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19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen revolutionär, klug und zukunftsweisend
Richard Layard ist ein anerkannter Ökonom in London. Er ist der "Vater" des "new deal" in england, mit dem die hohe arbeitslosigkeit gesenkt werden konnte. Diese wirtschaftspolitik führte zu höherem wachstum und geringerem staatsausgaben. Aber das war noch nicht der ganze erfolg. Layard bekam oft zu hören, dass dauerarbeitslose, die wieder arbeiten,...
Veröffentlicht am 27. Juni 2005 von Mag Stefan Fügenschuh

versus
3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen etwas holprig aber lesenswert
Wenn jeder dieses Buch verinnerlichen würde, hätten wir das erhoffte:eine glückliche Gesellschaft. Das Buch hat viel Nützliches, lässt sich flüssig lesen und ist durchaus bereichernd. Es hat viele interessante Aspekte und gibt diverse Anstöße. Doch alles in allem liefert es nicht wirklich viel Neues, was nicht andere Philosophen...
Veröffentlicht am 16. November 2005 von jandennerlein


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19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen revolutionär, klug und zukunftsweisend, 27. Juni 2005
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die glückliche Gesellschaft: Kurswechsel für Politik und Wirtschaft (Gebundene Ausgabe)
Richard Layard ist ein anerkannter Ökonom in London. Er ist der "Vater" des "new deal" in england, mit dem die hohe arbeitslosigkeit gesenkt werden konnte. Diese wirtschaftspolitik führte zu höherem wachstum und geringerem staatsausgaben. Aber das war noch nicht der ganze erfolg. Layard bekam oft zu hören, dass dauerarbeitslose, die wieder arbeiten, auch glücklicher und gesünder sind. Seit jahrzenten interessierte sich Layard schon für die Idee, das glück der menschen objektiv zu messen.
In diesem buch fasst Layard alle erkenntnise und forschungsergebnise zusammen, die in den letzten jahrzehnten gemacht worden sind.
Wie untersucht man nun das Glück der Menschen? Viele Untersuchungsmethoden sind verblüffend einfach: die beste methode, ist die menschen einfach zu fragen, wie glücklich sie sich auf einer skala von 1 bis 10 einschätzen würden. Danach interviewt man die auch angehörigen der befragten wie sie das glück der befragten einschätzen. Die ergebnise stimmen meistens überein.
Langzeitstudien beweisen, dass menschen, die behaupten, sie wären unglücklich, das auch objektiv sind: sie sind öfter krank, sterben einige jahre früher, haben öfter beziehungsprobleme, haben öfter drogen- und alkoholprobleme, sind öfter psychisch krank, begehen öfter selbstmord.
Layard stellte tabellen zusammen, an denen man nach einem punktesystem ablesen kann, was wie stark glücklich oder unglücklich macht.
Geld und Wohlstand sind ein faktor, aber bei weitem nicht der wichtigste. Geld ist am wichtigsten für ganz arme, die wortwörtlich um ihre existenz kämpfen müssen und angst vor hunger und obdachlosigkeit haben müssen. Wer ein mittleres einkommen hat, wird durch zusätzliches geld kaum noch glücklicher.
Die wichtigsten faktoren sind: intakte familie, das gefühl geliebt und gebraucht zu werden, spass an der arbeit, viele freunde, sich in der gesellschaft wohlfühlen (intakte nachbarschaft oder dorfgemeinschaft), persönliche freiheit und demokratische regierung, positives erleben von religiösität.
Layard lässt sich nicht in ein Links-Rechts-Schema pressen: Er lobt die skandinavischen länder für ihren sozialstaat, kritisiert staaten wie deutschland und frankreich, die nicht genügend druck auf arbeitslose ausüben, auch einen schlechtbezahlten arbeitsplatz anzunehmen. An anderer stelle lobt er ausdrücklich das deutsche duale ausbildungssystem: dadurch gibt es in Deutschland weniger arbeitslose Jugendliche.
Layard stellt fest, dass arbeit, erfolg und wohlstand glücklich machen, aber nur bedingt. Übertriebener erfolgsdruck sowie die aufforderung, für die karriere alles zu tun, etwa dauernd den wohnort zu wechseln, überfordert die menschen. Die meisten menschen können nur glücklich sein, wenn sie menschen haben, mit denen sie ihr glück teilen können.
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14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dieses Buch: ein Glücksfall!, 26. September 2005
Rezension bezieht sich auf: Die glückliche Gesellschaft: Kurswechsel für Politik und Wirtschaft (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch handelt nicht nur vom Glück - es ist auch ein Glücksfall für den Leser! Der Autor, Lord Richard Layard, seziert mit messerscharfem Verstand eine Fehlentwicklung unserer Gesellschaft. Mit Zahlen belegt er, dass sich der Wohlstand der westlichen Industrienationen in den letzten Jahrzehnen vervielfacht hat. Dennoch stagniert das Wichtigste: Die Menschen sind nicht glücklicher geworden, wie Umfragen, Selbstmordquoten und andere Indikatoren belegen.
Wie kommt es, dass mehr Wohlstand nicht zu mehr Glück führt? Wir sehen nicht die absolute Verbesserung für uns, wenn der Lebensstandard wächst, sondern wir schielen auf die Nachbarn und die Kollegen. Nur wenn wir sie überflügeln, geht es uns besser. Wenn sie auf einer Ebene mit uns bleiben, verändern sich unsere Gefühle nicht zum Positiven. Zahlreiche Studien belegen das.
Mit anderen Worten: Die herkömmliche Politik, die ihren Erfolg nur am Bruttosozialprodukt misst, führt in die Irre. Sie führt in eine rücksichtslosen Ellbogengesellschaft, wo jeder Glückliche einen weniger Glücklichen produziert. Layard legt überzeugend dar, dass dieser Sozialdarwinismus ein Irrweg ist.
Statt dessen fordert er: Das Handeln der Politik und das Handeln jedes Einzelnen dürfen nur an einem Maßstab gemessen werden: Mehren sie das Glück der Gesellschaft - oder mindern sie es? Im Zweifelsfall macht ein zusätzlicher Euro den Armen glücklicher als den Reichen. Darum lehnt Layard, selbst Ökonom, eine reine Herrschaft der Markgesetze von Angebot und Nachfrage ab. Außerdem weist er darauf hin: Wer anderen Glück schenkt, bekommt davon auch immer etwas zurück.
Das Buch ist in einer glasklaren, erfrischend lebendigen Sprache geschrieben, wie sie nur wenige Wissenschaftler beherrschen. Der Autor strotzt vor Fachkompetenz, er bietet dem Leser ein Füllhorn interessanter Fakten an, argumentiert schlüssig und geistreich, macht sein Buch zu einem wahren Lesevergnügen.
Dieses Vergnügen wird nur durch ein kleines Hindernis getrübt: Die Zahl der Fußnoten liegt bei etwa 500. Ärgerlicherweise sind in diesen Fußnoten oft interessante Fakten enthalten (fast will ich sagen: versteckt), so dass der Leser gezwungen ist, immer wieder die Lektüre durch Blättern zu unterbrechen. Hier hätte ich mir vom Lektorat gewünscht, alles Wesentliche in den Fließtext zu ziehen und die Fußnoten auf reine Quellenverweise zu beschränken.
Doch das Werk ist so gelungen, dass dieser Kritikpunkt die Gesamtnote von fünf Sternen für diesen Glücksfall von einem Buch nicht verändern kann.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Einsichten der Glücksforschung - spannend, 20. September 2005
Von 
Rolf Dobelli (Luzern, Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Die glückliche Gesellschaft: Kurswechsel für Politik und Wirtschaft (Gebundene Ausgabe)
Was macht uns glücklich? Ist es das dicke Bankkonto, das Cabrio oder das Ferienhaus auf Mallorca? Man kennt ja das Sprichwort: Geld macht nicht glücklich - aber es beruhigt die Nerven. Materieller Wohlstand kann tatsächlich dazu beitragen, dass wir uns wohler fühlen, glücklich macht er aber keinesfalls, so Richard Layard. Der Ökonom hat den Bestimmungsfaktoren des Glücks nachgespürt und dafür alle Statistiken und Ländervergleiche herangezogen, derer er habhaft werden konnte. Herausgekommen ist eine Sammlung mit sehr interessanten Erkenntnissen über unser Streben nach Glück. Was aber den kritischen Leser ein wenig frappiert: Layard legt eine unglaubliche Statistikgläubigkeit an den Tag. Dass US-Schauspieler nach der Verleihung des Oscars das Potenzial haben, vier Jahre länger zu leben (wegen des großen Glücks) und dass nach der Übertragung eines Schwergewichtsboxkampfes im Fernsehen die Mordrate um 9 % ansteigt, erscheint fast schon kurios - und rückt die ganze Untersuchung in ein etwas merkwürdiges Licht, was die Messbarkeit von Glück angeht. Vielleicht ist dieses ja doch genauso messresistent wie zerbrechlich? Dennoch bietet Layards leicht lesbares Buch einen originellen Ansatz und ist für jeden empfehlenswert, der dem Glück auf der Spur ist, meinen wir.
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17 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Glück und Wirtschaftwissenschaften passen zusammen., 26. März 2005
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die glückliche Gesellschaft: Kurswechsel für Politik und Wirtschaft (Gebundene Ausgabe)
Die glückliche Gesellschaft von Richard Layard ist ein spannendes Buch, in dem sich ein Wirtschaftswissenschaftler mit dem Thema Glück beschäftigt. Es ist kein Ratgeber zum Thema „Wie werde ich glücklich" sondern ein Buch, welches der Politik eine neue Ausrichtung aufzeigen will.
Richard Layard geht in seinem Buch von mehreren Thesen aus. Die entscheidenden sind „Glück ist eine objektive Dimension unserer Erfahrung", „Der Mensch ist das nach Glück strebende Tier" und „Die glücklichste Gesellschaft ist die beste". Daraus ergeben sich dann Folgerungen, die für einen Wirtschaftswissenschaftler doch überraschen.
Leider ist die Darstellung, dass das Glück messbar ist und auch nicht einfach vom wirtschaftlichen Wohlstand abhängt, gelungener als die Erläuterungen der sich aus dieser Tatsache ergebenden Notwendigkeiten für eine „neue" Wirtschaftspolitik. Doch sollten wir anerkennen, dass dies ein erster Versuch ist, in der Wirtschaftswissenschaftler die Zufriedenheit der in der Wirtschaft agierenden einbeziehen.
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Mensch zuerst!, 15. April 2005
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die glückliche Gesellschaft: Kurswechsel für Politik und Wirtschaft (Gebundene Ausgabe)
Richard Layard ist ein echter Radikaler: Er geht an die Wurzeln und erinnert daran, dass Wirtschaft einmal irgendwann mit dem Glück der Menschen zu tun hatte. Leider ist uns diese Einsicht abhanden gekommen, und Politiker schielen nur auf das Bruttosozialprodukt als auf das tatsächlich Wohlbefinden der Menschen. Doch das hat -- zumindest in der sogenannten Ersten Welt, in der die Grundbedürfnisse gedeckt sind -- nichts mehr mit mehr Kaufkraft für den einzelnen zu tun, sondern mit Gemeinschaft, mit einem angstfreien, gesunden und sinnerfüllten Leben.
Das Schöne an Layard: Er redet niemandem nach dem Mund, sein Buch ist weder ein Plädoyer für mehr, noch für weniger Marktwirtschaft. Ihm geht es um eine Verschiebung vom Primat der Ökonomie zum Primat des Menschen. Layard ist auch kein Träumer: Sein Buch stützt sich auf jahrzehntelange Arbeit als Wirtschaftswissenschaftler, seine Thesen haben Hand und Fuß. Eine konkrete Utopie, die uns in der gegenwärtigen Krise vielleicht einen neuen Denkanstoß geben kann.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hervorragende Einführung in die Glücksökonomie, 15. Dezember 2009
Rezension bezieht sich auf: Die glückliche Gesellschaft: Kurswechsel für Politik und Wirtschaft (Gebundene Ausgabe)
Der deutsche Titel des Buches "Die Glückliche Gesellschaft" ist leider teilweise etwas irreführend, da der Schwerpunkt nicht darauf liegt wie man eine Gesellschaft glücklich macht, sondern was für Faktoren den individuellen Menschen beeinflussen. Seit Adam Smith und David Ricardo dominieren in der Wirtschaftswissenschaft Ideen wie die des Homo oeconomicus und der unsichtbaren Hand. Des rein rational und streng egoistisch handelndem Wirtschaftssubjekts. Dies wird grade in der experimentellen Ökonomie oft widerlegt.
Während wir in den Zeiten der Weltwirtschaftskrise ständig mit den Wachstumsraten des BIP konfrontiert werden, wird dieses Verhalten durch Layards Buch deutlich in Frage gestellt. Er stellt das individuelle Glück in den Mittelpunkt und gibt kurze Einblicke in Soziologie, Philosophie, Psychiatrie und andere Wissenschaften und beschreibt Phänomene die das individuelle Glück und damit auch oft eine ganze Gesellschaft beeinflussen.
Durch viele Beispiele und Grafiken aufgelockert liest sich dieses Buch sehr gut. Layards Schreibstil ist einfach und gut verständlich für jeden Leser auch wenn dieser sich vorher nie mit dem Thema auseinandergesetzt hat. Andere Bücher zu dem Thema kommen oft zu sehr als Ratgeber daher oder wollen einem "Erkenntnisse" verkaufen. Layard bleibt mehr in der Person des Beobachters und beschränkt sich meistens auf die Phänomene der Glücksforschung.
Auch wenn viele Dinge in dem Buch manchem Leser schon aus der Philosophie bekannt sein dürften, so erweitert Layard sie jedoch um viele Erkenntnisse aus der aktuellen Forschung. Für den weiter interessierten Leser bietet Layard im Anhang sehr viel ergänzende und erweiternden Literatur an, auch wenn vieles davon leider nur auf Englisch verfügbar ist.
Mein Fazit: Jeder der sich mit individuellem Glück beschäftigen will oder einfach nur daran interessiert ist, in welche Richtung eine neue Politik und Wirtschaft gehen kann, dem gebe ich eine uneingeschränkte Kaufempfehlung. Ich selber bin sehr angetan von dem Buch.
Weiterhin ist es eines der wenigen guten Bücher zu dem Thema, die auf Deutsch erschienen sind. So sind zB die Standardwerke von Bruno Frey, "Happiness", "Happiness and Economics" oder "Economics and Psychology" leider nie auf Deutsch erschienen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wie Politik und Wirtschaft und man selbst die Menschen/sich selbst glücklich macht, 31. Juli 2008
Rezension bezieht sich auf: Die glückliche Gesellschaft: Kurswechsel für Politik und Wirtschaft (Gebundene Ausgabe)
Meiner Meinung nach ist dieses ein super Buch, bei dem ich meine Ansicht mit "wernerdrger" teile und dessen Rezension als vollkommen treffend ansehe.
Eine Richtigstellung zu einem Rezensenten möchte ich aber machen: Richard Layard bekräftigt nicht das Urteil: "arm aber glücklich". Er legt dar, dass ab einer bestimmten Einkommengrenze, bei der man sich Bildung schon leisten kann, die Menschen mit steigendem Einkommen nicht entscheidend glücklicher werden (wichtiger ist der Vergleich zu anderen).
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Utilitarismus radikal zu Ende gedacht: Human(istisch)e Glücks-Politik, 26. März 2008
Von 
Kankin Gawain "Bis übermorgen dann..." (Eutopia) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die glückliche Gesellschaft: Kurswechsel für Politik und Wirtschaft (Gebundene Ausgabe)
Unsere Gesellschaft, wir alle, schauen schon seit Jahren wie hypnotisiert auf die Wachstumsraten des Bruttosozialproduktes, und unsere Medienöffentlichkeit scheint kein dringenderes politisches Anliegen zu kennen. Richtig daran ist, dass Arbeitslosigkeit ein großes Unglück darstellt und Arbeit dem Leben Sinn und Bedeutung geben kann.
Was, und hier greift die Kritik von Layards Buch an, nicht stimmt, ist die von uns implizit gemachte Vorannahme, dass das menschliche Glück von materiellem Wohlstand abhängt. Eine materielle Besserstellung ist nur für die Armen dieser Welt eine Möglichkeit, ihr persönliches, subjektives, Glück zu steigern. Für die Wohlhabenden des Nordens führt ein zusätzlicher Euro in der Tasche eben nicht zu mehr Wohlbefinden und Zufriedenheit.

Wenn das so ist, - und diese Zusammenhänge sind durch die empirische Glücksforschung gut abgesichert -, argumentiert der Autor, muss die Politik ihr Wirken auf andere Aspekte des menschlichen Glücks ausrichten. Aber was sind diese Aspekte des Glücks, die nicht an der Höhe des Bruttoinlandsproduktes gemessen werden können; Familiärer Zusammenhalt, Arbeitsplatzsicherheit, gegenseitiges Vertrauen innerhalb der Gesellschaft, politische Partizipation u.s.w. sind jene Faktoren, welche in reichen Gesellschaften weitaus mehr zum Glück des Einzelnen beitragen als die Höhe des Pro-Kopf-Einkommens.

Warum eigentlich scheint Layards Kritik an unserer heutigen Politik so radikal? Der Grund dürfte sein, dass wir seit Jahren eben wie hypnotisierte Kaninchen ausschließlich auf das wirtschaftliche Wachstum schauen und uns keine Rechenschaft mehr abgeben über unsere bloß noch implizite und unbewusste Vorannahme, mehr Geld führe zu mehr Glück. Hat man diese implizite Annahme erst einmal fallengelassen, scheint Layards Vision künftigen politischen Handelns nur noch eins: vernünftig.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zu Empfehlen, 17. Juli 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die glückliche Gesellschaft: Kurswechsel für Politik und Wirtschaft (Gebundene Ausgabe)
Toll geschrieben, mit einigen lustigen Bildern. Es zeigt mal eine andere Sichtweise die in der sonst eher reintheoretischen volkswirtschaftlichen Vorgehensart. Offensichtlich gibt es mehr, als den "homo oeconomicus" ...
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen etwas holprig aber lesenswert, 16. November 2005
Rezension bezieht sich auf: Die glückliche Gesellschaft: Kurswechsel für Politik und Wirtschaft (Gebundene Ausgabe)
Wenn jeder dieses Buch verinnerlichen würde, hätten wir das erhoffte:eine glückliche Gesellschaft. Das Buch hat viel Nützliches, lässt sich flüssig lesen und ist durchaus bereichernd. Es hat viele interessante Aspekte und gibt diverse Anstöße. Doch alles in allem liefert es nicht wirklich viel Neues, was nicht andere Philosophen oder Gesellschaftswissenschaftler schon bemerkt hatten. Layard schmückt das Ganze noch mit einigen einfachen Statistiken und Befragungen, die zwischen Philosophie und Buddhistischen Weisheiten manchmal zu steif wirken. Trotzdem ist es lesenswert. Doch leider sind gerade diejenigen, die es am nötigsten hätten aus solchen Büchern zu lernen, jene Menschen, die solche Bücher nicht anfassen. Deswegen ist der Weg zur glücklichen Gesellschaft so unendlich lang und wohl ein ewiger Wunschtraum.
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Die glückliche Gesellschaft: Kurswechsel für Politik und Wirtschaft
Die glückliche Gesellschaft: Kurswechsel für Politik und Wirtschaft von Richard Layard (Gebundene Ausgabe - 7. März 2005)
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