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5.0 von 5 Sternen Von Machern und Möchtegern-Managern
Zyniker, kapitale Alkoholiker, testosterongesteuerte Manager, Choleriker und detailverliebte Erbsenzähler - Bob Lutz hat sie alle kennengelernt - jeweils in der Position des eigenen Chefs. Davon handelt sein Buch "Idole und Idioten". Insgesamt zehn Portraits umfasst seine kurzweilige Aufzeichnung. Darunter finden sich echte Hochkaräter wie...
Vor 14 Monaten von Roter Reiter veröffentlicht

versus
2.0 von 5 Sternen Wichtigtuer
Das Buch wurde in der Wirtschaftspresse empfohlen und so habe ich es mir gekauft. Bob Lutz, der bekannte Automobilmanager, beschreibt dort Vorgesetzte aus seiner langjährigen Karriere und deren wunderliche Marotten.
So interessant sich dies anhören mag, die Geschichten laden maximal zum leichten Schmunzeln ein. Viel wichtiger ist, dass diese Geschichten...
Vor 11 Monaten von danieleut veröffentlicht


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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Von Machern und Möchtegern-Managern, 26. April 2014
Von 
Roter Reiter (München) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Idole und Idioten: Haarsträubende Erlebnisse auf der Chefetage (Gebundene Ausgabe)
Zyniker, kapitale Alkoholiker, testosterongesteuerte Manager, Choleriker und detailverliebte Erbsenzähler - Bob Lutz hat sie alle kennengelernt - jeweils in der Position des eigenen Chefs. Davon handelt sein Buch "Idole und Idioten". Insgesamt zehn Portraits umfasst seine kurzweilige Aufzeichnung. Darunter finden sich echte Hochkaräter wie Georges-André Chevallaz, der den Pennäler Lutz als Lehrer in einem Dutzend Fächer unterrichte. Wortgewandt, blitzgescheit aber häufig auch herablassend kam Chevallaz bei den Schülern rüber. Jahre später hängte der "Mann mit der Aura eines Filmstars und dem Drill eines Elite-Offiziers" die Lehrer-Laufbahn an den Nagel, um Schweizer Bundespräsident zu werden.

Total besoffen, absolut testosterongesteuert

Sehr erheiternd sind Lutz' Erzählungen von Ralph Mason, einst Vorstandsvorsitzender bei Opel und häufiger besoffen als nüchtern unterwegs ("acht oder neun Stunden alkoholinduzierte Bewusstlosigkeit"), der in seinen hellen Momenten einen erstaunlich klugen Pragmatismus an den Tag legen konnte - und damit das Unternehmen durchaus passabel führte.

Pointiert, aber nicht beleidigend

Dies gilt im Übrigen für alle Portraits: Trotz der mitunter eklatanten Macken seiner Führungsfiguren ("wahlweise depressiv und manisch prahlte er mit seiner sexuellen Leistungsfähigkeit - in Anwesenheit von Mitarbeiterinnen, die sich dadurch belästigt fühlten.") rechnet Lutz nicht mit ihnen ab. Vielmehr stellt er heraus, dass all diese CEOs, Geschäftsführer, Vorstandsvorsitzenden und Abteilungsleiter mit ihren unbestreitbaren Defiziten ("Idioten") als Manager erstaunlich gut funktionierten ("Idole"). Kennen wir doch irgendwoher.

Management-Journal-Fazit: Wer häufiger das Gefühl hat, bei seinem Chef seien einige Schrauben locker, soll unbedingt das Buch "Idole und Idioten" lesen und dann zufrieden feststellen: Es könnte alles noch viel schlimmer sein. Sehr erheiternd!

Oliver Ibelshäuser, Management-Journal
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geschichten von der Wirklichkeit, 11. April 2014
Von 
Fuchs Werner Dr (Zug Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 50 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Idole und Idioten: Haarsträubende Erlebnisse auf der Chefetage (Gebundene Ausgabe)
Der Autor dieses Buches ist einer der wenigen Schweizer, die es in großen amerikanischen Unternehmen bis an die Spitze geschafft haben. Und bei BMW hinterließ er als Marketing-Chef ebenfalls seine Spuren. Der Leser darf also davon ausgehen, dass hier ein Mann der Praxis spricht, dessen Geschichten oft wenig mit dem zu tun haben, was an Hochschulen gelehrt und in den so genannten Best-Practice-Büchern als Wirklichkeit gepriesen wird.

Was Bob Lutz von Beratern hält, die einem Unternehmen idealistische Weltbilder aufdrücken wollen, erfahren wir im Kapitel über Robert J. „Bob“ Eaton, dem ehemaligen Chairman und CEO von Chrysler Corporation. Es „wurden astronomisch viel Zeit und Energie in sorgsam ausgearbeitete Erklärungen über „Missionen, Werte und Ziele“ gesteckt, jeweils separate Dokumente, die unaufhörlich diskutiert, geändert und zu Tode formuliert wurde. Als ob sich irgendwer die Mühe machen würde, ein 20-zeiliges „Mission Statement“ oder eine andere langwierige Auflistung von „Werten“ oder „Zielen“ richtig durchzulesen...“

So wie sich mit Zitaten noch der letzte Unsinn „beweisen“ lässt, geben auch Geschichten nicht die Wahrheit wieder. Aber der Wirklichkeit in den Teppichetagen kommen die Erzählungen von Bob Lutz wesentlich näher als die meisten Bücher der so genannten Rategeberliteratur für Führungskräfte und solche, die es werden wollen. Ich zitiere: „In allen Konferenzräumen tauchten gerahmte Poster mit drolligen Sprüchen auf wie „Die Meinung jedes Einzelnen ist gleich viel wert“ (Wirklich? Und was ist mit den Vollidioten, die es überall gibt?) oder „Schlechte Ideen gibt es nicht“, ein weiteres dümmliches Plakat, das ich nur zu gern zusammengerollt und dem Autor in den Hals gesteckt hätte. „Führung“ und „Leitung“ wurden tatsächlich zu Unwörtern. Sie galten als „falsche Managementpraktiken“ in der neuen Welt der angstfreien industriellen Demokratie, in der sich glückliche, stressfreie, führungslose Teams in der endlosen Prüfung von Alternativen ergingen, geduldig die halbgaren Ansichten aller anderen anhörten und trotzdem keine seriöse Entscheidung treffen konnten, weil niemand das Sagen hatte.“

Bob Lutz verteidigt wichtige Werte wie den Mut zur Klarheit und Toleranz gegenüber Andersdenkenden. Aber er wendet sich auch entschieden gegen „das sentimentale, gefühlsduselige Alle-haben-sich-liebe Getue“. Auch weil er häufig die Erfahrung machte, dass es gerade diese „liebevollen“ Menschen sind, die ihren Gegnern bei der erstbesten Gelegenheit in den Rücken fallen und ihre Boswilligkeit mit schönen Worten kaschieren. Lieber hatte er es mit Vorgesetzten und Mitarbeitern zu tun, die mit ihrer Offenheit etwas riskieren, politisch oft alles andere als korrekt sind und am meisten von sich selber fordern.

Wie Bob Lutz sich selber einschätzt, geht am besten aus folgender Passage hervor: „Ich war zu ehrgeizig, zu sprunghaft, zu unberechenbar, zu undiplomatisch und neigte viel zu stark dazu, im falschen Moment das Falsche zu sagen. Kurz, ich war Iacocca viel zu ähnlich. Er initiierte, was er selbst als sein „JAL“-Nachfolgeprogramm bezeichnete – „jeder ausser Lutz“. Dass der Verfasser dieses Buches nicht „Mister Chrysler II.“ wurde, konnte er auch deshalb leicht verschmerzen, weil er unter Bob Eaton wohl eine der besten „Number Two“ war, die es in globalen Unternehmen je gab.
Diese spezielle Heldengalerie beginnt mit Georges-André Chevallaz, der nicht nur Bob Lutz’ Lehrer an der bekannten Ecole Supérieure de Commerce in Lausanne war, sondern auch als bedeutender Schweizer Politiker gilt. In seiner sprachlichen Eloquenz an Charles de Gaulle erinnernd, war er einer der populärsten Westschweizer Bundesräte. Während Vorbilder einem unerreichbaren Idealbild genügen sollten, haben Helden auch gravierende Fehler und Charakterschwächen. Und weil Bob Lutz diese offenlegt, ohne die erwähnten Spitzenmanager deswegen zu verdammen, ist sein Buch zutiefst menschlich.

Mein Fazit: Kein Buch mit guten Ratschlägen, die meist dazu dienen, das eigene Unvermögen zu kaschieren. Bob Lutz erzählt Geschichten und Anekdoten von Ex-Magnaten, die alles andere als vollkommen sind und gerade deshalb die reale Welt wiederspiegeln. Ohne die gütige Mithilfe von Göttin Fortuna, gute Beziehungen und moralisch fragwürdige Interventionen hätten es die meisten von ihnen nicht geschafft, ihre Unternehmen auf Kurs zu halten. Auch das ist eine Lehre, die Bob Lutz’ Geschichten vermitteln.
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2.0 von 5 Sternen Wichtigtuer, 3. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Idole und Idioten: Haarsträubende Erlebnisse auf der Chefetage (Gebundene Ausgabe)
Das Buch wurde in der Wirtschaftspresse empfohlen und so habe ich es mir gekauft. Bob Lutz, der bekannte Automobilmanager, beschreibt dort Vorgesetzte aus seiner langjährigen Karriere und deren wunderliche Marotten.
So interessant sich dies anhören mag, die Geschichten laden maximal zum leichten Schmunzeln ein. Viel wichtiger ist, dass diese Geschichten Herrn Lutz die Plattform bieten, sich und seine Großtaten darzustellen - mal trotz eines "Idoten", mal wegen eines "Idols". Ein langweiliges und flaches Buch, nicht zu empfehlen!
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Hinterlässt bei mir ein doch eher ambivalentes Gefühl, 20. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Idole und Idioten: Haarsträubende Erlebnisse auf der Chefetage (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch hat mich bewogen, eine Rezension zu schreiben, weil ich einige Aussagen "widersprechenswert" finde.

Gutes Management ist nach meiner Erfahrung ein Prozess, bei dem intelligenterweise auch schon einmal von einem Ziel abgewichen und sehr wohl auch diskutiert wird. Es geht also nicht immer primär um das Erreichen eines einmal festgesetzten Ziels, sondern auch um die Frage, WIE dieses Ziel erreicht wird.

Ich stelle außerdem die Aussage in Frage, dass der "Erfolg der Erfolgreichen" dadurch zustande kommt, dass sie unbeherrscht, eigensinnig, rechthaberisch, dominant und unzufrieden sind. Außerdem sei die Frage erlaubt, wie viele ethische Werte missachtet werden, wenn solche in meinen Augen unreifen Leute in Führungspositionen kommen.
Ein autokratischer Lern-, Arbeits- und Führungsstil mag für jemandem mit einem militärisch geprägten Hintergrund das Nonplusultra sein. Für mich ist er das allerdings ganz und gar nicht.

Ich habe mit Persönlichkeiten zusammengearbeitet, die auch vor 30 Jahren schon ethische Werte vertreten und geachtet haben, die menschlich reif UND fachlich hervorragend waren, die weder primitiv noch launisch waren und die dabei vermutlich mindestens genauso viel bewegt haben wie die hier beschriebenen Herren.
Wenn man mit demokratisch denkenden und handelnden Menschen arbeiten möchte, ist das nach meiner Auffassung nur mit einer wertschätzenden Haltung möglich.

Ich kann also bei Weitem nicht alle der hier humorig zwischen den Zeilen nahegebrachten Werte teilen, und die teils ebenfalls eingesprenkelten militärisch angehauchten Ausdrücke mindern für mich den Genuss beim Lesen dieses ansonsten stilistisch sehr gut geschriebenen Buchs leider erheblich.
Aus meiner Sicht hat hier ein „good boy“ ein Buch für andere „good boys“ geschrieben und dabei auch nicht vergessen, sich selbst immer wieder ins rechte Licht zu rücken.
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Idole und Idioten: Haarsträubende Erlebnisse auf der Chefetage
Idole und Idioten: Haarsträubende Erlebnisse auf der Chefetage von Bob Lutz (Gebundene Ausgabe - 8. März 2014)
EUR 24,99
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