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Wir und was uns zu Menschen macht
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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 20. Dezember 2010
Lange Zeit herrschte bei Wissenschaftlern die Meinung vor, dass der Mensch im Grunde ein Egoist sei, nur eine dünne Schicht der Kultur ein halbwegs friedliches Zusammenleben ermögliche, und dass ein leichtes Ankratzen dieser Schicht das "Tier" im Menschen herausließe.
Gleich zu Anfang des Buchs von Werner Siefer liest man eine Episode, die diese Ansicht zu bestätigen scheint: Aus einem objektiv betrachtet nichtigen Anlass kommt es in einem Münchner Vorort bei einer großen Hochzeitsfeier zu einer blutigen Eskalation.
Der Autor geht in den nachfolgenden Kapiteln auf unterschiedliche Erklärungsansätze für menschliches Sozialverhalten ein: von Darwin an bis hin zu neusten Erkenntnissen aus Bereichen wie Soziologie, Psychologie und Neurobiologie. Dabei kommen in differenzierter Ausarbeitung die unterschiedlichsten Aspekte zwischenmenschlicher Interaktion zur Sprache. Das Bild von unserer Spezies, das sich dabei abzeichnet, dürfte viele Leser überraschen.

Werner Siefer befasst sich mit einem so komplexen wie spannenden Thema, das wohl kaum einen Menschen kalt lässt. Der Diplom-Biologe, Autor und Journalist versteht es, die vielen ineinander greifenden wissenschaftlichen Bereiche, die ins menschliche Sozialverhalten hineinspielen, für den Laien verständlich zu erläutern und nachvollziehbar miteinander zu verknüpfen. Außerdem ermöglicht sein Stil eine sehr kurzweilige, packende Lektüre; es fällt schwer, das Buch vor dem Ende aus der Hand zu legen. Zahlreiche Beispiele aus der Menschen- und Tierwelt sowie Beschreibungen von Experimenten ergänzen die wissenschaftlichen Fakten.
Ein interessantes Thema in wunderbar verständlicher und angenehm lesbarer Ausarbeitung!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Der Autor möchte im Prinzip beweisen, dass Kooperation nicht im Widerspruch zur, sondern *in*, der menschlichen Natur liegt. Hierfür muss er sich zunächst einmal mit dem Mainstream der Soziobiologie der letzten Jahrzehnte anlegen, welche Selbstlosigkeit quasi für einen glücklichen aber seltenen Irrtum hält, den Egoismus der Gene aber für allseits bestimmend. Werner Siefer verdeutlicht anhand zahlreicher Beispiele, dass die Biologie Kooperation auch jenseits unmittelbarer genetischer Verwandschaft befördern kann, und dass man anhand theoretischer Modelle nachvollziehen kann, dass Kooperation durchaus auch die Fitness eines Organismus erhöht.
Letzten Endes gehört Siefers Buch zu einer Reihe von zeitgenössischen Veröffentlichungen, die sich mit den, sozusagen, orthodoxen Strömungen der Soziobiologie und der Verhaltensökonomie einen, eigentlich erst seit kurzem recht entbrannten, Kulturkampf liefert. Es geht dabei um nichts Geringeres als um unsere Anthropologie, also das Bild das der Mensch vom Menschen hat. Dies ist, kulturtheoretisch gesprochen, aber der Hebelpunkt, von dem aus sich alles, Gesellschaftsphilosophisch, Moralisch und natürlich auch Politisch bewegen lässt. Der Mensch "mit Zähnen und Klauen blutig rot", das von Darwin inspirierte sozialdarwinistische Menschenbild, brachte die Ideologien des frühen 20. Jahrhunderts hervor. Vielleicht brauchen wir für einen lebenswerte Zukunft auch ein optimistischeres Menschenbild. Hoffentlich ist es dann endlich das richtige, oder wenigstens annähernd richtige.
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1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 14. Juni 2013
ich mag den den stil von dem autor. allerdings hatte ich mir unter dem titel des buches etwas anderes vorgestellt. siefer geht stark auf die evolution ein und beschreibt die facetten eigentlich ganz gut. trotzdem, mir hat was an diesem buch gefehlt.
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