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Kundenrezensionen

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am 24. Februar 2013
Nach den bisher in der Intesität nicht gekannten Aufnahmen, die im Fernsehen gezeigt wurden, bin ich von einen tiefgründigen und gut recherchierten Buch ausgegangen. Bekommen habe ich rund dreihundert Seiten bereits Wiedergekäutes, miese Recherche und eine für einen ernsthaften Journalisten unglaubliche Mischung aus Selbstherrlich- und Weinerlichkeit.

Fangen wir mit dem Inhalt des Buches an: Nichts, aber auch gar nichts von dem im Buch veröffentlichten, ist einem regelmäßigen Leser von Searchlight neu. Weder die Bandgeschichte, die hier über Kapitel breitgetreten wird, noch Namen und Funktionen der im Buch beschriebenen Personen. Genaugenommen hätte sich Herr Kuban seine persönliche Recherche schenken können und auf das Material echter Aktivisten zurückgreifen, das im direkten Vergleich häufig sogar umfangreicher als seine Auslassungen sind.

Ganze bekannte rechte Netzwerke werden im Buch entweder gar nicht oder nur marginal behandelt, internationale Verflechtungen nicht erwähnt. Dafür rückt der Autor Personen wie bspw. Doro Pesch, in die rechte Ecke. Ausgerecht eine der deutschen Künstlerinnen, die sich schon in den frühen 90ern mit Songs wie "Bad Blood" deutlich zu dem Thema positioniert hat. Begründung - ein gemeinsamer Auftritt mit frei.wild, die er zur allgemeinen Gefahr für die Demokratie erklärt hat.

Da wird stolz schwadroniert, daß er die Freundin eines Sängers angegraben hat und er mit solchen Aktionen ja zur "Bundesliga des Journalismus" gehört. Viel gebracht scheint es nicht zu haben, denn im Buch tauchen Kapitel auf, die einfach nur wie Füllstoff anmuten. Beziehungen von Rechts zu Rockern. Ein Kapitel über die CDU, und nicht zuletzt ein weiteres Kapitel mit weinerlichen Beschwerden, dass niemand sein Material kaufen möchte, dafür im Fernsehn aber aller mögliche Schrott gezeigt würde.

Anscheinend ist das Buch jetzt ein verzweifelter Versuch, die fehlenden Einnahmen anderweitig reinzuholen.

Wer sich wirklich für das Thema interessiert, ist mit "White Noise" von Searchlight/Unrast wesentlich besser beraten - deutlich mehr Fakten, keine Selbstbeweihräucherung.

Nachtrag: Januar 2015. Durch Zufall bin ich auf die DVD Donal Macintyres - Nazi Hate Rock gestoßen. Hier hat ein britisches Team mehrere Rechtsrock-Musiker interviewt und auf Konzerten begleitet, spricht teilweise offen mit den Veranstaltern. Die Konzertaufnahmen sind mehr als vergleichbar mit dem Material von Herr Kuban, die Gespräche mit den Musikern sind wesentlich interessanter als die Auslassungen des Herrn, da man hier aus erster Hand mitbekommen kann, wie sich die Herrschaften selbst sehen.
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am 21. April 2013
1. Der Buchinhalt wirkt teilweise sehr unglaubwürdig und selbstbeweihräucherisch. Es tut sich einem mehrmals die Frage auf, ob der Autor wirklich im Sinne eines Undercoverjournalisten auf diesen Konzerten unterwegs war, oder anfangs vielmehr selbst ein rechtes Szenemitglied und somit selbst Hardcore- Nazimusikfan war. Dann nämlich wären solche Filmaufnahmen kein Risiko gewesen, sondern vielmehr ein ganz normales Fanverhalten, wie es auf Konzerten nun mal der Fall ist. Das wiederum würde die Gerüchte um einen unter Zeugenschutz- stehenden Autor untermauern. Jedenfalls könnte ein solches Erinnerungs- Fanarchiv, angereichert mit einigen Nachdrehs über seine Verkleidungszeremonie und Konzertanreise schnell zu einer gefährlich- brisante Uncoverstory schneiden. DAS IST ABER REINE SPEKULATION und soll keine Unterstellung sein, nur ein denkbarer Hinweis., Jetzt aber zu den Fakten:
2. Der Autor klagt und jammert immer wieder darüber, dass keine Fernsehanstalt seinen Film ausstrahlen will und wollte. Ganz ehrlich, jeder der den Film gesehen hat, wird das "Warum?" dahinter schnell verstehen. Der Film ist ungemein langwierig, langweilig und voll von Szenewiederholungen, ein absolutes No- Go in der Welt von Dokus und Filmproduktionen. Der Film ist nunmal einfach nicht gut genug um über eine große Fernsehanstalt ausgestrahlt zu werden, sonst wäre das mit 100%iger Sicherheit schnell und auch schon oft geschehen. Das liegt in erster Linie am Material, das stellenweise zwar durchaus interessant, großteils aber das Gegenteil ist.
3. Die Buchinhalte selbst sind teils völlig verdreht und falsch wiedergegeben, dass man hier wirklich die Süddeutsche Zeitung zitieren muss, die Herrn Kuban als "übertourten Nazijäger" zitiert. Man merkt halt immer wieder die Verbittertheit und die emotionale Enttäuschung, die der Autor immer und immer wieder zu Tage legt., Etwas mehr Sachlichkeit, Ehrlichkeit und etwas weniger Selbstmitleid hätte einem an sich wirklich wichtigen Projekt besser gestanden., Schade.
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am 17. Dezember 2012
Thomas Kuban ist ein Journalist, der etwas aufdecken möchte, also macht er sich um das Jahr 2002 herum an ein Mammutprojekt: Er möchte undercover in der rechten Szene recherchieren. Dazu legt er sich diverse Decknamen zu, filmt bei Konzerten und schleust sich überall ein. Angeblich bleibt er unentdeckt und steht bald vor dem Problem, dass sich kein TV-Sender für seine Ergebnisse interessiert. Nur ein paar Mal bringt RTL einen kurzen Beitrag. Zehn Jahre unter Nazis bringen den privaten und finanziellen Ruin, deshalb veröffentlicht er dieses Buch, um wenigstens ein bisschen Geld für seinen Einsatz zu bekommen. Ein bewundernswertes Projekt, das Unterstützung durch den Buchkauf verdient?

Eine klasse Recherchearbeit, so scheint es. Das Buch beginnt informativ, schockierend und auch wachrüttelnd, wenn man sich zuvor wenig mit dem Thema beschäftigt oder lieber die Augen verschlossen hat. Es ist interessant, wie die rechte Szene agiert, Nachwuchs rekrutiert und vor allem durch Konzerte, Klamotten und Foren ihr Gedankengut aufrechterhält und verbreitet. Der Leser erfährt viel von Abkürzungen, Plattenlabels und Klamottenläden, von bestimmter Bekleidung, Frisuren und Organisationen. Wie die Szene aufgebaut ist, wird ebenso geschildert wie das Zusammenspiel mit anderen, nicht minder gewaltbereiten Gruppierungen, etwa Hooligans oder Rockerclubs.
In 14 Kapiteln berichtet Kuban sehr anschaulich, was er auf den Konzerten erlebt hat, wie Nazis miteinander sprechen, welche Ziele sie verfolgen und wie unstrukturiert sie stellenweise auftreten. Hin und wieder werden Bezüge zu den großen Themen der Tageszeitungen deutlich, neben Anschlägen und Ausschreitungen auch die „Döner-Morde“ des NSU. Dabei wird bald klar, wo Polizei und Staat versagt, wo Ermittlungsfehler stattgefunden haben und große Versäumnisse zu Tage treten.
Kuban reist durch ganz Deutschland, später dann auch ins Ausland, um an Konzerten teilzunehmen und heimlich zu filmen. Immer wieder muss er Angst haben, aufzufallen – und er weiß, dass er dann vermutlich nicht mehr lange zu leben hat. Was Nazis mit Spitzeln und Verrätern anstellen, das sieht er mit eigenen Augen und es macht ihm Angst. Von seinem Vorhaben rückt er dennoch nicht ab, auch als kein Sender seine Aufnahmen bezahlen und ausstrahlen möchte.
Ein Jahrzehnt lang streift Kuban durch die Szene und lebt in und mit ihr – und irgendwie doch nicht, wie er hin und wieder betont. Es klingt wie ein falsches Bekenntnis, dass ihn Hitlergrüße und menschenverachtende Parolen abschrecken und anekeln. Sicherlich mag es stimmen, aber je weiter man im Buch liest, desto weniger kann man dem Journalisten glauben.

Ab etwa der Hälfte des Buches muss etwas mit Kuban durchgegangen sein. Seitenweise Hass und Arroganz sind zu lesen, Bloßstellungen und geradezu verleumderische Sätze lassen sich finden. Die anfängliche Sachlichkeit ist reiner Emotion gewichen, die nichts mehr damit zu tun hat, irgendwelche Neonaziverbrechen aufzudecken, sondern nur noch Rache ausstrahlt. Kuban wagt einen Rundumschlag, Politiker (aber nur die bestimmter Parteien), vorzugsweise Bayern und Baden-Württemberger, vor allem aber die Polizei werden aufs Niederträchtigste zitiert und beleidigt.
Ja, die Polizei macht Fehler; ja, die Polizei hat in bestimmten Situationen nicht eingriffen; ja, es gab und gibt Versäumnisse. Dass Kuban es aber wagt, die Polizei als Nazifreunde darzustellen, die nichts gegen Rechtsradikale unternehmen und sich in gewissen Situationen sogar zurückziehen, anstatt die Konfrontation zu suchen, ist derart unglaublich, dass man es nicht mal in Worte fassen kann. Der Autor kommt gar nicht auf die Idee, dass Polizisten zum einen auch nur normale Menschen sind und zum anderen eine Ausbildung haben, die ihnen manchmal gebietet, den Rückzug anzutreten und es eben nicht drauf ankommen zu lassen – beispielsweise um Zivilisten nicht zu gefährden. Auch haben Ausschreitungen gezeigt, dass Polizisten ihr Leben riskieren und manchmal sogar verlieren, wenn es zu Auseinandersetzungen kommt. Berufsrisiko? Ja, aber kein Polizist muss sehenden Auges in seinen qualvollen Tod rennen – und dass er das nicht tut, macht ihn nicht zu einem Nazifreund.
Auch Bayern sind nicht generell Nazis, nur weil sie … Bayern sind. Natürlich gibt es im Freistaat eine rechte Szene, die gibt es in den Neuen Bundesländern aber genauso, teilweise stärker. Aber darauf kommt Kuban lieber nicht zu sprechen. Es macht ihm dafür große Freude, auf Günther Beckstein verbal einzudreschen, weil dieser einmal sagte, dass jemand, der von staatlichen Sozialleistungen lebt, kein deutscher Staatsbürger ist und dennoch laut herausbrüllt „Scheiß Deutschland!“, vielleicht mal drüber nachdenken sollte, was er da sagt. Und nein, gezwungen wird niemand, hier zu blieben. Das macht aber niemanden, der Beckstein zustimmt, zu einem Nazi.
Einzig und allein positiv hervorgehoben wird die Linke. Eine Vorzeigepartei, die alles komplett richtig macht und als einzige die Gefahr erkennt, die in diesem Nazi-verseuchten Land brodelt.

Kuban geht aber noch weiter, trampelt auf einer Generation herum, die sich nicht mehr für den Zweiten Weltkrieg verantwortlich fühlt, weil sie ihn um knappe 40 Jahre verpasst hat und es leid ist, für die Sünden der Väter zu bezahlen und immer noch als Nazis tituliert zu werden. Nein, der Deutsche ist schuld und das bis in alle Ewigkeit. Wer das abstreitet ist – genau – rechts!
Eine einfache Gleichung, die aber leider nicht aufgeht.

Den größten Hammer, den Kuban sich erlaubt, eine Unverschämtheit sondergleichen, durch die er sich selbst in wenigen Sätzen derart unglaubwürdig macht, ist seine angebliche „Recherche“ zu Nazis und ihrer Unterwanderung und Beheimatung in der Metal-Szene. Denn Metaler sind rechts, auch wenn sie lange Haare haben. Er führt Bands wie die umstrittene Formation Frei.Wild und die eindeutig rechte Gruppe Absurd an und setzt sie als stellvertretende Beispiele für die gesamte schwarze Szene ein. Rockröhre Doro Pesch ist auch so eine Nazibefürworterin, die von der Szene gefeiert wird.
Dass es hier auch einige rechte Tendenzen gibt, bestreitet wohl niemand aus der Metal-Szene, dass die gesamte Szene aus Nazis besteht, ist jedoch eine dreiste Lüge.
Kuban zieht dann noch über die Mittelalterszene her, die ebenfalls rechts ist. Überhaupt ist alles rechts. Ganz Deutschland scheint ein Sumpf aus Nazitum zu sein, dem nur die Linke und Herr Kuban trotzen.
Irgendwann, wenn man nicht mehr weiß, ob man weinen, lachen oder das Buch wegwerfen soll, fängt Kuban an, dass die Metal-Szene aus Satanisten zusammengesetzt ist, die Kirchen anzünden, Mitmenschen umbringen und von Odin singen – auch ein deutlichen Zeichen für rechtes Gedankengut. Er reißt wahllos Texte aus dem Zusammenhang, stellt sie als Hitler-verherrlichend dar, obwohl diese damit gar nichts zu tun haben. Nur, weil es um Nordische Mythologie und um Kampf geht, nur weil mal „Hail“ gesungen wird – und mit Verlaub, „Hail“ bzw. „Heil“ sind normale Wörter und der Ausruf ist nicht ausschließlich rechts. Wacken ist ja auch das Nazi-Festival schlechthin. Nein, das sagt Kuban nicht wörtlich, aber sinngemäß. Endgültig lachen musste ich dann, als Kuban über die Liedzeile schimpfte: „Gott ist tot!“ Krasse verbale Naziattacke gegen Juden, Christen und überhaupt. Vielleicht würde die Lektüre von Nietzsche und Feuerbach helfen, die diesen Satz geprägt haben – und das zu einer Zeit, in der Hitler noch nicht einmal geboren war.

Das Buch ist, gelinde gesagt, das Papier nicht wert, auf dem es gedruckt wurde. Die sachliche Recherchearbeit wird irgendwann unterwandert von blankem Hass gegen alle, die Kuban nicht unterstützt haben – oder ihm einfach nicht in den Kram passen. Die wirklich interessanten Punkte könnte man auch auf ein Drittel der Seitenzahl reduzieren.
Offen bleibt die Frage, weshalb Kuban nicht früher aus der Szene ausgestiegen ist, wenn diese ihn doch so ruiniert und abgestoßen hat und es ja offensichtlich kein Interesse an dieser Arbeit gab. Hat es ihm doch gefallen? Seine eigene Rolle, sein eigenes Verhalten bleiben ein bisschen zu stark außen vor. Er spricht immer wieder von Angst, wenn die Szene rausbekäme, wer er wäre, was er dann zu erwarten habe – zeitgleich präsentiert er sich in Talkshows im TV. So gewaltbereit, wie Rechtsradikale sind, wundert es mich sehr stark, dass diese ihm nicht auflauern und das tun, was man in der Szene mit Spitzeln und Aussteigern so macht. Es passt nicht zusammen und ein bitterer Nachgeschmack bleibt. Am Ende muss man auch gar nicht mehr nachfragen, warum kaum ein TV-Sender seine Recherchearbeit unterstützt hat.
Fast scheint es so, als habe Kuban von der Szene, die er zu verurteilen vorgibt, drei Dinge gelernt: Verbreitung von Vorurteilen ohne zu hinterfragen, was die Wahrheit ist. Intoleranz allen und allem gegenüber, wen oder was er nicht mag. Hass – gegen alles.

Vor Erscheinen des Buches wurde aus dem vorliegenden Recherchematerial ein Film gedreht, bei dem Peter Ohlendorf Regie führte und als großzügiger Sponsor auftrat. Unter dem Titel Blut muss fließen zeigte man den Film 2012 auf der Berlinale.
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am 14. Januar 2013
Ich habe mich sehr auf dieses Buch gefreut, sollte es doch die konspirativen Strukturen und Vorgehensweisen bzgl. rechter Konzerte im Untergrund beleuchten. Als ich das Buch dann gekauft hatte, war ich doch überrascht - und das nicht unbedingt positiv.

Ich finde es toll, dass sich "Thomas Kuban" die Mühe gemacht hat und die Gefahr auf sich genommen hat, in die rechte Konzertszene einzutauchen, jedoch kommen mir sehr viele Teile des Buches ""spekuliert" vor. Der Autor scheint viel zu oft seine eigene Meinung und Einstellung in das Werk hineinfließen zu lassen, als Fakten.
Als großes Beispiel möchte ich das eigene Kapitel (!) über die Band "Frei.Wild" ansprechen. Was bitte, hat diese Band mit einer Naziband gemeinsam?? Nichts. Kuban nimmt Textteile einzelner Songs und stellt diese in einem komplett anderen Licht dar. Liest man sich den kompletten Text durch, sieht das ganze gleich anders aus.

Weiters fand ich den Teil über das rechte Konzert in Österreich fraglich, als Kuban anprangert, dass sich österreichische Polizisten in Uniform mit Konzertbesuchern "freundlich" unterhalten haben. Heißt es nicht immer wieder, sofern ich den Medien glauben kann, dass die Polizei deeskalierend vorzugehen hat? Tatsache ist außerdem, dass "Kuban" schreibt, dass als die Polizei anwesend war, keine Straftaten vorlagen. Was bitte soll diese dann machen?
Ich finde es weiters bedenklich, dass der Autor nur über Polizei und Justiz herzieht, wie schlecht diese ihre Arbeit machen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass nur schlecht ermittelt wird.

Meiner Meinung nach ist auch der Teil über den "Black Metal" schlecht geschrieben, da "Kuban" angibt auch in dieser Szene Jahre lang recherchiert zu haben, dieser Szene jedoch nur ein paar Seiten widmet und nur "Absurd" oder "Burzum" beschreibt. Es kommt dieser Teil so rüber, dass seinen Ansichten nach anscheinend fast jeder, der diese Art von Musik hört, oder auch Gothic, Neofolk oder der Mittelalterszene zugetan ist, mindestens "rechts" angehaucht ist.

Ich finde es auch "bedenklich", dass "Kuban" sich in einem zu großen Teil des Buches seinem Frust darüber hingibt, dass sich während seiner Recherchen kein Sender für die Arbeit interessiert hat. Das hätte in der Einleitung gereicht, hat mit Sachlichkeit wenig zu tun.

Ich hätte mir in dem Buch mehr "Erlebnisse" der verdeckten Recherchen des Autors erwartet, und nicht ganze Kapitel über politische Parteien oder die Rockerszene die eventuell, vielleicht mit der Neonaziszene symphatisiert.

Alles in allem ein interessantes Buch, leider jedoch mit vielen Schwächen. Ich habe meine Bewertung auf 2 Sterne reduziert, da ich finde, dass jeder selbst urteilen sollte. Für mich ist das Buch zu oberflächlich.
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am 14. Februar 2016
Ich lese mehrere Hundert Bücher pro Jahr, aber noch nie kam mir der Gedanke, dass ich Menschen vor einem Buch warnen müsste.
Bei diesem üblen Machwerk ist das nun der Fall.
Thomas Kuban brüstet sich regelrecht damit, dass er die schwierige Lebenssituation einer Rechtsaktivistin ausgenutzt hat, um ihr Informationen zu entlocken, drängte sie sogar zu einem Fernsehinterview, das sie schlecht aussehen lassen sollte und walzt das Thema genüsslich aus.Er spielte sogar mit dem Gedanken, eine Beziehung zu der gerade von ihrem Freund getrennten Frau anzubahnen, um noch näher dran zu sein an der Materie.
Selbst jetzt beim Schreiben muss ich schlucken ob dieser charakterlichen Verworfenheit.
Ich will mich mit diesem tendenziösen Buch gar nicht mehr viel befassen, nur ein paar Anmerkungen noch geben.
Auf Seite 147 nimmt er die wahrlich berechtigte Feststellung der CDU-Politikerin Kristina Schröder, dass sich Täter mit Migrationshintergrund bewusst deutsche Opfer suchten und die deutschenfeindliche Gewalt zunehme zum Anlass, sie als geistige Brandstifterin zu bezeichnen.Als ob derjenige, der Fakten, die aus welcher Intention auch immer (politischer Korrektheit, Feigheit, Selbsthass oder was auch immer die Gründe sein mögen) ansonsten verschwiegen werden, endlich mal benennt, zu verdammen wäre.
Mit ähnlich absurder Logik wird der Erfolg von Sarrazins Büchern erklärt: Die Medienvertreter hätten ihn zum Dauergast in Talkshows gemacht und ihm daher seinen Erfolg gebracht.
Könnte es nicht vielleicht sein, dass er Wahrheiten ausgesprochen hat, die vom Mainstream tabuisiert werden, Herr Kuban?
Der Autor nimmt Zahlen der Amadeu-Antonio-Stiftung als Beleg für so und so viele Opfer von angeblich rechter Gewalt.
Diese Stiftung ist eine linksradikale, rassistisch deutschfeindliche Hetzgruppe, die mit gefälschten Zahlen eine angeblich Gefahr von rechts herbeiredet.Permanent veröffentlichen diese Leute Statistiken über angeblich von Rechtsradikalen Ermordete.Wer gerne mal wissen möchte, wie viele Deutsche eigentlich in den letzten Jahren von Ausländern zu Tode geprügelt wurden, wie viele Frauen Opfer ausländischer Sextäter wurden, wie viele Einbrüche auf das Konto von Ausländerbanden gehen wird bei der Stiftung auf taube Ohren stoßen.Wahrscheinlich wäre man allein mit dieser Frage bereits der übelste Rassist und Nazi sowieso.
Aber Thomas Kuban und die Amadeu-Antonio-Stiftung gehören schon zum selben Dunstkreis.
Hätte nur noch ein Vorwort Katrin Göring-Eckardt oder Claudia Roth gefehlt, um die Sache abzurunden, aber für dieses Schundbuch wären selbst sie sich wohl noch zu schade.
Die "Straftaten", die er aufgedeckt hat, bestehen zum großen Teil aus abhitlern, wie er sich ausdrückt und aus dem Abspielen oder Singen von Liedern, die von der Staatsmacht verboten wurden.Echte Schwerverbrechen.
Zum Glück habe ich das Buch nur aus der Bücherei entliehen und für das weinerliche Anklagen der Systemmedien, weil sie seine Recherchen nicht haben wollten, nicht auch noch bezahlt.
Für eine strukturierte und ausgefeiltere Kritik an diesem Buch fehlt mir die Lust.Schnell ein besseres Buch zur Hand.
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am 10. Januar 2014
Die Verarbeitung ist hervorragend. Das Papier ist von guter Qualität und wurde sehr stabil gebunden. Das Problem bezieht sich eher auf die wirren Sätze im Inneren des Buches...
Die Idee an sich fand ich klasse, als ich von Kuban gehört habe und freute mich wahnsinnig auf das Buch und den Film. Erhofft hatte ich mir neue Erkenntnisse (!) und tiefe Einblicke in die Szene. Was habe ich bekommen? Nach wenigen Seiten ist das Thema abgearbeitet. Kuban bietet hier hier wenig Neues und berichtet fast ausschließlich über Tatsachen, die bereits lange bekannt sind. Er verzichtet gleichzeitig auf Quellenangaben und vergisst andauernd seine Vorwürfe und Fazits zu begründen. So ist es keine wissenschaftliche Ausarbeitung, wie er selbst zu glauben scheint, sondern bloß das Portrait eines Journalisten auf rechten Konzerten - aufgefüllt mit subjektiven Eindrücken, die häufig von der Wahrheit abweichen, fehlerhaften Analysen und erschreckendem Unwissen über die Bedeutung der von ihm verwendeten Fachbegriffe. Bereits nach wenigen Seiten nervt es in höchstem Maße, dass Kuban ständig Sicherheitsbehörden und die Medien kritisiert und sich selbst als ihr Opfer darstellt, der sein privates Vermögen investieren musste und andauernd Absagen für die Vermarktung seines Projektes erfuhr. Er selbst ist dabei der Held, der das große Problem als einziger erkannte und auch als einziger die rechtsextremistische Musikszene durchschaute (Sicherheitsbehörden und Medien versagen natürlich auf ganzer Linie).Das Buch wirkt mehr - und das ist angesichts des Themas erschreckend - wie ein narzistisches Selbstportrait: Der große Thomas Kuban gegen die bösen Medien und Polizisten. Es wirkt, als hätte Kuban das Thema Rechtsrock nur vorgeschoben, um sich selbst zu zelebrieren und endlich die Anerkennung zu bekommen, die er vorher scheinbar nicht genügend erhielt.
So paaren sich fehlerhaft verwendete Fachbegriffe mit andauerndem Gejammer, die einen Fazit, falls vorhanden, nicht mehr erkennen lassen. Das Buch ist mieserabel geschrieben und langweilt schon im zweiten Kapitel durch einen monotonen Schreibstil und das andauernde Wiederholen der Erkenntnisse, die Kuban bereits in den vorangehenden Kapiteln mehrfach darstellte. Das Buch hätte gut und gerne auf 3 Seiten zusammengefasst werden können und wäre wahrscheinlich immer noch nicht lesenswert.

Blut muss fließen, schön und gut. Aber warum denn aus meinen Augen? Nach dem Lesen des Buches fließt das Blut sowieso nicht mehr. Der Blutdruck hat sich nämlich spätestens in Kapitel 3 vor Langeweile erhängt. Absolut nicht lesenswert und mit 19,99 € absolute Wucher im Hinblick auf die schlechten journalistischen und sprachlichen Leistungen. Das Buch am Besten gleich im Anschluss an den Kauf die Tonne treten und Teletubbies gucken - die sind anspruchsvoller!
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VINE-PRODUKTTESTERam 7. März 2014
Erster Kritikpunkt: Gefühlte 25% des Buches beklagt sich der Autor darüber, dass die Medien seine Recherche in der neonationalsozialistischen Musikszene nicht zu schätzen wüssten, d.h. ihn nicht fürstlich dafür belohnten.

Zweiter Kritikpunkt: Das Buch trieft vor Betroffenheit und aufgesetzter Empörung, womöglich um die Tatsache zu überdecken, dass es keine bedeutsamen neuen Informationen liefert. Man kann von Kuban nicht die Fähigkeit verlangen, für die Zeit der verdeckten Recherche die Ideologie tatsächlich zu übernehmen - dies wäre der Königsweg und steht nur solchen Menschen offen, die gelernt haben, über ihrer eigenen Meinung zu stehen -, aber nüchterne Sprache stünde einer solchen Reportage besser zu Gesicht als in kurze Sätze gefasste Schluchzer.

Dritter Kritikpunkt: Da Kubans Intention offensichtlich darin besteht, aufzuzeigen, was für böse und gefährliche Menschen da doch am Werke seien, verzichtet er nach bester deutscher Tradition darauf, sich näher mit den Gedankenwelten seiner unfreiwilligen Partner zu befassen. Von der kompetenten Berichterstattung etwa eines Klaus Farin ist er meilenweit entfernt, weswegen die Ablehnung, mit der die Medien Kuban angeblich straften, bei weitem nicht so unverständlich ist, wie er tut.

Dass es sich trotz alledem um eine kurzweilige Lektüre handelt, will ich nicht verschweigen.

Fazit: seichte leichte Kost.
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am 15. Dezember 2012
Als ich das Buch gelesen habe, wurde mir schlagartig klar, warum es sich in letzte Zeit so schlecht verkauft. Herr Kuban ist in seinen eigenen Ansichten extremer als er es so manchem in seinem Buch unterstellt und bleibt nicht sachlich. Kein Wunder, dass man ihn wegen der niedrigen Verkaufszahlen in letzter Zeit so oft im Fernsehen sieht. Anscheinend hofft er, dass er durch die neu entflammte Hetze sein Buch wieder an den Mann bringen kann.
Sicherlich mag auch vieles in dem Buch richtig sein und durchaus eindrucksvoll recherchiert; aber sollte man so ein Thema auf den Tatsachen beruhen lassen und nicht mit sehr viel - meiner Meinung nach zu viel - Phantasie ausschmücken.
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am 12. Februar 2014
Eine vernichtende, übelst bösartige Rezension nach der anderen gegen dieses Buch - man könnte meinen, es sei katastrophal schlecht. Klar hätte man hier und da etwas anders strukturieren, vielleicht den Stoff etwas straffen, vielleicht weniger jammern können - aber das rechtfertigt in keiner Weise den heftigen S***storm, der hier gegen dieses Buch losgetreten wird. So etwas habe ich noch nie gesehen, das sieht mir doch sehr nach einer Kampagne aus, wer verteidigt da wessen Interessen? Der Verdacht drängt sich eigentlich auf.
Verlasst Euch auf die klassischen Rezensionen - nicht auf diese Tiraden hier. Kubans Recherchen sind mutig, tiefgreifend, gründlich, streckenweise schockierend und auf jeden Fall sehr, sehr relevant! Sie verändern das Bild von der Gesellschaft. Nach 15 Jahren gefährlicher Recherchen unter verschiedenen Identitäten bietet Kuban hier einen Einblick in eine Parallelwelt, den man in dieser Tiefe sonst nicht so schnell bekommt.
Übrigens frage ich mich, woher einige meiner Vorrezensenten sich da in der Szene so gut auskennen wollen, dass sie sagen können, Kuban stelle sie nicht korrekt dar... woher wissen sie das nur so genau? Außer von Kuban und Andrea Röpke gibt es nämlich aus dieser Welt kaum journalistische Undercover-Recherchen.
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am 17. Januar 2013
Wer dieses Buch liest, wird jede Sekunde bereuen die er an dieses schlecht recherchierte Buch verschwendet hat. Da sind Erzählungen drin die wie eine Paranoide Krankheit wirken. Allein wenn man sich mal wirklich Zeit genommen hätte die Geschichte von Frei.Wild zu recherchieren, würde sowas nicht in einem Buch stehen. Der Titel "Blut muss fliesen" würde ich eher ändern in "Lüge muss fliessen". Aber was für Buch würde man verkauft bekommen wenn man vom Unbekanntem erzählt. Keins! Deswegen nimmt man sich halt einfach mal eine Band die Interesse bei Leuten weckt. Da muss der Autor einem schon leid tun. Armer kranker Mann.
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