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4.0 von 5 Sternen Pflichtlektüre für Politiker!
Robert Reich beweist eindrucksvoll, wohin uns die "Geiz ist Geil"-Mentalität führt, in eine Zwei-Klassen-Gesellschaft von wenigen Reichen und vielen Armen. Unsere Einstellung hat sich gewandelt vom Bürger und Arbeitnehmer hin zu Anlegern und Verbrauchern. Das Streben nach hohen Kapitaleinkünften und möglichst preiswerten Schnäppchen zwingt...
Veröffentlicht am 19. April 2008 von G. Nägelein

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3.0 von 5 Sternen Wir könnten, aber...
Robert Reich versucht in seinem Buch die derzeitigen Situation auf dem Weltmarkt als auch in der Politik u. a. anhand von Statistiken zu verdeutlichen. Nach seiner Ansicht haben ist der Übergang von einem "beinahe goldenen Zeitalter" bzw. demokratischen Kapitalismus (ca. 1950 bis 1980) in eine Ära des Superkapitalismus vollzogen.

Die regulierenden...
Veröffentlicht am 14. Oktober 2009 von Peter Panter


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19 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Pflichtlektüre für Politiker!, 19. April 2008
Rezension bezieht sich auf: Superkapitalismus: Wie die Wirtschaft unsere Demokratie untergräbt (Gebundene Ausgabe)
Robert Reich beweist eindrucksvoll, wohin uns die "Geiz ist Geil"-Mentalität führt, in eine Zwei-Klassen-Gesellschaft von wenigen Reichen und vielen Armen. Unsere Einstellung hat sich gewandelt vom Bürger und Arbeitnehmer hin zu Anlegern und Verbrauchern. Das Streben nach hohen Kapitaleinkünften und möglichst preiswerten Schnäppchen zwingt Unternehmen zu massiven Kostensenkungen - auf Kosten von Arbeitsplätzen, Umwelt und Moral. Sein Fazit: Lobbyismus stoppen und mittels Gesetzen, die für alle Unternehmen gelten, Grenzen setzen. 4 Sterne nur deshalb, weil er sich fast ausschließlich auf amerikanische Verhältnisse bezieht (keine Kritik; er ist halt nun mal Amerikaner und als ehemaliger Minister unter Clinton bestens vertraut mit den "amerikanischen Machenschaften"). Ich bin überzeugt: alles was er in diesem Buch schreibt gilt auch für Europa. Eine Pflichtlektüre für Politiker und Bürger!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kompromissloser Einsatz für Bürgerrechte, 14. August 2010
Rezension bezieht sich auf: Superkapitalismus: Wie die Wirtschaft unsere Demokratie untergräbt (Gebundene Ausgabe)
An Erklärungen ex post herrscht nach dem erlebten Beinahe-Zusammenbruch des weltweit vernetzten Finanz- und Wirtschaftssystems wahrlich kein Mangel. Die Krise, die ganze Volkswirtschaften an den Rand des Abgrunds gebracht und die Existenzbedingungen für Millionen Menschen auf dem Globus unnötig verschärft hat, rief 'Experten' wie politische Aktivisten en masse auf den Plan. Krisengewinnler wollen sich die Verunsicherung und moralische Empörung der gewöhnlichen Menschen zunutze machen, während jene, die sich von vornherein zu den 'Gewinnern' der Globalisierung zählen, die Wogen zu glätten versuchen.

Dieses ganze Geschrei um "Staat" oder "Markt", "Keynesianismus" oder "Monetarismus", "Systemerhalt" oder "Systemwechsel" hat allerdings einen entscheidenden Makel: Es lässt das außen vor, was eigentlich im Zentrum der Diskussion stehen sollte: die Gesellschaft. Für die Wirtschaftswissenschaften, in denen der Streit auf fachlicher Ebene um die beste Theorie zur Erklärung der Vorgänge geführt wird, ist die Gesellschaft eine riesige Black Box. Was in deren Inneren vorgeht, davon erfahren sie nur durch statistisch aufbereitetes, quasi von aller Spontaneität und Irregularität gereinigtes "Datenmaterial". Aus diesem versuchen sie dann mittels simplifizierender Modelle menschlichen Handelns mit albernen Namen wie "Gefangendilemma", "Eisverkäufer-am-Strand-Problem" oder "Tragik der Allmende" (um nur ein paar der prominentesten zu nennen) mathematisch exakte Vorhersagen darüber zu treffen, was in der Black Box als nächstes passieren könnte -- geradeso als seien die Menschen, um die es ja eigentlich geht, Gasteilchen in einem physikochemischen Experiment.

Demgegenüber scheinen die politischen Aktivisten jedweder Couleur tatsächlich über die Gesellschaft, ihre Ängste und Sorgen, zu reden, doch ist "Gesellschaft" für sie so etwas wie eine Knetmasse, die sie nach ihren politischen Vorstellungen formen zu können glauben. (Wie die Geschichte gezeigt hat, ist ihnen das nur zu oft auch gelungen, wenngleich immer nur für begrenzte Zeit; das einzige, was dauerhaft davon blieb, sind -- Massengräber.)

Der amerikanische Politikprofessor und ehemalige Arbeitsminister der Clinton-Administration Robert Reich unterscheidet sich nicht nur durch seine klare, pointierte Sprache, seinen illusionslosen Blick und seinen scharfen analytischen Verstand von diesen beiden Kategorien von 'Welterklärern', sondern auch dadurch, dass es ihm, im Gegensatz zu jenen, um die Gesellschaft geht; nicht um die Gesellschaft, wie sie seiner Vorstellung nach sein sollte, und auch nicht, wie einige der Vor-Rezensenten "kritisch" anmerken zu müssen meinten, ausschließlich oder vordringlich um die nordamerikanische Gesellschaft. Die USA betrachtet er lediglich als Paradigma für die westliche Gesellschaftsform des "demokratischen Kapitalismus" wie er sich nach dem zweiten Weltkrieg, ausgehend von den Vereinigten Staaten, verbreitet und Hunderten von Millionen Menschen Arbeit und Wohlstand gebracht hat.

Die in dieser Zeit herrschende Balance zwischen unseren Rollen als "Bürger" und "Produzenten" auf der einen und als "Anleger" und "Konsumenten" auf der anderen Seite ist seit den siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts zerbrochen. Verantwortlich dafür, so Reichs Analyse, sei aber nicht eine Verschwörung aus mächtigen Konzernbossen und korrupten Politikern im Verein mit willfährigen Wirtschaftswissenschaftlern, sondern so alltägliche Dinge wie der Computer, das Internet und der Container. Die hierdurch radikal veränderten Produktionsbedingungen hätten nicht die alten Konzerne noch mächtiger gemacht, sondern diesen im Gegenteil eine starke Konkurrenz in Form junger, flexibler Unternehmen erwachsen lassen, die von den Vorteilen der "neuen Weltwirtschaft" (so Reichs gleichnamiges Buch von 1993, in dem er deren Aufkommen beschreibt) profitieren. Die politischen Weichenstellungen der Reagan-/Thatcher-Ära hätten lediglich die schon vorhandenen Tendenzen verstärkt. Profitiert hätten davon Konsumenten, indem sie aus einer größeren Vielfalt von Produkten wählen könnten, die zudem wesentlich billiger als früher seien, und Anleger, denen die neuen Unternehmen attraktive Renditen böten (und wer jetzt das Lied vom bösen Kapitalisten anstimmen will, überlege bitte erstmal ob er vielleicht in einen privaten oder betrieblichen Rentenfonds einzahlt oder eine Lebensversicherung abgeschlossen hat).

Die Gefahr des heutigen "Superkapitalismus" ist, dass der verschärfte Konkurrenzkampf die Unternehmen dazu verleitet, auf die Politik überzugreifen und so die Demokratie zu unterminieren. Neben den Finanzdienstleistern haben besonders Lobbyisten, Rechtsanwälte und PR-Fachleute von der Entwicklung profitiert. Sie vor allem sind es, die mit dem Geld der Unternehmen gewählte Politiker -- und auch die Wähler (!) -- im Sinne ihrer Auftraggeber beeinflussen.

Statt, wie so viele der Kritiker in Politik und Gesellschaft, von Konzernen sozial- und umweltverträgliches Verhalten einzufordern, was in der Regel nur einen Placeboeffekt hat, plädiert Reich u. a. dafür, nur noch Bürgern das Klagerecht vorzubehalten. Es sei "unlogisch, Unternehmen als 'natürliche Personen' zu behandeln, die das Recht haben, vor Gericht rechtmäßig verabschiedete Gesetze und Vorschriften anzufechten". Im Gegenzug könnten dann allerdings auch nicht mehr Unternehmen für Schäden, die durch Produkte oder Produktionsverfahren verursacht würden, haftbar gemacht werden, sondern nur noch die Menschen, die diese betreiben. Rechte und Pflichten würden so wieder den Bürgern -- und nur ihnen allein -- zugeschrieben. Sie könnten als Anleger und Konsumenten Entscheidungen treffen, die ihnen auch als Bürger und Produzenten zugute kämen.

Robert Reich ist weder ein Sozialromantiker noch ein Umstürzler. Er sieht keinen Weg zurück in das "beinahe goldene Zeitalter" des "demokratischen Kapitalismus" alter Prägung. Aber was seinen Einsatz für Demokratie und Bürgerrechte angeht, ist er vielleicht ein radikalerer Denker als viele vermeintlich 'systemkritische' Intellektuelle.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Wir könnten, aber..., 14. Oktober 2009
Rezension bezieht sich auf: Superkapitalismus: Wie die Wirtschaft unsere Demokratie untergräbt (Gebundene Ausgabe)
Robert Reich versucht in seinem Buch die derzeitigen Situation auf dem Weltmarkt als auch in der Politik u. a. anhand von Statistiken zu verdeutlichen. Nach seiner Ansicht haben ist der Übergang von einem "beinahe goldenen Zeitalter" bzw. demokratischen Kapitalismus (ca. 1950 bis 1980) in eine Ära des Superkapitalismus vollzogen.

Die regulierenden Kräfte und die abgeschotteten Märkte haben früher für breiten Wohlstand gesorgt, welcher nun durch globale Konkurrenz aber auch durch Verbraucherverhalten weitestgehend ausgehöhlt ist. Reich unterscheidet zwischen Verbraucher/Anleger (welcher von der erbitterten Konkurrenz profitiert) und dem auf soziale Gerechtigkeit bedachten Bürger.
Letzterer kann sich in dem erstarkten Lobbyeismus kaum noch Gehör verschaffen, weil Unternehmen mit hohe Summen ganze Armeen für die Einflussnahme auf Politiker bzw. die Gesetzgebung in Lohn und Brot halten. RR ist schlau genug, nicht einfach die Globalisierung als Ursache ins Feld führen, sondern klagt auch unser Konsumverhalten im Allgemeinen als auch die "Schnäppchenjäger" im Besonderen an.

Seine Thesen sind soweit nachvollziehbar, leider fehlt mir der schließende Schritt. Auch der Stil wechselt zwischen spannend und langatmig, stellenweise verliert sich RR in einer endlosen Sammlung von Beispielen. Daher nur 3 Punkte.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Demokratie im Würgegriff des Kapitalismus, 29. Juli 2008
Von 
Rolf Dobelli (Luzern, Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Superkapitalismus: Wie die Wirtschaft unsere Demokratie untergräbt (Gebundene Ausgabe)
Heerscharen von Wirtschaftslobbyisten korrumpieren die Politik, CEOs scheffeln Milliarden und Arbeitnehmer verlieren die Privilegien, die sie sich einst mühsam erkämpft haben ' das übliche linke Wehklagen, mögen Sie denken. Fällt denen nichts Neues ein? Doch. Der Wirtschaftswissenschaftler Robert Reich hat ein überraschendes Buch geschrieben. Rücksichtsloser Jobabbau und sinkende Sozialstandards sind für ihn nicht die Folge einer Verschwörung zwischen marktgläubigen Politikern und habgierigen Unternehmern. Wir alle haben als Verbraucher und Anleger in den vergangenen 30 Jahren vom Aufbruch in den Superkapitalismus profitiert ' und zahlen nun als Bürger den Preis dafür. Anstatt mit dem Finger auf Unternehmen zu zeigen, könnten wir z. B. die Finger vom nächsten Schnäppchen lassen. Reich entlarvt viele linke und rechte Geschichten über Unternehmen als Mythen und provoziert mit konkreten Vorschlägen wie der Abschaffung der Unternehmenssteuern. getAbstract empfiehlt dieses wichtige Buch allen, die sich über die Demokratie im Würgegriff des Kapitalismus Sorgen machen und daran etwas ändern möchten.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Superkapitalismus: Wie die Wirtschaft unsere Demokratie untergräbt, 23. Oktober 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Superkapitalismus: Wie die Wirtschaft unsere Demokratie untergräbt (Gebundene Ausgabe)
Mit diversen Beispielen stützt Reich seine Analysen. Da ich ein Leihe im wirtschaftlichen Dingen bin, muss ich sagen, dass diese mir sehr geholfen haben, die komplexen Zusammenhänge zu begreifen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einsichten eines Insiders, 16. Juli 2012
Rezension bezieht sich auf: Superkapitalismus: Wie die Wirtschaft unsere Demokratie untergräbt (Gebundene Ausgabe)
Robert Reich war unter US-Präsident Bill Clinton von 1993 bis 1997 Arbeitsminister. Die Clinton Administration war bekanntlich sehr wirtschaftsfreundlich und hat u.a. wichtige Gesetze zur Deregulierung des Finanzsektors verabschiedet. Exzellent zeigt Robert Reich die Methoden der Einflußnahme von wirtschaftlicher Gruppen auf politische Entscheidungen auf: mit Lobbyismus, Korruption, Spenden, gekauften Experten, Rechtsanwälten und Medienpolitik durch Public Relations werden Wahlen und gewählte Volksvertreter entsprechend beeinflußt um genehme Entscheidungen zu produzieren. Dabei spielen sich die Konflikte im wesentlichen zwischen den Interessengruppen der unterschiedlichen Branchen und Firmen ab. Einzelne Firmen oder Branchen kämpfen gegeneinander, da ein bestimmtes Gesetz zum Gewinn des einen und zum Verlust der anderen führen kann. Das Allgemeinwohl spielt kaum eine Rolle.

Als Ursache hierfür nimmt Robert Reich die technologische Entwicklung an, die durch das Entstehen neuer innovativer Firmen einen bis dahin von wenigen großen Firmen beherrschten Kapitalismus überwunden hat. Von diesen Innovationen und Preissenkungen profitieren Kunden und Anleger. Weil wir alle als Konsumenten und Anleger auf der Jagd nach dem günstigsten Angebot oder der profiträchtigsten Anlage sind, verursachen wir den Kosten- und Produktivitätsdruck, den die Firmen wiederum durch Lohnsenkungen, Verlagerung der Produktion ins billigere Ausland oder durch Umweltverschmutzung weitergeben müssen. Kern seiner Aussage ist, dass wir als Kunde und Anleger profitiert und als Bürger und Produzenten verloren haben.

Robert Reich ist er sehr pessimistisch, was die Umsetzbarkeit von politischen Reformen angeht, solange Minister und Abgeordnete von den Unternehmen abhängig sind, deren Einfluss sie eigentlich beschneiden sollten. Er hält es für unmöglich, dass sich das System selbst reparieren kann. Trotzdem glaubt er weiterhin an die Demokratie als politisches Entscheidungsverfahren und wendet sich gegen Bewegungen, die es sich zum Ziel gemacht haben, dass Verhalten einzelner Unternehmen direkt zu beeinflussen. Das einzige Ziel von Unternehmen ist es Gewinn zu machen und ihr ganzes Verhalten wird sich letztlich nur daran orientieren.

Robert Reich belegt seine Thesen mit vielen leicht nachvollziehbaren Beispielen. Das Buch ist sehr gut lesbar und setzt keine weiteren ökonomischen Kenntnisse voraus.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen SUPERKAPITALISMUS, 28. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: Superkapitalismus: Wie die Wirtschaft unsere Demokratie untergräbt (Gebundene Ausgabe)
Ich habe einige Bücher über die Entstehung und Entwicklung des Kapitalismus gelesen. Keines der von mir gelesenen Bücher hat in so klarer Sprache herausgearbeitet, dass wir alle mitverantwortlich an der derzeitigen Misere sind. Dies hängt auch mit der starken Individualisierung, auf die wir als Bürger so stolz sind. Wir Bürger finden dadurch kein Gehör mehr bei der Politik. Im Gegensatz dazu findet das Finanzkapital in Form der Banken und die Wirtschaft durch ihre starken Lobbyverbänden immer mehr Einfluss in der Politik. Robert Reich zeigt weiterhin wie durch die globalen freien Märkte nach dem Niedergang der Kommunismus diese Problem nochmals exponential verstärkt wurde.

Man findet in diesem Buch keine Schuldzuweisungen sondern nur nüchterne Analysen ohne Polemik.

Die angebotenen Lösungen von Robert Reich stimmen mich allerdings bei der Größe des Problems nicht sehr optimistisch.

Dieses Buch gibt Antworten wie es zu es zu der schwersten Krise des Kapitalismus kommen musste und ist allen als Buch zu empfehlen, die sich mit diesem Thema befassen.
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17 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Managerismus oder Bürgerparadoxum, 11. März 2008
Rezension bezieht sich auf: Superkapitalismus: Wie die Wirtschaft unsere Demokratie untergräbt (Gebundene Ausgabe)
Herr Reich hat hier eine ausgezeichnete Analyse erstellt. Er macht aber auch Vorschläge zur Eindämmung des Kapitalismus. Die Umsetzung wird nicht leicht sein. Da unsere Politiker schwach sind und die Bürger sich egoistisch und paradox verhalten. Quer- "Gedachtes" ist in unserem Land immer schwer zu verdauen. Ein ausgewogenes Buch, das nicht nur den Managerismus anklagtmit seinen immer unglaubwürdigeren Manageristen, sondern auch seine Treiber. Der nicht der Planwirtschaft,dem Oligopolismus amerikanischer Art der ersten Hälfte des 20.Jahrhunderts oder gar einem neuen Sozialismus Tür und Tor öffnet sondern ausschließlich die Demokratie stärker will zur Eindämmung des Superkapitalismus der sie auffressen will.Unbedingt lesen.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hervorragender Hintergrund für die Globalisierungsdiskussion, 22. Februar 2010
Rezension bezieht sich auf: Superkapitalismus: Wie die Wirtschaft unsere Demokratie untergräbt (Gebundene Ausgabe)
"Superkapitalismus" war für mich ein Aha-Erlebnis - ich hatte nie verstanden, warum die Länder, die in den 50er bis 70er-Jahren das schönste Wachstum hatten, heute froh sind, wenn sie 2% Wirtschaftswachstum haben, und warum hier in den letzten Jahrzehnten die Armutsschere immer weiter aufgeht. Die Analyse von Robert Reich (Berkeley-Professor und ehemaliger Arbeitsminister unter Clinton) ist leicht verständlich und schlüssig - er baut vor allem auf der technischen Entwicklung auf, die früher und stärker in die Wirtschaftsentwicklung der Nachkriegszeit eingegriffen hat, als man heute meist denkt.

Sein zweiter wichtiger Fokus liegt auf einer der wichtigsten Konsequenzen aus der hierdurch veränderten Situation der großen Firmen, dem Zwang, immer ausgefeiltere Lobbykämpfe in der Politikarena auszufechten. Seine Forderung ist, Politik und Wirtschaft so gut wie möglich zu trennen und "moralisches Verhalten" von Firmen nicht durch nahezu sinnlose Boykottaktionen bei Einzelfirmen einzufordern, sondern durch Gesetzgebung, die alle Firmen zu sauberem Handeln (Mindestlöhne, Umwelt, Arbeitsbedingungen) auf gleicher Basis zwingt.

Vor allem für ideologisch strikte Liberale ist das Buch sicher eine Herausforderung; ehrlich gesagt fällt mir keine politische Richtung ein, die wirklich glücklich mit dem Buch wäre. Ist aber sicher kein Schaden. Für mich ist es aktuell die Grundlage für Wirtschaftsdiskussionen, speziell nach 2008, auch wenn die Bankenkrise nur am Rande eine Rolle spielt.
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6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kritk am System und eigenem Verhalten, 5. August 2008
Rezension bezieht sich auf: Superkapitalismus: Wie die Wirtschaft unsere Demokratie untergräbt (Gebundene Ausgabe)
Ich habe mir, ganz ehrlich gesagt, ein klein wenig mehr erhofft von diesem Buch, ohne das jetzt näher erläutern zu können. Aber Reichs messerscharfe Darstellung über Vergangenheit und Gegenwart des Wirtschaft-Gesellschaft-Politik - Zusammenspiels ist es dennoch allemal wert gelesen zu werden.
Dass sich Reich dabei fast ausschließlich auf die Vereinigten Staaten bezieht ist nachvollziehbar und auch passend. Davon abgesehen, dass er in den 1990er Jahren als Arbeitsminister unter Clinton tätig war und somit aus seinem Metier schreibt, sind es die USA selbst, die man als Geburtsstätte und ausgereifteste Form des Kapitalsmus bezeichnen kann. Man könnte sich auch daran mokieren, dass GM und WalMart stets als Beispiele herangezogen werden, aber auch hier wurde die bestmögliche unter vielen Entscheidungen getroffen, um einfach den Rahmen des Buches nicht zu sprengen.

Abgesehen von der Darstellung gut recherchierter Ereignisse aus Vergangenheit und Gegenwart sind gerade die Ausführungen der dahinterliegenden Strukturen das Herzstück dieses Buches. "Wie die Wirtschaft unsere Demokratie untergräbt" lautet der Untertitel und deutet damit schon auf den hier auch kritisierten Lobbyismus hin. Weitaus spannender fand ich jedoch die Ausführungen über das paradoxe Verhalten der Menschen selbst, die mit dem steten Wunsch nach immer mehr zu einem großen Teil selbst für die negativen Entwicklungen verantwortlich sind.

Wer dieses Buch gelesen hat wird in Zukunft eher erst einmal nachdenken, bevor er voreilige Schuldzuweisungen äussert. Und damit wird Reich wohl sein Ziel erreicht haben, nämlich die Menschen zu verstärktem Nachdenken und bewussterem Konsum hin zu bewegen.
Das Buch fällt unter die Rubrik "populärwissenschatliche
Wirtschaftsliteratur" und befriedigt nicht jedermanns Erwartungen, aber es ist gut geschrieben und leicht zu verstehen, es richtet sich an die Masse und will etwas bewegen innerhalb der, von vielen als erdrückend wahrgenommenen, Umstände - und somit ist es in meinen Augen längst überfällig gewesen! Herr Reich verdient dafür große Anerkennung...
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Superkapitalismus: Wie die Wirtschaft unsere Demokratie untergräbt
Superkapitalismus: Wie die Wirtschaft unsere Demokratie untergräbt von Robert Reich (Gebundene Ausgabe - 7. Januar 2008)
Gebraucht & neu ab: EUR 0,28
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