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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das (zeitlose) Kerngeschäft der Führung
In "Radikal führen" analysiert Reinhard Sprenger das Führungsverhalten der Manager. Es sind Parallelen erkennbar zu Aussagen in seinen früheren Werken. Dennoch handelt es sich nicht um Wiederholungen. Die Zielsetzung ist eine andere. Sprenger bringt in diesem Buch auf den Punkt, was an Führung essenziell ist. Er destilliert aus dem...
Vor 22 Monaten von Raumzeitreisender veröffentlicht

versus
30 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Alter Wein, neuer Schlauch
Hat das alles noch einen Sinn für Unternehmen? Führungsqualität, Leitlinien, Prämien und Boni, Führungsgrundsätze, potente Vorstandsvorsitzende und andere Leithammel? Sprengers „Radikal Führen“ bestreitet das. Aber es gab mal eine Zeit, als gute Führung noch etwas galt, da wurden noch echte Führungskräfte...
Veröffentlicht am 23. September 2012 von Gerhard Etzel


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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das (zeitlose) Kerngeschäft der Führung, 31. Dezember 2012
Von 
Raumzeitreisender (Atlantis) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Radikal führen (Gebundene Ausgabe)
In "Radikal führen" analysiert Reinhard Sprenger das Führungsverhalten der Manager. Es sind Parallelen erkennbar zu Aussagen in seinen früheren Werken. Dennoch handelt es sich nicht um Wiederholungen. Die Zielsetzung ist eine andere. Sprenger bringt in diesem Buch auf den Punkt, was an Führung essenziell ist. Er destilliert aus dem Führungsverhalten der Manager zeitlose Kernaufgaben der Führung heraus.

Der Zweck der Führung besteht darin, das Überleben des Unternehmens zu sichern. Sprenger unterscheidet nicht zwischen guter und schlechter, sondern zwischen erfolgreicher und nicht erfolgreicher Führung. Führung wird für Erfolg bezahlt. Zu den Kernaufgaben zählt Sprenger "Zusammenarbeit organisieren", "Transaktionskosten senken", "Konflikte entscheiden", "Zukunftsfähigkeit sichern" und "Mitarbeiter führen".

Die Besinnung auf gemeinsam zu lösende Probleme führt auf natürliche Weise zu Zusammenarbeit. Ein Unternehmen überlebt wirtschaftlich, wenn es Probleme der Kunden löst. Ein "Das ist nicht mein Problem!" darf es im Unternehmen nicht geben und sollte zur Abmahnung führen. Die Organisation des Unternehmens muss sich am Auftrag des Kunden orientieren. Pragmatiker sind gegenüber Perfektionisten und Idealisten vorzuziehen.

Auffallend sind in Sprengers Büchern die Betonung der Individualität ("Fair ist es, Menschen nach ihrer Art zu behandeln. Nicht nach Ihrer." [Aufstand des Individuums]), die Favorisierung einer Vertrauenskultur ("Indem Sie Vertrauen, gehen Sie als Chef davon aus, dass der Mitarbeiter ihr kooperatives Verhalten nicht ausbeutet." [Vertrauen führt]) und der Wunsch nach Abbau von staatlicher Bürokratie ("Der Staat beschäftigt sich zu 90 Prozent mit Problemen, die er selbst erzeugt hat." [Der dressierte Bürger]). Diese Leitgedanken finden sich in "Radikal führen" wieder.

Eine Führungskraft muss die Entscheidbarkeit von Ziel- und Wertkonflikten sichern. Sie muss stören, hinterfragen, infrage stellen. Selbstführung ist zu ermöglichen. Dennoch gibt es nach Sprenger keine Erfolgsrezepte, sondern nur Zutaten. Seine Bücher zählen seit Jahrzehnten zu den wichtigen Zutaten einer erfolgreichen Führung, wenngleich ich die Originalität von "Mythos Motivation" in diesem Buch ein wenig vermisse.
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52 von 59 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Und er hat es wieder getan!, 18. September 2012
Rezension bezieht sich auf: Radikal führen (Gebundene Ausgabe)
Und er hat es wieder getan. Reinhard Sprenger hat ein Buch über Führung geschrieben. Der Titel ist reisserisch und mag den Interessenten in die Irre führen.

Dieses Buch ist nicht extrem, sondern geht an die Wurzel von Führung in Organisationen. Es ist Reinhard Sprengers lesefähigstes Buch. Er reduziert Führung auf fünf Kernaufgaben: Zusammenarbeit organisieren, Transaktionskosten senken, Konflikte entscheiden, Zukunftsfähigkeit sichern und Mitarbeiter führen. Allein diese Reduktion bereitet Lust aber auch Betroffenheit (wenn man sich als Führungskraft begreift) beim Lesen. Dieses Buch ist nicht Zeitgeist. Es spielt in einer anderen Liga als die tausenden Bücher zum Thema Führung, die als "Kochrezepte" daherkommen und am Ende des Tages nicht hilfreich sind. Dennoch bietet Sprenger nach der Arbeit mit der Wurzel (Radikal kommt vom lateinischen radix= Wurzel auch jeweils einige Seiten "Was tun" an.

Nach über dreissig Jahren eigener Führungserfahrung kann ich sagen: Das ist es! Wenn Führung so in den Unternehmen durchdacht würde, könnten riesige Potentiale gehoben werden. Lassen sie sich vom Cover nicht abschrecken!
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31 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Radikal Gut!, 18. September 2012
Von 
Murat Dursun (Stuttgart | Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Radikal führen (Gebundene Ausgabe)
Radikal führen | R. Sprenger

Mythos Motivation von Reinhard Sprenger war schon ein Bestseller, den ich schon vor ca. 20 Jahren gelesen habe. Nun begibt er sich nach ein paar Jahren Frontarbeit in ein interessantes Thema, dem Radikalen führen. Zugegeben, der Titel ist hart, aber nichts anderes stellt dieses Werk für mich dar - Die harte Wahrheit über das Führen.

Endlich mal ein Buch, dass nicht damit glänzt "neues" zu propagieren, sondern das Thema "Führen" an der Wurzel anpackt und dabei vielmehr damit glänzt, Dinge wegzulassen.

2 Einflüsse/Sichtweisen werden hier gleich zu Beginn aufgegriffen: Die des Personalisierten Verhaltens beim Führen und die der Systemtheorie. Kluge Menschen (Führungskräfte/Manager) haben in dummen Organisationen keine Chance, diese gewagte These wird einem umsomehr bewusst, je mehr man sich mit den Inhalten aus diesem Buch beschäftigt.

Warum gibt es Unternehmen?
Unternehmen sind Kooperations-Arenen. Demnach sind die Führungsaufgaben einer Führungskraft: Zusammenarbeit herbei"führen"

Letztlich läuft alles auf die Frage hinaus, ob man IN einem Unternehmen arbeitet oder ALS Unternehmen.

Das war der erste Punkt, was gleichzeitig auch die meisste Seitenanzahl hat. Die weiteren Punkte machen das Buch erst recht zu einem MUSS!

Für mich eine klare Kaufempfehlung mit der großen Hoffnung, dass dieses Buch auch von den "Führungskräften" gelesen wird, die ihrer Meinung nach alles schon wissen und Jahrelang die gleichen Fehler machen. Die Frage, die hier an dieser Stelle wichtig ist wäre "Was behindert die Zusammenarbeit?"

Mit Radikalen Grüßen,
Murát Pascal 'Dursun
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Führungskräfte als "Einsame Helden" sind out, 8. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Radikal führen (Gebundene Ausgabe)
Es wird Zeit, mit dem Denken zu beginnen, jenseits aller Fremdbestimmung durch Regelwerke, Compliance Richtlinien und festgeschriebenen, so genannten Unternehmenswerte. Dieser Schlüsselsatz von Reinhard K. Sprenger zieht sich wie ein roter Faden durch seinen Führungsratgeber und relativiert den reißerisch formulierten Buchtitel, in dessen Abhandlung Sprenger trotz allem theoretisch-wissenschaftlichen Herleitens am Ende nie ein praktisches Beispiel schuldig bleibt. Die akrobatische, freimütige Bildsprache des Autors erheitern den neugierigen Leser und machen ihm klar: Führungskräfte, die sich lediglich als Gesamtkunstwerk zelebrieren, haben längst aufgehört, den Kunden und die Mitarbeiter ("Mitunternehmer") im Focus zu haben. Wenn Sprenger von Unternehmensautismus, Bürokratischer Onanie, Zynismus-Generatoren, Schönwetterkapitänen oder Bonbon-Onkeln spricht, fällt es schwer, das Buch beiseite zu legen. "Das Wuchern der Bürokratie ist der präzise Hinweis auf mutlose Führung"; "Kundenorientierung versus Fundamentalismus"; "Manager beschäftigen sich zu 90% mit Problemen, die sie selbst erzeugt haben"..., diese herrlichen Zitate lassen den 'radikalen' Führungsansatz von R. Sprenger unverhohlen erkennen. Es lohnt sich... und... gerne wieder!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen „Radikal führen“ von Reinhard K. Sprenger setzt Denkmuster und Handlungsroutinen in Brand, 20. November 2013
Von 
Roter Reiter (München) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Radikal führen (Gebundene Ausgabe)
Sprengers Thema ist „Führung“, worunter er genauso die Führung von Personen versteht, wie auch die Modellierung der strukturellen Bedingungen im Unternehmen. Mitarbeiterführung also, die im Kontext der Unternehmensführung gedacht wird. Das ist kreativ und gibt selbst vermeintlichen Selbstverständlichkeiten neue Energie. Die Idee zum Beispiel, das ganze Unternehmen auf die „Probleme der Kunden“ auszurichten bettet er systemisch ein. Und Reinhard K. Sprenger zeigt, was passieren muss, damit „Kundenorientierung“ keine Worthülse bleibt. Denn Voraussetzung für Kundenorientierung ist eine Unternehmensumgebung, die es schafft, „ein Problem als gemeinsames Problem zu präsentieren“. Und wer ein gemeinsames Problem beackert, wird auch gemeinsam erfolgreich sein. Und um gemeinsamen Erfolg zu erleben, sind Entlohnungssysteme wichtig, die den gemeinsamen Anteil am Erfolg auch abbilden. Eine klare Absage gegen riesige Managergehälter, denn „kein Mensch kann mit Wirklichkeitssinn behaupten, dass ein Manager mehr Wert schöpft als 100, 200 oder 300 seiner Mitarbeiter“. Auch ein schönes Beispiel für Sprengers systemisches Denken: Kundenorientierung mit dem Gehaltsgefälle im Unternehmen kurzzuschließen.

Roter-Reiter.de – Fazit: Sprenger tritt in „Radikal führen“ an, dem Thema Führung auf den Grund zu gehen. Dazu kartografiert er das Gebiet in die fünf Kernbereiche Zusammenarbeit organisieren, Transaktionskosten senken, Konflikte entscheiden, Zukunftsfähigkeit sichern und Mitarbeiter führen. Das klingt nach Systematik und Wissenschaft – ist aber weder das eine noch das andere. Denn Sprengers Referenz ist seine Erfahrung als Berater. Vor allem aber der gesunde Menschenverstand. Und genau darin liegt auch Sprengers Bedeutung für das Management: Im ungenierten Hinterfragen und Bloßstellen von Methoden und Routinen. Im Insistieren auf das Gespräch, ohne daraus ein ritualisiertes Mitarbeitergespräch zu machen. Oder eben im Anmahnen des gesunden Menschenverstandes. Dafür nehmen wir billigend in Kauf, dass er sich in “Radikal führen” erst mal in Rage reden muss. Und dass er anstatt eines Grundlagenwerkes einen gut und spannend geschriebenen Essay voller Zuspitzungen und vor allem voller guter Ideen abgeliefert hat.
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30 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Alter Wein, neuer Schlauch, 23. September 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Radikal führen (Gebundene Ausgabe)
Hat das alles noch einen Sinn für Unternehmen? Führungsqualität, Leitlinien, Prämien und Boni, Führungsgrundsätze, potente Vorstandsvorsitzende und andere Leithammel? Sprengers „Radikal Führen“ bestreitet das. Aber es gab mal eine Zeit, als gute Führung noch etwas galt, da wurden noch echte Führungskräfte hofiert, Männer mit Charisma, die ihre Mitarbeiter anfeuerten und zu Höchstleistungen mitrissen. Boni wurden bezahlt und Lobgesänge wurden angestimmt. Diese Zeiten sind vorüber, seit Sprenger mit seinem „Mythos Motivation“ die Mitarbeiterführung revolutionierte. In der Folge hat er es zum „einzigen deutschen Management-Guru geschafft, der diesen Titel wirklich verdient“. So schrieb jedenfalls die Financial Times Deutschland.
Und nun sein neues Buch „Radikal führen“. Das soll offensichtlich der Idee von guter Führung und individueller Führungsqualität als Garanten des Erfolgs ein Ende bereiten. Es soll bewusst machen, dass Leitlinien und Führungsgrundsätze in Unternehmen nur „säkularisierte Bibeln“ sind, dass Führungskräfte, die sich an diesen Bibeln orientieren, nur der Verführung von „Moral-Blähungen“ unterliegen. Radikal führen meint: Man darf keine Sonderstellung des Wertes „gute Führung“ reklamieren, denn damit fordert man auf, Möglichkeiten zum Geldverdienen zu ignorieren. Ausschließlich der Erfolg zählt, nicht jedoch der Weg dahin. Doch auch Sprenger weiß: Es gibt zahlreiche Unternehmen, die noch dem alten Glauben an „gute Führung“ anhängen und folglich vom Misserfolg bedroht sind. Woher sollen die wissen, was der richtige Weg ist?
Verzweifelt nicht, Ihr Unternehmer, Top-Manager und Führungskräfte, die ihr noch keinen Weg aus diesem Irrglauben erkennt: Guru Sprenger weiß auch Euch Rat. Man braucht sich nur nicht wörtlich an seine Predigt von der Verführung durch „Moral-Blähungen“ halten. Nein, Sprenger präsentiert uns mit „Radikal führen“ seine eigene „säkularisierte Bibel“ mit fünf Geboten, die den wahren Weg zum Führungserfolg zeigen. Er verlangt von einer Führungskraft, diese Gebote „grundsätzlich, immer und überall“ zu befolgen. Die fünf Gebote sind
1. „Du sollst die Zusammenarbeit organisieren“,
2. „Du sollst die Transaktionskosten senken“,
3. „Du sollst Konflikte entscheiden“,
4. „Du sollst die Zukunftsfähigkeit sichern“ und
5. „Du sollst die Mitarbeiter führen“.
Die Frage sei erlaubt: Stehen diese fünf Gebote nicht mehr oder weniger vollständig, zumindest sinngemäß, in den von Sprenger so heftig angegangenen „Moralblähungen“ oder Leitsätzen der meisten Unternehmen? Wieso mutieren sie bei Sprenger zu „grundsätzlich, immer und überall“ zu befolgenden Geboten?
Die Fokussierung von Führung auf genau diese fünf Grundsätze mag ja durchaus neu sein, aber dieses und ähnliches kann man überall lesen. Bleibt die Hoffnung: Vielleicht gibt Sprenger ja neue Ideen oder Handlungsanweisungen zum Besten, wie man seine Gebote umsetzen soll. Aber auch da wiederholt er nur alt Bekanntes.
Das Fazit: Bekannte Zutaten werden zu einem Cocktail mit neuem Namen gemixt. Da ist nichts wirklich neu, aber es ist vom Guru, und das ist es, was zählt. Das Buch „Radikal führen“ braucht man nicht wirklich. Wer es trotzdem kauft, investiert damit in den sicheren Erfolg - für Sprenger.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Was man an der Uni nicht lernt, 31. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Radikal führen (Gebundene Ausgabe)
Wer in Deutschland an einer öffentlichen Hochschule studiert, der nimmt aus der Unternehmensführungs-Vorlesung in der Regel nicht viel mit. Man lernt eine Menge Definitionen auswendig (Ziele, Prozesse, Strukturen, etc.), weiß aber am Ende nicht, was Unternehmensführung jetzt konkret bedeutet und wie sie in der Praxis funktioniert.

Genau diese Lücke hat Sprenger mit seinem Buch „Radikal führen“ geschlossen. Endlich erzählt mal jemand mit intellektuellem Anspruch und Erfahrung, wie die Praxis aussieht und wie gute Führung gestaltet werden kann.

Der Titel führt zunächst etwas in die Irre – tatsächlich geht es Sprenger nicht darum, einen Ratgeber für radikale (im Sinne von rücksichtsloser) Führung zu schreiben. Es geht ihm darum, Führung von der Wurzel her zu erklären. Und indem er die anthropologischen Wurzeln des gemeinsamen Zusammenarbeitens - das gemeinsame Problem - freilegt, gelingt ihm dies auch sehr eindrucksvoll. Sofort wird klar, warum in großen Unternehmen Mitarbeiter häufig das Gefühl haben, auf viele ihrer Kollegen verzichten zu können: Innerhalb des bestehenden institutionellen Rahmens haben sie kein gemeinsames Problem. Sie brauchen einander nicht, warum sollten sie also mit ihrem Kollegen kooperieren?

Schon zu Beginn des Buches stellt sich Sprenger somit gegen das personenzentrische Denken, welches in der Literatur bislang so weit verbreitet ist. In vielen Fällen ist es eben der institutionelle Rahmen, der verzogen ist – und nicht der Mitarbeiter. Dieses Passungsproblem zwischen Individuum und Institution zieht sich wie ein roter Faden durch das Buch, welches sich an den fünf Kernaufgaben der Führung entlang hangelt:

- Zusammenarbeit organisieren
- Transaktionskosten senken
- Konflikte entscheiden
- Zukunftsfähigkeit sichern
- Mitarbeiter führen

Die Kapitel sind sehr schlüssig geschrieben, fast auf jeder Seite gibt es irgendein „Aha-Erlebnis“. Das macht großen Spaß, auch wenn Sprenger einige seiner Gedanken wiederholt, wenn er deren Bedeutung erneut unterstreichen will (sehr amerikanisch).

Insbesondere das Kapitel über die Transaktionskosten hat mich beeindruckt. Jeder, der mal in einem Konzern oder einer Behörde gearbeitet hat und anschließend dieses Kapitel liest, wird vor permanentem Nicken fast den Zeilenanschluss verlieren.

Unterm Strich ist es wirklich ein tolles Buch, das meiner Meinung nach die komplette Vorlesung zur Unternehmensführung ersetzen kann. Hier lernt man wesentlich mehr. Für den Beruf und das Leben.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gut für Ingenieure oder Controller, die innerhalb von Konzernen aufsteigen, 31. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Radikal führen (Gebundene Ausgabe)
Das Buch gibt einen guten Überblick für "Einsteiger", indem es ohne Umschweife zum Punkt kommt: Es sind alle wichtigen Aspekte des "Führens" enthalten und in leicht lesbarer Form dargestellt.

Die Zielgruppe sind offensichtlich Ingenieure oder Controller, die innerhalb von Konzernen aufsteigen. Denn in KMU sind die meisten genannten Prinzipien (zumindest aus meiner Erfahrung) selbstverständlich.

Für mich war das Buch dahingehend interessant, als es vieles bestätigt hat, was ich bei meinem MBA-Studium vor knapp 10 Jahren gelernt habe. Somit war es eine schöne Bestätigung dafür, dass das damals gelernte immer noch aktuell ist. Neue oder gar radikale Gedanken sucht man hingegen leider vergeblich.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Kann Malik "Führen, Leisten, Leben" nicht das Wasser reichen, 12. März 2013
Rezension bezieht sich auf: Radikal führen (Gebundene Ausgabe)
Geehrte Leserinnen und Leser,

ich schreibe dieses Feedback nach Erreichen des 3 Kapitels "Konflikte entscheiden" und möchte (um nichts zu vergessen) meinen bisherigen Eindruck schildern.

Insgesamt erscheint mir das Buch nicht für den Praktiker geschrieben. Wo ich bei Malik tolle Beispiele und für den Praxiseinsatz finde, bleibt es bei Sprenger immer auf einer abstrakteren Ebene. Mir erscheint es doch so, als ob dieses Buch nicht umbedingt für die klassische Führungskraft sondern eher für Unternehmer geschrieben ist, um diese grundsätzlich für das Thema Führung zu sensiblisieren.

Das erste Kapitel lautet "Zusammenarbeit organisieren". Ich ärgere mich hier teilweise über das starke schwarz/weiß Denken des Autors, es gibt nur entweder/oder. Beispielsweise wird ständig davon gesprochen, das es fast ausscchließlich auf gute Zusammenarbeit ankommt und wir uns in Kooperationsarenen befinden. Dies geht soweit das der Autor sagt, Perfektionisten und Idealisten sind dort fehl am Platze, solche kaufe man sich am besten extern ein. Es geht aber noch weiter... Man solle doch bei der Personalbesetzung weit mehr auf die sozialen Kompetenzen als auf die Fachkompetenzen schauen. Soziale Kompetenzen sind äußerst wichtig, das weiß ich als Personal- und Organisationsentwickler besonders gut, jedoch wird mir der Leiter der Grundlagenentwicklung etwas anderes erzählen, wenn wir wieder einmal auf der Suche nach einen Spezialisten für eine technische Disziplin sind und ich ihm erklären will, das es auf die fachliche Kompetenz gar nicht so ankommt. Malik hingegen beschreibt das Optimum, sagt aber auch ganz deutlich das es Stellen gibt wo Interaktion nicht so wichtig ist, und z.B. auf solchen Stellen auch Mitarbeiter mit geringer Sozialkompetenz durchaus einen guten Job verrichten können. Bei Sprenger entsteht der Eindruck das es nur schwarz oder weiß gibt, die Ansichten sind schwer zu teilen.

Beim zweiten Kapitel geht es um "Transaktionskosten senken". Auch hier geht es um triviale Dinge. Umso weniger interne Märkte ich eröffne umso weniger Zeit und Personal binde ich und umso effektiver und erfolgreicher ist ein Unternehmen. Das mag alles schön und richtig sein aber dann zu schreiben man solle auf Zielvereinbarung, Mitarbeitergespräche usw. verzichten ohne aufzuzeigen wie man anstelle dessen agieren kann halte ich schon für etwas dünn. Als Erklärung folgt dann eine Relativierung die sagt: man muss die Kosten der internen Märkte dessen Nutzen gegenüberstellen und so erkenne man wo Transaktionskosten anfallen dürfen und wo nicht. Hallo??? ist das wirklich alles, soll ich damit arbeiten. Meine Antwort lautet nein. Das ganze Kapitel verliert sich dann in stellenweise Belanglosem man hat wirklich oft den Eindruck der Autor quält sich durch die Seiten und möchte einfach Content erzeugen.

Eigentlich wäre es nun an der Zeit das Buch ad acta zu legen. Ich will dem Autor aber noch eine Chance geben und lese die für mich doch interessantesten Kapitel Konflikte entscheiden und Mitarbeiter führen. Sollte es hier einen totalen Umschwung geben werde ich das hier noch posten. Hören Sie nichts mehr können Sie davon ausgehen, dass mich auch diese Kapitel nicht wirklich überzeugt haben.

Ein positives hat das Buch jedenfalls für mich, nun erst erkenne ich den Wert von Maliks Führen Leisten Leben, Wow, wer sich mit diesem Buch hier beschäftigt und das noch nicht gelesen hat sollte das schleunigst nachholen. (Achtung: bei Malik sind die ersten 100 Seiten etwas zäh, dann wird es aber richtig gut)

2 Sterne gebe ich im Moment, da es auch hier Inhalte gibt die sicherlich zutreffen und zum nachdenken anregen.

Mittlerweile bin ich am Ende angelangt und muss sagen, dass mir das letzte Kapitel "Mitarbeiter führen" außerordentlich gut gefallen hat. Hier finde ich auch den praktischen Bezug den ich in allen anderen Kapiteln schmerzlich vermisst habe. Für das letzte der 5 Kapitel würde ich tatsächlich 5 Sterne geben. Alle anderen hätte ich mir sparen können. In Summe finde ich mich zwischen 2 und 3 Sternen wieder, jedoch mit stärkerer Tendenz nach unten. Es bleibt also bei den 2 Sternen.
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68 von 88 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Schlimm, schlimm, schlimm, ..., 19. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: Radikal führen (Gebundene Ausgabe)
Schlimm, schlimm, schlimm, was sich der nach eigenen Angaben "profilierteste Managementberater Deutschlands", Dr.R.K.Sprenger da mit seinem neuen Buch radikal führen leistet. Einen solchen Titel zu wählen und dann diesen inhaltlichen Flachsinn auf 280 Seiten zu verbraten, das ist schon dreist. Da nutzt es auch wenig, wenn man sich als Autor schon auf Seite 15 dafür entschuldigt, dass man in der Sache nichts Neues zu sagen hat. Bei Maliks "Führen, Leisten, Leben" Ideen zu klauen, diese gelegentlich zu wiederholen und an anderen Stellen lauwarm zu wiedersprechen und ansonsten nur dröge Allgemeinplätze in Sachen Führung von sich zu geben - was soll das? Und noch genialer: ein Buch radikal führen zu nennen und dann das Thema der Führung von Mitarbeitern überhaupt nicht behandeln zu wollen, da man alles Wesentliche zum Thema schon andernorts geschrieben hat - was für ein Quark!Da hat wohl jemand wieder einmal ein Buch auf den Markt bringen müssen und ihm ist in den letzten Jahren irgendwie nichts Neues mehr eingefallen. Ich finde, wenn man nichts mehr zu sagen hat -was ja durchaus passieren kann - dann sollte man es eben auch sein lassen. Ich jedenfalls kann dieses Buch niemandem zur Lektüre und schon gar nicht zum Kauf empfehlen. Dafür ist das fachliche Niveau des Buches einfach zu schwach.
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Radikal führen
Radikal führen von Reinhard K. Sprenger (Audio CD - 10. September 2012)
EUR 19,99
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