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Kundenrezensionen

26
4,2 von 5 Sternen
Ich will so werden, wie ich bin: Für Selberleber
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78 von 87 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
"Dieses Buch befreit Sie von Zwängen." Das versprechen die beiden Doktoren, wobei der Volker Kitz Psychologie und Jura, Manuel Tusch Psychologie und Erwachsenenbildung studierten und mit dem Frustjobkillerbuch einen Überraschungserfolg landeten. Das Dumme ist nur, dass Verkaufszahlen wenig darüber aussagen, ob Versprechen auch eingelöst werden. Denn überprüfbare Erfolgsauszahlen können Coaches und Motivationstrainer keine vorlegen. Bleibt also der Glaube, dass Menschen ihre unbeliebten und hinderlichen Verhaltensmuster durch Einsicht verändern können. Und weil dieser Glaube so populär ist, schreibt ein Kritiker der Süddeutschen über das Frustjobkillerbuch: "Einsichten, die Gold wert sind."

Der Glaube an die Wirkungskraft von Ratgeberbüchern wankt allerdings unter Leuten, die sich intensiv mit der positiven Psychologie, den Neurowissenschaften oder der kognitiven Verhaltenstherapie beschäftigen. Daher hätte mich interessiert, welche psychologischen Modelle und Theorien das Denken von Volker Kitz und Manuel Tusch geprägt haben. Aber das habe ich leider auch auf deren Websites nicht erfahren. Weshalb sie felsenfest an den freien Willen glauben und ihrem Vorwort den Titel "Nichts passiert zufällig" geben, lässt sich methodisch schwer einordnen.

Da persönliche Glaubensvorstellungen selbstverständlich auch die Lektüre begleiten, hatte ich mit vielen Behauptungen der beiden Autoren meine liebe Mühe. Aber besser teile ich den Lesern wohl zuerst mit, welches 4-Schritte-Programm sie erwartet. Schritt eins: Die Zwänge der modernen Gesellschaft identifizieren, ihnen den Deckmantel der Freiheit herunterreißen und gemeinsam erkennen, wie fremdbestimmt das heutige Leben ist. Schritt zwei: Lernen, sich von diesen Zwängen zu befreien, wobei die Hauptarbeit durch die Identifizierung bereits geleistet ist. Schritt drei: Den Kontakt zu unserem Innern und zu unseren Bedürfnissen wiederherstellen und lernen, dass unser Wollen die alles entscheidende Frage unseres Lebens ist. Schritt vier: Uns den ganz eigenen Lebensentwurf auf den Leib schneidern und für unsere Bedürfnisse die Art der Befriedigung suchen, die unter unseren Lebensumständen machbar und mit den Bedürfnissen der Mitmenschen vereinbar sind.

Da "lernen" zu den zentralen Begriffen dieses Buches gehört, scheint es mir legitim, auch beim bekannten Neurowissenschaftler Gerhard Roth nachzuschauen, wie Lernen gelingt. Zumal ich Roths Auffassung teile, dass Pädagogik und Didaktik ohne Wenn und Aber die gesicherten Erkenntnisse der Psychologie und Neurobiologie aufnehmen und in ihre Konzepte einbauen müssen. Aber genau das haben die Volker Kitz und Manuel Tusch höchstens ansatzweise gemacht. Wenn sich auch ihr neues Buch auf den Bestsellerlisten hochhangeln wird, liegt das wohl am großen Zuspruch für die kritischen Analysen der modernen Gesellschaft. Sprachlich gekonnt prangern die Autoren Leistungszwang, Stresszwang, Sinnstiftungszwang, Perfektionszwang, Balancezwang und Selbstverwirklichungszwang an. Und müsste ich nur den ersten Teil bewerten, so wären fünf Sterne gesetzt.

Im zweiten Teil kommt dann die Erlösung. Unter der Überschrift "Wie Sie das Hamsterrad zum Engelskreis machen" wird nun gezeigt, was der Leser für sein Glück tun kann. Gewitzt nehmen die Autoren Ratgeberkritikern wie mir den Wind aus den Segeln, indem sie selber auf deren Schwachstellen aufmerksam machen und ihr Buch keinen klassischen Ratgeber nennen. Die Leser sollen alle Ausführungen als Anregungen und kritisch zu prüfende Angebote auffassen, um dann frei zu entscheiden, was passt. Ob vom schlechten Gewissen geplagt oder vom Wunsch nach Ehrlichkeit, erfreulicherweise wird im Praxisteil vieles wieder relativiert, was vorher allzu vollmundig versprochen oder behauptet wurde. Den Zufall gibt es doch, das Unterbewusstsein steuert mehr als uns lieb ist, das Aussöhnen innerer Streithähne ist hohe Kunst, Bedürfnisorientierung endet oft im Dschungel, Rollenspiele haben Chaoscharakter, das Designen des eigenen Lebens geht über mehrere Runden.

"Ende gut, alles gut!" An die Versprechen des Beginns knüpft das letzte Kapitel trotz aller vorangegangen Relativierungen wieder nahlos an. Ich zitierte: "Gemeinsam haben wir eine Reise unternommen: ein Reise aus der Welt der Zwänge - zurück zur Freiheit und Unbeschwertheit, zurück in Ihr wahres Leben! Sie haben Ihre echten "inneren" Gefühle, Bedürfnisse und Wünsche für sich wiederentdeckt."

Mein Fazit: Würden die beiden Autoren weniger versprechen, könnte ich ihr unterhaltsames Buch mit gutem Gewissen weiterempfehlen. Aber Volker Kitz und Manuel Tusch verpassten es, ein psychologisches Programm zu entwerfen, das die Klappentexterbenotung "einzigartig" tatsächlich verdient. Auch wenn sich ihr Buch unterhaltsamer und leichter liest als andere Lebensratgeber, basiert es doch auf dem Glauben, Menschen würden ihre Verhaltensmuster durch Einsicht verändern. Das kostet trotz schöner Gestaltung und kurzweiligem Übungsmaterial einen Bewertungsstern.
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45 von 53 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Der Titel dieses Buches ist geschickt gewählt. Obwohl oder gerade weil er eigentlich paradox ist, spricht er uns an. Außerdem nagt in vielen von uns eine tiefe, oft unbewusste und verschwommene Sehnsucht nach einem anderen Leben, die beim Lesen eines solchen Buches plötzlich gemeinsam mit heftigen Emotionen und der Einsicht, Lebenszeit zu verplempern, aus den Tiefen unserer inneren Welt an die Oberfläche gespült werden kann.

Liest man allerdings den Text von Kitz und Tusch nicht unter solchen Voraussetzungen, dann stellt man lediglich fest, dass er in der ersten Hälfte eigentlich nichts weiter als eine am Ende unvollständige Auflistung und Beschreibung von Zwängen enthält, in die wir uns mehr oder weniger freiwillig begeben und die uns fast immer von unserer eigentlichen Bestimmung abbringen. Im zweiten Teil vermittelt das Buch dann eine Befreiungsstrategie aus dieser Selbstfesselung. Bei näherer Betrachtung entpuppt sie sich als eine vernünftig verhandelte Mischung aus eigener und fremder Bedürfnisbefriedigung, wenn dies in der jeweiligen Situation überhaupt möglich ist.

Neu, einzigartig oder überraschend ist das nicht, sondern nur das Ergebnis eines in Betrieb genommenen gesunden Menschenverstandes. Doch bevor es überhaupt dazu kommen kann, müssen wir erst einmal für uns selber klären, welche Bedürfnisse wir überhaupt besitzen und warum wir sie unterdrücken.

Zwänge sind so alt wie die Menschheit. Aber sie verändern sich auch mit der Gesellschaft. Menschen, die unter körperlichem Zwang stehen oder ums Überleben kämpfen, kümmern sich gewöhnlich nicht um den Grad ihrer Selbstverwirklichung oder um andere Luxusprobleme. Die Autoren schreiben, dass wir heute im Gegensatz zur Vergangenheit einen hohen Grad an persönlicher Freiheit genießen, diese Freiheit aber durch eine Reihe von neuen Zwängen wieder erheblich einschränken. Wir seien, so behaupten Kitz und Tusch, Opfer einer "Hamsterrad-Verschwörung".

Beginnend mit dem zweiten Kapitel decken sie folgende Teile dieser Verschwörung auf: den absurden Leistungszwang, den absurden Stresszwang, den absurden Sinnstiftungszwang, den absurden Perfektionszwang, den absurden Balancezwang und den absurden Selbstverwirklichungszwang. Mir ist leider beim Lesen nicht ganz klar geworden, worin nun eigentlich die Verschwörung besteht. Mal geben die Autoren dem Zeitgeist, mal dem modernen Wirtschaftsleben und manchmal auch uns selbst die Schuld an dieser absurden Misere.

Wenn man jedoch ein wenig über die sicher unvollständige Liste unserer angeblich absurden Zwänge nachdenkt, dann kommt man eventuell auf die Erkenntnis, dass wir möglicherweise keinen oder einen falschen Plan haben und deshalb von der Außenwelt herumgestoßen werden. Darauf gehen die Autoren dann im zweiten Teil ein. Leider umschiffen sie jedoch einen wesentlichen Grund für unsere Probleme, der nichts mit der modernen Gesellschaft zu tun hat: Für Anerkennung und Zuneigung sind wir stets bereit unsere eigenen Bedürfnisse mehr oder weniger zurückzustellen. Bei vielen Menschen verläuft dies schleichend bis zur Selbstaufgabe, obwohl nie das gewünschte Resultat erzielt wird. Und das ist dann in der Tat wirklich absurd.

Im zweiten Teil erklären uns die Autoren dann, wie wir "das Hamsterrad zum Engelskreis machen". Dazu packen sie zunächst die psychologische Do-it-yourself-Kiste aus. Wir sollen uns unter anderem über Affirmationen aus dem Schlamassel ziehen, uns also zum Beispiel jeden Abend vor dem Einschlummern einreden, dass wir total glücklich sind. Oder uns endlich darüber klar werden, dass wir nie in der Gegenwart leben. Ich kenne keinen, dem diese naiven Ratschläge jemals praktisch geholfen hätten. Schließlich erfahren wir noch auf Seite 148, dass jeder von uns von Geburt an das Recht in sich trägt, glücklich zu werden. Ich würde das anders formulieren: Unsere Seele will, dass wir glücklich werden. Helfen wir ihr dabei.

Wirklich praktisch nützlich wird der Text erst im letzten Viertel. Dort entwickeln die Autoren Vorschläge, wie wir herausfinden, was wir wirklich im tiefsten Inneren wollen. Die Erkenntnis der eigenen Bedürfnisse ist in der Tat der Schlüssel zur Befreiung aus den Zwängen, die uns manchmal auch krank machen. Haben wir wirklich erkannt, was wir wollen, dann sollten wir nach Meinung der Autoren versuchen, dies unserer Familie oder anderen Personen in unserem persönlichen Umfeld mitzuteilen und mit ihnen darüber zu beraten, wie jeder seine inneren Wünsche verwirklichen kann, ohne dass es zu größeren Konflikten kommt. Die Autoren unterbreiten für diesen Prozess eine Reihe von praktischen Vorschlägen.

Fazit.
Wenn dieses Buch dazu beiträgt, dass der eine oder andere Leser neu über sein Leben nachdenkt und praktische Schritte auf dem Weg zu mehr Glück und Zufriedenheit ergreift, dann hat es seinen Zweck erfüllt. Obwohl ich nicht alles überzeugend fand, kriegt es fünf Sterne, weil es ein Katalysator sein kann und ganz am Ende auch vernünftige praktische Ratschläge enthält.
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17 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 27. Dezember 2011
Schon wieder ein Selbsthilfebuch? Ja und Nein. Teil 1 ist zunächst eine Abrechnung - mit sich selbst und mit der Gesellschaft, die einem zu dem gemacht hat, was man ist: ein von Zwängen getriebener Mensch, der verlernt hat, auf seine innere Stimme zu hören. Und wahrlich wird kein gutes Haar an unserm Leben gelassen - sei es der Leistungszwang in der Arbeit oder jener Zwang auch privat noch mehr als 100 % zu bringen. Und so fragt man sich nach vielen Seiten, ob man überhaupt noch ein normales Leben führt - wer ehrlich ist, wird hier mit NEIN antworten müssen.
Im zweiten Teil präsentieren die fachkundigen Autoren dann die Lösung: ein Modell, das uns die inneren Konflikte vor Augen führt, sie mit unseren eigentlichen Bedürfnissen verbindet und sich letztendlich der Weg in eine neue Freiheit daraus entwickeln kann ...
Nun: auch wenn das alles in einem neuen Mantel daherkommt, so ist es doch immer die gleiche alte Leier: der Mensch versucht verzweifelt eine Patentlösung für alles zu finden, "erarbeitet" sich dies selbst mit jeder Menge Zettel, Listen und Notizen und wird in dem Glauben gelassen, dass sich danach alles genau so entwickeln wird. Was dabei komplett negiert wird ist der Umstand, dass vieles was unsere Lebensumstände ausmacht mit Menschen zu tun hat. Und da kann man planen soviel man will -was raus kommt, ist keineswegs sicher. Zwar betonen die Autoren, dass man niemals andere verändern kann, nur sich selbst, jedoch bleibt für mich der Eindruck bestehen, dass es sich hierbei nur um einen neuerlichen Versuch handelt, Dinge zu kategorisieren, zu schubladisieren, zu sortieren, in der Hoffnung den Überblick zurückzugewinnen.
Ich würde also sagen: wer sich nicht an das Buch klammert, als "letzte Hoffnung", der kann mitunter etwas über sich lernen und vielleicht sogar das eine oder andere zum Guten wenden.
Ein paar schöne Formulierungen aus dem Buch:
"Kaum jemand kann heute noch formulieren, was er eigentlich will."
"Direkter Zwang bricht den Willen, indirekter beugt ihn."
"Wo der Widerstand ist, ist der Weg."
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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 27. August 2011
Die beiden Autoren hatten mein Interesse geweckt, ihr Ansatz ist wichtig. Ich hatte mir das Buch mit in den Urlaub genommen. Es liest sich sehr gut, macht Spaß. Ich hab nach der Hälfte des Buches festgestellt, daß ich nicht unbedingt zum angesprochenen Personenkreis gehöre. Ich habe wichtige Lebensentscheidungen schon getroffen.

Überrascht hat mich, unter welchem Druck offensichtlich die Generation der 30er steht (oder sich selber setzt); mit dem gegenseitigen Übertreffen bezüglich Hobbies, Designerwohnung, beruflichen Erfahrungen, Lebenspartner, Kinderförderung. Wozu bloß?

Ich kann das Buch denen empfehlen, die das Gefühl haben, daß etwas in ihrem Leben nicht stimmt, nicht im Lot ist, die an Überforderung leiden. Dann kann es helfen, sich auf den Weg zu machen. Alle anderen kann es daran erinnern, den eigenen Weg nicht wieder zu verlieren und sich in Beruf oder Familie völlig aufzugeben.
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16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 24. September 2011
Ich bin sehr begeistert von dem Buch. Endlich ein Ratgeber-Buch, was verständlich lesbar ist und dennoch jede Menge sinnvollen Inhalt transportiert. Im ersten Teil beschreiben die Autoren auf teilweise witzige und unterhaltsame Weise die ganzen Zwänge, denen wir uns tagtäglich aussetzen. Wunderbare Beispiele verdeutlichen dies dann zusätzlich. In diesem Teil muss man häufig schmunzeln, teilweise bekommt man Gänsehaut, weil man sich an der ein oder anderen Stelle selbst wiederfindet. So kommt man viel ins Nachdenken und entwickelt Ideen, vielleicht doch das ein oder andere zu ändern. Danach folgt ein sehr strukturierter und sinnvoll aufgebauter Coaching-Teil. Die Übungen sind so ausgewählt, dass sie wirklich selbst durchgeführt werden können und mit Sicherheit am Ende ein Ergebnis bringen. Ich habe dieses Buch zahlreichen Freunden empfohlen, die nach dem Lesen genauso begeistert waren. Also unbedingt lesen und das ein oder andere umsetzen!!!
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28 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 29. April 2012
Dies ist ein klassisches Lebensratgeber- und Coachingbuch. Wie 99% dieser Bücher betont auch dieses, dass die Menschen heutzutage durch "die Gesellschaft" und "die Erwartungen anderer" sich selbt extrem einschränken. Damit man aus diesem allumfassenden Problem herauskommt und ein Leben in Selbstbestimmung und Freiheit leben kann, dafür soll jeder Einzelne laut den Autorer einige Tipps nutzen. Dieses Buch bietet überhaupt nichts Neues im Vergleich zu den hunderten Selbsthilferatgebern, deren Reihe vielleicht angefangen hat mit Dale Carnegies "Sorge Dich nicht, lebe". Sie alle basieren genau auf neoliberalen Grundannahmen, welche die Autoren im Buch selbst die Verantwortung geben für den Leistungsdruck, unter denen die Menschen leiden! Die Grundannhame des Buches lautet "Du kannst alles erreichen, wenn du es nur willst", dann wirst du glücklich und zufrieden. Dies greift einfach zu kurz, so ist das Leben nicht, so ist nur das Leben, wie es Psycho-Coachs es sehen. Auf die Folgen, die es hat, wenn Menschen auf solche Bücher hören, ist beschrieben in "Smile or die. Wie die Ideologie des positiven Denkens die Welt verdummt". Es wäre fair von den Autoren zu erwähnen, dass die Erkenntnisse, die sie aus psychologischer Forschung nutzen, um ihre Ansichten zu belegen, nicht dem entsprechen, was beispielsweise Psychotherapeuten ihren Klienten/Patienten empfehlen würden. Damit sei gesagt, was man tun kann, anstatt ein solches Buch zu lesen: Wenn Sie schwerwiegende Einschränkungen in ihrem Leben haben, gehen Sie im Zweifelsfall zu einem Psychologischen Psychotherapeuten, der über eine Approbation und Krankenkassenzulassung verfügt. Wer an Bücher interessiert ist: Es gibt wie gesagt extrem viele Selbsthilfebücher, die alle den gleichen problematischen Ansatz in unterschiedlichen Worten verkaufen. Eine Empfehlung hingegen wäre "Im Gefühlsdschungel: Emotionale Krisen verstehen und bewältigen". Dieses basiert auf Methoden der Kognitiven Umstrukturierung, wie sie in der Verhaltenstherapie genutzt werden. Denn: Verhaltenstherapie überprüft ihr Vorgehen darauf, ob Menschen davon profitieren im Gegensatz zu den erwähnten Selbsthilfebüchern. Das Buch bietet allerding keine Ratschläge, die auf alle Menschen abzielen mit allgemeinen Strategien, wie alle Menschen ihr Leben besser in den Griff bekommen. Aber man hätte sich vielleicht schon denken können, dass ein Buch, das solche Versprechungen macht, sie sowieso nicht halten kann.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
TOP 500 REZENSENTam 17. August 2014
Man merkt diesem Buch an, dass die Autoren im Gegensatz zu einigen ihrer Leser noch verhältnismäßig jung sind, und ich hatte sehr den Eindruck, dass sie nicht viel mehr getan haben als aus diversen, mehr oder weniger guten Quellen Ratschläge und Leitsätze zusammenzutragen und diese zu einem Buch zu verarbeiten. Nach eigener Lebenserfahrung hören sie sich jedenfalls nicht an.

Das Buch ist schön aufgemacht, der Titel ist durchaus gelungen, der Klappentext hörte sich vielversprechend an, und auch die positiven Rezensionen hatten mich neugierig gemacht. Stellenweise enthält dieses Werk auch sehr gut beschriebene Darstellungen, allerdings fehlt mir so etwas wie ein Aha-Erlebnis oder doch wenigstens ein Faden, der sich durch das ganze Buch zieht und am Ende Lösungen bzw. Vorschläge bereit hält, mit denen man etwas anfangen kann - und das Gefühl, dass mir da etwas erzählt wurde, was ich vorher noch nicht wusste.

Ich kann mir vorstellen, dass dieses Buch für Menschen, die sich noch nicht sehr intensiv mit ihrem Innenleben auseinandergesetzt haben, durchaus interessante Erkenntnisse bringen kann. Einzigartig ist daran aber nichts, und es gibt bessere Ratgeber.
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24 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 15. Juni 2011
Mich hat der Titel des Buches sehr angesprochen, sowie die Rezensionen dazu. Leider hat das Buch nicht gehalten, was es - für mich - versprochen hat. Der erste Teil zum Thema Zwänge ist meines Erachtens zu lang und in weiten Teilen sehr zynisch und teilweise für meinen Geschmack etwas flapsig geraten. Ab einem gewissen Zeitpunkt ist das Muster einfach klar. Dieser Teil nimmt aber über die Hälfte des Inhalts ein, der zweite Teil - der wirkliche "Selberleber"-Teil kommt dadurch definitiv zu kurz. Außerdem enthält er Teile, die nicht so recht ins Konzept passen wollen. Das Thema "Affirmationen" steht z.B. recht zusammenhanglos da. Neben der teilweisen Flapsigkeit finden sich dann wieder Abschnitte, die sich m.E. nicht an die Zielgruppe richten, sondern fast schon an Berater oder andere Experten (z.B. im Kapitel "Ich denke, also stehe ich mir selbst im Weg" wird eine Klientin der Autoren analysiert).
Die Ansätze des zweiten Teils und auch die gewählten Beispiele sind gut und klar. Aber es kann nur ein allererste Einstieg ins Thema "Wie kann ich mein Leben selbstbestimmt gestalten und wirklich das machen, was ich will?" sein. Meines Erachtens kann man dieses Thema, falls man wirklich ernsthaft etwas an seinem Leben ändern will, nur im Rahmen einer Zusammenarbeit z.B. mit einem Coach umfassend bearbeiten.
Die zwei Sterne bekommt das Buch für die Idee und für den sehr guten Ansatz. Wenn man es einfach nur als allerersten Einstieg ins Thema nimmt - sehr gut. Mehr kann es nicht bieten.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 30. September 2012
Das Buch erklärt, was eigentlich selbstverständlich sein sollte. Sei so, wie du bist und sei bzw. werde nicht so, wie andere Menschen oder deine inneren Antreiber dich gern hätten.

Sich abgrenzen, wenn nötig loslassen kann sehr hilfreich sein. Es muss nicht immer der Beruf sein, der uns die evtl. gewünschte Anerkennung und den Erfolg bringt. Der Mensch hat viele Rollen im Leben und kann umsteuern. Wem das gelingt, der hat gewonnen. Gutes Buch. Danke.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 24. September 2012
Bevor ich das Buch von Volker Kitz und Manuel Tusch las, schien mein Weg holprig und schwer, doch nie glaubte ich daran, dass ein Buch mir den Ansporn geben würde, einfach mal alles anders zu machen.
Die persönliche Widmung nahm ich mir zu Herzen und wählte einen ganz neuen und eigenen Weg, einen Weg mit dem ich mehr als zufrieden bin.
Mit dem Buch schien ich selbstbewusster geworden zu sein. Auch wenn ich noch nicht ganz so geworden bin, wie ich bin, bin ich dennoch, dem ganzen einen riesigen Schritt näher gekommen.
Direkt, aufbauend und ehrlich, dass scheinen die richtigen Worte zu sein für „Ich will so werden wie ich bin“.
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