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36 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Von einem, der auszog, die Verkaufswelt zu revolutionieren
Amazon und sein Gründer Jeff Bezos haben mittlerweile einen fragwürdigen Ruf, schlechte Arbeitsbedingungen, rüde Methoden gegen Geschäftspartner und Konkurrenten haben im letzten Jahr von sich reden gemacht.

Brad Stone hat einen akribischen Report über Amazons Geschichte und die seines Gründers und Leiters vorgelegt von den ersten...
Vor 8 Monaten von H. P. Roentgen veröffentlicht

versus
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Nette Anekdoten, schwache Übersetzung
Das Buch ist eine nett lesbare Anekdotensammlung über den Firmengründer Jeff Bezos.

Die sprachliche Qualität der deutsche Übersetzung ist jedoch je nach Sichtweise nah am Orginal oder einfach nur kaum erträglich.
Vor 4 Monaten von Georg Wandrey veröffentlicht


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36 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Von einem, der auszog, die Verkaufswelt zu revolutionieren, 21. Oktober 2013
Von 
H. P. Roentgen - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Der Allesverkäufer: Jeff Bezos und das Imperium von Amazon (Gebundene Ausgabe)
Amazon und sein Gründer Jeff Bezos haben mittlerweile einen fragwürdigen Ruf, schlechte Arbeitsbedingungen, rüde Methoden gegen Geschäftspartner und Konkurrenten haben im letzten Jahr von sich reden gemacht.

Brad Stone hat einen akribischen Report über Amazons Geschichte und die seines Gründers und Leiters vorgelegt von den ersten Anfängen bis heute. Wer schon immer wissen wollte, warum Amazon so groß wurde, der erfährt es hier. So manches Gerücht widerlegt er - etwa die Behauptung, Jeff Bezos habe Wirtschaft studiert oder sei eine Heuschrecke, eben einer der üblichen neoliberalen Wallstreet Boys. Und das Buch zeigt, dass Amazon nicht aufgrund finsterer Mächte groß wurde, sondern wegen seiner Kundenorientierung.

Kurzfristige Profite interessierten Bezos nie, sein Ziel war es, das kundenfreundlichste Unternehmen der Welt zu schaffen und dazu die alten Fesseln des stationären Handels zu sprengen. Diesem Ziel hat er alles untergeordnet. Sowohl die Beziehung zu seinen Untergebenen wie die zu seinen Geldgebern. Große Rendite hat Amazon nie erwirtschaftet, bis zum Platzen der Dotcom Blase fuhr es Verluste ein. Bezos' Mantra: Wenn wir alles für den Kunden tun, wird es auf lange Sicht auch Profit bringen, klingt ein wenig nach Lenins Versprechen: Wenn wir in ferner Zukunft den Sozialismus aufgebaut haben, werden alle Menschen glücklich sein.

Mit Lenin hat Bezos noch einiges anderes gemeinsam. Ihn auf freies Wochenende anzusprechen, wäre so, als hätte ein Bolschewik Lenin gefragt, wieviel bezahlter Urlaub einem Berufsrevolutionär zustehen würde. Beide verlangten von ihren Mitstreiter absolute Hingabe zur Sache. Und wie Lenin entwickelte Bezos seine eigene Wirtschaftstheorie; "Jeffismus" nennen es ehrfürchtig seine Bewunderer.

Anfänglich hatte Amazon das Charisma, das alle neuen Startups auf junge Softwareingenieure haben. Keine starre Firmenhierarchie, offen für neue Ideen, sich ganz und gar dem großen Projekt widmen. Wer fragt da nach vierzig Stunden Woche, was ist ein freies Wochenende gegen das Glückgefühl, wenn das Programm nachts um drei endlich läuft? Natürlich kann so eine Firmenphilosophie nicht für immer aufrecht erhalten werden, um 2005 sollte Amazon deshalb ernsthafte Probleme bekommen. Auch junge Revolutionäre werden älter und dann werden andere Dinge, wie Familie und Freizeit wichtiger. Viele Mitarbeiter verließen Amazon frustriert, doch genügend andere schwärmen immer noch von der Zeit dort.

Von Anfang an konnte Bezos durch seine Ideen Menschen begeistern. Egal ob es die Buchbranche war oder die zahlreichen andern Geschäftsfelder, in denen sich Amazon nach und nach engagierte, immer war das Ziel, alles anders, alles besser zu machen, den Handel zu revolutionieren und die Digitalisierung dazu zu nutzen, effizienter als die Konkurrenz zu werden.

Leser möchten Bücher in der Hand halten und ein Online Buchversand habe deshalb keine Chancen, wurde ihm anfänglich vorgehalten, später in der Dotcom Blase erklärten ihm Harvard Manager, dass er zwar ein netter Mensch sei, aber seine Firma besser an die Buchhandelskette Barnes und Nobles verkaufen solle, denn gegen die geballte Macht der Kette und Bertelsmann hätte er keine Chance. In beiden Fällen bewies er den Skeptikern das Gegenteil. Amazon, damals ein Zwerg, lernte die Riesen das Fürchten.

Weniger bekannt sind Bezos grandiosen Fehlentscheidungen, "Fieberträume", die er nach den ersten Erfolgen entwickelte. Wahllose Aufkäufe von anderen Firmen erwiesen sich später als riesige Fehlinvestitionen, die Anwerbung klassischer Manager, um der Firma nach der Dotcom Blase Amazon zu mehr Profitabilität zu verhelfen, führte zum Konflikt, weil diese sich nicht in die chaotische Welt junger Software-Ingenieure integrieren liessen. Brad Stone führt eine Fülle solcher Beispiele auf. Doch Amazon überstand alle diese Fehlentscheidungen, weil Bezos anders als viele andere Wirtschaftskapitäne schnell hinzulernen konnte und fähig war, seine Strategie neuen Realitäten anzupassen.

Ursprünglich schätzten die Verlage den neuen Vertriebspartner Amazon. Die großen Buchhandelsketten (Barnes & Nobles in den USA, Thalia & Co in Deutschland) setzten den Verlagen die Daumenschrauben an, verlangten hohe Preisnachlässe, da schien der neue Vertriebspartner nur zu willkommen. Für viele kleinere und mittlere Verlage, die nur schwer in die Buchläden kamen, wurde Amazon zum Retter in der Not. Doch als es mächtiger wurde, griff es zu den gleichen Daumenschrauben wie die Ketten und hatte keine Hemmungen, seinen Partner erbarmungslos große Rabatte abzupressen. Zwar war es bestrebt, jedes, aber auch jedes Buch dem Kunden anzubieten. Aber mit dem Vorschlagswesen, das Kunden bei jedem Buch auch andere Bücher anbot, hatte es ein Druckmittel. Diese "Kunden haben auch gekauft"-Listen gaben kleinen Verlagen Chancen, ihre Bücher in die Öffentlichkeit zu rücken. Genau dies setzte das Unternehmen als Druckmittel ein. Entweder die ruinösen Rabatte akzeptieren und weiter in den Listen erscheinen oder eben ohne einen Platz in den Listen und daraufhin erheblich verminderte Verkäufe, das war die Alternative. Die meisten Verlage beugten sich.

So zeigte sich ab ca 2005, dass der alte Satz: "Macht korrumpiert und totale Macht korrumpiert total" auch auf den neuen Softwaregiganten zutrifft. Brand führt eine Fülle von Beispielen auf, wie Amazon seine Marktmacht gegen die Lieferanten ausspielte, um bessere Einkaufsbedingungen zu erzielen und damit gegen die Konkurrenz mit niedrigeren Preisen zu punkten. In der Wahl der rüden Methoden unterschied es sich nicht von anderen Distributoren.

Bezos Philosophie und Unternehmenspolitik (der sogenannte "Jeffismus") wird in dem Buch ausführlich diskutiert. Ebenfalls sein sehr autoritäter Führungsstil. Wie der Apple Gründer Steve Jobs neigt Bezos zu unkontrollierten Wutausbrüchen, wenn irgendein Untergebener seiner Meinung nach nicht optimal gehandelt hat oder seine Ideen zu konventionell für Bezos Geschmack sind. Andererseits kann eine einzige Kundenbeschwerde als Email dazu führen, dass überprüft wird, was falsch gelaufen ist und mit neuen Ideen kann man bei ihm immer punkten. Das Unternehmen hat eine Fülle neuer Ideen und kundenfreundlicher Strategien eingeführt, von Kundenrezensionen, die auch negative Urteile erlauben über kostenlose Lieferung bis hin zu dem Prime Service.

Über das Privatleben Bezos berichtet das Buch wenig, Bezos schottet das auch ziemlich ab. Verglichen mit den anderen Softwaregründern, von Google über Apple bis zu Facebook erscheint er geradezu "normal". Seine unverkennbare Lache, die die einen vor den Kopf stößt, mit der er aber andere für sich einnehmen konnte - unter anderem seine Frau und erste Investoren - scheint das einzig besondere an dem Menschen Bezos zu sein - sieht man von seinen herausragendem Ideenreichtum ab.

Gegenüber dem etwas älteren Buch Ein Klick: Der Aufstieg von Amazon und Jeff Bezos bietet Brands Buch eine sehr viel detaillierte Einsicht, man merkt, dass Brandt sich besser mit Amazon auskennt und weit mehr ehemalige und aktuelle Amazon Mitarbeiter interviewt hat inklusive Jeff Bezos selbst.

Das Buch liest sich leicht, stellenweise wie ein Krimi und bietet eine umfassende Einsicht sowohl in die Struktur der kleinen Software-Startups als auch in die hemdsärmligen Methoden, die heute auf dem Markt herrschen.

Hans Peter Roentgen
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Nette Anekdoten, schwache Übersetzung, 3. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Der Allesverkäufer: Jeff Bezos und das Imperium von Amazon (Gebundene Ausgabe)
Das Buch ist eine nett lesbare Anekdotensammlung über den Firmengründer Jeff Bezos.

Die sprachliche Qualität der deutsche Übersetzung ist jedoch je nach Sichtweise nah am Orginal oder einfach nur kaum erträglich.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wie das Internet zum Kaufhaus wurde, 27. November 2013
Von 
Roter Reiter (München) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Der Allesverkäufer: Jeff Bezos und das Imperium von Amazon (Gebundene Ausgabe)
Das Buch “Der Allesverkäufer” startet mit der Schilderung eines Wunderknaben mit “überragendem Intellekt und schmächtigem Wuchs”. Ein aufgeweckter Junge, der mit seinem Erfindungsreichtum die Lehrerschaft begeistert. Der Drang, Neues zu schaffen, bleibt ein Leben lang stetiger Begleiter von Jeff Bezos, dem Amazon-Gründer. Am Ende des spannenden Buches werden Sie Bezos als Getriebenen in Erinnerung behalten. Einen Perfektionisten, für den “gut” grundsätzlich noch zu schlecht ist. Charismatisch, aber auch unverhofft cholerisch, mal inspirierend und dann wieder unergründlich und verschlossen. So skizziert Autor Bard Stone den 25 Milliarden Dollar Mann, der sich alles abverlangt und in der Folge erwartet, “dass die Angestellten rastlos arbeiten, um eine nachhaltige Firma zu schaffen”. Für den “Kommunikation in seinem Unternehmen ein Zeichen dafür ist, dass etwas nicht funktioniert”.

Wirtschaftsjournalist Brad Stone hat über Jahre recherchiert, Amazon-Köpfe und Konkurrenten interviewt, auch mit Bezos selbst gesprochen, um den kometenhaften Aufstieg des weltgrößten Internetkaufhauses in detailgetreuen Episoden nachzuerzählen. Darunter natürlich die Meilensteine bahnbrechender Innovationen, für die Amazon heute steht. Das Empfehlungs- und Bewertungssystem. Die Fähigkeit, Kundenwünsche vorauszusehen. Das glaubhafte Versprechen günstiger zu verkaufen und schneller zu liefern als alle Wettbewerber.

Fazit: “Der Allesverkäufer” ist die faszinierende und auch häufig erschreckende Chronik der katapultartigen Erfolgsstory von Amazon. Spannend erzählt Brad Stone wie Bezos angetreten ist, um die größte virtuelle Ladentheke der Welt aufzubauen.
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4.0 von 5 Sternen Enorm kenntnisreich - aber auch verwirrender Detailreichtum, 6. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Allesverkäufer: Jeff Bezos und das Imperium von Amazon (Gebundene Ausgabe)
Eigentlich wollte ich mir ein schmaleres Buch kaufen, ein Buch, das sich direkt mit Amazons Einflußnahme auf den Buchmarkt beschäftigt, schwenkte aber auf diesen Titel um, der von Rezensenten als der bessere empfohlen wurde.
Ist er das? Nun, er ist doppelt so teuer und doppelt so umfangreich, das schon. Unglaublich kenntnis- und detailreich breitet Stone die Entwicklung Amazons und seines Gründers vor uns aus, so daß ich mir nicht selten dachte: "Sooo genau wollte ich es dann auch wieder nicht wissen."
Wie bei solchen Managerbiographien nicht selten, schwankt der Verfasser zwischen Anbetung ("Was für ein intelligenter, tatkräftiger, begabter Machertyp!") und Grusel ("Mit manischer Getriebenheit drückt er mit fiesen Methoden Lieferanten und Verlage an die Wand") hin und her.
Zu meinem Bekanntenkreis gehören Kleinverleger. Deren Verhältnis zu Amazon ist gespalten: Einerseits könnten sie ohne den Online-Riesen ihr Sortiment längst keiner so breiten potentiellen Käufermasse präsentieren wie im traditionellen Buchhandel mit seinem beschränkten Platzangebot (und oft auch Ladeninhabern mit leicht beschränktem Horizont), andererseits ist das Wehklagen groß über willkürliche Maßnahmen Amazons (Auslistungen politisch inkorrekter Bücher, Löschen erotisch freizügiger Titelbilder), über fehlende Kontaktmöglichkeiten, über die Art und Weise, wie Amazon als internationaler Konzern international verschachtelt ist, so daß man ihn kaum greifen kann (darüber klagen nationale Regierungen wie deutsche Kleinverleger) und und und ...
Amazon erscheint als Drohung wie auch als Verlockung. Mir erscheint Amazon-Chef Bezos nach der Lektüre als so was ähnliches wie Discounter-Chefs à la Aldi-Brüder: Amazon ist für die Kunden oft prima, für die Lieferanten oft weniger schön, um es mal milde auszudrücken, die werden geschubst und getreten (ebenso wie die Mitarbeiter), denen drückt man die Preise und Konditionen bis zum Gehtnichtmehr - sie entwickeln eine Haßliebe zu Amazon: Ohne Amazon geht es nicht, aber mit Amazon geht es oft auch nicht ...
Fazit: Aufstieg und Werdegang des "Allesverkäufers" Bezos werden gekonnt und kenntnisreich beschrieben - aber mit ein paar Details weniger wäre die klare Linie vielleicht sichtbarer geworden ...
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5.0 von 5 Sternen Bericht aus dem Inneren Zirkel, 12. November 2013
Von 
Volker M. - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 10 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Der Allesverkäufer: Jeff Bezos und das Imperium von Amazon (Gebundene Ausgabe)
Amazon ist ein Phänomen: Auch im 3. Quartal diesen Jahres weist das Unternehmen einen Millionen-Verlust aus und dennoch steigt die Aktie um über 8%. Warum? Die Investoren sind überzeugt, dass das Unternehmen eines Tages gesunde und stabile Erträge bringen wird und die Wandlung vom Onlineshop zum Technologiekonzern noch erhebliche Investitionen erforderlich machen.

Der amerikanische Journalist Brad Stone blickt in seinem Buch hinter die Kulissen von Amazon und setzt einen besonderen Fokus auf den Gründer Jeff Bezos. Mehr als ein Dutzend Mal hat er mit Bezos gesprochen und eine noch größere Anzahl Interviews mit gegenwärtigen und ehemaligen Führungskräften geführt. Da hat der Autor den meisten Amazon-Chronisten etwas voraus. Das Ergebnis ist eine zwar nichtautorisierte, aber gerade deshalb besonders spannende Biografie Jeff Bezos', die gleichzeitig die Entstehungsgeschichte und Strategien des Web-Riesen detailliert beleuchtet.

Wo kommt Amazon her? Warum hat Bezos gerade mit dem Verkauf von Büchern begonnen? Wie solide ist das finanzielle Fundament von Amazon? Fragen, die Stone in Form von Interviews, Anekdoten und Analysen ausführlich beantwortet.

Eigentlich wollte Bezos sein Unternehmen in Santa Cruz (Kalifornien) ansiedeln, bis er von einer Entscheidung des Obersten Gerichtshofes aus dem Jahr 1992 erfuhr. Demnach brauchen Kaufleute keine Verkaufssteuern in US-Bundesstaaten zu erheben, in denen sie physisch nicht präsent sind. Als Folge davon vermeiden auch heute noch Versandunternehmen bevölkerungsstarke Staaten wie Kalifornien, Texas oder New York. Bezos hat sich in Seattle (Washington) niedergelassen. Auch heute noch legt das Unternehmen sehr viel Wert auf "steuerliche Optimierungen" wie u.a. die Niederlassung in Luxemburg zeigt.

Bezos will, dass nur die Besten für ihn arbeiten und das möglichst rund um die Uhr. Privatleben: Fehlanzeige. Einige Mitarbeiter vertreten die Meinung, dass es Bezos an Empathie mangelt - eine Eigenschaft, die er übrigens mit Steve Jobs (Apple), Bill Gates (Microsoft) oder Larry Ellison (Oracle) teilt. Es scheint also eine für Unternehmer eher nützliche Charakterschwäche zu sein. Bezos behandelt jeden Angestellten wie eine entbehrliche Ressource, was es ihm erlaubt, rein rationale geschäftliche Entscheidungen zu treffen. Und die Mitarbeiter in den USA wissen laut Stone ein Lied davon zu singen, wie Amazon auf gewerkschaftliche Aktivitäten reagiert.

So sehr Bezos immer wieder betont, dass sich sein Unternehmen "auf die Kunden konzentriert, nicht auf die Konkurrenten", so gab es einige ernstzunehmende Mitbewerber, wie z.B. den Buchhändler Barnes & Noble oder Borders, die heftigst bekämpft wurden. Sogar ein Auktionsportal ("Amazon Auction") als Reaktion auf eBay wurde gestartet - allerdings ohne Erfolg. Kundenorientiert, aber im Wettbewerb mit Rivalen skrupellos - so sieht Stone den Allesverkäufer Amazon.
Als Mensch sympathisch ist mir Bezos nach dem Lesen des Buches nicht geworden, aber ich habe zumindest Respekt vor seiner unternehmerischen Leistung. Er hat den Internethandel revolutioniert und ich bin gespannt, welche Überraschungen wir noch während der Entwicklung zu einem Technologiekonzern erleben werden.

Stone schreibt spannend und lebendig - nicht zuletzt wegen Einbindung zahlreicher Interviews und der guten Übersetzung ins Deutsche. Mit "Der Allesverkäufer" erhält der Leser einen fundierten Einblick in die Funktionsweise des Netzriesen.

Leider schaut Stone nicht über den amerikanischen Tellerrand hinaus. Die Entwicklung von Amazon in Deutschland und Europa wäre sicher ein Extrakapitel wert gewesen.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der "gnadenlose" Allesverkäufer, 10. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Allesverkäufer: Jeff Bezos und das Imperium von Amazon (Gebundene Ausgabe)
Mit dem Buch der Allesverkäufer erhält man von der ersten Idee, ein Buchladen das jedes Buch der Welt am Lager hat, bis zum aktuellen Stand, detailreiche Hindergründe zu Amazon. Brad Stone hat hierzu viele aktuellen und ehemaligen Mitarbeiter interviewt. Das Buch ist keineswegs eine reine Lobeshümne über Jeff Bezos und Amazon, auch die aktuellen Debatten über die Arbeitsbedingungen der Amazon Beschäftigten werden aufgezeigt. Allerdings geht es hierbei Hauptsächlich um Amazon in Amerika. Die Entwicklung des Unternehmes in den rechtlichen Teilen der Welt, wie z. B. in Deutschland, wird nur teilweise angerissen.

Das Buch verdeutlich sehr genau welche Macht Amazon bereits zum aktuellen Zeitpunkt gegenüber seinen Lieferanten und Geschäftspartner hat und wie hoch der Servicegedanke von Jeff Bezos ist! Der Kunde ist König, die Lieferanten werden teilweise gnadenlos unter Druck gesetzt.

Wer sich für die Entstehung des größen Buchladens der Welt interessiert, dem kann ich diesen Buch ohne Bedenken empfehlen.

Gratis zum Buch kann man sich bei Campus die E-Book Version für alle aktuellen Ebookreader herunterladen.
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Allesverkäufer: Jeff Bezos und das Imperium von Amazon, 28. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Also, ich muss schon sagen, ein gewaltiges Buch, hat mir sehr gefallen, ich habe es in 4-5 Tagen ausgelesen. Vom Autor sehr gut recherchiert und interessant geschrieben.
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Umfangreicher Überblick, 22. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Dem Autoren ist es perfekt gelungen, das Unternehmen, den Gründer und dem Umfeld einen schlüssigen und unabhängigen Rahmen zu geben. Habe fast alles verfügbare über Amazon gelesen, viele Zusammenhänge habe ich erst jetzt verstanden.
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen unbedingt lesen, 16. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Gründung, Aufstieg und Rückschläge, alles in diesem interessanten Buch zu lesen.
Sehr beeindruckend die Beschreibund des Jeff Bezos, vor allem als Menschen.
Nach der Lektüre sieht man Amazon mit anderen Augen.
Von mir eine eindeutige Kaufempfehlung.
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Hörbuchvariante: Schade. Hätte man besser machen können., 31. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die Hörbuchvariante fällt durch schlechte Übersetzung und schlechte Spreche auf:
- Offensichtlich aus dem englischen sinnfrei übernommene Wörter
- schlechte Verständlichkeit des Sprechers durch falsche, fehlende Betonung
- schlechte Aussprache englischer Begriffe des deutschen Sprechers

Wer wissen will, wie man das gut macht, dem sei die Biografie von Steve Jobs empfohlen.

Inhaltlich aber interessant.
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Der Allesverkäufer: Jeff Bezos und das Imperium von Amazon
Der Allesverkäufer: Jeff Bezos und das Imperium von Amazon von Brad Stone (Gebundene Ausgabe - 15. Oktober 2013)
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