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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die öffentliche Wahrnehmung steuern?, 10. Dezember 2006
Von 
Fuchs Werner Dr (Zug Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 50 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: CEO - Kommunikation. Strategien für Spitzenmanager (Gebundene Ausgabe)
Was Deekeling Arndt Advisors geschafft haben, ist zweifelsohne eine Erfolgsstory. 1995 gegründet, arbeiten inzwischen 60 Kommunikationsberater für das smarte Unternehmen. Ihre Aufgabe: CEOs und ihre Firmen vor Mediengaus à la Deutsche Bank bewahren. Da dies mit der Lektüre eines Buches nicht getan ist, gehe ich davon aus, dass auch ihr eigenes Werk vorwiegend ein Marketinginstrument ist, um noch schneller zu wachsen. Dagegen ist nichts einzuwenden. In meiner Besprechung versuche ich daher nur, den Lesern einige Anhaltspunkte zu geben, was die Lektüre bringen soll, wenn man nicht zu den Kunden von Deekeling Arndt Advisors gehört.

Wie es sich für Kommunikationsexperten gehört, beherrschen die beiden Autoren die Kunst der Dramaturgie. Nach einem harmlosen Vorwort, das suggeriert, Kommunikation für Spitzenmanager sei eine ganz besondere Form von Kommunikation, gerät der Leser ohne Vorwarnung gleich in Teufels Küche. Dort werden ihm mit starken Bildern mediale Debakel vorgeführt, dass ihm schaudert. Michael Diekmann von der Allianz Versicherung und Klaus Kleinfeld von Siemens sind weder Kunden von Deekeling & Co., noch Bösewichte. Sie haben bloß die Wahrnehmung falsch organisiert. Pech gehabt, die falschen Berater bezahlt. Hätten Sie sich Ebert Deekeling (51) und Olaf Arndt (41) anvertraut, würden uns die beiden Spitzenmanager noch heute von den Titelbildern renommierter Wirtschaftszeitschriften entgegenlächeln. Denn weil seit dem Enron-Skandal die grundlegende Unschuldsvermutung gegenüber Unternehmen nicht mehr gilt, muss die öffentliche Wahrnehmung richtig organisiert werden. Diesem Aufruf wird eifrig Folge geleistet, wie der Boom von Kommunikationsberatungen zeigt. Der unbedarfte Teilnehmer am Globalisierungsspiel könnte sich auch einfach sagen, wer nichts zu verstecken hat, braucht auch wenig zu organisieren. Doch das ist selbstverständlich eine naive Vorstellung. Weil die Welt komplex ist, lässt sich auch das Gute nicht mehr steuern. Doch halt! Jetzt kommt das große Paradoxon, das sich nicht auflösen lässt, ohne das ganze Kartenhaus zum Einstürzen zu bringen. Wenn man es richtig macht, lässt sich Wahrnehmung eben trotzdem steuern. Diesen Glauben muss man teilen, um an der Lektüre Spaß zu haben.

In zehn Kapiteln erfahren wir, was die Schlechten falsch und die Guten richtig machen. Vorstände müssen erkennen, dass sie Rollen spielen und unterschiedliche Erwartungen erfüllen sollen. Also muss man aus der unternehmerischen Agenda eine kommunikative Agenda ableiten und durch sorgfältige Vorbereitung die Steuerungshoheit zurückgewinnen. Der CEO muss den ständigen Wahlkampf bestehen und sich die Treue seiner Gefolg- und Belegschaft sichern. Geordnete Vielstimmigkeit vermeidet Bürokratie und Überregulierung, organisierte Zurückhaltung stärkt die kommunikative Rolle und der Leiter der Unternehmenskommunikation hält dem Vorstand als ruhiger Coach den Rücken frei. Wenn dann die politischen Räume gut besetzt und die Mythen clever gemanagt sind, wartet auch schon das letzte Kapitel, in dem die Steuerungseinheiten für die letzten 100 Tage eines CEO besprochen werden.

Wer meiner Besprechung bis hierher gefolgt ist, könnte zur Ansicht gelangen, ich könne diesem Buch wenig Positives abgewinnen. Doch dem ist nicht so. Die beiden Autoren verbreiten keinen Unsinn. Sie flechten lediglich bewährte Kommunikationsstrategien in ein Glaubensmodell ein, das mir immer fremder wird. Zwar gibt es durchaus Instrumente, mit denen sich die öffentliche Wahrnehmung beeinflussen lässt. Nur sind sie nicht so narrensicher und wirkungsvoll, wie es mir die beiden Autoren weismachen wollen. Weil wir nach einem Kommunikations-Gau im Nachhinein immer gescheiter sind, betrachte ich es als Taschenspielertrick, die Fehler anderen aufzuzählen, um dann mit den eigenen Ratschlägen aufzutrumpfen. Aber wie jeder Leser in seinem Leben selber erfahren hat, hält sich der persönliche Lerneffekt in engen Grenzen, wenn wir an einer Unfallstelle länger stehen bleiben. Wir lernen vor allem durch eigene Erfahrungen, nicht durch fremde. Und die Lektionen mit dem nachhaltigsten Erfolg werden in diesem Buch leider nur gestreift oder als Wahlfächer angeboten.

Mein Fazit: Die Autoren mögen zu den führenden Experten Deutschlands zählen, mir hatten sie nicht viel Neues mitzuteilen. Wahrnehmung lässt sich nicht so einfach steuern, wie Deekeling und Arndt dies darstellen. Zum Glück nicht.
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5.0 von 5 Sternen Ein umfassendes Handbuch zu einem vernachlässigten Thema, 16. April 2012
Rezension bezieht sich auf: CEO - Kommunikation. Strategien für Spitzenmanager (Gebundene Ausgabe)
Kommunikationshandbücher gibt es reichlich, aber die spezifischen Anforderungen, die an einen CEO gestellt werden, finden darin oft keine Erwähnung oder tauchen nur am Rande auf. Dabei lauern gerade auf diesem Gebiet viele "Fettnäpfchen" und Fallstricke. Mit diesem Buch ist es den Autoren gelungen, gerade auch diese Aspekte so gründlich zu erarbeiten und darzustellen, dass sich daraus praktische Leitlinien für die Kommunikation eines CEO in jeder Situation ableiten lassen. Auch scheinbar nebensächliche Aspekte, die aber nicht nur für den Betreffenden, sondern auch für das Unternehmen große Auswirkungen haben können, werden hier ausreichend behandelt - beispielhaft sei hier nur die Kommunikation im Zusammenhang mit der Nachfolgeregelung genannt. Einige allgemein gehaltene Passagen am Anfang und manch einen theoretischen Exkurs hätte man vielleicht etwas knapper halten können, aber das mindert den Wert dieses Werkes in keiner Weise.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen CEO - Kommunikation. Strategien für Spitzenmanager, 22. Januar 2011
Rezension bezieht sich auf: CEO - Kommunikation. Strategien für Spitzenmanager (Gebundene Ausgabe)
Tagesaktuelle Medienarbeit, auf Wirtschafts- und Finanzmedien konzentriert, bestimmt die Kommunikationspraxis von Unternehmensführern und Konzernlenkern. Dies wird gegenwärtigen und zukünftigen Anforderungen nicht mehr gerecht. Mehr und mehr stehen die Persönlichkeit und das unternehmerische Handeln von CEOs im Blickpunkt einer breiten Öffentlichkeit. Deren Ansprüche an Rechtschaffenheit, Glaubwürdigkeit und gesellschaftlchen Nutzen entscheiden zunehmend über die Wahrnehmung unternehmerischen Erfolgs.
Die Organisation der richtigen Wahrnehmung von unternehmerischem Handeln erfordert ein völlig neues Rollenverständnis und eine erweiterte Kommunikationspraxis von Spitzenmanagern. CEO-Kommunikation umfasst Agenda-Settling, strategische Planung, die Schaffung der institutionellen Voraussetzungen, die Bereitstellung von Ressourcen sowie ungleich höheren Aufwand für Reflexion und persönliches Engagement.
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5.0 von 5 Sternen Gut zu lesen, 2. April 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: CEO - Kommunikation. Strategien für Spitzenmanager (Gebundene Ausgabe)
Ich habe dieses Buch praktisch in einem durchgelesen und viele Sachen markiert und daraus mitgenommen, obwohl ich bereits seit einigen Jahren in der PR-Branche tätig bin. Leider ist es (zurzeit?) eins der wenigen Bücher, die dieses Thema (auch) aus PR-Perspektive behandelt, so dass man hilfreiche Tipps für die Arbeit als Pressesprecher mitnehmen konnte.
Fazit: Empfehlenswert für einen schnelle Überblick und erste Ansatzpunkte
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3 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der CEO als Kommunikator und "Wahrnehmungsmanager", 22. Februar 2007
Rezension bezieht sich auf: CEO - Kommunikation. Strategien für Spitzenmanager (Gebundene Ausgabe)
Die Autoren Egbert Deekeling und Olaf Arndt illustrieren anhand von prominenten, aktuellen Fallstudien, dass oftmals nicht mangelhafte wirtschaftliche Performance, sondern mediale Peinlichkeiten und (vermeidbare) Kommunikationspannen von Unternehmen und ihren Lenkern zu kritischer Bewertung und Schiedssprüchen in der Öffentlichkeit führen. Der CEO wird dabei "zur Projektionsfläche der öffentlichen Kritik" (S.17). Seine Äußerungen und Verlautbarungen sind mit entscheidend "(...) für den Erfolg oder Misserfolg eines Unternehmens" (S.21). Das hat Konsequenzen für dessen (kommunikative) Positionierung und Profilierung, sein Rollenverständnis und Diskursverhalten sowie seine Agenda als oberster Kommunikator.

Die Forderung an Unternehmenslenker, strategisch geplante und implementierte Kommunikation mit allen relevanten Stakeholdergruppen - und nicht nur beschränkt auf die Financial Community – als Kernaufgabe zu begreifen, zieht sich leitmotivisch durch die Kapitelgestaltung. Das Autoren-Duo reklamiert wiederholt ein "neues Managementverständnis", eine veränderte Rollendefinition des CEOs. Dieser muss die Rolle des ersten Kommunikators und "Wahrnehmungsmanagers" (S. 22) im Dialog mit allen Anspruchsgruppen (S. 38ff.) aktiv und konsequent annehmen. "Seine kommunikative Agenda muss sich aus seiner unternehmerischen Agenda ableiten" (S. 34). Der CEO muss – stets mit feinem Gespür für die "Großwetterlage (...) der wirtschaftlichen und politischen Themenkonjunkturen" (S. 35) sowie für die kommunikative "Folgenabschätzung unternehmerischen Handelns" (S. 25) – seine öffentliche Rolle(n) (S. 65ff.) und Bühnen (S. 68ff.) definieren und "die eigene Kommunikation darauf ausrichten" (S. 25), ohne jedoch Personenkult zu zelebrieren oder durch mediale Omnipräsenz als Flaneur auf dem Boulevard zu entwerten.

Wer als CEO die kommunikative Definitionsmacht und Steuerungshoheit bei der strategischen Prozessplanung der eigenen Auftrittsszenarien nicht nutzt, nicht selbst aktiv Ereignisse und Themen definiert, der überlässt anderen die Interpretation seines unternehmerischen Wirkens. Mit oftmals fatalen Folgen für die eigene Reputation und das Erscheinungsbild des von ihm repräsentierten Unternehmens.

Die Autoren sprechen aus eigener, langjähriger Erfahrung. Beide sind in der Kommunikationsbranche ausgewiesene Experten auf dem Terrain der CEO-Kommunikationsberatung, die die Nomenklatur ihrer Disziplin beherrschen und deren State of the Art repräsentieren. Wer sich ernsthaft mit diesem Themenkreis beschäftigt, kommt an diesem Werk nicht vorbei. Zumal es erstmalig verstreutes Wissen, vereinzelt publizierte Bewertungen und Gewissheiten sowie am PR-Mainstream orientierte Einsichten zur CEO-Kommunikation systematisch erkundet und das verfügbare Material fundiert - mit Verweisen auf die einschlägige Literatur garniert - aufbereitet. Deekeling und Arndt gelingt es somit, ein schlüssiges, präzise recherchiertes und analysiertes Gesamtbild des Themenfeldes zu entwerfen - dramaturgisch klug inszeniert und anhand bekannter "Fallbeispiele" und "Fallen(-stellungen)", die es zu vermeiden gilt (s. insb. S. 115ff.), illustriert.

Die Verfasser geben als erfahrene (CEO-)Berater nicht nur instruktive Einblicke in und empirisch verifizierte Empfehlungen für die Praxis - ohne dabei in ihrem primär deskriptiven Stil belehrend und übermäßig theoretisierend zu wirken. Aufgrund seiner klaren, kompendienhaften Gliederung, die die Leserführung unterstützt, lässt sich das Buch auch als Nachschlagewerk nutzen, das alle aus Autorenblickwinkel wichtigen Aspekte der CEO-Kommunikation in 10 Kapiteln (+ Postskriptum) abhandelt.

Fazit: Studien wie diese sind – trotz der Relevanz der Thematik für die Kommunikationspraxis - leider Mangelware. Die vorliegenden Beiträge laden den Leser zum Mit-, Nach- und (eventuell) Umdenken ein. Die dokumentierten Befunde und Beobachtungen sind in ihrer Konsistenz ein weiterführender Diskussionsbeitrag, können als zielgerichteter Erkenntnisgewinn und konkrete Entscheidungshilfe für die eigene Disziplin fungieren: Sowohl als Einstiegslektüre in den Themenkreis als auch für die Konzipierung einer strategischen Kommunikationsagenda interessierter Kommunikationsprofis und Topmanager sowie für solche, die es noch werden wollen.
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5.0 von 5 Sternen Die das Sagen haben. Zur Kommunikation von Managern., 16. Dezember 2006
Von 
Klaus Merten "Lexicom" (Finikas, Krhth) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: CEO - Kommunikation. Strategien für Spitzenmanager (Gebundene Ausgabe)
Das Buch von Deekeling und Arndt über Höhen und Tiefen der Kommunikation deutscher Spitzenmanager setzt Maßstäbe und unterscheidet sich wohltuend von dem üblichen PR-Gebabel: Sustanz statt Arroganz, Wissen statt Halbwissen, Validität statt Versprechungen. Die gewählte Perspektive besagt: Es zählt nicht (mehr), was der Manager macht oder nicht macht, sondern es zählt nurmehr, wie sich dies in den Medien spiegelt. Die Vorstellung, "unternehmerisches Handeln findet am besten abseits der öffentlichen Wahrnehmung statt", wird als störrisches Relikt des 19. Jahrhunderts geoutet.

Das Buch ist ein gut dosierter Reflex auf die Mediengesellschaft und hat sicher die Kraft, sich zur Pflichtlekture von Managern zu mausern. Allerdings: Der Titel sollte gändert und auf sechs Buchstaben und ein Sonderzeichen verkürzt werden. READ ME!

km
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CEO - Kommunikation. Strategien für Spitzenmanager
CEO - Kommunikation. Strategien für Spitzenmanager von Olaf Arndt (Gebundene Ausgabe - 27. November 2006)
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