weddingedit Hier klicken muttertagvatertag Cloud Drive Photos Kamera16 Learn More Spirituosen Blog bruzzzl Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Autorip GC FS16

Kundenrezensionen

4,4 von 5 Sternen19
4,4 von 5 Sternen
Format: Gebundene Ausgabe|Ändern
Preis:24,99 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

TOP 500 REZENSENTam 17. Februar 2014
Welchen Verlauf wird die Geschichte der Menschheit in den kommenden Jahrzehnten und Jahrhunderten nehmen, ausgehend von heutigen Bedingungen und Entwicklungstrends? Welche wirtschaftlichen und sozialen Probleme und Herausforderungen müssen die westlichen Industrienationen, aber auch die Schwellen- und Entwicklungsländer in Zukunft meistern? Mit diesen Fragen beschäftigt sich der Demograph Reiner Klingholz in einem Buch, das um die drei Leitmotive Wirtschaft/Wirtschaftswachstum, Ökologie und Demographie kreist.

Eingangs skizziert Klingholz die historischen Voraussetzungen für das beispiellose Wachstum, das der Westen (= Europa, Nordamerika) im 19. und 20. Jahrhundert erlebte. Die Bevölkerungszunahme, hervorgerufen durch sinkende Sterblichkeitsraten und steigende Lebenserwartung, erwies sich als Motor des Wirtschaftswachstums, denn mehr Menschen sorgten für eine größere Nachfrage nach Gütern aller Art und damit für eine Ausweitung von Produktion und Märkten. Das Wirtschaftswachstum wurde durch eine stetig zunehmende Ausbeutung natürlicher Ressourcen und einen rasant steigenden Energieverbrauch ermöglicht. Zu den sozialen Folgen des Wirtschaftswachstums gehörten die Entstehung einer gebildeten, konsumorientierten Mittelschicht und der Übergang zur Kleinfamilie. Die heutigen Schwellen- und Entwicklungsländer sind im Begriff, die Entwicklung, die der Westen im 19. und 20. Jahrhundert durchlaufen hat, nachzuholen.

Daran anschließend zeigt Klingholz, dass sowohl die westlichen Industrienationen wie auch die Schwellen- und Industrieländer vor erheblichen Problemen und Herausforderungen stehen. Im materiell gesättigten Westen - in der sogenannten Ersten Welt - ist weiteres Wachstum nach dem etablierten historischen Muster kaum noch möglich. In fast allen westlichen Industrienationen stagniert seit Jahrzehnten aufgrund niedriger Geburtenraten die Bevölkerungsentwicklung. In den kommenden Jahrzehnten werden zahlreiche hochentwickelte Staaten eine demographische Schrumpfung erleben. Zugleich werden diese Staaten altern, d.h. der Anteil der Alten an der Bevölkerung wird kontinuierlich zunehmen. Damit fällt der wichtigste Motor für das Wirtschaftswachstum weg. Problematisch ist dies deshalb, weil die westlichen Gesellschaften auf ständiges Wachstum fixiert sind und sich ein Leben ohne Wachstum nicht vorstellen können. Klingholz kritisiert, dass es derzeit keine breiten Debatten über eine Wirtschaftsordnung gibt, die nicht mehr dem Imperativ ständigen Wachstums unterliegt.

Die Schwellen- und Entwicklungsländer stehen vor Herausforderungen ganz anderer Art. Wollen sie der Armut entkommen, wollen sie Wohlstand für breite Bevölkerungsschichten erwirtschaften, dann müssen sie ein hohes Wachstum erzielen, das aber zwangsläufig zu einer nochmaligen Steigerung des ohnehin schon enorm hohen weltweiten Ressourcen- und Energieverbrauchs führen wird. Ohne gravierende ökologische Folgekosten wird die Dritte Welt nicht zur Ersten aufschließen können. Klingholz hält diesen Aufholprozess jedoch für dringend geboten. Der starke Bevölkerungsanstieg, gerade in Afrika, wird sich seiner Meinung nach auf lange Sicht nur bremsen lassen, wenn die Schwellen- und Entwicklungsländer wohlhabend werden, wenn eine gebildete Mittelschicht entsteht und - wie zuvor im Westen - die Geburtenrate deutlich sinkt. Den Staaten der Dritten Welt muss es gelingen, wirtschaftlich zu wachsen und den Übergang in eine Bildungs- und Wissensgesellschaft zu vollziehen, wenn sie dem Doppelproblem von ungebremstem Bevölkerungswachstum und ökonomischer Not entrinnen wollen. Einen anderen Ausweg sieht Klingholz nicht. Besonders Europa kann kein Interesse daran haben, dass (Schwarz-)Afrika dauerhaft arm bleibt und von Überbevölkerung erdrückt wird. Niemand kann sich wünschen, dass im Jahr 2100 allein in Nigeria 750 Millionen Menschen leben, wie manche Prognosen vorhersagen.

Was die ökologischen Aspekte des bisherigen und des zukünftigen Wirtschaftswachstums angeht, so arbeitet Klingholz drei Punkte heraus: 1. Anders als vom Club of Rome 1972 prognostiziert, steht die Menschheit heute nicht vor dem Problem schwindender Bodenschätze. Die Menschheit wird auf absehbare Zeit keinen Energiehunger leiden müssen. Fossile Brennstoffe stehen noch auf Jahrzehnte hinaus reichlich zur Verfügung. Sie rücksichtslos auszubeuten hieße aber, den Klimawandel zu verschärfen und zu beschleunigen. Klingholz fordert, die Schwellen- und Entwicklungsländer müssten davon abgehalten werden, ihre energieintensive Industrialisierung mit fossilen Brennstoffen zu bewerkstelligen. Wie das praktisch erreicht werden kann, lässt er offen. 2. Der Klimawandel, den Klingholz für eine Tatsache hält, darf nicht weiter angeheizt werden, weil dies schwerwiegende Folgen für die Landwirtschaft hätte. In vielen Weltregionen wird die Bevölkerung noch bis in die zweite Hälfte des 21. Jahrhundert hinein wachsen. Die Anbauflächen lassen sich aber nicht beliebig erweitern. Wassermangel und Verfall der Bodenqualität machen schon jetzt vielen Schwellen- und Entwicklungsländern zu schaffen. Künftige Versorgungsengpässe sind daher denkbar. 3. "Grünes" bzw. "sauberes" Wachstum kann es nicht geben, weil jede Form von Wachstum - auch Wachstum in postindustriellen Dienstleistungsökonomien - letztlich immer auf Ressourcen- und Energieverbrauch beruht, auch wenn dieser Verbrauch nicht auf den ersten Blick sichtbar ist.

Die Kapitel 6 bis 10 sind der demographischen Zukunft der Welt bzw. einzelner Länder und Kontinente gewidmet. Klingholz schätzt, dass die Menschheit zwischen 2070 und 2090 ihr demographisches Maximum erreichen wird. Das Niveau von 9 bis 10 Milliarden Menschen wird sich über 2100 hinaus nicht halten lassen. Klingholz entwirft mehrere Szenarien, wie sich die Menschheit bis 2300 entwickeln könnte. Am wahrscheinlichsten ist seiner Meinung nach ein deutlicher Rückgang der Weltbevölkerung zwischen 2100 und 2300. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass sich die heutigen Schwellen- und Entwicklungsländer nach dem demographischen Muster der westlichen Industrienationen entwickeln - Wohlstand, sinkende Geburtenrate, Überalterung, Schrumpfung. In den Kapiteln 7 bis 10 skizziert Klingholz die gegenwärtigen und künftigen demographischen Probleme Deutschlands, Japans, Afrikas und Chinas. Deutschland und Japan werden in den kommenden Jahrzehnten schrumpfen; China wird aufgrund der Ein-Kind-Politik altern, bevor es Massenwohlstand erreicht haben wird; Afrikas Bevölkerung wird noch einige Jahrzehnte lang stark anwachsen, bevor eine Stabilisierung eintritt und schließlich die Trendumkehr beginnt.

In den beiden letzten Kapiteln legt Klingholz dar, was Staaten und Gesellschaften seiner Auffassung nach tun müssen, um die Probleme und Herausforderungen zu meistern, die vor ihnen liegen. Die gesättigten, alternden, schrumpfenden Industrienationen des Westens (inkl. Japans) müssten sich eingestehen, dass sie in die Ära des "Postwachstums" eingetreten seien. Sie müssten sich von der Fixierung auf ständiges Wachstum lösen, ihre Wohlstands- und Versorgungsstandards auf den Prüfstand stellen und klären, was der Sozialstaat in Zukunft noch leisten könne. Klingholz warnt davor, die Demokratie auf eine "Glücksmaschine" zu reduzieren, deren vordringliche Aufgabe darin bestehe, allen Bürgern ein Mindestmaß an Wohlstand zu gewährleisten. Angesichts minimalen Wirtschaftswachstums werde üppige Rundumversorgung in Zukunft nicht mehr finanzierbar sein. Die Schwellen- und Entwicklungsländer wiederum dürften in ihrem eigenen Interesse nicht in ihrem jetzigen Zustand verharren, sondern müssten zum Westen aufschließen, auch wenn dies einen gewaltigen Input an Ressourcen und Energie erfordere ("Leichter gesagt als getan" wird sicher mancher Leser denken). Der Westen müsse die Dritte Welt tatkräftig dabei unterstützen, die "fossile Stufe" zu überspringen, damit sich die globalen Umweltprobleme nicht weiter verschärften.

Klingholz behandelt einige sehr komplexe Sachverhalte. Sein Buch ist gleichwohl sehr gut lesbar, denn Klingholz schreibt klar, verständlich und ohne Fachjargon. Der Reiz des Buches besteht darin, dass es einen Blick in die Zukunft wirft, der weit über den heutigen Tag hinausreicht. Klingholz kritisiert zu Recht, dass Gesellschaften im Allgemeinen und die Politik im Besonderen einem kurzfristigen - und das heißt kurzsichtigen - Denken verhaftet sind. Was in fünf Jahrzehnten oder in einem Jahrhundert sein wird, spielt in öffentlichen Diskursen eine viel zu geringe Rolle. Debatten über Alternativen zum jetzigen Wirtschaftsmodell werden, wenn überhaupt, nur widerwillig geführt. Folgt man Klingholz, dann stehen die westlichen Industrienationen und die Nachzügler vor unterschiedlichen, aber gleichermaßen schwierigen Bewährungsproben. Patentlösungen bietet Klingholz nicht an. Es wäre unredlich, ihm daraus einen Vorwurf zu machen. Klingholz möchte das Bewußtsein für die Probleme schärfen, die vor der Menschheit liegen. Als heute Lebender mag man es bedauern, dass man nicht miterleben kann, wie die Menschheit im 22. und 23. Jahrhundert leben wird, wenn sie die von Klingholz benannten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts - hoffentlich erfolgreich - bewältigt haben wird.
11 Kommentar|19 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 4. Mai 2014
Diese Analyse von Gesellschaftswachstum und Postwachstum ist nicht nur kognitiv nachvollziehbar, sie bestätigt auch eindeutig meine gefühlte Realität, die immer wieder geprüft wird in meiner Arbeit mit anderen Menschen. Wir befinden uns im Postwachstum, so sehr wir auch bis zum Burn-Out strampeln mögen, wir kommen nicht mehr in eine Lage, die den vorigen Generationen noch möglich war. Umdenken könnte es viel leichter machen. Dafür bietet das Buch ausreichend Motivation. Wie genau das indes geschehen kann, muss der Weg des Einzelnen bleiben. Es wäre der Weg in ein anderes Lebensgefühl.
0Kommentar|5 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 26. März 2014
Grönland wird zu "Grünland", vor allem aber zum Mittelpunkt der nördlichen Hemisphäre mit seiner Hauptstadt und Partymetropole Nuuk, die bei Zuwanderern beliebter ist als London oder New York. Wann das sein wird? Irgendwann gegen Ende des 23. Jahrhunderts, wenn ein Modegenerator individuelle neue Klamotten aus Altkleidung recycelt und winzige Computerchips unter die Haut implantiert werden und ein Handy überflüssig machen.
Reiner Klingholz konstruiert in seinem Buch "Sklaven des Wachstums" eine waghalsige, schaurig-schöne Utopie vom Leben in der Zukunft, das die politischen, gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und ökologischen Versäumnisse der Gegenwart längst überwunden hat. In seiner "Glaskugel" entdeckt der Autor ein globales Öko-System, das die einst "erodierten und vergifteten Naturbestände" längst durch "Sekundarbiotope" ersetzt hat. Und eine Gesellschaft fern von nationalstaatlichem Denken und religiösen Grenzen, die Ökonomie und Ökologie ins Gleichgewicht bringt. Bis dahin, so Klingholz, muss ein langer Weg beschritten werden. Kriege und Krisen werden die Begleiter sein, sofern wir die ersten Schritte noch weiter hinauszögern.

Wachstum ist nur ein Zwischenschritt

Vor allem erteilt Klingholz den Wachstumspredigern eine klare Absage, die ihre Wohlstandsprognosen gerne mit Exportrekorden und Verweisen auf den technologischen Fortschritt untermauern. Wachstum ist kein Naturgesetz und dauert nicht ewig. Schon gar nicht in Mitteleuropa, wo die Zahl der Bevölkerung rückläufig ist und ökologische Probleme längst die wirtschaftlichen Höhenflüge der Vergangenheit in Frage stellen. Wo eine Gesellschaft auf Pump lebt und auch die hohen Zinsen der Natur früher oder später begleichen muss. Mit Antworten auf CO2-Belastung und Atommülllager. Klingholz spricht treffend von den "Exkrementen" unseres Wirtschaftens.

Schwellenländer auf der Überholspur

Die große Chance einer globalisierten Gesellschaft, die Güter, Ressourcen und Lebensperspektiven besser verteilen kann, liegt in der Umverteilung. Während Deutschland schrumpft, werden die Länder der Dritten Welt aufholen und die Schwellennationen zu neuen wirtschaftlichen Führungsmächten emporklettern. Höherer Bildungsstand, mehr Einkommen, mehr Wirtschaftskraft und eine wachsende Bevölkerung - das sind die langfristigen Perspektiven, die Afrika zu einem schlafenden Riesen machen. Klingholz zeigt in seinem Buch sehr eindrucksvoll, wie die bisherigen Kategorien zur Wohlstandsmessung wie BIP, Mittelschicht und "Humankapital" neu gefasst werden müssen, um die Zukunft als Chance zu begreifen. Ob das Paradies dann für Europäer, Afrikaner, Asiaten und Amerikaner auf Grönland liegt, ist ungewiss. Aber es wäre gewiss nicht die schlechteste Vorstellung.

Management Journal - Fazit: Autor Reiner Klingholz dreht in seinem spannenden Buch "Sklaven des Wachstums" den Scheinwerfer auf die dringenden Zukunftsfragen, die Politik, Wirtschaft und Gesellschaft längst beantworten müssen: Wie gestalten wir unser Leben jenseits der Wachstumsperioden? Seine Antworten darauf sind einleuchtend und durchaus hoffnungsvoll.

Oliver Ibelshäuser, Management Journal
0Kommentar|10 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 25. Mai 2014
Mit vielen Zahlen, die Statistikerherzen höher schlagen lassen, und treffenden Analysen (und sogar ein wenig Ironie) zeigt Reiner Klingholz auf, warum es so nicht weitergehen kann, warum es dennoch so weitergehen wird und welche Lösungsmöglichkeiten es gäbe. Ein aufrüttelndes Buch, das zwar Dämpfer erteilt. Doch es macht auch Mut. Denn wozu die Menschen im Augenblick nicht fähig sind - die Grenzen des Wachstums und der natürlichen Ressourcen zu aktzeptieren - werden die äußeren, von uns verursachten Umstände erzwingen.
0Kommentar|4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Hallo,
das Buch ist ausgesprochen interessant. Ein wenig trocken vielleicht - es werden sehr viele Zahlen & Fakten präsentiert, aber immer verständlich und am Thema.
Der Autor zeigt auf, dass es so nicht mehr weitergehen kann und nicht mehr weitergehen wird. Er befasst sich mit allen relevanten Aspekten, wie Energie, Wasser, etc., und insbesondere zur Bevölkerungsentwicklung legt er fundierte Prognosen vor.
Für den, der wissen will, wie es mit der Menschheit (mit einiger Sicherheit) in den nächsten 50-100 Jahren weitergehen wird, für den ist das Buch eine klare Empfehlung.
Wer aber auf einen Lösungsweg hofft (die Befreiung) - der sollte es lieber nicht lesen.
Die Befreiung kommt dem Autor nach durch die Bevölkerungsentwicklung: Die Weltbevölkerung wird schneller als bislang angenommen ihr Maximum erreichen und danach sinken. Er begründet das klar und nachvollziehbar. Nur dass viele der unumkehrbaren Schäden, die wir dem Ökosystem Erde vorher zugefügt haben werden, bis dahin längst eingetroffen sind (auch nach seiner Rechnung) - darauf geht er in keinster Weise mehr ein.
Also für den, der klar und ungeschminkt nach vorne sehen will - für den ist es ausgesprochen empfehlenswert. Seine Prognosen sind fundiert.
Der Titel "Geschichte einer Befreiung" passt aber m.E. nur, wenn man es als die "Befreiung" von falschen Hoffnungen auffasst.
vg
H. Hellwig
0Kommentar|2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 14. Juni 2014
Diese "Geschichte einer Befreiung" zeigt im Gegensatz zu den bekannten Weltuntergangsszenarien Perspektiven für die Zukunft auf, die hoffen lassen, dass die menschlichen Gesekllschaften die Herausforderungen der Zukünftigen Jahrhunderte meistern können. Vielleicht sind einige Bewertungen nicht zutreffend, einseitig, unvollständig; insgesamt finde ich die Lektüre lesenswert und erfrischend klar und humorvoll geschrieben.
0Kommentar|2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 15. Mai 2014
Endlich einmal ein Buch, das sich durch Kenntnisse und Weitsicht von der üblichen Literatur unterscheidet, die die Welt entweder in einem linearen Fortschritt sieht oder auf dem Wege zu einer unaufhaltsamen Katastrophe, vor der nur die Heilslehre des jeweiligen Verfassers noch Rettung verspricht.

Bei Klingholz geht es primär um die energetischen und damit wirtschaftlichen Grundlagen unserer weiten Entwicklung und ihre demographischen Rahmenbedingungen. Ob er noch zu optimistisch ist oder war, das werden erst die Nachgeborenen wissen.

Sehr gut fand ich vor allem die Ausführungen über China. Denn wie sich das Milliardenvolk mit seiner Wirtschaftskraft weiter entwickeln und weltwirtschaftlich ausgreifen wird, das wird für die gesamte Welt von sehr großer Bedeutung sein. Bisher nimmt China eine klassische, d. h. weitgehend von fossilen Brennstoffen (Kohle) getriebene Entwicklung, die an ihre Kostengrenzen stoßen wird, wie woanders auch.
0Kommentar|Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 25. April 2014
Wer das Buch richtig gelesen hat, der muss erkennen, dass der "Zug abgefahren ist" und es realistischerweise keine Lösung durch ein Handeln der Menschheit geben wird. Die Lösung wird uns von normativen Kräften "von außen" aufgedrängt. Dann nämlich wenn wir die Umwelt und damit UNSERE Lebensgrundlage an die Wand gefahren haben. Es geht nicht um Umweltschutz, sondern um Menschenschutz. Daher 5 Sterne für die treffenden Anlysen und die sehr gute und spannende Aufarbeitung dieses Thema
0Kommentar|Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 5. Mai 2014
Hat er all die Bücher gelesen, die er hier zitiert? Das war mein erster Gedanke. Ein Buch, dass ich trotz des immensen Informationsgehaltes auf einem Ruck durchgelesen habe. Und nun noch einmal lese, weil es so viele viele Informationen liefert. Zuerst war ich nach dem Lesen aufgewühlt, mittlerweile verschafft es mir Ruhe und Gelassenheit, denn es kommt wie es kommen muss und die Erde wird sich weiterdrehen. Am meisten hat mir die Aussage zu denken gegeben, dass es den Ausdruck Naturschutz gar nicht geben sollte und wie wichtig sich die Menschheit nimmt, wenn sie dieses Wort ausspricht. Er kreiert das Wort Menschenschutz; denn die Natur wird es immer geben, sie passt sich neuen Gegebenheit - egal ob durch den Menschen verursacht oder durch Naturgewalten selbst verursacht - immer an, Arten sterben aus, neue kommen hinzu usw. Nur der Mensch könnte aussterben, weil eben auch nur eine Art auf der Erde. Ein Buch, das sachlich bleibt ohne zu emotionalisieren. Ein geniales Buch, das ich allen weiterempfehlen kann.
0Kommentar|3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 10. Mai 2014
Durch die Leseprobe auf das Buch neugierig geworden habe ich das Buch gekauft und aufgrund des spannenden Themas und der gut lesbaren Schreibweise innerhalb kurzer Zeit gelesen.
Es ist sehr beeindruckend wie der Autor hier unaufgeregt, und belegt mit zahlreichen Fakten, die wohl zwangsläufige Entwicklung der Menschheit seit dem Beginn des 19. Jahrhunderts bis heute beschreibt mit Aussicht auf die wahrscheinlichen Folgen für die nächsten Jahrhunderte.
Sehr ernüchternd ist schließlich die Erkenntnis, dass wir letztlich unfähig sind die Entwicklung positiv zu beeinflussen. Wider besseres Wissen werden wir weiter immer nur reagieren, wenn uns das Wasser bis zum Hals steht. Umweltbewusstes Handeln mag das Gewissen des Einzelnen beruhigen, die in Gang gesetzte Entwicklung kann es jedoch nicht mehr stoppen.
"Sklaven des Wachstums" von Reiner Klingholz ist ein sehr empfehlenswertes Buch, das dem Leser vor Augen führt: weitsichtiges handeln hat die Evolution beim Menschen nur vereinzelt vorgesehen - so funktioniert der Mensch!
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden