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am 16. März 2006
Es war im Juli des Jahres 711 v. u. Z., als zirka 400 Soldaten vom nordafrikanischen Festland kommend, vermutlich in den frühen Morgenstunden an der südspanischen Küste landeten. Dieser Spähtrupp war der Auftakt für die Eroberung Spaniens seitens der Araber, die ein Jahr später erfolgen sollte. Die Expansion der Araber sollte für Europa nicht ohne Folgen bleiben, denn die kulturellen Verdienste der Araber sind bis in unsere heutige Zeit unbestritten. Mit seinem Buch „Arabisch-islamische Philosophie“ versucht der promovierte Philosoph Geert Hendrich die Einflüsse und Leistungen der arabisch-islamischen Kultur aufzuzeigen.
Dies gelingt dem Autor auf eine wirklich überzeugende Art, weil er chronologisch vorgeht und die ganze Bandbreite der philosophischen Errungenschaften der arabisch-islamischen Welt vorstellt. Der des Öfteren erhobene Einwand, der Verdienst der islamischen Kultur bestehe in der bloßen Verwaltung bzw. Aufbewahrung antiker Wissenschaften - wie von Hendrich detailliert dargelegt - trifft auf keinen Fall zu. Denn es folgte ein Zeitabschnitt mit einer wahren Flut von Übersetzungen, die nach Ansicht des Autors „die produktivste Phase der arabisch-islamischen Geisteswelt“ war. Damit begann der Aufstieg der Wissenschaften in den Bereichen Mathematik, Astronomie, Optik, Chemie, der Medizin und der Philosophie.
Mit dieser Entwicklung wurde ein Prozess in Gang gesetzt, in dem wirtschaftliche Prosperität und Handel gedeihen konnten und in kultureller Hinsicht von einer Blütezeit sprechen können. Im ersten und zweiten Kapitel der Publikation geht es um das Verständnis für die arabisch-islamische Philosophie und um die Fortsetzung der antiken Traditionen. Kapitel drei beschäftigt sich mit der weiteren Entwicklung hin zu einer eigenständig arbeitenden systematischen Philosophie im Islam. Diese Epoche wurde insbesondere vom Neoplatonismus geprägt, deren wichtigster Denker war al-Kindi. Mit ar-Razi, einem Religionskritiker, beginnt der so genannte philosophische Skeptizismus, die die Philosophie über der Religion sieht. Auch wenn zu etwas späteren Zeit (Kapitel 4), dürfen in diesem Zusammenhang ein al-Farabi oder ein Ibn-Sina (Avicenna) nicht unerwähnt bleiben.
Im nächsten Kapitel geht es um einen großen Kritiker Namens al-Ghazali, der zum Beispiel das Recht der Vernunft anzweifelt ihre Grundsätze auf die Religion anwenden zu dürfen. Wie zu Beginn dieses Artikels erwähnt, gehörte Spanien (al-Andalus) seit dem Jahre 711 v. u. Z. zu islamischen Welt und in diesem arabischen Spanien lebten Moslems, Christen und Juden im Großen und Ganzen friedlich miteinander. Die philosophische Entwicklung in al-Andalus war mit dem im Osten der islamischen Welt nicht vergleichbar, betont Hendrich und liefert hierfür auch den Grund: Die Übersetzung antiker Texte beginnt im Osten und durch die Völkerwanderung hatten sich im Westen wenige Schriftstücke erhalten und im übrigen nahmen die der syrischen Sprache mächtigen christlichen Gelehrten eine Art Vermittlerposition ein und diese gab es in Spanien nicht.
Ab dem 12. Jahrhundert spielen auch in al-Andalus Gelehrte wie Ibn Badjdja, Ibn Tufayl und Ibn Ruschd (Averroes) eine wichtige Rolle. Vor allem Ibn Ruschd beeinflusste mit seinen Schriften das europäische Mittelalter. Die nächsten Kapitel beschäftigen sich mit Religionsgelehrten und deren Einfluss auf die Gesellschaft, der Mystiker, die Wissenschaften und die Philosophie und ihr Einfluss auf das europäische Mittelalter. Ferner den Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit sowie die Philosophie in der Moderne. Die mit vielen Vorurteilen und Unwissenheit behaftete augenblickliche Debatte über den Islam und um die Bewertung bzw. die Rolle der Religion insgesamt, lassen für Denkansätze der Vernunft und Rationalität keinen großen Spielraum. Das vorliegende Buch räumt mit vielen Vorurteilen über den Islam auf und zeigt auf eine beeindruckende Weise welche Gemeinsamkeiten die christlich-jüdische und die islamische Kultur verbindet, die es doch zu bewahren gilt.
Die Abkürzung v. u. Z. bedeutet vor unserer Zeitrechnung.
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am 29. März 2013
Dieses Buch ist eine hervorrangende Einführung in die Philosophie der islamischen Welt.
Auf dieser sehr gut lesbaren Lektüre aufbauend, wird der Einstieg in die reiche Philosophie der großen islamischen Philosophen um ein vielfaches vereinfacht.
Nur zu Empfehlen...!!!
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am 8. November 2012
Sehr eindrucksvoll geschrieben, mit aktuellen Beispielen. Ein Werk, welches man sich besser nicht entgehen lässt, wenn man sich für diesen Fachbereich interessiert.
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