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am 26. Januar 2008
Zuallererst: Dieses Buch ist sicherlich kein Nachttisch-Buch. Wenn es auch weitestgehend sehr einfach verständlich geschrieben ist, so fordert die Auseinandersetzung mit den Thesen doch einen wachen Verstand.

Wer wegen der direkten Anrede im Buchtitel einen Ratgeber erwartet, wird sich schwer tun, konkrete Handlungsanweisungen und den Weg zum Glück" zu finden.

Weshalb ich dieses trotzdem für gut und wichtig halte?
Das Buch stellt interessante Fragen über uns und vor allen Dingen über unsere Gesellschaft. Jeder kann sich in den Thesen vom Opferlamm, in den Aussagen Man müsste mal..." und in den Träumereien à la Ach, wenn ich damals nur..." wiederfinden. Während des Lesens wird dem Sprenger-Neuling so einiges klar über die Zusammenhänge zwischen Motivation und Fremdbestimmung. Der Autor beschreibt eine Lebensphilosophie, die das Glück im Augenblick sucht und zeigt die Problematik fadenscheiniger Lebensziele wie Reichtum, Schönheit und Berufskarriere auf. Achtung: Er verurteilt solche Ziele nicht, bezweifelt aber, ob die Erreichung dieser Ziele den Menschen glücklicher macht. Vielmehr erklärt er, dass wir in jeder Moment unseres Handelns nach Glück in eben jenem Augenblick suchen sollen. Und er belegt dies mit interessanten Argumenten.

Das Buch hilft, unsere Gesellschaft besser zu verstehen. Die Problematik der kollektiven Fremdbestimmung, die Demotivation durch Fremdbestimmung, ja selbst aktuelle politische Themen, wie die Neiddiskussion um Managergehälter und die Subventionspolitik. Es zeigt auch auf, wie sich unsere Gesellschaft anders orientieren könnte, wie jeder einzelne mehr Lebensglück finden kann.

Die Theorien Sprengers orientieren sich hierbei sehr stark an den klassischen asiatischen Lehren. Nach klaren Handlungsanweisungen für Problemsituationen sucht man dabei vergeblich. Dies ist aber auch nicht nötig, wenn man das Buch als Beschreibung einer Über-Lebensphilosophie für die Menschheit betrachtet.

Deshalb empfehle ich dieses Buch eher nicht für Menschen in Lebenskrisen sondern vielmehr für Politiker, Manager und Führungskräfte.

Ohnehin spricht es eher rationale Denker an: Das emotionale Thema Lebensglück" wird als Folge von bewussten Entscheidungen (also rationaler Handlungsweisen) dargestellt. Wie das funktionieren soll, kann ich mir kaum vorstellen. Auf der Meta-Ebene des Buches indes, ist auch dieser Schwachpunkt zu verschmerzen.

Dennoch lassen sich einige Thesen selbstverständlich in jedermanns Alltag umsetzen, z.B.:
- Ehre deine Vergangenheit. Sie hat dich zu dem gemacht, was du bist, aber weine ihr keine Träne nach.
- Orientiere dich nicht zu stark an der Zukunft. Das Leben ist zu kurz, um darauf abzuzielen eines Tages glücklich sein zu wollen.
- Das Glück liegt im jetzt und hier. Erlebe Selbsterfüllung in diesem Augenblick und das funktioniert nur, wenn Du Dir der großen und kleinen Entscheidungsmöglichkeiten in Deinem Leben bewusst bist.

Für Denker und Lenker: 5 Punkte
Für Leute, die glücklicher Leben wollen: 2 Punkte
Für Mich: 4 Punkte
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Vor acht Jahren griff Reinard K. Sprenger in die Tasten, um dieses Buch zu schreiben. Nun liegt die überarbeitete Neuauflage vor. Statt den Text zu kürzen, wie Sprenger nach eigenen Worten die Absicht hatte, ergänzte er den alten Text durch neue Gedanken und ein Minikapitel über Fragen. Ehrlicherweise müsste man eher von einer Neuauflage als von einer Überarbeitung sprechen. Denn wirklich Neues findet sich nicht. Das ist umso bedauerlicher und unverständlicher, da die Neuropsychologie in den letzten Jahren eine Fülle von Erkenntnissen lieferte, die Sprenger hätte aufnehmen sollen. die Botschaft "Sie haben ihr Leben, so wie es jetzt ist, frei gewählt" ist nach all den Studien und Forschungen der letzten acht Jahre einfach nicht mehr haltbar. Selbstverständlich teile ich die Absicht des Autors, das das ewige Gejammer und die Opfermentalität in deutschen Landen unsäglich und wenig zukunftsträchtig ist. Doch einfach kalenderspruchartige Sätze zum freien Willen in allen Varianten zu verbreiten, wird die Malaise auch nicht stoppen können. Grosse Auflagen allein sagen noch nichts über die inhaltliche Qualität aus. Aber der Erfolg seiner Bücher haben die Verlagsverantwortlichen sogar dazu verleitet, Reinhard K. Sprenger im Klappentext in den Olymp der grossen Philosophen zu hieven. Das ist ein starkes Stück. Ich gehörte zu den ersten Fans von Sprenger, als mir sein Buch "Mythos Motivation" dabei half, Bewegung in verkrustete Diskussionen zu bringen. Und auch viele seiner Gedanken zum Thema Vertrauen haben es mir angetan. Aber wenn 2004 ein so bekannter Autor wie Reinhard K. Sprenger behauptet, "Alles, was sie tun, tun sie freiwillig", dann macht er seinen Lesern keinen Gefallen. Es ist die alte Leier eines Erfolgsmenschen, der aufgrund seiner eigenen Biographie meint, er könne und müsse auch die Lebensgeschichten anderer Menschen neu schreiben. Jeder ist der Schmied seines Glücks. Das sah Gottfried Keller aber wesentlich differenzierter. Wohl weil er seine Mitmenschen genau und mit sehr viel Respekt vor dem Andersartigen betrachtete.
Sprengers Hauptthese lautet: "Glück ist keine Glückssache." Und das soll einer der renommiertesten Philosophen Deutschland sein? Ich meine nicht, dass neue Heilslehren nur aus der Küche von Psychiatern und Neuropsychologen stammen müssen. Aber ich bin der festen Überzeugung, dass Sprengers Buch hart an Scharlatanerie vorbeischrammt, wenn er Schicksal und biographische Prägungen auf individuelle Opfermentalität reduziert und damit bereis vorhandene Schuldgefühle, es nicht zu schaffen, verstärkt.
Wer so von seinem Glauben überzeugt ist wie der in Essen und Santa Fe lebende Sonnyboy, hält es auch nicht für nötig, seinen Lesern andere Meinungen als die eigene zu offerieren. Also verzichtet er konsequent auf eine Literaturliste. Ich weiss, wo es durchgeht, mir nach. Je unsicherer die Zeiten, desto eher verfängt ein solches Rezept. Doch die Guruzeit der Neunzigerjahre ist vorbei. "Es ist an uns, ob wir uns manipulieren lassen" schreibt Sprenger. Also liegt es an uns, Sprengers einfacher Hauruck-Psychologie zu folgen - oder nicht. Ich habe den Saal jedenfalls wieder verlassen, um bei kleineren Veranstaltungen etwas über den freien Willen, menschliche Unzulänglichkeiten und Hoffnungen zu erfahren. Es braucht keine Fanfarenklänge, um den Auszug aus Abschied dem Jammertal zu begleiten. Die lauten Töne haben zwar für viel Getöse gesorgt, aber lausig wenig verändert.
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am 4. Juni 2003
Reinhard K. Sprenger berät Manager und Führungskräfte. Darin ist er sehr erfolgreich. Und weil er immer wieder darauf angesprochen wurde, dass seine Gedanken nicht nur für die Chef-Etagen hilfreich sind, schrieb er ein Buch für jedermann. „Die Entscheidung liegt bei dir" ist seine einfache These. Sprenger geht es um das Bewusstsein, in dem wir handeln. Sehen wir uns als Opfer der Verhältnisse? Oder erkennen wir an, dass wir in jeder Situation die Freiheit des Wählens haben? Sprenger meint damit wirklich jede Situation und das ist schwer zu schlucken. Deshalb führt Sprenger seine Leser durch eine Argumentation um die Werte Freiheit, Autonomie und Selbstverantwortung.
Ähnlich wie der amerikanischen Kulturkritiker Robert Hughes, dessen Slogan Nachrichten aus dem Jammertal Sprenger für den ersten Teil seines Buches entliehen hat, diagnostiziert er eine ausgeprägte Opferkultur. Sie fußt auf der Weigerung des einzelnen, die Verantwortung für sich selbst zu übernehmen. Schuld sind die anderen, die Umstände, das System. Wir entlasten uns, um uns nicht zu ändern. Das ist bequem. Das ist passiv. Schlimmer noch, es macht unzufrieden, denn wir haben damit das Steuer aus der Hand gegeben, uns gleichsam selbst entmündigt.
Soweit, so gut. Sprenger wendet sich seiner zweiten zentralen Frage zu: Woher beziehen wir unsere Motivation? Von außen, durch Anreiz, Belohnung und Prämien? Oder aus uns selbst heraus? In erstem Fall sind wir Belohnungs-Junkies, deren Dopingmittel Prämien, Status, Boni und Beförderung sind. Wie bei jeder Abhängigkeit muss die Dosis ständig erhöht werden. Irgendwann ist das System ausgereizt. Es kollabiert. Für Sprenger ist die Belohnungsstrategie strukturell für unsere Gesellschaft. Sie beginnt im Kindesalter und macht die meisten Menschen zu fremd gesteuerten Wesen, die auf Motivation von außen reagieren. Das Programm „Verwöhnen", wie Sprenger es nennt, ent-mutigt. Es erstickt Risikofreude und Kreativität.
Anders das Programm der Selbstverantwortung, in dem wir die Energie für unser Handeln aus uns selbst schöpfen. Das hört sich gut an. Aber wie geht das? Sprengers Empfehlung ist: Erkenne, dass du frei wählen kannst und dem entsprechend frei ab-wählen kannst. Treffe deine Entscheidung. Sei dir über den Preis bewusst. Handle aus dir selbst heraus. Habe den Weg vor Augen und nicht das Ziel. Lebe im Hier und Jetzt. Tue das, was du tust, mit Hingabe. Verlasse es oder ändere es, wenn es dir nicht gefällt. Getreu der 70er Jahre-Parole „Love it. Leave it or Change it". Erst dann wirst du selbstverantwortlich handeln. Erst dann wirst du dein Leben als geglückt empfinden.
Nun ist Sprenger weit davon entfernt, ein Blumenkind zu sein. Er ist am Praktischen interessiert, daran, ob ein Gedanke funktioniert. Sprenger ist penetrant. Er nervt mit seiner kühlen Rationalität. Ihm fehlt ein gewisses Erbarmen für die menschlichen Schwächen und Ängste. Seiner Logik tut das keinen Abbruch. Sie ist anregend und hilfreich und lohnt die Auseinandersetzung.
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am 13. September 2011
Reinhard Sprenger beschreibt in einer spannungsreichen und sehr gelungenen Form, was die Entschiedenheit bewirken kann: Sie kann nämlich alle Probleme lösen! Oder wenigstens die meisten - wenn es nach dem Autor geht.

Die Lösung liegt an der Wahlfreiheit. Dies ist keine Erfindung vom Autor. Ich kenne jedoch keinen Autor, der so geschickt und geschmeidig das Thema Wahlfreiheit in all ihren Facetten und Vorteilen präsentieren kann.

Dann geht der Autor als ehemaliger Personaler zum Thema Betrug der Belohnung. Auch hier glänzt der Autor durch Konsequenz. Und dies ist die Stärke und Schwäche des Buches zugleich. Alle Themen werden bis zur letzten Konsequenz gezogen.

Der Autor weiß, dass er über die Stränge zieht. Damit gewinnen die von ihm angeführten Argumente an Kontur: Sie zeigen die volle Weite. Die Umsetzung der Handlungsempfehlungen fällt indes jedoch schwer. Und zwar weil diese an Radikalität nichts zu wünschen übrig lassen.

Im Buch werden im Wesentlichen 4 Hauptthemen behandelt: Wahlfreiheit, Belohnung, Vergleiche mit anderen und das Glück. Alle Themen werden aus der Brille der Entschiedenheit betrachtet.

Das Buch ist ein Aufrüttler. Man muss den Ratschlägen nicht wörtlich folgen. Sie geben jedoch eine interessante Richtung. Bekanntlich 80% der Lösungen werden vom Betroffenen selbst abgeblockt.

Das Buch lässt sich gut lesen. Die Formulierungen sind reif für Zitate.

Was stört am Buch? Der Autor weiß, dass er ein Bestseller ist und so genießt er sein Alleinstellungsmerkmal als Revolutzzer". Das Buch dürfte dem Lebenswandel des Autors entsprechen.

Dass der Autor die Handlungsmotivationen von einigen Menschen wie Mutter Theresa nicht versteht, stört weniger als die Tatsache, dass er sehr stark an seine Sicht der Dinge glaubt. Selbstvertrauen ja, Vermessenheit bitte nicht.

Lesezeit: 5 bis 8 Stunden

Dr. Karl de Molina
ThinkSimple
Die Entscheidung liegt bei dir!: Wege aus der alltäglichen Unzufriedenheit
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Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,
und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
(Reinhold Niebuhr)

Wer das verinnerlicht hat, braucht dieses Buch nicht mehr wirklich.
Sprenger postuliert, dass wir ALLES selbst entscheiden - ob wir uns mit dem Status Quo zufrieden geben, ihn verändern wollen, oder uns verändern. Wo wir stehen, ist von uns ALLEIN gewählt. Na ja. Nur ein Beispiel: Er ignoriert komplett Statistiken, aus denen klar hervorgeht, daß z.B. die besseren bayerischen Gymnasiasten v.a. von bayerischen Akademikern abstammen - und die Hauptschüler aus der sog. "Unterschicht". Er führt wirklich alles auf einen selbst zurück. Einseitig individualistisch (und politisch "liberal" oder besser neoliberal) könnte man das mit einigem Recht wohl nennen.

Es ist ja durchaus heilsam und hilfreich, wenn er einem die Palette der Opferhaltungen und sog. Sachzwänge vorführt, und diese auch entlarft. Es kann einen aus der Lethargie reissen, die einen in der momentan unbefriedigenden Situation festhält. Demjenigen, dem nach eigenem Dafürhalten vielleicht nur der Tritt in den Hintern fehlt, um aktiv zu werden, dem kann ich das Buch rundweg empfehlen. Der Tritt kommt mindestens 50 Mal. Dann ist das Buch genau das Richtige!
Wer etwas differenziertere Betrachtungen bräuchte - der liegt hier allerdings falsch.

Für Manager: wer Ratschläge für die Motivation seiner Mitarbeiter sucht - der sollte "Mythos Motivation" lesen/anhören. Die Inhalte dieses Buchs von Sprenger werden hier nochmal wiedergegeben - nur sind sie im vorliegenden Buch lediglich wiedergekäut. Was er zum Thema (Eigen-)Motivation vs. (Fremd-)Motivierung zu sagen hat - sehr sehr Konstruktives und Aufrüttelndes - ist in "Mythos Motivation" deutlich besser: "Mythos Motivation" von ihm kann ich uneingeschränkt empfehlen.

Was nicht schlecht ist: er führt jede eigene Entscheidung darauf zurück, dass sie einen PREIS hat. Auch Nicht-Entscheiden hat einen Preis. Das war für mich durchaus wertvoll, dieses Konzept in meine zukünftigen Entscheidungen miteinzubinden. Jede Veränderung oder Nicht-Veränderung seiner Lebenssituation hat Konsequenzen - eben den "Preis", den man akzeptieren, oder eben ablehnen kann. Das ist ein hilfreicher Maßstab.

Das ist wertvoller, als seine permanente Einhämmerung von "Du entscheidest alles selbst". M.E. schiesst er da über's Ziel hinaus. Das ist nicht praxistauglich. Man HAT eine Geschichte die man nur zum Teil selbst verantwortet, und man HAT Sachzwänge. Sich dem zu beugen, hat nur einen Preis - da liegt er richtig.

Summa Summarum - man gibt für weniger Erhellendes (Stichwort Kino...) oft mehr aus. Insofern klare Empfehlung. Aber bitte mit etwas Abstand hören. Neoliberalismus ist inzwischen widerlegt. Einige konstruktive Anregungen wird man aber mitnehmen.

vg
H. Hellwig
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am 22. August 2000
In keinem anderen Buch, das ich gelesen habe, wurde auf so einfache, einleuchtende und hervorragend verständliche Art aufgezeigt wo die Ursache vieler großer und kleiner persönlicher Probleme liegt.
Alle können gelöst werden, auf erstaunlich einfache Weise. Auch wenn die Lösung einleuchtet, muß sie einem nicht unbedingt leicht fallen. Sie werden aber unwillkürlich erkennen wie ernst Ihnen die Behebung des Problems wirklich ist. Sie lernen was Ihnen in Ihrem Leben wieviel wert ist. Das Ergebnis kann durchaus überraschend sein. Aber Sie können es ja ändern.
Es gibt viel zu tun... ...fangt schon mal an.
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am 24. April 2006
Es ist teilweise fast schmerzhaft aber gleichzeitig sehr aufschlussreich, eigene Schwächen und auch jene Anderer zu erkennen. Mit den in diesem Hörbuch beschriebenen Verhaltensmustern war sicher schon jeder konfrontiert oder ist selbst damit auf dem - falschen - Weg.

Mit diesem Hörbuch habe ich wirklich eine andere, offenere, Sicht auf Probleme und Herausforderungen des Berufs- als auch des Privatlebens bekommen.

Entscheidungen fallen wesentlich leichter, wenn einem klar wird, dass die Unsicherheit über die abgewählten Möglichkeiten dazugehören!

Grossartiges Hörbuch, welches ich schon zum wiederholten Mal genieße und immer noch Neues daraus ableite!
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am 1. Mai 2000
Jeder kann sich in diesem Buch wiederfinden. Wer "eigentlich" ganz anders leben will und es nicht tut, soll nicht den Umständen oder anderen Menschen die Schuld zuschieben, sondern selbst Verantwortung übernehmen und handeln. Egal, ob es um berufliche Veränderungen oder Kindererziehung, Gewichtsabnahme oder Raucherentwöhnung geht - die Botschaft passt immer. Sprengers Ausführungen wirken simpel, große Weisheit findet man hier nicht. Gesunder Menschenverstand, ein sehr rationales Vorgehen - das wirkt überzeugend. Was mir fehlt, ist ein gewisses Verständnis für menschliche Schwächen und Ängste. Alles, was nicht ins rationale Denken passt, wird ausgeklammert. Das Buch hilft vielleicht am ehesten den ewigen Zauderern und Jammerern, deren Pläne immer schon im Ansatz steckenbleiben. Manchmal braucht es Mut, sich für einen Weg zu entscheiden und ihn dann mit hundertprozentigem Einsatz zu verfolgen. Das Buch kann dazu Denkanstöße geben, den Weg gehen muss letztendlich jeder selbst.
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am 10. Oktober 2005
"Die Entscheidung liegt bei dir!" – der Titel dieses Buches ist Programm. Reinhard K. Sprenger wendet sich diesmal nicht in erster Linie an Manager, sondern an jeden von uns, gleich ob Geschäftsmann, Privatier oder Hausfrau. Er nimmt eine deutsche Krankheit aufs Korn, das ewige Jammern über die äußeren Umstände. Sein amüsantes Beispiel sind die Ausreden von geblitzten Temposündern. Der eine hatte eine "Schildkröte unterm Gaspedal", der nächste hat seine schwangere Frau zur Entbindung gebracht usw. Alle jammern, alle klagen. Aber keine übernimmt für das, was er getan hat – eine Geschwindigkeitsübertretung! - selbst die Verantwortung.
Genau darum – um die Verantwortung – geht es Sprenger. Der vielleicht wichtigste Merksatz des Buches lautet: Du hast alles im Leben selbst gewählt – also ist es auch abwählbar! Allerdings hat jede Entscheidung ihren Preis. Sprenger fordert uns auf, den Weg vom Jammern zum Handeln einzuschlagen: Wer sich ständig über seinen Ehepartner beklagt, muss sich überlegen, ob er noch in der richtigen Beziehung lebt. Wer seinen Chef für einen Halsabschneider hält, sollte sich Gedanken machen, ob er sich nicht lieber selbständig macht. Wer Deutschland als unerträglich empfindet, sollte entweder seine Einstellung ändern - oder auswandern.
Glück ist eben kein Glücksfall, schreibt der Autor. Und er hat Recht! Es kommt auf den Willen zum Handeln, auf die Konsequenz an. Als Beispiel führt er Steffi Graf an, die große Tennisspielerin, die einmal gesagt hat: In der Jugend hätten viele ihre Tenniskolleginnen mehr Talent als sie gehabt – aber weniger Disziplin.
Das Buch leitet an zum selbstbestimmten Leben. Es weist den Weg von der Fremd- zur Selbststeuerung, vom Zwang zur Freiheit, vom "Ich muss" zum "Ich will". Dabei bezieht sich Reinhard K. Sprenger auf den großen Philosophen Heidegger, was dem Buch einen intellektuellen Unterbau gibt und es wohltuend von allzu flachen Ratgebern unterscheidet.
Als Ergänzungslektüre für alle, die im Geschäftsleben stecken und den Klassiker noch nicht kennen, kann ich "Mythos Motivation" wärmstens empfehlen.
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am 19. Dezember 2008
Wir haben die Wahl, das ist klar, auch wenn jede einzelne Wahl von verschiedenen Gegebenheiten beeinflusst wird und ihrerseits die nächste Wahl beeinflussen wird, also denn doch nicht ganz so frei. Wenn der Autor dies etwas überspitzt darstellt, sollte man dies vielleicht eher als eine Karikatur denn ein Portrait ansehen, er möchte uns ja "Anstösse" geben; dementsprechend ist der Text recht aggressiv gehalten, was bei in einigen Rezensionen als anstössig beklagt wird.
Jammern hilft nichts, nur Taten zählen, dies ist das Credo des Autors; seine angestrebte Tat ist, uns wachzurütteln. Manche mögen lieber im Jammertal ruhen, andere unternehmen etwas. Jeder Sportler weiss, dass er auch einmal Muskelkater haben wird, wenn er sich fit hält. Sollen wir daher im Sessel sitzen bleiben und nichts tun?
Sektengefahr habe ich allerdings keine herausgehört. Genügend Intelligenz vorausgesetzt, müsste jeder Leser/Hörer den Inhalt zu relativieren und an seine Lebensvorstellungen anzupassen wissen.
Auf jeden Fall zu empfehlen!
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