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am 7. Dezember 2014
Frauen verdienen im Durchschnitt 23 Prozent weniger als Männer. In Deutschland gilt es als Tabu, offen über sein Gehalt zu sprechen. Es ist daher schwierig zu erfahren, ob ich eigentlich "richtig" verdiene oder unter dem Durchschnitt liege. In ihrem Buch verweist die Journalistin Nicola Holzapfel unter anderem auf einen von Astrid Ziegler erarbeiteten Frauendatenreport des WSI-Instituts der gewerkschaftlichen Hans-Böckler-Stiftung. Der Report zeigt, dass auch Tarifverträge nicht geschlechtsneutral sind. Frau Ziegler macht es an der Frage fest: "Warum ist der Gesellschaft zum Beispiel der Beruf einer Erzieherin weniger wert als der eines Maurers?" Tätigkeiten werden gesellschaftlich unterschiedlich beurteilt. So wird körperliche Arbeit von Männern höher bewertet als die der Frauen, so zum Beispiel in der Altenpflege.

Die Journalistin Nicola Holzapfel, lange im Ressort Job und Karriere des Online-Portals der Süddeutschen Zeitung tätig, bringt Klarheit und Übersicht in das Thema Gehaltsverhandlungen. Zunächst räumt sie mit gängigen Klischees auf, wie zum Beispiel, dass AkademikerInnen immer mehr verdienen, dass es Selbständigen immer gut geht oder dass die Hauptsache im Leben die Verbeamtung ist. Sie durchleuchtet die einzelnen Gehaltsmythen und forscht nach, ob hier nicht strukturelle Entscheidungen und Probleme vorliegen. Frau Holzapfel geht umfassend darauf ein, wie die Situation von Frauen und Gehalt heute aussieht. Sie thematisiert sie zwei Aspekte: 1. Wo, wie und was arbeiten Frauen und wie wird damit ihre gesellschaftliche Benachteiligung zementiert: 2. Wie können Frauen ihre Gehaltforderungen selbstbewusst und gezielt stellen, um ihre Benachteiligung zu überwinden.

Holzapfel zeigt, dass die Gehaltsrückstände zwischen Frauen und Männern unter 24 Jahren geringer sind als bei Beschäftigten die 55 Jahre und älter sind. Auch liegen die Gehaltsunterschiede zwischen den Geschlechtern verschieden je nach Beruf. Bei den Verwaltungsfachangestellten liegt er bei 3%, bei Informatikerinnen bei 15,5 % und bei Ingenieurinnen bei 17%.

Bei der Berufswahl entscheiden sich Frauen noch mehrheitlich für Berufe mit geringen Aufstiegsmöglichkeiten, so zum Beispiel Verkäuferin, Arzthelferin oder Erzieherin. Die Autorin beschreibt, dass in diesen typischen Frauenberufen auch eine gesellschaftliche Diskriminierung steckt. Die niedrigen Löhne in diesen Bereichen und darüber hinaus die "Babypause" haben erheblichen Einfluss nicht nur auf niedrigere Einkommen von Frauen sondern auch auf ihre niedrigeren Renten.

Auch als Chefinnen sind Frauen meist bescheidener als ihre männlichen Kollegen. Ein weiterer Aspekt kommt hier hinzu, denn Frauen ziehen die Arbeit in kleinen und mittelständigen Unternehmen vor und sind in Branchen tätig, in denen es geringere Verdienstmöglichkeiten gibt. Holzapfel zitiert in ihrem Buch ein Interview mit der Trainerin für Karriere-Coaching Cornelia Topf. Sie sagte hierzu in einem Interview: "Häufig sind sie auch zu bescheiden, oder es ist ihnen peinlich mehr zu fordern. Manche kommen zu mir und fragen, ob sie tatsächlich ein Gehaltsgespräch mit ihrem Chef führen sollen. Für Männer sind solche regelmäßigen Gespräche selbstverständlich." (Die Zeit, 7.03.2008)

Die Familienpause wird meist von Frauen wahrgenommen, Nicola Holzapfel hält fest: "Durch die Unterbrechung ihrer Erwerbstätigkeit und durch Teilzeitjobs gehen Frauen Beförderungsmöglichkeiten verloren." Das sind keine guten Aussichten für viele Frauen. Daher scheint es umso wichtiger solche Informationen in die Öffentlichkeit zu tragen und sich an Aktionen wie z.B. dem Equal Pay Day zu beteiligen.

Nicola Holzapfel hat sieben Jahre als Redakteurin bei dem Online-Portal der Süddeutschen Zeitung sueddeutsche.de das Ressort Job & Karriere betreut. Seit 2007 arbeitet sie im Magazin SZ Wissen.

"Ich verdiene mehr Gehalt!" ist ein Ratgeber und Arbeitsbuch aus Arbeitnehmerinnensicht, aus der Feder einer Redakteurin, geschrieben für die Praxis. Die Autorin verbindet gekonnt theoretische Studien mit Praxishinweisen. Die gesellschaftliche Diskriminierung, die in typischen Frauenberufen liegt, ist strukturell und kann mit einem Gehaltsratgeber nicht aufgehoben werden. Nicola Holzapfel konstatiert die Schwierigkeiten die es bei Gehaltsverhandlungen gibt und vermittelt gute Tipps, um die nächste Verhandlung souverän und erfolgreich zu gestalten. Sie vermittelt einen Überblick über die Gehalthöhen diverser Branchen, erläutert, aus welchen Komponenten sich ein Gehalt zusammensetzt und welche flexiblen Gehaltsbestandteile es gibt. Außerdem findet frau in dem Buch nützliche weiterführende Links und eine umfangreiche Literaturliste.
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am 11. März 2009
das buch bietet einen umfassenden ueberblick ueber die gehaltslandschaft in deutschland. jeder der sich mal gefragt hat, was denn wer in welcher berufsgruppe verdient findet hier eine antwort.
besonders hilfreich bei anstehenden gehaltsverhandlungen, gerade als berufseinsteiger fehlt einem da oft ein leitfaden.
der titel haellt was er verspricht!
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