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4,4 von 5 Sternen
Das Buch der Universen
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13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
TOP 500 REZENSENTam 13. November 2011
John D. Barrow Werke sind für populärwissenschaftlich oder auch fachlich gebildete Leser im Grenzbereich zwischen Kosmologie, Mathematik, dem Ursprung des Universums oder auch einer mögliche "Theorie für alles" meist ein Pflichtkauf. In relativ einfacher Sprache versteht er es komplexe Zusammenhänge dem geneigten Leser näherzubringen. So auch in dem vorliegenden Werk welches in dieser Beziehung nahtlos an die vorherigen anschliesst.

Auch wenn sich es mit so mancher Formel und fachlichen Graphik eher im mittleren bis oberen Bereich der Populär-Kosmologie aufhält und ein wenig Vorwissen nicht schaden kann. Neulinge werde sicherlich einiges überblättern, für Physikgebildete bietet das Buch noch genug wissenschaftlichen Anspruch. Bei allem Lob konnte trotzdem nicht zu Höchstnote greifen weil für mich ein eigener - wenn auch noch so geringer - Beitrag oder auch nur eine etwas tiefergehende Interpretation des einen oder anderen Ansatzes möglicher Universen von Barrow fehlt.

Es ist ein sicherlich historisch umfassend-kompletter und auch in dieser Form noch nicht vorhandener Überblick über ganze Universen, und nicht deren Teilaspekte, aber es fehlt der "Aha-Effekt" und die Überraschung eigener Interpretation, ein Vorstoss über das vorhandene Wissen hinaus, eben ein sichtbarer Beitrag des Verfassers. Es liegt somit eine durchgängig hochwertige, aber letztlich deskriptive Zusammenfassung des Forschungsgebiets vor. Von einem Autor wie Barrow und seiner Erfahrung könnte man etwas mehr erwarten.

Dies soll nicht die hervorragende Leistung und die ebenso spannende Lektüre schmälern, die sich über die Interpretation der "Einstein Universen", über Singularitäten, inflationäre Universen, postmoderne und Quantenuniversen durch das ganze Fachgebiet extrem unterhaltsam darbietet. Nach hinten hin wird sich immer mehr dem neuesten Forschungsstand angenähert und es ist eine durchgehende Freude es von einem Meister des Fachs in vorliegender Form aufbereitet zu bekommen. So bleibt ein Buch dass es schafft, in diesem populärwissenschaftlich durchfluteten Markt noch eine Lücke zu finden und einen sehr guten Überblick über die Vielfalt möglicher Universen zu bieten.

4/5 Sternen
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16 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Der Blick auf unser Universum war bislang geprägt von der religiösen oder auch nationalistisch angehauchten Sichtweise des jeweiligen Betrachters. Der Mensch war ganz gefangengenommen von seinem Universum. Das dieses eventuell nur eines von vielen anderen sein könnte, kam ihm nicht in den Sinn und wurde erst mit Einstein ein ernst zu nehmender Gedanke.

John D. Barrow zeigt mit seinem Buch die Vielfalt der heute bekannten Universen. Seitenweise liest sich das Buch wie ein Jules Verne Roman und doch ist das, was der Leser hier erfährt wissenschaftlich belegbar.

Obwohl ich kein Physiker bin und meine Neugier über meine Angst dies Buch nicht zu verstehen siegte, war ich doch erstaunt darüber diesem Buch so gut folgen zu können.

Einsteins Universum
Blumenkohl Universum
Emmentaler Universum
Turbulente Universen
Asymmetrische Universen
Zufällige Universen
Eingerollte Universen
Schnäppchen Universen

Dies ist nur eine kleine Auswahl der Bezeichnungen von Universen aus dem Buch. Kapitel für Kapitel erklärt der Autor die einzelne Universen. Dabei berichtet er über Universen die wir Menschen nie erreichen werden, erklärt an Hand von schematischen Darstellungen mögliche Entwicklungen in der Vergangenheit und Zukunft und geht auch auf Universen ein, die längst wieder aus unserem Blickwinkel verschwunden sind.

Sehr deutlich wird beim Lesen, dass wir heute ein wichtiges Bindeglied in der Geschichtsschreibung der Erforschung der Universen sind. Zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit weitet sich unser Blick und unser Wissen so weit, dass wir Universen zur Kenntnis nehmen können, von denen wir vor kurzem nicht einmal zu träumen wagten.

Mit Barrow auf Entdeckungsreise zu gehen ist spannend wie ein guter Thriller!
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10 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 25. Januar 2012
Das beste Buch zum Thema Universum bzw. Multiversum, das ich bisher (in den letzten ca. 30 Jahren) gelesen habe!

Gut gegliedert, schön aufgebaut, sich steigernd bis zum Schluss, mit Register und Anmerkungen, redaktionell perfekt. Sehr gut übersetzt ins Deutsche. Man kann es kaum weglegen!

Inhaltlich überragend: Es werden fast ohne Formeln aber auf physikalisch anspruchsvollem Niveau nahezu alle bisher von Menschen gedachten Universen bzw. Modelle dafür beschrieben, die mir größtenteils neu waren, jedoch bleibt es dem Leser selbst überlassen, welche Modelle er favorisiert.

Der Autor zeigt, dass wir vermutlich in einem Multiversum leben, also unser Universum nur ein kleiner Teil von allem, vielleicht sogar des unendlichen, ist. Sich aufblasende Quantenfluktuationen werden zu Universen...

Von unserer gewohnten Struktur der Welt in Raum und Zeit läßt der Autor nicht viel übrig, sie wird geschreddert, verknotet und ins unendliche gezogen mit Quantenmechanik, Relativität, Stringtheorie, M-Theorie, höherdimensionale Topologie, Philosophie...

Das Standardmodell kommt dabei zu recht unter die Räder, da es sich dabei ja nur um eine über freie Parameter justierte völlig abstrakte Beschreibung der Wirkungen zwischen messbaren Objekten (Elementarteilchen) handelt. In den neueren Theorien entfallen Naturkonstanten, aber dafür beschreiben sie ALLE Universen, nicht nur den Spezialfall des unsrigen - das ist leider vielen Leuten nun auch wieder nicht recht.

Das ist vielleicht die größte Botschaft des Buches:
Wahrscheinlich gibt es keine Erklärung für uns und alles, alles muss einfach sein. Was wir sehen, ist reiner Zufall. Wie wir uns und "unser" Universum sehen (wollen), bleibt letztlich subjektiv. Alle physikalischen Beschreibungen sind nur Modelle, keine Erklärungen. Dies erfordert ein enormes Umdenken!

Leute, sucht euch den Sinn selber, es gibt keinen Gott!

An der Stelle meine Weltformel: <Z> = <A> (Zufall ist Alles) => Eine Lösung dieser Formel ist unser Universum. Oder die Lottozahlen :-)

Viel Spaß beim Lesen!
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- Nicht zu kompliziert - aber auch nicht langweilig.
- hätte manchmal etwas mehr ins wissenschaftliche Detail mit Formeln und Berechnungen gehen können. Aber das wäre dann wohl doch etwas mehr für Mathematiker und Astrophysiker geworden und nicht mehr ganz so passend als Übersicht.
- insgesamt toll und unterhaltend zu lesen.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 14. September 2014
Barrow beschreibt hier die Entwicklungsgeschichte in der Kosmologie. Ausgehend von der griechischen Antike und deren Vorstellung des "Universums" über die frühen Naturwissenschaftler wie z.B. Kepler, dann Lamaitre u.s.w. über Einstein bis in die Neuzeit wird dargestellt, wie sich die Sichtweise auf das Universum verändert hat. Nachdem vor ca. 150 Jahren die ersten tiefergehenden Beobachtungen möglich waren (Fernrohre) wurden die Vorstellungen immer präziser. Heutzutage hat man mit den aktuellen Satellitendaten bereits ein sehr gutes Verständnis der großen Zusammenhänge, wenn auch damit verbunden schier unlösbare neue Fragen aufgetaucht sind (z.B. Dunkle Energie, etc.). Insgesamt ein "ganz nettes" Buch, ich vermisse allerdings einen angemessenen Tiefgang insbes. die wichtigsten mathematischen und physikalischen Formeln und Herleitungen, oder zumindest Diagramme o.ä..
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