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4.0 von 5 Sternen Interessante Sicht eines Amerikaners auf die europäische Krise
"Europas harte Landung" heisst es im Buchtitel. Der amerikanische Autor will zeigen, dass die derzeitige Eurokrise nicht nur durch gierige Banker und überforderte Politiker verursacht wurde, sondern sie vor allem darauf beruht, dass Nationen mit völlig unterschiedlicher Mentalität in einen gemeinsamen Währungsverband gezwungen wurden.Um diese...
Veröffentlicht am 14. November 2011 von Falk Müller

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64 von 72 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Mr. Lewis trägt beim Schlammcatchen keine Badekappe
Während die früheren Bücher dieses Autors wirklich erhellend waren, kommen die Leser dieses Werkes hier kaum noch in den Genuss solcher Momente. Zwar enthält der Text eine Reihe von treffenden Beschreibungen, doch leider sind sie mit langweiligen Reflexionen des Autors, ermüdenden Darlegungen seiner Erlebnisse und manchmal schwer erträglichen...
Veröffentlicht am 14. November 2011 von Dr. R. Manthey


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64 von 72 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Mr. Lewis trägt beim Schlammcatchen keine Badekappe, 14. November 2011
Von 
Dr. R. Manthey - Alle meine Rezensionen ansehen
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 10 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Boomerang: Europas harte Landung (Gebundene Ausgabe)
Während die früheren Bücher dieses Autors wirklich erhellend waren, kommen die Leser dieses Werkes hier kaum noch in den Genuss solcher Momente. Zwar enthält der Text eine Reihe von treffenden Beschreibungen, doch leider sind sie mit langweiligen Reflexionen des Autors, ermüdenden Darlegungen seiner Erlebnisse und manchmal schwer erträglichen und arrogant vorgetragenen Klischees verbunden, die das Ganze dann zu einem ziemlich mittelmäßigen Buch machen.

Während Lewis in seinem vorangegangenen Buch noch eindrucksvoll die kriminellen Mechanismen aufdeckte, die die Welt ausgehend von den USA in die letzte Finanzkrise stürzten, versucht er nun zu erklären, warum vor allem Europa vor der Pleite steht. Einer seiner Gesprächspartner, die er für sein Vorgängerbuch interviewte, brachte ihn auf diese nicht sehr rosige europäische Zukunftsperspektive.

Also packte Mr. Lewis seine Koffer und begann Europa zu bereisen. Er sprach mit hochrangigen Politikern und Bankern und versuchte offenbar zu verstehen, wieso die von ihm besuchten Länder Europas in solche Schwierigkeiten geraten waren. Herausgekommen sind dabei einige Gedanken, die die lokalen Ursachen der drohenden Gefahr recht gut beschreiben. Doch sie gehen einher mit einer flachen Analyse und gelegentlich auch mit abwertenden Einschätzungen von Zuständen und Haltungen, die Lewis auf seinen Reisen antraf.

Das erste Kapitel ist Island gewidmet. Auf dieser Insel fühlte sich Mr. Lewis wie auf dem Mond, rein landschaftsästhetisch gesehen. Die Isländer wiederum haben nach Lewis Empfindung außer vom Fischfang und Ackerbau von nichts so richtig Ahnung, sind aber kürzlich dem finanziellen Größenwahn verfallen und müssen dafür nun bezahlen. Wie bei allen Klischees steckt immer ein Körnchen Wahrheit in diesen Aussagen. Doch solche wenig tiefgründigen Darstellungen bringen nicht wirklich Licht in die Prozesse, die Island in den Ruin gestürzt haben.

Als Nächstes ist Griechenland an der Reihe. Auch hier findet der Leser einige Wahrheiten, insbesondere über das völlig korrupte, maßlose und künstlich aufgeblasene griechische Staatswesen. Auch die bösartige Rolle der US-Großbank Goldman Sachs beim Fälschen griechischer Daten kommt zur Sprache. (Deren Vizepräsident war damals übrigens der jetzige EZB-Chef.) Doch auch diesem Kapitel fehlt die tiefschürfende Analyse.

Im folgenden Kapitel reist der Autor nach Irland, um sich dort über die Immobilienblase und das anschließende Desaster zu informieren. Obwohl er auch hier einige der Irland ins wirtschaftliche Abseits drängenden Mechanismen durchaus richtig kommentiert, dominieren eher die subjektiven Wahrnehmungen des Autors. Das Ganze liest sich wie der Reisebericht eines Wirtschaftsjournalisten, der nur die Oberfläche beschreibt und sich dann in vagen Andeutungen verliert, wenn es um tiefere Schichten geht. Ähnlich wie in den beiden vorangegangenen Kapiteln muss der Leser den Eindruck gewinnen, dass die wirtschaftlichen Katastrophen in den einzelnen Ländern mehr durch die jeweilige kulturelle Mentalität als durch fehlgeleitete wirtschaftliche Prozesse erzeugt wurden. Die globalen Ursachen dieser Fehlleitungen bleiben im ganzen Buch völlig im Dunkeln.

Zu besonderer Peinlichkeit läuft Mr. Lewis im folgenden Kapitel auf, das sich mit Deutschland befasst. Aus welchen Gründen auch immer lässt er sich darüber aus, dass die Deutschen angeblichen einen nicht zu bremsenden inneren Drang zur Fäkaliensprache hätten. Wie unsere Volksseele so tickt, würde man auch beim Weiberschlammcatchen in Hamburg beobachten können, wo die Besucher angeblich Badekappen tragen würden, um sauber zu bleiben. Vielleicht sollte Mr. Lewis mal bei sich zu Hause nachsehen, wo diese entzückende Beschäftigung wohl erfunden wurde. Übrigens widmet sich der Autor im letzten Kapitel dem wirtschaftlichen Niedergang Kaliforniens. Was das in diesem Buch über Europas Probleme zu suchen hat, bleibt ein weiteres Rätsel. Ach ja, am Ende dieses Kapitels fällt dem Autor dann auf, dass es in Hamburg schon lange kein Schlammcatchen mehr zu besichtigen gibt.

Dennoch: Den Schmutz genießen und selbst sauber bleiben, das würde auch ungefähr die Rolle der Deutschen in der Eurokrise treffend beschreiben, meint Lewis. Woher er diese aberwitzige Einschätzung nimmt, ist mir völlig unverständlich. Lewis lässt sich dann darüber aus, dass wir Deutsche naiv regelgläubig wären. In diesem Zusammenhang erwähnt er die leider unbestreitbare Tatsache, dass insbesondere die staatlichen Landesbanken treuherzig jeden betrügerischen Schrott aus den USA kauften und anschließend vom Steuerzahler gerettet werden mussten.

Die südeuropäischen Staaten würden nun wieder unter die deutsche Fuchtel kommen und müssten Regeln einhalten, was ihrer Mentalität widersprechen und alte Wunden aufbrechen lassen würde. In gewisser Weise hat der gute Mr. Lewis mit seinen Hinweisen auf die verschiedenen Mentalitäten in Europa durchaus auch Recht. Aber das ist nicht der Kern des Problems. Es stimmt auch, dass man mit dem Euro der europäischen Idee großen Schaden zugefügt hat. Doch leider stellt Lewis diese Ausführungen nicht in die richtigen ökonomischen Zusammenhänge.

Lewis übersieht, dass Deutschland gegenwärtig dabei ist, einen Teil des von seinen Bürgern erarbeiteten Wohlstands in den Süden Europas zu transferieren. Er bemerkt zwar, dass mit dem Euro die wirtschaftliche Schwächung Deutschlands beabsichtigt wurde, glaubt aber aus unerfindlichen Gründen, dass gerade das Gegenteil passiert. Doch Deutschland verliert nicht nur einen erheblichen Teil des Vermögens seiner Bürger, die das größtenteils noch nicht einmal wirklich realisiert haben, sondern auch seine Kernmärkte, wenn die südeuropäischen Euro-Staaten unter ihrer Schuldenlast zusammenbrechen. Wo wir hier den Schmutz genießen und selber angeblich sauber bleiben wollen, ist völlig schleierhaft.

Fazit.
Leider erweist sich diese Lektüre als eine Enttäuschung. Obwohl der Autor an vielen Stellen durchaus die Wahrheit schreibt, sind seine Ausführungen mit fragwürdigen Kommentaren durchsetzt, die gelegentlich die Grenze zur Peinlichkeit überschreiten. Die tieferen Ursachen für die europäischen Probleme werden nur am Rande gestreift, globalere Hintergründe völlig ausgeblendet. Stattdessen schiebt Lewis Mentalitätsunterschiede in den Vordergrund. Doch die gab es schon immer. Erst im Komplex mit den ökonomischen Ursachen dieser Krise erlangten sie die Bedeutung, die ihnen Lewis zuschreibt. Alles in allem bleibt ein sehr zwiespältiger Eindruck eines Buches, das man nicht unbedingt gelesen haben muss, wenn man verstehen will, was in Europa gerade schiefläuft.
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29 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Interessante Sicht eines Amerikaners auf die europäische Krise, 14. November 2011
Von 
Falk Müller - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Boomerang: Europas harte Landung (Gebundene Ausgabe)
"Europas harte Landung" heisst es im Buchtitel. Der amerikanische Autor will zeigen, dass die derzeitige Eurokrise nicht nur durch gierige Banker und überforderte Politiker verursacht wurde, sondern sie vor allem darauf beruht, dass Nationen mit völlig unterschiedlicher Mentalität in einen gemeinsamen Währungsverband gezwungen wurden.Um diese unterschiedlichen Mentalitäten kennen zu lernen, bereiste er halb Europa, sprach mit Ministern, Bankmanagern und Steuerbeamten und legt seine Ergebnisse in diesem interessanten Buch vor.

Ein Beipiel ist Griechenland, dem Ausgangspunkt der Krise. Hier zeigt er, dass die dortigen Probleme zu einem Großteil der griechischen Mentalität geschuldet sind, vom Staat viel zu erwarten, aber ihn nach Möglichkeit die dazu notwendigen Steuern vorzuenthalten. So zahlen etwa zwei Drittel der griechischen Ärzte keine Steuer, weil sie unter der Grenze von 12 000 Euro bleiben, obwohl manche von ihnen Millionen verdienen. Natürlich gibt es ein Gesetz, das Steuerbetrug ab 150 000 Euro mit Gefängnisstrafen belegt - allein es wird nicht angewendet. Warum, erzählt ein griechischer Beamter ganz unverblümt: weil dann fast alle griechischen Ärzte im Gefängnis säßen, und die Gesundheitsversorgung zusammenbräche.

Der Autor beschäftigt sich auch mit Deutschland. Und hier drückt er seine Bewunderung für die sparsamen, effizienten Deutschen aus. Während andere Länder die niedrigen Zinsen durch den Euro zu schuldenfinanzierten Ausgabenorgien genutzt haben, wurde in Deutschland gespart und die Wettbewerbsfähigkeit erhöht. Griechenland müsste so produktiv werden wie Deutschland, meint der Autor und weiss natürlich selbst, dass das nicht passieren wird.

Die Schlüsse, der er daraus zieht, sind aber etwas fragwürdig. So schlägt er vor, dass Deutschland im eigenen Interesse jedes Opfer bringen soll, umd ein Scheitern des Euros zu verhindern. Und hier zeigt sich eine Schwäche des Buches. So erfrischend sein Aussenblick als Amerikaner auf die europäische Krise ist - hier merkt man, dass er nie in Deutschland gelebt hat - denn dann wüsste er, dass auch die Deutschen ohne Euro jahrzehntelang gut gelebt haben.
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen recht flach im Vergleich zu seinen anderen Werken, 13. Dezember 2011
Rezension bezieht sich auf: Boomerang: Europas harte Landung (Gebundene Ausgabe)
Ich kann mich der Rezension des Doktors weiter unten nur anschließen. Wer die anderen Bücher von Lewis kennt, insbesondere the big Short, das wirklich brillant war, findet das Buch bestimmt eher flach. Gewiss, einige richtige und interessante Schlußfolgerungen, aber man hat doch immer wieder den Eindruck, hier reist ein Amerikaner zum ersten Mal in die Welt und staunt. Ich kann mich des Eindrucks nicht entwehren, daß nach dem letzten Buch der Erfolgsdruck hoch war und dieses Buch nur geschrieben wurde, um noch ein Buch zu schreiben. Dazu passt auch, daß das letzte Kapitel von Kalifornien handelt, wo doch Europa das Thema ist. Offenbar waren noch nicht genug Seiten zusammen gekommen...
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Naja..., 25. Juli 2013
Rezension bezieht sich auf: Boomerang: Europas harte Landung (Gebundene Ausgabe)
As most of Lewis books its a funny and interesting read. However, this misses its point. The economic narrative is not really accurate, and his description of Greeks, Germans and co. is pretty insulting. After 200 pages you do not really think that you have wasted your time, but you have the strange sensation that Lewis never actually went to any of the places he described.

Auf gut Deutsch: man hat das Gefühl, dass Lewis seine eigenen Klischees bestätigt (wenn auch auf unterhaltsame art), dabei aber die Antwort schuldig bleibt, was er mit seinem Buch eigentlich erzählen möchte.
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3.0 von 5 Sternen Amüsante aber relativ flache Reportagen, 5. Februar 2012
Rezension bezieht sich auf: Boomerang: Europas harte Landung (Gebundene Ausgabe)
Ursprünglich kam ich auf dieses Buch durch einen Bericht in der Time. Dort wurden einige interessante Ausschnitte aus dem Buch gezeigt wie skurril und abseits jeglicher Realität einige Staaten in der Wirtschaftskrise gehandelt haben. Motiviert kaufte ich mir dieses Buch und erhoffte mir tiefere Einblicke. Was ich allerdings bekam war mehr von dem selben und ein amüsanter aber etwas fragwürdiger Schreibstil.

Der Autor greift sich eine vermeintliche kulturelle Macke eines jeweiligen Landes heraus und schreibt dann ein Kapitel über jenes Land in dem er diese kulturelle Macke mit dem Verhalten des Landes in der Wirtschaftskrise verbindet. Das ist grob und vereinfacht gesagt bei Island die aus Inzucht stammende Verdummung der Bevölkerung, bei Irland die aus langfristiger Armut resultierende Abhängigkeit von Alkohol, bei Griechenland die Kriminalität der Bevölkerung an sich und bei Deutschland die Faszination an Exkrementen. Wer nach diesem Satz erst mal stockt wird in diesem Buch mehrmals die Sprache verlieren. Lewis beschreibt in seinem Reiseberichten explizit jene angeblichen Besonderheiten des Landes. Ob er dabei in Island im Telefonbuch blättert und amüsiert anmerkt wie wenig verschiedene Nachnamen es gibt oder in der deutschen Sprache nach Sprichwörtern über Exkremente sucht (mein kleiner Scheißhaufen), ein leichtes bis mitunter großes Stirnrunzeln hat mich das gesamte Buch über begleitet.

Dabei ist die eigentliche wirtschaftswissenschaftliche Analyse weitgehend gelungen. Lewis gelingt es hervorragend einzelne Hintergründe aufzuzeigen und zu einem großen Ganzen zu verbinden. In diesem Zusammenhang findet er auch sehr viele amüsante und skurrile Details, die einem im Gedächtnis bleiben. Teilweise sind seine Reiseberichte aus kultureller Sicht auch durchaus gelungen und amüsant, wenn er mal nicht in die tiefe Klischeekiste greift. Gerade das fünfte Kapitel über Kalifornien weiß zu überzeugen. Zudem konnte ich an vielen Stellen dieses Buch herzhaft lachen.

Alles in allem würde ich das Buch daher für Leser, die seichte aber gut geschriebene Reportagen mit einigem fachlichen Hintergrund mögen empfehlen. Für den vorliegenden Preis lohnt sich das Buch allerdings eher nicht. Ich empfehle daher einen Gang in die örtliche Bibliothek.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Aktuelles Buch zur Finanzkrise, 5. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Boomerang: Europas harte Landung (Gebundene Ausgabe)
Im Buch werden einzelne Länder zur Finanzkrise besonders betrachtet. Die Untersuchung, wie es im einzelnen Land zur Fianzkrise gekommen ist, wird aus meiner Sicht eingängig dargestellt und liest sich spannend. Ich habe das Buch als ergänzende Lektüre zur Finanzkrise der untersuchten Länder gerne gelesen.
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Durchschauen Sie die Mechanismen der Finanzmärkte?, 16. Januar 2012
Von 
Rolf Dobelli (Luzern, Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Boomerang: Europas harte Landung (Gebundene Ausgabe)
Michael Lewis ist immer für treffende Bilder gut. Das Erfolgsrezept der isländischen Finanzinstitute etwa erklärt er so: Ein Hunde- und ein Katzenbesitzer verkaufen sich gegenseitig ihre Haustiere - für je 1 Milliarde. Und schon sind beide Banker geworden und können auf Einkaufstour gehen oder das Geld verleihen. Mithilfe von teilweise unglaublichen Beispielen und in unterhaltsamer Form legt Lewis dar, wie die Finanzkrise in den einzelnen Ländern begann und welche Folgen sie hatte. Wie bei Informationen des Finanzsektors getäuscht, gelogen und manipuliert wurde, erfährt der Leser ebenfalls. Außerdem versucht der Autor, Eigenheiten der Bewohner verschiedener Länder herauszuarbeiten und deren Auswirkungen auf die Krise zu beleuchten - was wohl der am wenigsten gelungene Aspekt des Buches ist. getAbstract empfiehlt es trotzdem jedem, der die Mechanismen der Finanzmärkte durchschauen möchte.
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Boomerang: Europas harte Landung
Boomerang: Europas harte Landung von Michael Lewis (Gebundene Ausgabe - 14. November 2011)
EUR 24,99
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