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22 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zwei Werke Freuds mit Tiefgang
In diesem Büchlein sind 2 grundlegende Schriften Freuds nachzulesen: "Massenpsychologie und Ich-Analyse" und "Die Zukunft einer Illusion"
In "Massenpsychologie und Ich-Analyse" (in der er sich stark auf die Aussagen Le Bons stützt)untersucht Freud die Masse, wobei er sich weniger für die Masse in ihrer Gesamtheit interessiert, sondern für den...
Veröffentlicht am 13. März 2005 von Roman Werner

versus
20 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen enttäuschend
Dieses Buch hatte ich als Ergänzung zu LeBons "Psychologie der Massen" gelesen. Leider war es eine herbe Enttäuschung.
Freud bezieht sich viel zu häufig auf LeBon. Ständig werden LeBons Gedanken nacherzählt. Eigene Ideen von Freud kommen kaum vor. Wer LeBon nicht schon vorher gelesen hat, ist im Nachteil, da einem in diesem Fall das...
Am 21. Juni 2002 veröffentlicht


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22 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zwei Werke Freuds mit Tiefgang, 13. März 2005
Von 
Roman Werner (Lübbenau/Spreewald) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Massenpsychologie und Ich-Analyse. Die Zukunft einer Illusion (Taschenbuch)
In diesem Büchlein sind 2 grundlegende Schriften Freuds nachzulesen: "Massenpsychologie und Ich-Analyse" und "Die Zukunft einer Illusion"
In "Massenpsychologie und Ich-Analyse" (in der er sich stark auf die Aussagen Le Bons stützt)untersucht Freud die Masse, wobei er sich weniger für die Masse in ihrer Gesamtheit interessiert, sondern für den Einzelnen. Freud fragt danach, welchen Einfluss die Masse auf den Einzelnen (als Teil dieser Masse) hat.
Er unterscheidet zwischen verschiedenen Massen und geht exemplarisch auf Kirche und Heer ein. Als interessant habe ich Freuds Schilderungen über die sog. "primären Massen" empfunden, deren hervorstechendes Merkmal es sei, dass sie "ein und das selbe Objekt an die Stelle Ihres Ichideals gesetzt und sich infolgedessen in Ihrem Ich miteinander identifiziert haben.".
In "Die Zukunft einer Illusion" übt Freud eine radikale Religionskritik. Nachdem er das Verhältnis zwischen Religion und Menschen untersucht hat, kommt er (fast schon kantsch)zu dem Schluss, Religion sei im Wesentlichen nichts anderes als eine Zwangsneurose, die zu beseitigen sei, insbesondere weil sie autonomem, vernunftbasiertem Denken widerspräche. Aussagen der Kirche seien in sich widersprüchlich und wissenschaftlich widerlegbar. Um eine kritische Reflexion zu verhindern arbeite die Kirche mit Denkverboten mit dem Prinzip der Bestrafung (Hölle etc.)
Aufgrund der hierzulande abnehmenden Bedeutung von "Kirche und Heer" könnte man den Schluss ziehen, dass die beiden Werke für unsere Zeit nicht mehr relevant sind. Das Phänomen, welches Freud in Bezug auf die primäre Masse beschrieben hat (s.o.) trifft heute sicherlich oft noch in ähnlicher Weise zu; heute heute ist es kein "Führer" (nicht personengebunden), der zusammen mit anderen an die Stelle des Ichideals gesetzt wird, sondern es ist oft das Unausgesprochene, dem ein Großteil folgt, ohne sich dessen bewusst zu sein.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Zukunft einer Illusion - Religion zwischen Vernunft und Triebstruktur, 18. Februar 2007
Von 
kpoac - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Massenpsychologie und Ich-Analyse. Die Zukunft einer Illusion (Taschenbuch)
Selten ist in einer Schrift gelassener und gleichzeitig rücksichtsloser über Religion diskutiert worden als in Sigmund Freuds 1927 erschienenem Essay: "Die Zukunft einer Illusion". So Schmidbauer zu diesem kurzen Essay. Kultur und Natur sieht Freud im Wettstreit, Aufgabe der Kultur ist es, den Menschen gegen die Natur zu verteidigen. Verglichen mit dem wenige Jahre später erschienen Essay über "Das Unbehagen in der Kultur" (vgl. hier meine Amazon-Rezension) wirkt Sigmund Freuds religionskritischer Essay optimistisch in Bezug auf die Vernunft. Die berühmte Formulierung gilt: "Wir mögen noch so oft betonen, der menschliche Intellekt sei kraftlos im Vergleich zum menschlichen Triebleben, und Recht damit haben. Aber es ist doch etwas Besonderes um diese Schwäche; die Stimme des Intellekts ist leise, aber sie ruht nicht, ehe sie sich Gehör geschafft hat." Auf Dauer kann der Vernunft und Erfahrung nichts widerstehen, fügt er später an. Ein Glaube ist eine Illusion, wenn sich in seiner Motivierung die Wunscherfüllung vordrängt und er dabei von seinem Verhältnis zur Wirklichkeit absieht. Illusion verzichtet zudem auf eigene Beglaubigungen. Sie bleibt irrational.

Über weite Strecken hin führt Freud einen Dialog, der Leser ist angesprochen. Er versucht, beide Positionen einnehmend, zweckmäßige Gründe für die Religion zu finden und diese durch Vernunftgründe zu entkräften. Seine These ist, dass die Religion als Menschheitsphänomen den Neurosen vergleichbar ist. Eine im Kindheitsstadium verharrende Menschheit schafft es nicht, unbrauchbare Triebwünsche durch Vernunft zu beherrschen, sondern diese nur angstvoll zu verdrängen. Neurotische Symptome wie religiöse Rituale, die magischen Handlungen Zwangskranker gleichen, entstehen dann, wenn solche Unterdrückungsakte nicht mehr ausreichen. "Die Religion wäre die allgemein menschliche Zwangsneurose, wie die des Kindes stammte sie aus dem Ödipuskomplex, der Vaterbeziehung. Nach dieser Auffassung wäre vorauszusehen, dass sich die Abwendung von der Religion mit der schicksalhaften Unerbittlichkeit eines Wachstumsvorgangs vollziehen muss, und dass wir uns gerade jetzt mitten in dieser Entwicklungsphase befinden", so Freud.

Freud ist in dieser Schrift der Illusion ganz Aufklärer; er setzt auf den Sieg der Vernunft über das Irrationale und wird dadurch seinen eigenen Entdeckungen über die Macht des Irrationalen über die Vernunft teilweise untreu. Diese Untreue rächt sich; Freud muss sich von seinem Freund Romain Rolland sagen lassen, dass er mit der Religion längst nicht so sorgfältig umgegangen ist wie mit den Neurosen. Er hat die religiösen Gefühle und Phantasien, das Ozeanische nicht in den Menschen, an den Orten ihrer Entstehung, und nicht einmal in seinem eigenen Bewusstsein erforscht. Freuds Werk: "Das Unbehagen in der Kultur" wurde in Anlehnung an die Kritikpunkte seines Freundes Romain Rolland erst möglich und notwendig.

In diesem Essay erreicht die Trennung zwischen Religion und Vernunft einen Höhepunkt. In der vor-aufklärerischen Tradition gab es keine solche Trennung. Freud stand zwischen gemäßigten und radikalen Verächtern der Religion. Er grub tiefer und wollte höher hinaus. Wenn die Erziehung nicht mehr missbraucht wird, um Menschen der Religion zu unterwerfen, hat das psychologische Ideal, der "Primat der Intelligenz" eine Chance. Erst wenn das Experiment einer irreligiösen Erziehung gescheitert ist, wollte sich Freud bereit finden, "die Reform aufzugeben und zum früheren, rein deskriptiven Urteil zurückzukehren: der Mensch ist ein Wesen von schwacher Intelligenz, das von seinen Triebwünschen beherrscht wird." In der Folge ist das Essay: Das Unbehagen in der Kultur eine sehr sinnvolle, gar notwendige Ergänzung auch um die Positionierung der Kultur.

Freud musste die Veröffentlichung gegen den Widerspruch seiner politisch denkenden Mitstreiter in der psychoanalytischen Bewegung durchsetzen. Die Angst war berechtigt, dass dieses Essay der Psychoanalyse schadet. Freud lässt nicht aus, diesen Tatbestand zu erwähnen und in sicheres Gewässer bzgl. der Deutung zu führen.

Heute wird den Lesern klar, dass Freud irrte, als er eine Entwicklung voraussah, in der die Menschheit parallel zum Fortschritt der Wissenschaft der Religion entwächst. Im Gegenteil, der augenblickliche Trend zur Wiederkehr der Religionen ist nicht durch die Illusionskritik zu stoppen. Vielmehr fällt auf, dass Thora und Talmud auch bei Freud trotz angeblicher Ungläubigkeit im Hinterkopf mitgewirkt haben. (vgl. aktuelle Serie in DIE ZEIT) Wer Wissenschaft und Kunst besitzt, der hat eben auch Religion, um mit Goethe zu schließen.
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Massenpsychologie und Ich-Analyse -> finden Sie hinter dem Link als Besprechung

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24 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geniales Buch über Psychologie und Religion!, 3. April 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Massenpsychologie und Ich-Analyse. Die Zukunft einer Illusion (Taschenbuch)
In Massenpsychologie und Ich-Analyse untersucht Freud die Kollektiverscheinungen anhand seines individualpsychologischen Wissens. Jeder einzelne unterliege einer seelischen Veränderung, sobald er Teil einer Masse wird. Denkhemmungen, Affektsteigerung und hochgradige Beeinflussbarkeit sind die Auswirkungen, wie schon so oft die Geschichte gezeigt hat, oder viele schon an sich selbst beobachtet haben. Die Zukunft einer Illusion ist eine geniale Religionskritik. Er vergleicht die Religion in der Entwicklung der Menschheit mit einer Kindheitsneurose, die in folge eines Wachstumsvorgangs überwunden werde. Diese beiden Bücher, erweitern den Horizont in bezug auf Beeinflussbarkeit und Religionsverständnis
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen nicht nur eine Nacherzählung!, 11. August 2008
Rezension bezieht sich auf: Massenpsychologie und Ich-Analyse. Die Zukunft einer Illusion (Taschenbuch)
Wer meint, Freud würde einfach nur LeBon nacherzählen und keine eigenen Gedanken hinzufügen, der hat dieses kleine Essay bei weitem nicht richtig gelesen bzw verstanden.
Sein erstes Kapitel widmet er der Schrift LeBons, da diese die erste Auseinandersetzung mit dem Phänomen Masse ist.
Jedoch merkt man schon in diesem Kapitel, dass Freud mit dessen Meinung nicht konform geht, denn für LeBon ist Masse mit Menge zu vergleichen und der Führer spielt eine untergeordnete Rolle.
Freud hingegen sieht ebenso eine Massenbildung zu Zweit, der Führer bekommt eine zentrale Rolle zugesprochen, was man in den künstlichen Massen Herr und Kirche besonders sehen kann. Desweiteren geht er tiefenpsychologisch vor, indem er, nicht wie frühere Psychologiegen die Imitation, sondern die Identifikation als frühste libidinöse Bindung sieht.

Meiner Meinung nach eine gelungene Schrift, die es sich lohnt zu lesen. Es werden Aspekte genannt, die so noch nicht vorkamen und sehr schlüssig scheinen.

Dennoch hätte Freud ein bisschen weiter in Richtung Individualpsychologie gehen können, wie eine Zweiermasse (dessen Wort ich unglücklich gewählt finde) bestehen kann und wie Autorität zustande kommt. Einzig die Erklärung der Abtretung des Ich-Ideals ist meiner Meinung nach zu ungenau, wenn man sich länger mit dem Text beschäftigen möchte. iest man allerdings eher oberflächlich und möchte nicht zu tief graben, ist der Text sehr zufriedenstellend!
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wichtige Texte..., 3. Februar 2007
Von 
Shaun - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Massenpsychologie und Ich-Analyse. Die Zukunft einer Illusion (Taschenbuch)
Massenpsychologie und Ich-Analyse:

Freud unternimmt in dieser 1921 erschienenen Studie den Versuch, die Individualpsychologie zur Erklärung von Phänomenen bei Massenansammlungen, etwa Heer und Kirche heranzuziehen. Angeregt wurde er dabei durch Gustave LeBon's Buch "Psychologie der Massen" von 1895, einem Meilenstein in dieser Richtung, das noch heute weit lesenswerter ist als Freuds schwer verständlicher Text. Warum sich Menschen in der Masse oft ganz anders und primitiver, wie Hordentiere benehmen, versucht Freud über seine frühere Beschäftigung mit Suggestion und Hypnose, wie auch über den Libidobegriff zu erklären. Der Einzelne in der Masse setze sich das Objekt des Massenführers (ob General oder Christus/Papst) zum Ich-Ideal, die Einzelnen untereinander hingegen würden sich durch Identifizierung verbunden fühlen, beide Vorgänge seien Tätigkeiten der Libido. Sehr kompliziert beschrieben, dabei nicht eben überzeugende Konstruktionen.

Die Zukunft einer Illusion:

Dieser viel klarere Text von 1927 beschreibt Religion als Wunschvorstellung oder Illusion. Zur kulturellen und damit auch religiösen Entwicklung des Menschen gehört nach Meinung Freuds immer auch ein Triebverzicht und äußerer Zwang. Schon in der Entwicklung des Einzelnen werde äußerer Zwang allmählich verinnerlicht, "indem eine besondere seelische Instanz, das Über-Ich des Menschen, ihn unter seine Gebote aufnimmt. Jedes Kind führt uns den Vorgang einer solchen Umwandlung vor, wird erst durch sie moralisch und stark. Diese Erstarkung des Über-Ichs ist ein höchst wertvoller psychologischer Kulturbesitz." Ursprünglich, so Freud, gehe es der Kultur um die Abwehr von Ängsten der übermächtigen Natur gegenüber. Diese Situation habe ein infantiles Vorbild in der ambivalenten zwangsneurotischen Beziehung des kleinen Kindes dem Vater gegenüber, den man fürchten musste, der auf der anderen Seite aber auch beschützte. Ähnlich würden die bedrohlichen Naturkräfte zu Vaterbildern und Göttern abgemildert. Die religiösen Inhalte bezeichnet Freud als Illusionen, also Wunschvorstellungen, eben daraus bezögen sie ihre enorme Kraft, und eben deshalb auch sei ihr Wahrheitsgehalt unbeweisbar und unwiderlegbar. Und ebenso wie das Kind später aus seiner Zwangsneurose dem Vater gegenüber herausfinde, so solle der moderne Mensch auch die Religion abwerfen und zu einer realistischen Weltsicht gelangen. (03.02.07)
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4.0 von 5 Sternen Schwere Kost, 23. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Massenpsychologie und Ich-Analyse. Die Zukunft einer Illusion (Taschenbuch)
Das kann man kaum am Stück lesen, ist nicht leichte Kost. Aber interessant geschrieben, viele Passagen sind wirklich gut. Aber nicht als Abendlektüre oder so...
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sollte man lesen, 6. Januar 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Massenpsychologie und Ich-Analyse. Die Zukunft einer Illusion (Taschenbuch)
Gute preiswerte Ware, Preis geht voll in Ordnung, Jederzeit wieder, genau so wie man es sich vorstellt. Kann man empfehlen.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die real existierende Propagandamschine, 2. Juni 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Massenpsychologie und Ich-Analyse. Die Zukunft einer Illusion (Taschenbuch)
Für alle, welche ein Interesse an tiefenpsychologischer Meinungsbildung haben, ist das Buch als Einführung empfehlenswert.
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20 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen enttäuschend, 21. Juni 2002
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Massenpsychologie und Ich-Analyse. Die Zukunft einer Illusion (Taschenbuch)
Dieses Buch hatte ich als Ergänzung zu LeBons "Psychologie der Massen" gelesen. Leider war es eine herbe Enttäuschung.
Freud bezieht sich viel zu häufig auf LeBon. Ständig werden LeBons Gedanken nacherzählt. Eigene Ideen von Freud kommen kaum vor. Wer LeBon nicht schon vorher gelesen hat, ist im Nachteil, da einem in diesem Fall das Hintergrundwissen für Freuds Ausführungen fehlen und Gedankengänge u.U. nicht nachvollzogen werden können.
Es ist völlig ausreichend, sich ausschließlich mit LeBon auseinanderzusetzen, und Freud zu vernachlässigen.
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4 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Vernünfteln ist veraltet, 10. Oktober 2007
Rezension bezieht sich auf: Massenpsychologie und Ich-Analyse. Die Zukunft einer Illusion (Taschenbuch)
Zu Zeiten Freuds waren seine Arbeiten revolutionär und wichtig.
Diesem muss bei einer Rezension Rechnung getragen werden!

Doch die Phase der Differenz Religion vs. Wissenschaft ist dank vieler moderner Wissenschaftler und äußerst aufgeschlossener und intellektueller religiöser Führer wie z.B. dem Dalai Lama mittlerweile zumindest für diejenigen beendet, die einen Kopf auf den Schultern tragen.

Religion sozial den Neurosen gleichzusetzen und die Religion als etwas zu beschreiben, das überwunden werden muss und überwunden werden wird, war vielleicht nicht unbedingt falsch, doch was Freud im Sinn hat, hat nichts von einer Synthese, und es sind die Synthesen, die Geschichte schreiben.

Heute kann erkenntnistheoretisch Religion neu prozessiert werden. Psychologisch und auch soziologisch bleibt natürlich zu berücksichtigen, dass in Vielen der Sinn zur Religion tatsächlich einer der Bindung nach hinten/unten ist. Doch aus Sicht des Fortschritts gilt dies nicht. Eine rein nach hinten/unten gerichtete Betrachtung der Religion ist ebenso einseitig wie dumm und hat an sich selbst exakt etwas von jenem Fundamentalismus, der für gewöhnlich der Religion zugeschrieben wird.
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Massenpsychologie und Ich-Analyse. Die Zukunft einer Illusion
Massenpsychologie und Ich-Analyse. Die Zukunft einer Illusion von Sigmund Freud (Taschenbuch - 1. Juli 1993)
EUR 8,95
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