Kundenrezensionen


8 Rezensionen
5 Sterne:
 (6)
4 Sterne:
 (1)
3 Sterne:
 (1)
2 Sterne:    (0)
1 Sterne:    (0)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


39 von 45 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Renaissance der alten mittelalterlichen Theologen ?? - ein absolut lesenswertes Buch, nicht nur für die Fachleute
Die neuesten Entdeckungen der Astrophysiker überall auf der Welt haben in der letzten Zeit zu einer wahren Flut von Büchern über das Universum, seine Entstehung und die verschiedenen historischen und aktuellen Versuche , es wissenschaftlich und religiös zu erklären, geführt. Sie alle wollen einem breiteren Publikum erklären, welch...
Veröffentlicht am 19. Juli 2008 von Winfried Stanzick

versus
5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Unterhaltsam, aber auch eigenwillig
Ich habe dieses Buch alles in allem gerne gelesen. Vor allem die erste Hälfte gefiel mir gut, die zweite Hälfte nicht mehr so sehr, da hier viele subjektive Schilderungen auftauchen, die mich an der Seriösität zweifeln ließen.

Man merkt dem Autor den eigenen Hang zu bestimmten Theorien im weiteren Verlauf des Buch sehr an, was er...
Veröffentlicht am 24. Januar 2011 von Inline


Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

39 von 45 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Renaissance der alten mittelalterlichen Theologen ?? - ein absolut lesenswertes Buch, nicht nur für die Fachleute, 19. Juli 2008
Von 
Winfried Stanzick (Ober-Ramstadt, Hessen Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Der kosmische Volltreffer: Warum wir hier sind und das Universum wie für uns geschaffen ist (Gebundene Ausgabe)
Die neuesten Entdeckungen der Astrophysiker überall auf der Welt haben in der letzten Zeit zu einer wahren Flut von Büchern über das Universum, seine Entstehung und die verschiedenen historischen und aktuellen Versuche , es wissenschaftlich und religiös zu erklären, geführt. Sie alle wollen einem breiteren Publikum erklären, welch faszinierenden Erkenntnisse es in diesem Bereich gibt, Forschungsergebnisse und Theorien, von denen zum großen Teil noch gar nicht abzusehen ist, was sie für das Selbstverständnis der Menschheit in Zukunft für Bedeutung haben werden.

Auch der renommierte britische Physiker und Sachbuchautor Paul Davies hat mit dem vorliegenden , bei Campus verlegten Buch, versucht, Antworten zu finden auf die Fragen, die die Menschen seit langem bewegen: Warum ist unsere Universum so, wie es jetzt sich uns darstellt ? Wie konnte dieses Universum Leben ermöglichen ? Selbstverständlich wird auch die Frage diskutiert, die seit der Entdeckung des sogenannten Urknalls" nicht nur die Theologen interessiert: wer oder was hat diesen Big Bang ausgelöst oder angestoßen ? Ganz aktuell erläutert Davies die Theorie, dass die schwarzen Löcher nur so zu interpretieren seien, dass sie auf eine sehr große (unendliche ?) Anzahl von parallelen Universen hindeuten, das sogenannte Multiversum.

Doch er bleibt nicht nur in der Makroebene. Er geht auch in die kleinste Mirkoebene, die Quantenphysik und diskutiert die Fragen, welche fundamentalen Teilchen die Welt bilden und letzten Endes mit ihren Kräften zusammenhalten.
Das alles gelingt ihm, dem unbedarften und physikalisch ungebildeten Leser anschaulich zu vermitteln, indem er es, zum Teil mit einfachen Bilddarstellungen klar und frei von unnötigen Ausschweifungen und lästigem Fachjargon erklärt und beschreibt. Was bei der Lektüre hilft und für das Verständnis der durchaus komplizierten Sachverhalte sehr nützlich ist, sind die Text- und Erklärungskästen, die er dann und wann in den fortlaufenden Text einschiebt, in denen er das zuletzt Erklärte zusammenfasst oder einen etwas komplexeren Zusammenhang genauer erläutert.

"Der kosmische Volltreffer" ist ein interessantes, lehrreiches Sachbuch, das der physikalische Laie mit einigem Bemühen recht gut verstehen kann, das aber auch für die Fachleute und Experten nie langweilig wird, weisen doch eine Fülle von Fußnoten und weiterführender Literatur jene darauf hin, wo und wie sie sich noch weiter in die Materie vertiefen können.

Paul Davies geht in seinem Buch systematisch vor. Zunächst beschreibt er die verschiedenen Konzepte der modernen Physik und Kosmologie, die Entstehung des Universums, die Teilchentheorie und erzählt, wie verlockend die Vorstellung einer einheitlichen Theorie für die Wissenschaftler war.
Danach erklärt er die String-Theorie und beschreibt das chaotische Verhalten der sub-atomaren Teilchen. Übrigens, darauf will der Rezensent hinweisen, haben die Biologen in den letzten Jahren eine ähnliche Entdeckung im Erbgut des Menschen gemacht. Die lange Zeit als Gen-Schrott bezeichneten "überflüssigen Gene" haben sich als ein wahrer chaotischer Ort der Kreativität herausgestellt. (vgl. dazu unter anderen: Christoph Then, Dolly ist tot, Rotpunktverlag 2008).

Ausgehend vom chaotischen Verhalten der sub-atomaren Teilchen, beschreibt Paul Davies die gängigen und anerkannten Theorien über den Grund der Lebensfreundlichkeit unseres Universums.
Da gibt es die Theorie von einem, dem einzigen Universum, jene vom intelligenten Schöpfer, der das Universum führt und allem seinen unverwechselbaren Stempel aufdrückt und die allerjüngste Idee vom sogenannten Multiversum.

Spannend und philosophisch und theologisch interessant wird es, wenn Paul Davies seine eigene Version darstellt, in der er die Entwicklung von intelligentem Bewusstsein fest in den Gesetzen der Natur verankert sieht. Er entwirft die bezaubernde Idee eines "partizipatorischen Universums", in dem fundamentale Lebensprinzipien sozusagen rückwärts durch die Zeit handeln können.
Letztendlich postuliert er nichts anderes, als dass das Leben und der Geist vor der Materie waren, und dass wir also dazu bestimmt waren, hier zu sein.

Der Rezensent erlaubt sich, als alter Theologe darauf hinzuweisen, dass dies nicht die einzige Parallele zu Weltbildern ist, die wir in der Vergangenheit als mittelalterlich abgetan haben. Auch in der östlichen Philosophie der Taoismus gibt es ähnliche Überlegungen, darauf hat vor etwa 20 Jahren Fritjof Capra schon hingewiesen ( vgl. Fritjof Capra, Das Tao der Physik). Im übrigen empfiehlt er, als Nebenfach die Aufnahme von Grundlagen der Kosmologie und Quantenmechanik in den Studienkanon von Theologen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Leben und den Geist ernst nehmen!, 27. Mai 2008
Von 
MyandMar - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 100 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Der kosmische Volltreffer: Warum wir hier sind und das Universum wie für uns geschaffen ist (Gebundene Ausgabe)
- Paul Davies entwirft die Version eines "partizipatorischen Universums" -

Zu den größten Filmerfolgen der letzten Jahre zählt zweifelsohne die "Matrix"-Trilogie. Spektakulär ist die Enthüllung am Ende des ersten Teils, als der Zuschauer erfährt, dass die "schöne heile Welt" der Menschen gar nicht real existiert, sondern das Produkt einer Computersimulation ist: eine virtuelle Reality-Show.
Science-Fiction-Szenario oder vielleicht doch eine reelle Möglichkeit? Ist unsere Welt und das ganze Universum vielleicht nur Schwindel? Sind alle Gegenstände im Raum nur ein Hirngespinst? "Oder noch schlimmer: 'Auch Sie selbst sind nur ein Hirngespinst Ihrer Vorstellung. Und diese geistige Erfahrung, Ihre 'Vorstellung', wird in einem riesigen Computer zusammengebraut, der nicht in unserem Universum steht (das natürlich auch nicht wirklich, sondern nur virtuell existiert), sondern in einem hypothetischen 'anderen' Universum, dem Mutter-Universum. Ist so etwas auch nur im Entferntesten glaubhaft?", fragt sich Paul Davies.

So skurril dies scheinen mag, der renommierte britische Physiker und Sachbuchautor versucht auch dieser Version auf den "Zahn zu fühlen", um Antworten zu finden. Warum ist unser Universum so wie es jetzt ist? Wie konnte es Leben erzeugen? Wer oder was hat den "Big Bang" ausgelöst? Gibt es nur ein Universum oder eine sehr große Anzahl von parallelen Universen, ein Multiversum? Aber auch die kleinen Dinge interessieren ihn, zum Beispiel: Wie viel fundamentale Teilchen bilden die Welt?

Paul Davies erklärt und löst auf. Aber er führt auch durch komplexe, ungelöste Debatten, diskutiert mögliche Lösungswege. Das wiederum bedeutet, dass der Leser den Dingen manchmal einfach nur vertrauen muss. Eine der großen Stärken des Buches ist jedoch, dass er stets deutlich darauf hinweist, welche Ideen umstritten oder vorläufig und welche fest etabliert sind und als gesichert gelten.

Paul Davies ist sich vollauf bewusst, dass die meisten von uns die abstrakten Details und die Welt der Quanten nicht verstehen, doch er vermag dieses Areal mit zum Teil einfachen bildlichen Darstellungen überraschend leicht verdaulich zu vermitteln. Zum einen erklärt er die Dinge immer klar, frei von unnötigen pedantischen Beschreibungen und reinem Fachjargon, zum anderen beschränkt er mathematische Gleichungen auf ein absolutes Minimum. Hin und wieder schiebt er einen Kasten ein, um das bisher gesagte zusammenzufassen oder eine etwas kompliziertere Angelegenheit genauer zu erläutern.

Entstanden ist dabei ein spektakuläres, spannendes und überaus interessantes, gleichzeitig jedoch äußerst tiefgreifendes, lehrreiches und intelligentes Sachbuch für Interessierte mit einem gewissen physikalischen Grundverständnis. Aber auch "Experten" werden sich hier nicht langweilen. Jede Menge Fußnoten verweisen auf weiterführende Erklärungen und Literatur, die am Ende seines Buches gruppiert wurden.

Davies erzählt die Geschichte des Universums ziemlich linear. In den ersten Kapiteln stellt er die Grundkonzepte der modernen Physik und Kosmologie vor, beschreibt die Eigenschaften des Universums, seine "Geburt", die Bausteine, die die Welt "zusammenhalten" und diskutiert über die Verlockung einer einheitlichen Theorie. Anschließend greift er die Gedanken der Stringtheorie und das bizarre Verhalten von sub-atomaren Teilchen auf, die alle den Weg für vier oder fünf anerkannte Theorien über den Grund der Lebensfreundlichkeit unseres Universums pflastern.
Diese Theorien reichen von dem einen, einzigen und einmaligen Universum, über jenes in der Führung der Hand eines intelligenten Schöpfers, der allem den logischen Stempel aufdrückt, indem er an seiner "kosmischen Schöpfungsmaschine" sitzt und durch Drehen an deren Knöpfen, die Parameter des physikalische Universums justiert und feinabstimmt, bis zur jüngsten Idee, dass wir in einem "Multiversum" leben, wo alle Iterationen irgendwo möglich sind.

Beinahe erleichtert und mit "schwirrendem Kopf" schließt man sich der bevorzugten Version Paul Davies' an, der die Entwicklung von intelligentem Bewusstsein fest in den Gesetzen der Natur verdrahtet sieht. Ähnlich wie in Einsteins berühmter, magischer Formel: E = mc2, die die Äquivalenz von Masse und Energie ausdrückt und Extremwerte von Masse und Geschwindigkeit die Dimension der Zeit auf seltsame Art und Weise manipulieren können.
Zurück in die Zukunft? Davies spinnt den Faden noch weiter. Er entwirft die faszinierende Möglichkeit eines "partizipatorischen Universums", in dem sogar einige fundamentale "Lebensprinzipien" rückwärts durch die Zeit handeln können; sozusagen die Aufnahme eines gewissen teleologischen Moments in die Quantenmechanik. Leben und Geist als kreative Indikatoren in der Physik - eine radikale Idee oder mit anderen Worten, wir waren in der Tat bestimmt, hier zu sein.

Vielleicht sollte sich die Wissenschaft von der allzu idealistischen Platonschen Sichtweise der physikalischen Gesetze lösen, sie nicht mehr a priori setzen und sich für mehr "Mutabilität" und Wandlungsfähigkeit öffnen, meint der große theoretische Physiker John Archibald Wheeler, der am 13. April 2008 starb und dem Paul Davies dieses Buch gewidmet hat. Wheeler war Anti-Platoniker, dessen Gedanken zugegebenermaßen faszinieren und auch in meinem logischen und philosophischen Bewusstsein eine klare Favoritenrolle einnehmen.

Stephen Hawkings Meinung, dass "die Menschheit nur ein chemischer Schaum auf einem mittelgroßen Planeten" und Leben "ein triviales, zufälliges Ornament der physikalischen Welt" sei, dem im Gesamtsystem des Universums keine besondere Bedeutung zukommt, teilt Paul Davies nicht. Für ihn ist Leben kein Nebenprodukt der Natur, sondern ein "zutiefst bedeutender Teil des kosmischen Geschichte". Denn warum sollte man die atemberaubend erfolgreichen Anwendungen der Quantenmechanik, von ihrer - immer noch - verwirrenden Interpretation, die stets Gegenstand heftigster Debatten ist, trennen und diesen Part ausschließlich den Philosophen oder Theologen überlassen? Warum soll nicht Leben und Geist im tiefsten Inneren der Natur des Universums verankert sein?

Fazit:
Paul Davies dekodiert die reale Wissenschaft und trifft genau den Kern unseres Verständnisses über das Universum: eine klare Einführung in die moderne Kosmologie und die Grundlagen der Physik.
"Der kosmische Volltreffer" ist auf jeden Fall ein Buch, was lange nach dem Zuschlagen der letzten Seite nachhallt. Es ist eine Rückkehr zu dem, was die Wissenschaft ursprünglich war: Neugier über unsere Welt und uns.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Theoretische Physik zum Anfassen, 11. September 2009
Von 
Rezension bezieht sich auf: Der kosmische Volltreffer: Warum wir hier sind und das Universum wie für uns geschaffen ist (Gebundene Ausgabe)
Ich bin nun nach 3 Monaten dabei den "Volltreffer" zum zweiten Mal zu lesen. Beim ersten Durchlauf war ich einfach fasziniert von der Fülle und Leichtigkeit, mit der ein Überblick über die moderne Physik und ihre Schlussfolgerungen für unsere Existenz dargeboten wurde. Etwas Probleme hatte ich damit, dass viele Fachbegriffe auftauchten, die aber im Buch meist nicht so ganz klar definiert wurden. M.M. nach der einzige Mangel an dem Buch, ich hätte mir dazu ein ausführlicheres Glossar gewünscht. Ist aber nicht tragisch, das Internet bietet das in Hülle und Fülle. Wenn man sich da etwas schlau gemacht hat, kann man das Buch umso mehr würdigen. Interessant fand ich dabei, wie herausgearbeitet wurde, wie frühere Hypothesen irgendwann nachgewiesen wurden (z.B. Quarks, Neutrinos) und dass wir derzeit an einer Schwelle stehen, wo ein solcher Durchbruch vielleicht erfolgen könnte aber z.Z. noch vage erscheint (Higgs-Bosom, Stringtheorie, M-Theorie). Nun hoffen alle auf das CERN mit seinem LHC, das wohl inzwischen nach längeren Kalamitäten wieder funktionsfähig ist.

Eine Aussage des Buches hat mich recht beeindruckt. Da heißt es in etwa: Wir haben auf eine Theorie "von allem" gehofft, aber vielleicht finden wir die Theorie vom nichts.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kosmisches Wissen für ein kosmisches Bewusstsein, 14. November 2014
Von 
Jürgen Schröter "Lebenslehrer & Berufungs-Coach" (F-30120 MARS, Cevennen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der kosmische Volltreffer: Warum wir hier sind und das Universum wie für uns geschaffen ist (Gebundene Ausgabe)
Meine erste naturwissenschaftliche “Grundausbildung” als Autodidakt hatte ich bei Hoimar von Ditfurt bezogen,
dann bei Paul Davies (auf Empfehlung von HvD). Davis ist ein “weicher” Physiker und ein glänzender, verständlich
schreibender Sachbuchautor.
Er ist “so wissenschaftlich wie möglich”, lässt aber immer die Möglichkeit zu, dass ein Mysterium bleibt, das wir nur
als “göttlich” beschreiben können. Manchmal kommt er mir wie ein “spiritueller Trojaner” unter den Physikern vor.
Wie dem auch sei: Ich liebe seine Bücher!
Wenn ich den groben aktuellen Stand der Kosmologie lesen oder nachlesen will, dann greife ich zuerst zu seinen Büchern.

Sein letztes, deutschsprachig erschienenes Buch, "der kosmische Volltreffer", ist eine gute Zusammenfassung
des aktuellen Standes der Kosmologie und der ewigen Frage: “Warum sind wir hier? Welchen Sinn hat unser Leben –
hier auf einer Erde, die wie für uns geschaffen scheint?” Es geht an den Rand des Denkbaren und darüber hinaus.

*** Das Nachwort als Vorwort lesen ***

Das Nachwort ist eine großartige Zusammenfassung des Buches. Es nimmt keineswegs die Spannung aus dem Buch,
wenn man gleich am Anfang liest, was dabei heraus kommt. Das ganze Buch ist eine argumentativ sehr differenzierte
Hinleitung dann zu dieser “Conklusion”. Mit dem Wissen um die Zusammenfassung fällt es leichter zu erkennen, worauf
jeder einzelne argumentative Schritt hinaus läuft. Ich beschränke mich bei der Buchbesprechung auf die Zusammenfassung:

Sieben bis acht Varianten der zeitgenössischen Kosmologie

>> Variante 1 (A): Das absurde Universum

“Absurd” heißt, es gibt keinen Sinn und Zweck des Ganzen. Es gibt keinen Gott, keinen Designer, kein “Schicksal”,
kein teleologisches (zielgerichtetes) Prinzip. Alles ist purer Zufall und die Existenz des Menschen im ansonsten
toten Universum eine unbedeutende Randerscheinung.
Diese Absurdität (im wahrsten, nicht wertenden Sinne) ist wohl die Weltanschauung der meisten Wissenschaftler.

>> Variante 2 (B): Das eine, einzige und einmalige Universum

Diese Version wird von einer Avantgarde der Kosmologen vertreten, die auf der Suche nach der EINEN Weltformel sind
(String/M-Theorie oder Ähnliches). Diese “Theorie von Allem” beruht auf mathematischen Prinzipien, die keinen Raum
für Anpassungen oder Feinabstimmungen lässt.
Unser Universum existiert NOTWENDIGERWEISE so, wie es ist. Wenn (!) es Gott gibt, ist er seit dem Big-Bang “arbeitslos”.
ER hat die Weltformel erschaffen, dem Ganzen Leben eingehaucht – und nun läuft alles von selbst.

>> Variante 3 (C): Das Multiversum

Wenn man Gott nicht als Verursacher unterstellen will, ist die Frage nahe liegend: Was war vor dem “Urknall”?
Die wachsende Minderheit der Kosmologen gehen davon aus, dass “unser (beobachtbares) Universum” nur eines
von vielen ist, ein “Taschen-Universum”, selbst nur Kind eines Mutter-Universums. Dabei können die physikalischen Gesetze
“von einer kosmischenm Region zur anderen” variieren. Die meisten der anderen Universen sind steril (ohne Leben),
die Existenz von Leben in “unserem Universum” wieder nur reiner Zufall, weil die Anfangsbedingungen beim Urknall Leben
in Konsequenz zufällig möglich gemacht haben.
Hier bleibt die Frage auf einer höheren Ebene unbeantwortet: Und was war VOR dem Mutter-Universum?
Und hat das Mutter-Universum diese einzigartigen Anfangsbedingungen unseres Universums bewusst gewählt?

>> Variante 4 (D): Intelligentes Design

Hierunter wird die Sicht der klassischen Religionen zusammen gefasst. Gott, der Schöpfer ist der Designer. Aber auch
jede Vorstellung, eine “Superintelligenz” steuert alles, fällt unter die Kategorie “intelligentes Design”.
Es lässt die Frage offen, wie und warum “der Designer” das alles erschaffen hat. (Kindlich-Göttlicher Spiel-Trieb oder
gar Spielsucht eines teuflisch-intelligenten Freaks? JS)

>> Variante 5 (E): Das Lebensprinzip

Das Lebensprinzip nimmt die offensichtliche Tatsache ernst, dass unser Universum Leben und Geist (selbstreflektierendes
Bewusstsein) hervorgebracht hat. Es postuliert, dass es NEBEN den phsikalischen Urprinzipien (die physikalischen Gesetze)
auch ein Lebensprinzip integriert war: das ZIEL (Thelos) von Leben und Geist schon von Anbeginn “eingeschrieben” war.

>> Variante 6 (F): Das sich selbst erklärende Universum

Alle bisherigen Varianten waren irgendwie “linear” in einem “Zeitstrahl von Anfang bis Ende” – mit der ewig ungelösten Frage:
Ja, und was war davor?
“Das sich selbst erklärende Universum” bezieht sich nun in einer “kausalen Schleife” auf sich selbst. Die Kausalität ist
noch gewahrt, aber auch rückwärts möglich (wie es die Quantenphysik erlaubt). Das Universum erschafft sich auch
rückbezüglich selbst: Es verursacht auch seine Vergangenheit – wie in den Film “Und täglich grüßt das Murmeltier”.
Es experimentiert mit sich selbst bis alles (einigermaßen) vollkommen ist.

>> Variante 7 (G): Das simulierte Universum

Das simulierte Universum geht (ähnlich der Trilogie MATRIX) davon aus, dass nichts real ist, sondern alles nur
eine “künstliche, virtuelle Reality-Show”. Diese Variante konsequent zu Ende gedacht heißt, dass es wahrscheinlich
mehr simulierte und reale Universen gibt – und wir selbst wahrscheinlicher in einem simulierten als realen Universum leben.
Absurder geht es kaum. Was, wenn diese “Superspieler” morgen schon den Stecker ihrer “Super-Computer” ziehen,
weil sie keinen Bock mehr auf das Spiel haben? Oder es plötzlich einfach nur einen “Stromausfall” gibt?

>> Variante 8 (H): Nichts von alledem

Paul Davies konstatiert, dass es noch weitere Varianten geben könnte: “Habe ich etwas vergessen?” (S. 336).
Er selbst macht keinen Hel daraus, dass er die Varianten E und F favorisiert. “Inzwischen muss man zugeben,
dass die meisten Wissenschaftler der Position A oder dergleichen zuneigen, ansonsten weiter ihre Arbeit machen
(da gibt es ja sicher auch Hypotheken abzutragen, JS) und die großen Fragen den Priestern und Philosophen überlassen.”
(letzter Satz S. 337)

Mein Fazit:
“Nichts von alledem” ist allerdings auch meine “kosmische Weltanschauung”. Mir macht das Buch deutlicher denn je,
dass die Kosmologie in einer Sackgasse steckt, “das Problem des Ursprungs” nicht mit den Mitteln der Physik erklärt
werden kann. Grob gesagt: PHYSIK kann nicht Leben und Geist erklären, sondern umgekehrt: LEBEN UND GEIST
können “die Physik des Anfangs und der Kosmologie” erklären. Ich gehe dabei stillschweigend davon aus, dass diese
hochkarätigen Kosmos-Physiker Leben und Geist besitzen.

Gerade weil das Buch auch einen wissenschaftlichen Laien mit den Ambitionen eines kosmischen Bewusstseins
an die Grenzen der physikalischen Kosmologie führt, kann ich das Buch nur wärmstens empfehlen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Rätsel unserer Existenz anschaulich diskutiert., 20. November 2009
Rezension bezieht sich auf: Der kosmische Volltreffer: Warum wir hier sind und das Universum wie für uns geschaffen ist (Gebundene Ausgabe)
Paul Davies hat sich schon immer gern Gedanken über die Rätsel unserer Existenz gemacht. In seinem neuesten Werk geht es wieder um die großen Fragen unseres Seins und die Erklärung des Universums. Außerdem diskutiert er eine physikalische »Theorie von Allem«, schreibt über Bausteine, welche die Welt zusammenhalten und über die Verlockungen einer vereinheitlichten Theorie. Einen breiten Raum nimmt die Diskussion über die Lebensfreundlichkeit des Universums ein und warum die Naturkonstanten so fein abgestimmt scheinen. Dieser Umstand impliziert für viele Menschen ein höheres Wesen, das zumindest am Anfang die Fäden gezogen hat, damit wir Menschen in diesem Universum existieren können. Ob sich die These letztendlich als schlüssig herausstellt, sei an dieser Stelle nicht verraten. Im letzten Kapitel des Buchs versucht Davies, die sich widersprechenden Erklärungen gegeneinander abzuwägen und ultimative Erklärungen zu finden. Wer sich darüber hinaus für unkonventionelle Ergebnisse interessiert, für den ist auch das Buch Unsterbliches Bewusstsein: Raumzeit-Phänomene, Beweise und Visionen eine gute Empfehlung.
Fazit: Insgesamt sehr informativ und in einem auch für Nichtphysiker lesbaren Stil gehalten.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Unterhaltsam, aber auch eigenwillig, 24. Januar 2011
Rezension bezieht sich auf: Der kosmische Volltreffer: Warum wir hier sind und das Universum wie für uns geschaffen ist (Gebundene Ausgabe)
Ich habe dieses Buch alles in allem gerne gelesen. Vor allem die erste Hälfte gefiel mir gut, die zweite Hälfte nicht mehr so sehr, da hier viele subjektive Schilderungen auftauchen, die mich an der Seriösität zweifeln ließen.

Man merkt dem Autor den eigenen Hang zu bestimmten Theorien im weiteren Verlauf des Buch sehr an, was er selbst in einer Zusammenfassung so schildert. Dies kann man als angenehm empfinden, bei mir war dies jedoch nicht der Fall.

Gerade diese Sache mir der Simulation ist natürlich Unterhaltung pur, da sich diese gnadenlos an die Matrix-Filme anschließt. Ein Science-Fiction-Fan hat bestimmt seine Freude daran, jedoch handelt es sich bei dem Buch eigentlich um ein Sachbuch, wo ich eine solche Betonung der unwahrscheinlichen Theorien nicht möchte. Nur weil man etwas nicht ausschließen kann, ist es noch lange nicht realistisch. Auch die Multiversums-Theorie empfand ich als wenig faktenbasierend, dennoch wurde sie als sicher dargestellt.

Das Buch liefert im jeden Falle einen guten Überblick über bestehende THEORIEN, zum Erwerb besseren Verständnisses für den Kosmos sind die Leschbücher aber deutlich besser geeignet. Unterhaltsam zu lesen ist dieses Buch aber in jedem Fall.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5.0 von 5 Sternen Super!, 3. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: Der kosmische Volltreffer: Warum wir hier sind und das Universum wie für uns geschaffen ist (Gebundene Ausgabe)
Natürlich ist die Antwort schon vorher klar: Wir wissen nicht, warum wir hier sind. Aber Paul Davies beschreibt die Universen und Möglichkeiten sehr anschaulich, locker und verständlich. Am Ende ist man um einige Theorien schlauer und irgendwie beruhigt, dass auch die intelligentesten Köpfe keine plausible Antwort haben. Für jeden religiös eingestellten Menschen eine Pflichtlektüre, für alle anderen sowieso!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


16 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der kosmische Volltreffer, 16. Juli 2008
Rezension bezieht sich auf: Der kosmische Volltreffer: Warum wir hier sind und das Universum wie für uns geschaffen ist (Gebundene Ausgabe)
Meine komplette Paul-Davies-Bibliothek hat wieder einmal einen wahren
"Volltreffer" dazubekommen. Es ist ein trauriger Witz, dass PD kaum in den
Sachbuch-Bestsellerlisten erscheint, dafür aber viel Bla-Bla von "Schwarze-Löcher-Schreiberlingen", unter denen sich sogar etliche
Prominente befinden.
PD's Kleinod-Buch hätte für mich auch das Zehnfache kosten können; aber ohne es fühlte ich mich ärmer.
Zu über 99% hat es meine höchste Zustimmung, das restliche 1% meiner Kritik werde ich mir lieber selbst ankreiden.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Der kosmische Volltreffer: Warum wir hier sind und das Universum wie für uns geschaffen ist
Gebraucht & neu ab: EUR 20,48
Auf meinen Wunschzettel Zahlungsmöglichkeiten ansehen
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen