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32 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Muss für jeden Erfinder und Innovator...
... ist Gutner Duecks neuestes Sachbuch - und dazu noch unterhaltsam und spannend geschrieben!

Jeder der etwas Neues durchsetzen möchte, sine Ideen oder eine Erfindung in die Tat umsetzen will, sollte sich dieses schöne Buch gönnen. Es liest sich nämlich nicht nur gut, und ist klar gegliedert, es enhält eigene Erfahrungen und knallharte...
Vor 23 Monaten von isy3 veröffentlicht

versus
18 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Anachronistischer Innovationswahn
Innovationsstreben vor dem Hintergrund der Ressourcenausbeutung unserer Erde so unkritisch zu präsentieren - bei gleichzeitiger deutlicher Kritik an den Bremsern dieses Wahnes - ist entweder blind oder borniert oder zynisch. Dieses Buch zeigt ungewollt, wie sehr wir von einer wirklichen Abkehr vom Konsumismus entfernt sind. Das Menschenbild, das in diesem Buch zum...
Vor 19 Monaten von brickinthewall veröffentlicht


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32 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Muss für jeden Erfinder und Innovator..., 12. Januar 2013
Von 
isy3 (lebt nun am Bodensee) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Das Neue und seine Feinde: Wie Ideen verhindert werden und wie sie sich trotzdem durchsetzen (Gebundene Ausgabe)
... ist Gutner Duecks neuestes Sachbuch - und dazu noch unterhaltsam und spannend geschrieben!

Jeder der etwas Neues durchsetzen möchte, sine Ideen oder eine Erfindung in die Tat umsetzen will, sollte sich dieses schöne Buch gönnen. Es liest sich nämlich nicht nur gut, und ist klar gegliedert, es enhält eigene Erfahrungen und knallharte Fakten, die aus der Praxis und direkt von der Quelle stammen. Wer gerade mit Begeisterung etwas Neues entwickelt, und dieses Buch zu Rate zieht, kann sich möglicherweise mehrere Enttäuschungen und Irrwege ersparen und bekommt praktische Tipps, wie man es richtig macht. Es ist aber kein Ratgeber-Buch mit simplen Rezepten und ein paar Anekdötchen. Dueck schürft in der Tiefe und kann durch seine breite Bildung und weites Spektrum weit reichende Erkenntnisse vermitteln. Man kann auch als Theoretiker oder Experte seine helle Freude an diesem Buch haben. Hochwertige geistige Nahrung für Liebhaber intelligenter Lektüre aber verständlich zubereitet und appetitlich angerichtet. Ein Bespiel:

Im Prinzip stehen dem Neuen vier Typen von Menschen gegenüber: 1. Die Vorreiter die das Neueste begeistert und es sofort unbedingt haben wollen. Das sind sehr wenige. 2. Die Open Minds, Leute, die dem Neuen zwar offen gegenüberstehen, aber nicht Vorreiter sein möchten, das sind viele. 3. Die Close Minds sind Menschen, die dem Neuen eher misstrauisch gegenüber stehen, sich aber überzeugen lassen, wenn schon eine Menge Leute mitmachen. Auch das sind Viele. 4. Die Antagonisten schließlich sind dem Neuen gegenüber negativ eingestellt und bleiben strikt dagegen. Das sind wieder wenige, aber wenn ein Produkt sich durchsetzen soll, muss man schon die ersten drei Menschengruppen überzeugen und dann noch aufpassen, dass die vierte es nicht abschießt.

Dazu braucht es außer einer wirklich guten Idee viel Energie beim Entwickeln und Ausarbeiten und die richtige Taktik, damit man überhaupt an den Markt kommt. Die Energie kann man auch mit Herzblut und Durchhaltekraft bezeichnen. Bei der Lektüre des Buches kann man genau das Herzblut spüren, das Gunter Dueck selbst bei seinen Projekten vergießt und vergossen hat. Einige seiner Innovationen haben sich durchgesetzt. Hier gibt es eine Menge spannender Hintergründe zu erfahren. Ich mag diese Geschichten aus dem Leben am liebsten.

Gunter Dueck hat jahrzehntelang in der Wissenschaft und bei IBM gearbeitet und kennt die Strukturen von Konzernen genau. Darum weiß er, wo die ärgsten Feinde des Neuen zu verorten sind. Man soll zum Beispiel nicht glauben, dass das betriebliche Vorschlagswesen ein echter Förderer des Neuen ist. Gerade hier sterben die meisten Ideen einen vorzeitigen Tod im Verwaltungsdickicht. Auch ein eigens eingesetzter Innovations-Vizedirektor samt Stab und Mitteln stellt keine echte Hilfe bei der Ausarbeitung und Entwicklung wirklich neuer Projekte dar. Dueck gibt hier den subversiven Rat, in einem Konzern so lange wie möglich im Untergrund die neue Idee zu verfolgen. Wenn das Management sich erst einmal mit dem Innovativen befasst und es genau in den Fokus nimmt, wird die Kreativität systematisch erstickt, und zwar nicht, weil Manager schlechte Menschen sind, sondern weil das System vom Wesen her nicht zum Kreativen passt.

Auch die Innovationsförderung in der Wissenschaft ist so eine Sackgasse. Viele junge und talentierte Wissenschafler und Erfinder verfangen sich im Netz der Suche nach staatlichen Fördergeldern oder Einwerbung von Drittmitteln. Anstatt etwas wirklich Neues zu entwickeln, werden Geschäftspläne und Forschungsprojekte entwickelt, die ein Weiterleben aus dem Topf der Fördergelder ermöglichen. So wird die Kreativität in falsche Bahnen gelenkt und das auch noch mit hohem finanziellem Aufwand.

Dueck hat in Amerika die Chance bekommen mit erfolgreichen Risikokapital-Gebern aus der Praxis zu sprechen. Diese Erkenntnisse und Lebenserfahrungen klingen teilweise sehr überraschend und sind für alle Start-Ups von größtem Wert. Unbedingt lesen und am besten gleich hinter die Ohren schreiben!

Aber auch die Situierten und Satten unter den Firmen sei das Buch empfohlen. Unternehmen, die glauben, bestens aufgestellt zu sein, die das Neue höhnisch verspotten, sollten das Buch unbedingt lesen, damit sie nicht das Schicksal von Kodak oder Brockhaus erleiden.

Ich möchte das Buch jedem Querdenker empfehlen, jedem jungen Forscher, Entwickler und Erfinder, der etwas Neues hervorbringen und auch durchsetzen möchte. Es ist ein schönes Manager-Geschenk und natürlich auch als E-book erhältlich.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Für die einsamen Helden der Innovation und Veränderung, 5. Juli 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Neue und seine Feinde: Wie Ideen verhindert werden und wie sie sich trotzdem durchsetzen (Gebundene Ausgabe)
Ein ganzes Buch voll schauriger Möglichkeiten des Scheiterns von Innovationsbemühungen. Brrrr. Da fröstelt es den unbeteiligten Beobachter, während diejenigen, deren Beruf es ist, das Neue in die Welt zu bringen, schluchzend vor den Seite sitzen und sagen „…ach ja, wie Recht der Herr Dueck doch hat. Endlich mal einer, der weiß mit was ich mich den ganzen Tag abmühen muss.“ Und das ist die wirkliche Stärke des Buches: Mit einfachen klaren Geschichten den Alltag von Innovationsprojekten zu rekonstruieren und in die Köpfe aller Protagonisten eines Veränderungsprozesses hinein zu schauen. So wird plötzlich vieles verständlicher und der einsame Held der Innovation erkennt, dass er nicht mehr jede Ablehnung oder Hürde als persönlichen Angriff auffassen muss.

Aber auch diejenigen werden sich in den Geschichten wiederfinden, die in ihrem Unternehmen dazu feierlich auserkoren wurden „jetzt auch mal in Innovation zu machen.“ „Das Neue und seine Feinde: Wie Ideen verhindert werden und wie sie sich trotzdem durchsetzen“ bietet die wunderbare Distanz zum Geschehen, die einem in der steten Wuselei des Alltags oft fehlt. Vermeintlich unvorhersehbare Entwicklungen, werden schnell nachvollziehbar und der Innovator kann begreifen, wie er in Zukunft weitsichtiger an die Aufgabe herangehen kann, soll sie denn zum Erfolg führen. Sie brauchen nicht unbedingt der Erste sein, Sie müssen nur der erste sein, der es richtig macht!

Voraussetzung hierfür ist allerdings die Einsicht, dass die Idee an sich nur ein Teil des Jobs ist. Ebenso wichtig ist es, diese auch in die Umsetzung zu bekommen und zwar so, dass sie am Markt Erfolg hat. Und das ist kein stringenter oder rational Prozess nach dem Motto ist die Idee gut ist der Erfolg logisch, wie man ihn gerne im Plan skizziert. Nix ist logisch – wir haben es immer mit Menschen zu tun und dass macht die Sache einerseits so unberechenbar und zeitgleich aber spannend. „Der Durchbruch ist das Entscheidende, nicht die Idee an sich. Die hat buchstäblich jeder.“, sagt Gunter Dueck.

Die Herausforderung nach dem Lesen lautet: Wenn ich sie nun alle kenne, die Hürden, die Menschen, die Metaebenen, die großen Problem der neuen Welt, wie kann ich es besser machen? Die Antwort: Auch hier bleiben Innovatoren Pioniere – es gibt kein allgemeingültiges Rezept, nur Hinweise auf das Spielfeld und die Mitspieler, seinen Spielplan muss man sich selber entwickeln.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Innovation ist wie "Sisyphos schafft es doch", 16. November 2014
Von 
Happyx - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REZENSENT)   
Ich habe in schon mehreren sterbenden Wirtschaftszweigen gearbeitet, war immer darauf aus, die Selbstständigkeit auf vielen Säulen zu bauen. "Arbeiten wir härter in einem kargeren Rahmen oder brechen wir zu neuen Ufern auf?" (S. 276) Es geht immer um diese Frage und die Komfort- bzw. Sicherheitszone, die um uns errichtet wurde. Von uns selbst oder anderen.

Die sterbenden Einzelhändler in allen Stadtkernen zu sehen, es schmerzt mich und immer wieder denke ich darüber nach. Warum kommt dort niemand auf die Ideen der Läden, die Amazon und andere Internetkonzerne bald eröffnen werden? Es liegt so nahe.

Tatsächlich zitiert Guenter Dueck (GD) diese Aussage von Verbandsleuten: "Das mit dem Internet ist so eine Mode, besonders Facebook, das hört bald wieder auf. Wir haben eine vorübergehende Durststrecke, das halten wir durch. (S 277). Die Hüter der Tradition wollen es weitergehen sehen, wie seit Jahrzehnten, während ihre Dämme schon längst unterspült sind.

Die Kopfnoten von gestern (Ordnung, Fleiß, Mitarbeit, Betragen) müssen nach GD heute neu definiert werden, z.B. durch:
-Kreativität, Originalität, Sinn für Humor
-Gemeinschaftssinn, der auch andere aktiviert
-Positive Haltung zur Vielfalt des Lebens
-Liebende Grundhaltung zu den Menschen....

Ein hervorragendes Buch, gespickt mit Beispielen aus dem Berufsleben von GD, inspirierend und sowohl für den Einzelnen (Selbstständigen, Angestellten) als auch Unternehmen interessant, um klarer zu sehen und jene Menschen zu identifizieren, die aus der Komfort- und Do-Nothing-Zone herauskommen - mit einem unbeugsamen Willen und dem Herkules-Können zur rechtzeitigen Veränderung.

Andy Warhol war der Meinung die eigentliche Kunst besteht darin, Dinge zu verkaufen. Auch darum geht es, wie wird ein Konzept durchgesetzt, welche Fallstricke und Hindernisse muss man bedenken, eine Idee ist zunächst mal wenig, ihre Durchsetzung im Umfeld der realen Welt alles.

Gut, dass Beispiel einer Bewertung durch einen erfolgreichen Manager: er meinte das Prinzip des Do-Nothing sei bei Menschen übermächtig: alles zu lassen wie es ist, klingt bequem, erfolgreich und gut. Es nestelt sich überall ein, dieses Wellness-Denken. Genau hier, am Allzumenschlichen, am Gewohnten scheitern die meisten neuen Ideen, wenn sie auch noch so erfolgreich projektiv berechnet sind.

Dieses Buch ist auch deswegen so wichtig, weil die Veränderungszyklen heute immer schneller werden und viele (auch Medienleute) das Internet noch nicht in seiner ganzen Tragweite begriffen haben. Auch wenn heute Trolle anscheinend das Internet dominieren, laufen im Hintergrund längst Teamworks und eine neue Generation von kreativen Menschen in neue Richtungen, die den Gedanken dieses Buches entsprechen.
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen „Manager sind dafür da, dass alles reibungslos funktioniert, sie sehen Innovationen daher oft als Störung an..." S.13, 11. März 2013
Deming sagte einmal: “It is not necessary to change. Survival is not mandatory.” Wie schwierig es tatsächlich ist, darum gehts im Buch. Die Grundthese: Innovationen und deren Durchsetzung sind extrem schwierig, die Idee allein reicht nicht. Damit unterscheidet sich das Werk schon vom Großteil der Innovationsliteratur (a la ... mit dem richtigen Prozess und der richtigen Methode klappt es schon) Dueck setzt sich mit den oftmals naiven Vorstellungen über das Management von Innovationen auseinander.
Das Neue hat tatsächlich viele Feinde. Das Neue ist ja nicht per se gut bzw. besser (Gen-Food ist zwar neu aber ist es auch besser?). Zweifel sind angebracht. Ein Ringen des Neuen mit dem Bestehenden ist insofern natürlich, gewollt und auch logisch (Evolution, das Bessere setzt sich durch). Nur – und hier spürt man die Erfahrung des Autors– es ist ein ungleiches Spiel. Er beschreibt ausführlich die Feinde und die Blockaden bei der Durchsetzung des Neuen. Manager, Organisationen, Systeme und Prozesse bilden eine Art Immunsystem, welches am ‚Alten‘ hängt und das Neue wie Eindringlinge bekämpft.
„Worauf aber kommt es an bei Innovationen an? ‚Auf den, der sie mit Herzblutenergie vorantreibt.‘“ (S.11)
Das Management möchte der Beliebigkeit und dem Chaos bei der Entstehung von Innovationen durch Prozesse und Methodik begegnen. Das ist jedoch eine Illusion, wie Dueck hervorragend darstellt.„Alles, was getan werden kann, kann durch Management noch besser getan werden...Nichts darf nicht gemanagt werden“ (S.130/131). Jedoch: der Innovationsprozess führt fast nie zu Innovationen. Das bedeutet, Innovationen bräuchten andere Methoden und Instrumente als das klassische Vorgehen.
Das Buch ist kein Ratgeber – will es auch gar nicht sein. Und dennoch lernt man recht viel. Hervorragendes Innovationsbuch, es lässt sich sehr gut lesen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wie Ideen verhindert werden und wie sie sich trotzdem durchsetzen, 28. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Das Neue und seine Feinde: Wie Ideen verhindert werden und wie sie sich trotzdem durchsetzen (Gebundene Ausgabe)
[...]
Inhaltlich wird das Thema “Innovation in Unternehmen” behandelt. Der leider recht zähe Anfang wandelt sich schnell zu einem Lesegenuß seinesgleichen. Gunter Dueck, seines Zeichens Professor der Mathematik und langjähriger Mitarbeiter bei IBM, analysiert in diesem Buch Unternehmen, Menschenbilder und verschiedenste Stufen von Mitarbeitern bezüglich neuer Ideen. Das in mehrere Teile aufgeteilte Werk lässt tief in eingefahrene Prozesse und Denkweisen von Menschen einblicken. Viele Beispiele auch aus seiner beruflichen Laufbahn zeigen auf, was für Fallstricke auf einen lauern, wenn es darum geht, Innovationen in das Leben anderer Menschen zu bringen.

Jedem, der nur etwas an Innovation oder Erfindung interessiert ist, kann ich dieses Werk nur empfehlen. Es ist sehr gut zu lesen und hilft wohl ziemlich jedem, der schon einmal in solch eine Lage kam, zu denken und vielleicht wirklich etwas zu verändern.

Klare Leseempfehlung.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klare Sprache über Innovationen in großen Unternehmen, 2. November 2013
Von 
Martin Knechtel (Dresden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Das Neue und seine Feinde: Wie Ideen verhindert werden und wie sie sich trotzdem durchsetzen (Gebundene Ausgabe)
Hier geht es um Innovationen in großen Unternehmen. Sehr gut die Analogie eines "Immunsystems des Unternehmens". Das bremst alle Störungen und ist damit gut fürs laufende Geschäft aber gleichzeitig schlecht für Innovationen. Deshalb seine Kernempfehlung: work underground as long as you can = halte die Klappe bis du Substanz vorweisen kannst. Dazu gibt es witzig geschriebene und nützliche Empfehlungen zum Umgang mit Forschern, Managern und Verkäufern. Wie immer gefällt mir seine klare direkte Art.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dueck über Innovation, 2. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Neue und seine Feinde: Wie Ideen verhindert werden und wie sie sich trotzdem durchsetzen (Gebundene Ausgabe)
Diesmal beschäftigt er sich mit dem Thema Innovation, aber nicht im Sinne eines klassischen Innovationsmanagement, nein, sein Buch ist eine konsequente Management-Kritik und stellt vor allem die Psychologie und Hemmnisse in den Vordergrund. Es ist obendrein ein sehr persönliches Buch, weil es Duecks Erfahrungen auf seinem Weg bis zum CTO der IBM widerspiegelt. Ein paar mehr Referenzen und Literaturverweise hätten dem Buch aber nicht geschadet. Trotzdem: Eine spannende Lektüre von einem Autor, der (a) etwas zu sagen hat und (b) ein schelmischer Meister des Storytelling ist.

Ein zentraler Bestandteil des Buches ist Duecks Resistenzmodell in dem er aufzeigt wie sich eine Innovation über die Zeit in verschiedenen Personengruppen (Protagonisten, OpenMinds, CloseMinds und Antagonisten) durchsetzen muss um erfolgreich zu sein. Es gilt eine kritische Hürde (“Chasm”) zu überwinden bis eine Innovation zum Selbstläufer wird. Während BWLer ihre Modelle gerne in Matrix-Form aufbauen, um die Welt zu erklären, verwundert es nicht, dass Dueck als Mathematiker sein Resistenzmodell auf einer Gauß-Kurve aufbaut. ;-)

Dueck zeigt nüchtern die geringe Erfolgswahrscheinlichkeit von Innovationen: Demnach hat ein Startup, das von einem Erfinder aufgesetzt wird eine Erfolgswahrscheinlichlichkeit von 5%. wenn Management-Know-How und Expertise hinzukommen, steigert sich die Quote auf 11% oder zu Deutsch: 89% aller unter besten Bedingungen gestarteten Innovationen scheitern. Bei diesen Zahlen muten Erfolgsbetrachtungen aus dem Projektmanagement, wie der CHAOS-Report der Standish-Group, plötzlich als Best Practice an (was sich aber leicht erklären lässt, weil nicht jedes Projekt hochgradig innovativ ist).

Und konsequent erinnert er uns daran auf was es wirklich ankommt:

- Leidenschaft
- 100%-iges Engagement
- Unterstützung
- Meisterschaft
- Aktive und passive Prozesskompetenz
- Die Schaffung eiens geeigneten Kräftefeldes
- …

Duecks Management-Kritik gipfelt in seiner fiktiven, sarkastischen Betrachtung eines Vice-President Innovation in einem beliebigen Großunternehmen. Und dementsprechend gibt Dueck auch Tipps wie:

- Think and speak visionary, act evolutionary!
- Work underground as long as you can!
- Was du auch tust, tu es gut.

Als Gegenmodell zum klassischen Innovationsmanagement empfiehlt er eine Orientierung an der agilen Software-Entwicklung.

Und schließlich mündet Duecks Betrachtung in seinem Fazit von Innovation als Sisyphos-Arbeit:

„Innovation, die sich lohnen soll, muss als Herkulesaufgabe betrieben werden, mit voller Kraft. Innovation ist wie »Sisyphos schafft es doch.«“

Wie immer ist Dueck voller persönlicher Anekdoten und Bildern und die Lektüre lohnt sich nicht nur aufgrund seiner Qualitäten als Storyteller. Positiv übrigens auch, dass man mit Erwerb des gebundenen Buches auch das eBook erhält.

(Diese Rezension ist ursprünglich auf [...] erschienen.)
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5.0 von 5 Sternen 4,5 Sterne, 24. August 2014
Von 
Expatriate (Stuttgart, Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich gebe dem Buch 4,5 Sterne. Also aufgerundet 5 :-)

Gunther Dueck ist (war) ein "echter, richtiger" (ordentlicher) Professor für Mathematik. Habilitiert! Nicht nur Honorarprofessor oder so ... Und dann hat er seinen sicheren, lebenslangen Beamtenjob aufgegeben, ist zu IBM gegangen und hat es dort immerhin bis zum Chief Technology Officer Deutschland gebracht. Erstaunlich, dass es so etwas auch in Deutschland gibt. Klingt eher nach Stanford und Silicon Valley.

Die Sprache, die Dueck verwendet, ist total einfach und für jedermann verständlich. Oftmals spricht Dueck in Bildern oder kurzen Geschichten. Diese Stärke ist Dueck von seinen Professoren-Kollegen oft als Schwäche ausgelegt worden!!

Unter Innovation versteht Dueck ein serienreifes Produkt, das am Markt verkauft werden kann und sich dort auch durchsetzt / "Altes" verdrängt hat (z.B. Geschirrspüler, Navigationssystem, Internet, Digitalfotografie, Smartphone oder Tablet-Computer). Erfindungen / bloße Grundlagenforschung betrachtet er dagegen nur als Vorstufe zur Innovation, die sich im schlimmsten Fall niemals "durchsetzt".

Ich empfehle das Buch für
-Innovatoren/Erfinder (ich gestehe: Ich bin keiner. Und ich kenne auch keinen persönlich.)
-Unternehmensgründer/Start-Up-Gründer (Wer weiß - vielleicht finde ich auf meine alten Tage noch einmal den von Dueck geforderten Mut, mein Haus zu verkaufen und alles in meine [noch nicht existierende] Firma zu investieren.)
-Manager in (großen) Unternehmen/Konzernen (Zu dieser Spezies gehöre ich. Und Duecks Schilderungen wie Management abläuft / "nach Lehrbuch" ablaufen soll treffen den Nagel 100% auf den Kopf!)

Und wieso einen halben Stern Abzug?
-Manches Mal weicht Dueck vom eigentlichen Thema ab. So sollten ein allgemeines Rauchverbot, ein Tempolimit auf Autobahnen oder das Verbot von Schusswaffen in Privatbesitz wohl eher nicht unter den Begriff Innovation im Sinne dieses Buches subsumiert werden.
-Nach der absolut perfekten Problembeschreibung empfiehlt Dueck im tendenziell eher schwächeren, teilweise schwammigen Schlusskapitel ("wie man es besser machen sollte") Innovatoren, sich erst einmal "Vertrauen bei Kollegen/im Markt" und ein "Netzwerk von Unterstützern" aufzubauen. Wenn man das von jedem Innovator erwarten würde, gäbe es gar keine Innovationen mehr.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dueck vertritt Gedanken mit denen die Auseinandersetzung lohnt., 17. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Neue und seine Feinde: Wie Ideen verhindert werden und wie sie sich trotzdem durchsetzen (Gebundene Ausgabe)
Seit mehreren Jahren verfolge ich den Autor bei Auftritten, in seinem Blog, dem Podcast und auch in seinen Büchern. Nicht allem stimme ich immer zu, aber vielem. Und in jedem Fall lohnt es sich seine Gedanken zu überdenken.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Trifft den Nagel auf den Kopf, 12. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Neue und seine Feinde: Wie Ideen verhindert werden und wie sie sich trotzdem durchsetzen (Gebundene Ausgabe)
Fast erschreckend, wie Gunter Dueck's Buch "Das Neue und seine Feinde" den Nagel auf den Kopf trifft. Eine Pflicht-Lektüre für all diejenigen, die sich mit Innovationen beschäftigen und das Innovator's Dilemma nur zu gut nachvollziehen können.
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