehr mag oder bedauert, da das bisherige Leben oder die Kindheit so hart war und man sich für denjenigen wünscht, daß ihm etwas Schönes wiederfährt, nur um dann lesen zu müssen, daß er sich aufgrund verschiedener schwerer Schicksalsschläge zum absoluten Scheusal entwickelt, nur um dann wieder anderen eine harte Zeit zu bescheren, so daß das Ganze wieder von vorne beginnt. Oft liest man voller Spannung und hofft und hofft:" Nein, bitte bitte, laß es gut ausgehen," nur um dann zu lesen, daß es noch viel schlimmer passiert als man befürchtet hat. Jedoch ist das Buch vom Anfang bis zum Schluß so spannend, daß man es kaum aus der Hand legen will und unglaublich gut recherchiert. Die geschichtlichen Details sind wie selbstverständlich in die Handlung eingeflochten und ich muß ehrlich sagen-die Beschreibung der Landschaft und der Stimmung Kenias war so gut, daß ich oft meinte, die afrikanische Sonne auf der Haut zu spüren. In diesem Buch erfährt man wie Kenia sich in nur kurzer Zeit vom traditionellen Stammesleben bis heute entwickelt hat. Es beginnt mit der Ankunft der ersten englischen Siedler und berichtet über die schweren Kämpfe um Unabhängigkeit und die Gleichstellung von Schwarz und Weiß. Das alles eingebunden in eine Familiensaga. Nichts für Happy-End-Liebhaber, für alle anderen unbedingt lesenswert.
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am 21. August 1999
Dieses Buch ist ein wunderschöner Roman, den man am liebsten an einem Stück verschlingen möchte. Es ist beeindruckend, wie tief man durch das Lesen des Romans in zwei verschiedene Welten eintauchen kann. Der Faden des Buches rankt sich um die Geschichten der Schnittstellen von beiden Welten. Es wird schwer für den Leser, Partei für die eine oder andere Seite zu ergreifen, da sich der Leser in beide Seiten hineinversetzen kann. Der Roman zeugt von einem großen Wissen und Verständnis der Autorin über Kolonialisierung und Missionierung und deren Folgen und Auswirkungen auf jeden einzelnen Menschen. Barbara Wood macht deutlich, wie ein Mensch trotz Christianisierung tief im Inneren seinem heidnischen Glauben verpflichtet bleibt. Sehr schön ist auch, daß das Buch nicht in einer Kritik an den Beschneidungsritualen versandet, sondern zum Ausdruck kommt, wie stark das Ritual bei den Kikujus verankert und verwurzelt ist. Das Buch ist sehr empfehlenswert, denn man bekommt beim Lesen ein Gefühl des Reisens. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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TOP 500 REZENSENTam 25. Dezember 2010
'Rote Sonne, schwarzes Land' ist viel mehr als nur eine einfache Familiensaga. Dieses Buch handelt von der Entwicklung Kenias von der Kolonialzeit bis zur Gegenwart der 80er Jahre.

Als Leser durfte ich an Deborahs Reise in ihre Familiengeschichte teilhaben. Deborah flieht in den 60er Jahren aus Kenia. Es vergehen 15 Jahre bis, sie gebeten wird, noch einmal das Land ihrer Kindheit zu betreten. Auf dieser Reise beginnt sie sich mit ihrer Vergangenheit auseinanderzusetzen. Nach all den Jahren traut sie sich endlich das Tagebuch ihrer Tante Grace zu lesen. Grace kam während des ersten Weltkriegs in das damalige Neuland Kenia, um es zusammen mit ihrem Bruder und dessen Familie zu bewirtschaften. Ihre Erlebnisse, Beobachtungen der anderen Familienmitglieder und die geschichtliche Entwicklung von Kenia hält sie in ihrem Tagebuch fest.

Wer in der heutigen Zeit Kenia hört, der denkt sofort an Massai und Safaris. Die Geschichte, die hinter diesem Land steckt, kennt jedoch kaum jemand. Barbara Wood ist mit ihrem historischen Roman nicht nur eine wundervolle und tragische Familiensaga gelungen, sondern sie vermittelt das historische Wissen über die Entwicklung Kenias auf anschauliche Weise. Von den Bräuchen, Sitten und Lehren der Kikuju, die Kämpfe der Mau-Mau und der Veränderung durch die Weißen wird hier ausführlich und anschaulich berichtet. Diese historischen Fakten sind mit der Familiensaga authentisch und lebendig verknüpft worden.

Die Geschichte ist in mehrere Teile unterteilt, die wiederum zahlreiche Kapitel beherbergen. Pausen sind hier also kein Problem. Jeder Teil steht für einen anderen Abschnitt in der Geschichte Kenias, aber auch in der Familiensaga. Dadurch wird in jedem Teil auch aus Sicht einer anderen Hauptfigur berichtet. Zwar erfährt man in diesem Abschnitt auch immer, wie das Leben der anderen Figuren weitergeht, aber der Hauptaugenmerk liegt auf diesem Protagonisten.

Die Familiengeschichte ist interessant, traurig und bewegend zu gleich. Ich konnte mich in jeden einzelnen Charakter hineinversetzen, konnte die Gefühle nachvollziehen und war mitten ins Geschehen einbezogen, sodass ich das Buch nur schwer aus der Hand legen konnte. Schauplätze, Situationen und Figuren werden so authentisch geschildert, dass ich das Gefühl bekam, selber vor Ort gewesen zu sein. Gerade die landschaftlichen Schilderungen von Barbara Wood sind atemberaubend. Auch wenn man noch nie in Kenia war, man kann es sich nach diesem Buch richtig vorstellen.

Dabei schafft es die Autorin, dass sie zwar viele Details in ihre Geschichte einbindet, aber weder abschweift noch sich in unnötigen Details verliert. Durch tragische Schicksalsschläge, Kämpfe und andere unerwartete Momente baut Barbara Wood an vielen Stellen Spannung auf.

Aber auch die geschichtlichen Aspekte wirken an keiner Stelle langweilig oder trocken. Wer also etwas über die Geschichte von Kenia erfahren will, sollte sich dieses Buch merken. Ich persönlich finde es sehr empfehlenswert.

===Bewertung===
Authentisch, lebendig und geschichtlich korrekt, erzählt Barbara Wood eine bewegende Familiensaga, die den Hintergrund der Entwicklung von Kenia in der Kolonialzeit hat. Spannend, Bewegend und gut, dass ist 'Rote Sonne, schwarzes Land'. Verdiente fünf Sterne.
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am 15. März 2008
Dies ist ein Buch, dass einem nachhaltig in Erinnerung bleiben wird.

Diese Familiensaga ist nicht einfach nur eine Darstellung von Ereignissen, sondern gibt dem Leser durch mehrere Protagonisten die Möglichkeit, sich mit den verschiedenen Charakteren und deren Lebensansichten und Gefühlen auseinander zu setzen.

Die Familie Treverton ist der Mittelpunkt dieser Saga. Im beginnenden 20. Jahrhundert zieht Lord Treverton mit seiner Frau nach Kenia und auch seine Schwester Grace geht mit auf die Reise.
Dies ist aber keine banale Aufzählung von Ereignissen, sondern eine plastische Darstellung von Geschichte, Familienbande, starken Frauen, einem wunderschönen Land und auch den vermessenen, herrischen und demütigenden Handlungen der Engländer gegenüber den Eingeborenen des Landes Kenia.

Die Autorin versteht es in diesem Buch einfach wunderbar, den Leser mitzunehmen in das Geschehen selbst. Die Landschaft erscheint vor dem geistigen Auge wie in einem Film und man spürt die Hitze Afrikas förmlich selbst. Die Ungerechtigkeit und die eisige Kälte mit denen die "Weißen" sich anmaßen dem eingeborenen Volk Kenias alles Land zu stehlen und sie als minderwertig, dummes und nur für niedrige Arbeit taugendes Pack einzusetzen, erweckt im Leser Zorn, Unverständnis und auch Entsetzen über diese unmenschliche Vorgehensweise. Aber auch Grca, die versucht eine Klinik aufzubauen und all die Dinge von einer anderen Perspektive sieht, prägt diese Erzählung. Man darf eintauchen in die Gefühle, Ansichten und Empfindungen der verschiedensten Menschen und lernt dadurch die Handlungen so mancher besser zu verstehen.

Das Buch ist nicht nur eine Familiensaga, sondern gleichzeitig Krimi, Liebesgeschichte, Tragik und Geschichte. Eines der wohl wunderbarsten Bücher dieser Autorin! Absolut lesenswert!
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am 10. Januar 2000
Es geht um die Geschichte einer Familie in Afrika aber auch um ein Stück Zeitgeschichte, dem Untergang der weißen Kolonialherrschaft und dem Erwachen des afrikanischen Selbstbewußtseins. Es handelt sich um ein typisches Lieblingsbuch. Zwar ist es sehr dick, aber jede Seite ist lesenswert. Die Geschichte ist mitreißend, nimmt den Leser gefangen und entführt ihn in vergangene Zeiten und eine geheimnisvolle Welt. Es geht um das Geheimnis um den Fluch, den die alte afrikanische Medizinfrau Mama Wachera vor vielen Jahren auf Deborahs Familie gelegt hat. Die alte Frau liegt im Sterben und verlangt ausgerechnet nach Deborah. Warum? Um das herauszufinden begibt sich Deborah auf die lange Reise und fährt zurück nach Kenia. Dieses Buch ist einfach jedem ans Herz zu legen. So schön schreibt nur Barbara Wood. Zugreifen und genießen!!! (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 3. September 2014
Von diesem Roman war ich letztendlich nicht nur sehr sehr positiv überrascht, sondern schlichtweg begeistert!
Zuerst hat mich das Cover abgeschreckt, das ich leider einfach nur als kitschig empfinde, aber die vielen positiven Rezensionen machten mich neugierig... Dann war ich nach der Leseprobe hin und her gerissen, weil so ganz überzeugt hatte sie mich nicht - trotzdem wollte ich wissen, wie es weitergeht' wirklich voll und ganz reingefunden in die Geschichte hatte ich allerdings erst nach ca. 200 Seiten (davor fand ich das Buch einfach nur "interessant, nicht langweilig"). Erst da konnte ich mich so richtig in die Charaktere hineinversetzen, fühlte mit ihnen mit und fand mich selbst in einer fernen Welt wieder, mitten im Geschehen...
Von da an konnte ich das Buch nur schwer wieder aus der Hand legen: selten habe ich mit einem Roman so mitgelitten und mitgefiebert und dabei fast vergessen, dass es sich nur um erfundene Figuren handelt. Alles konnte ich mir so bildhaft vorstellen... als wäre ich dabei gewesen.

DER KLAPPENTEXT
"Kenia 1963: Deborah flieht aus einem brennenden Land vor einer verbotenen Liebe. Einst war ihre Familie nach Kenia gekommen, um den Eingeborenen die Segnungen der modernen Medizin zu bringen. Doch die angesehene und gefürchtete Medizinfrau Wachera kämpfte entschlossen um die Erhaltung afrikanischer Traditionen. 15 Jahre später kehrt Deborah nach Kenia zurück und fragt nach dem Scheitern ihrer Familie, die Teil der Seele Afrikas war. Und sie stellt sich auch ihrer eigenen Vergangenheit'
Die schicksalhafte Familiensaga über eine weiße Siedlerfamilie und einen afrikanischen Stammesverband."

Deborah ist die Hauptperson der dritten Generation der Familie Treverton, das Buch beginnt mit ihr und endet mit ihr, doch dazwischen liegt so viel mehr... Die eigentliche Geschichte beginnt zwei Generationen früher im Jahr 1919'

DIE HANDLUNG...
...ist zu vielschichtig, um sie hier in groben Zügen schildern zu können, deswegen gehe ich gar nicht erst auf Details ein.
Über drei Generationen hinweg verfolgen wir das Leben der britischen Adels-Familie Treverton, die Anfang des 20. Jahrhunderts in Kenia (damals Britisch-Ostafrika) eine Kaffee-Plantage und anliegende Missionarsstation gründen, und der afrikanischen Familie Mathenge, die im angrenzenden Eingeborenendorf lebt. Die Autorin springt dabei in ihrer Erzählperspektive zwischen den Charakteren hin und her und schafft es so, viele interessante Einzelgeschichten in die Hauptgeschichte einzubauen. Das Leben der Mathenges ist eng verbunden mit dem Wirken und Scheitern der Trevertons und verküpft sich im Verlauf des Buches immer mehr mit deren Schicksal.
Man sei gleich vorgewarnt: teilweise ist dieses Buch wirklich keine leichte Kost, so viel Unglück passiert den Familien Treverton und Mathenge, so viel leidet man mit als Leser.

DAS ÜBERTHEMA...
ist zweifelsfrei die Kolonialisierung bzw. Missionarisierung eines 'unzivilisierten' Landes, gepaart mit britischem Hochmut, die entwürdigende, herabschätzende Art, mit der die Weißen den Eingeborenen begegnen.
Barbara Wood schafft es jedoch, dem Leser beide Welten so nahezubringen, dass man ihre jeweilige Sicht nachvollziehen kann. Man merkt schnell, es gibt hier kein "Gut" gegen "Böse" (im Sinne von kleinkariertem Schwarz-Weiß-Denken), beide Seiten irren sich in mancherlei Hinsicht und haben recht, was andere Dinge betrifft. Zu urteilen liegt ganz allein beim Leser, die Autorin bleibt in ihrer Sicht neutral ' und es war vor allem auch eine andere Zeit, in der die Menschen ein anderes Weltbild hatten. Sehr geschickt webt die Autorin außerdem geschichtliche und politische Aspekte in die Handlung ein, ohne dass sie zu sehr Überhand nehmen. Ganz nebenbei lernt man als Leser auf spannende Weise einiges über die Geschichte Kenias.

DER VERLAUF DER GESCHICHTE
Besonders faszinierend fand ich, wie sich im Verlauf der Geschichte die Grundatmosphäre des Landes änderte, der anfängliche 'Zauber der Kolonialzeit' war plötzlich verschwunden, die Dinnerparties der hohen Gesellschaft gehörten der Vergangenheit an, in der nächsten Generation geht es eher um das raue Farmersleben, die Plantagen haben mit dem Überleben zu kämpfen, und in der darauffolgenden Generation wird wieder ein ganz anderes, ein modernes Bild des Landes und dessen Atmosphäre vermittelt. So wird auch die Veränderung, die das Land erleben musste, erzählt.
Dabei verliert die Autorin nie den roten Faden um den so gelungenen Plot, bemerkenswert bei der Vielschichtigkeit dieser Geschichte, bei der so viele unterschiedliche Charaktere zu Wort kommen und sich im Endeffekt trotzdem ein einziges schlüssiges Gesamtbild ergibt.

DIE CHARAKTERE
Ebenso vielschichtig wie die Handlung ist, sind auch die fein geschliffenen Figuren. Sie sind alle ganz eigen, ihnen allen hat die Autorin wahrlich Persönlichkeit eingehaucht. Sie machen Fehler, sie haben ihre unsympathischen Züge, man verurteilt sie, man schätzt sie, man lernt sie lieben... wirklich ganz besonders gut gelungen fand ich, wie Barbara Wood ihre Charaktere ausgearbeitet hat und vor allem auch, wie die Fehler, die sie machen, sich auf die nächste Generation auswirken'
Ich finde diese Charaktere alle faszinierend, auch wenn ich sie nicht alle sympathisch finde: die zielstrebige Ärztin Grace Treveton, die für ihre Ansichten kämpft, ihre verträumte Schwägerin Rose, die in ihrer eigenen Welt lebt und nicht lieben kann, deren Mann Valentine, der nur nach Macht und Ansehen zu streben scheint; die junge Mona, die keine elterliche Liebe erfahren hat in ihrem Leben und doch so stark ist; die gefürchtete Medizinfrau Wachera, ihr Sohn, der wütende David Mathenge, der sich von den Weißen nichts gefallen lassen will' schlussendlich Deborah, die nach Antworten sucht und sich den Scherben ihrer Familie stellen muss...

DER SCHREIBSTIL'
' selbst ist eigentlich nichts Besonderes... eigentlich kein Schreibstil, der besonderes Lob verdient hätte. Mein einziger kleiner Kritikpunkt!
Und doch..., Barbara Wood vermag es wie kaum eine andere, den Leser ganz tief hineinzuziehen in ihre Geschichte und ohne große Umschweife eine dichte Atmosphäre zu schaffen. Sie schafft es einfach, eine unglaublich spannende Geschichte aufzubauen. Hier geht es weniger um den Schreibstil an sich, sondern um ihre Gabe, den Leser zu fesseln.
Die Autorin verwendet unter anderem große Zeitsprünge von acht, zehn oder gar fünfzehn Jahren, um die Geschichte voranzubringen. Das vermag den Leser manchmal ein bisschen aus der gerade geschehenen Situation reißen, fand ich aber überraschenderweise gar nicht störend, schnell findet man sich auch in der Zeit nach dem Sprung wieder zurecht. Auch mit dem Übergang von einer Generation zur nächsten und den jeweils neuen Hauptfiguren (die in der vergangenen Generation schon als Kinder auftauchten, von daher nicht völlig "neu" sind) konnte ich mich immer gleich anfreunden.

Ein bisschen enttäuscht war ich vielleicht vom Ende, weil das Buch dann doch recht abrupt abbricht. Aber dann war ich auch dankbar, weil die Autorin kein typisches Happy-End liefert, so viel sei schon mal gesagt. Eigentlich hat sie auch mit dem Ende alles richtig gemacht.

FAZIT
Das ist kein literarisch wichtiges Werk, aber dafür eine zutiefst ergreifende, nahegehende, vielschichtige und sogar auch lehrreiche Geschichte. Ein durchaus anspruchsvoller Schmöker. Sehr gut recherchiert, sehr gut konstruiert, dabei sogar ziemlich frei von Kitsch.
Ich lese zwischendurch immer wieder gerne solche Bücher die mich in eine andere Zeit und Welt versetzen ' bei Barbara Wood bin ich nun wirklich neugierig auf mehr, ich hoffe ihre anderen Werke versprechen ähnlich großes Lesevergnügen. Schade, dass die Covers alle so kitschig sind, und dieses ganz besonders. Das ist für mich wirklich der größte und fast einzige Kritikpunkt an diesem Buch.
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am 23. Januar 2008
"Rote Sonne, schwarzes Land" war eines dieser Bücher, die bei mir lange im Regal stehen, weil ich sie von irgendwo her in die Finger bekomm' und vor dem Wegschmeißen rette. Wie üblich hatte ich also keine besonders hohen Erwartungen, als ich anfing zu lesen, denn für gewöhnlich handelt es sich dabei um äußerst fade kitschige Oberschnulzen, die aus gutem Grund entsorgt werden wollen. Die Autorin Barbara Wood war mir bis dahin zudem gänzlich unbekannt, wodurch ich in keinster Weise abschätzen konnte, was auf mich zukommt. Es stellte sich aber schon nach wenigen Seiten heraus, dass es ein Riesenfehler war, dieses Buch so lange unbeachtet zu lassen und schon bald bereute ich jede Minute, in der ich aufhören musste zu lesen.
"Rote Sonne, schwarzes Land" beschreibt die Geschichte Kenias von der Kolonie bis danach. Kern der Geschichte ist eine ursprünglich aus England stammende Familie, die sich in Kenia ansiedelt. Über drei Generationen teilt der Leser das Schicksal dieser Familie und deren Umfeld, also vor allem das der afrikanischen Ureinwohner. Es ist eine meist tragische Geschichte, in welcher man viele Menschen kennen, schätzen und lieben lernt; auf ein ersehnter Happy-End wartet man aber leider vergeblich.
Mich hat das Buch sehr berührt, zumal es in vielerlei Hinsicht auf historisch korrekten Ereignisen beruht und dem Leser die Möglichkeit bietet, sich in die Zeit hineinzufühlen. Wer dieses Buch gelesen hat, kann erahnen, was es bedeutet, zu Hause ein Fremder zu sein, von all jenen gehasst zu werden, die man liebt.
Selten hat mich ein Buch mehr gefesselt und fasziniert, interessiert und berührt, eingefangen und zum Nachdenken angeregt. Dass ich es gelesen habe, kurz bevor ich nach Kenia in Urlaub geflogen bin, war die beste Urlaubsvorbereitung, die man sich vostellen kann.
Absolut empfehlenswert! Wer dieses Buch in die Finger kriegt, sollte sich einen möglichst bequemen Platz suchen, denn es ist lang und zum Aufhören zu schade.
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am 28. August 2006
Dieses Buch war das erste, was ich von Barbara Wood gelesen habe. Ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen! Eine umwerfend beschriebene Geschichte über den Konflikt der Generationen und der Probleme zwischen Afrikanern und den Weißen, welche sich als Afrikaner betrachten. Man ist hin- und hergerissen zwischen beiden Seiten, da Barbara Wood treffend zu beschreiben weiß, welche Vor- und Nachteile und Probleme sich aus der Kolonialisierung durch die Engländer im frühen zwanzigsten Jahrhundert ergaben. Das Buch wirft auch viele Fragen auf: Hatten wir als Weiße das Recht, ein derart wunderschönes und unberührtes Land einfach so zu vereinnahmen? Oder haben die schwarzen Kenianer das Recht, nach allem, was der Fortschritt der Weißen ihrem Land gebracht hat, die Weißen aus dem Land vertreiben zu wollen?

Letztendlich eine tolle Geschichte über ein ganzes Jahrhundert Kenia, letztendlich aber dennoch, für meinen Geschmack, zu dramatisch angehaucht, mehr darf ich aber nicht sagen, ohne etwas zu verraten.... Viel Spaß beim Lesen wünsche ich jedem!!
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am 21. September 2005
Rote sonne, schwarzes Land erzählt die Geschichte einer Familie über mehrere Generationen. Ausgewandert nach Afrika suchen sie dort ihr Glück und erleben jede Menge Abenteuer.
Der Leser taucht ein in das Land und die Bräuche, mE hat Wood es mit diesem Buch ganz besonders geschafft die Landschaft so bildlich darzustellen, dass man glaubt, man befindet sich selbst in Afrika und macht sie mit den Eingeborenen vertraut.
Auch hier geht es wieder um Medizin, wie in den früheren Büchern von Wood üblich. Aber auch Liebe, Unglück, Intrigen fehlen hier nicht.
Sehr empfehlenswertes Buch!!
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