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am 2. September 2010
Wieder einmal startet aktuell ein US Präsident den Versuch, zwischen Israel und seinen Nachbarn eine Form von Burgfrieden, Waffenstillstand, wirklichem Frieden herzustellen. Wieder einmal, wie alle seine Vorgänger in jüngerer Vergangenheit samt aller Außenminister und Regierungsleitenden der westlichen Hemisphäre seit Generationen.

Worum geht es dort eigentlich? Und wann begann dieses Klima von umherfliegender Raketen, Selbstmordanschlägen, Bombenlegungen, Vergeltungsaktionen und Kriegen zwischen dem jüdischen Staat und seinen Nachbarländern?

Bereits zur Gründung des Staates Israel nach dem zweiten Weltkrieg? Zur Zeit der, durch Israel, überlegen gewonnenen Kriege in den 60er Jahren? Als Folge expansiver israelischer Siedlungspolitik? Oder letztlich, und das wird so manchen Leser überraschen, war vielleicht noch nie Frieden in diesem Gebiet um die heilige Stadt Jerusalem herum? Immerhin, schon vor 3500 Jahren sah sich das Volk der Juden von allen Seiten, mit wechselndem Kriegsglück und durch die Jahrhunderte hindurch, bedrängt.

In umfassender Gründlichkeit betrachtet Dieter Vieweger die aktuellen Konflikte im Blick auf ihre Wurzeln, ihre aktuellen Auslöser und die gegenwärtigen, aber auch in der Geschichte verankerten, Reibungspunkte. Die wichtigen Konfliktfelder werden ebenso offen gelegt, wie auch, besonders hilfreich zum Verständnis, in sachlich beschreibendem Stil die Traditionen der ansässigen Volksgruppen knapp, aber präzise und verständlich, aufgearbeitet werden. Gerade in Jerusalem wird ja wie in einem Schmelztiegel deutlich, welche Traditionen jüdischer, muslimischer und christlicher Religions- und Kulturgeschichte zusammenfließen, ohne sich verbinden zu können, da die fundamentalen Überzeugungen massiv gegeneinander stehen.
Ebenso sachlich beschreibend und sich der Falle leichter und damit oberflächlicher Bewertungen enthalten zeichnet Vieweger ebenso knapp und präzise die Grundproblematiken der Palästinenser Frage nach.

Auf nicht sonderlich breitem, geographischem Raum mit dadurch wenig vorhandenen wirtschaftlichen Entfaltungsmöglichkeiten drängen seit Jahrhunderten in ihren Grundüberzeugungen unversöhnlich gegeneinander stehende Volks- und Glaubensgruppen in ständiger Reibung gegeneinander, ohne je für sich jenes Gut herstellen zu können, welches das dringendste Bedürfnis darstellt: Sicherheit.

Neben den politischen Strömungen und den sich verändernden, aber immer im Raume stehenden konkreten Reibungspunkten bietet Dieter Vieweger auch einen Blick auf konkrete, für das Geschehen in Gegenwart und Geschichte wichtige, beteiligte Personen.
Abgerundet wird seine, in Haltung und Sprachstil gelungene und neutrale Darstellung der Zu- und Umstände im Nahen Osten durch eine Reihe kartographischer Einblicke, die die räumliche Enge der beteiligten Parteien deutlich vor führen.

Nach der gründlichen Darstellung auf knapp 260 Seiten wird auch dem unbefangenen Leser deutlich, dass zwei Völker mit grundlegend anderer Werte- und Überzeugungsstruktur nur die eine Möglichkeit zu einer friedlicheren Form des Miteinanders verfolgen können, indem sie die einzelnen Problemfelder Punkt für Punkt abarbeiten. Gerade weil wesentliche Momente des Konfliktes auf religiöser Ebene zu finden sind und sich damit pragmatischen Zugriffen entziehen, wird dieser schrittweise Weg in massiver Form erschwert.

Man mag Dieter Vieweger in seiner sachlich nüchternen, nie bewertenden Darstellung daher durchaus in seiner Bewertung folgen, im Nahostkonflikt die "Mutter aller Konflikte" zu erkennen. Und damit auch die Nagelprobe für die Chancen anderer Lösungen als jener, einander mit Sprengstoff auszulöschen oder ein ganzes Volk wegsperren zu wollen.

Ein wichtiges Buch für das sachliche Verständnis und die Betrachtung der inneren Grundlagen des Nahost Konfliktes.
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am 17. April 2012
Nach einer Israel-Reise habe ich mir dieses Buch gekauft.
Hatte die Gelegenheit den Autor während der Reise kennen zu lernen.
Finde seine Schreibweise attraktiv und fesselnd, trotzdem oder
vielleicht ja gerade deshalb, dass die Sachverhalte mit vielen Belegstellen
versehen sind.
Da ich während der Reise sowohl pro-israelische als auch
pro-palästinensische Stimmen gehört habe, hat mir die
neutrale Sicht des Buches auf den israelisch-palästinensischen
Konflikt dabei geholfen diese zu bewerten.
Ich kann dieses Buch uneingeschränkt empfehlen.
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Solange ich die täglichen Nachrichtensendungen verfolge und dies sind bereits einige Jahrzehnte, ist der israelisch - palästinensische Konflikt ein immer wiederkehrendes Thema.

Dieter Vieweger legt nun ein Buch vor, dass diesen Konflikt in einen geschichtlichen Kontext stellt, der 3000 Jahre zurückreicht. Das Buch wird durch Fotos und gut verständliche schematische Darstellungen bereichert.

Ausgehend vom 18. Jahrhundert vor Christus, dem Ende der kanaanäischen Stadtstaatengesellschaft, beschreibt der Autor unvoreingenommen und sehr akribisch die Geschichte der Auseinandersetzungen im Nahen Osten.

Der Autor weiß um die Bedeutung der Religionen bei diesem Konflikt und schreibt: "Es kann nicht Bestimmung der Religion sein, den politischen Kampf zu verhärten, über Generationen auszudehnen und seine Protagonisten als Märtyrer zu verklären."

Dieses Buch habe ich sehr genau gelesen. Es trägt sicher sehr viel zum Verständnis des Konfliktes bei, zählt Tatsachen auf, stellt Politiker der Region vor und erklärt in einem extra Kapitel besondere Worte und Ausdrücke wie: Jahwe, Intifada, Hagana oder auch Araber vor.

Ein Rezept wie der Konflikt im Nahen Osten zu lösen wäre, kann auch Dieter Vieweger nicht präsentieren. Besonders hoffnungsvoll äußert er sich nicht. Lediglich zu einem Satz wie: " . . . zum zähen Ringen um die anstehenden Sachfragen bedürfte es - ohne wenn und aber - eines riesigen emotionalen Aufbruchs, des mitreißenden Enthusiasmus standhafter Friedensstifter und zäher Beharrlichkeit. - Dann kann es vielleicht gelingen."

Allen die mehr und grundlegendere Informationen zum Konflikt im Nahen Osten haben möchten, werden dieses interessante Buch verschlingen. Es bietet weit mehr als es eine Nachrichtensendung kann.
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am 24. Oktober 2013
An dieses komplexe Thema haben sich schon sehr viele Autoren gewagt, sei aus religiösen oder auch aus rein sachlichen Gründen. Und viele sind gescheitert. Vieweger ist einer der wenigen, die es schaffen, aus objektiven Fakten dem Leser zu zeigen, was sich wirklich in der südlichen Levante abspielt. Eine Reise in das Land der Gegensätze kann auch eine 0815 Reise in das "Hl. Land" keine Klärung des Konfliktes bringen, es sei denn, man schaut sich beide Seiten an (Flüchtlingscamp, Ramallah, Hebron, Betlehem, Jerusalem, Siedlungen). Aber auch hier scheint man an Grenzen zu stoßen. Mit Hilfe dieses Buches werden die Grenzen etwas lockerer, durchsichtiger. Eine Lösung des Konfliktes, der ja gewissermassen ein Familienstreit ist, hat aber auch das Buch logischerweise nicht zu bieten. Das wäre ja zu einfach. Es ist aber eine "Bibel" für alle jene, denen es nicht egal ist, was dort im Nahen Osten passiert. Und das sollten möglichst viele sein.
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am 5. Dezember 2012
... ist es, die Dieter Vieweger zum Schreiben dieses Bandes animiert hat. Bücher zu diesem Thema gibt es gleichwohl viele. Und gerade dieser Tage dürften sie sich alle wieder großer Nachfrage erfreuen, denn das Thema ist dauerhaft aktuell und bringt sich auch immer wieder selbst in Erinnerung. Von all diesen Abhandlungen hebt sich jedoch gerade die von Dieter Vieweger merklich positiv ab.

Als Archäologe, der seit vielen Jahren im Nahen Osten lebt und forscht, kennt er das Land, die Leute und den Konflikt aus erster Hand. Während dies noch auf viele entsprechende Autoren zutrifft, schafft es Vieweger wie kein zweiter, diese Kenntnisse in anschaulicher und verständlicher Form mit viel didaktischem Geschick zu vermitteln. Dabei widmet er einen beachtlichen Teil des Werkes den Wurzeln des Konfliktes, die er tief in der 3000jährigen Geschichte dieses Landes sieht.

Die Auseinandersetzungen um das Heilige Land werden Epoche für Epoche mit äußerster Akribie und sorgfältig bewahrter Neutralität beschrieben. Dabei werden die wichtigen Akteure vorgestellt und charakterisiert, ebenso wie wichtige Begriffe einfach und verständlich erklärt werden. Hinzu kommen anschauliche Abbildungen und Karten, die Aussagen des gut gegliederten und angenehm gesetzten Textes weiter illustrieren.
Seines wissenschaftlichen Hintergrunds kann sich der Autor indes nicht erwehren. So liefert er für alle zentralen Aussagen stets auch zitationsfähige Belegstellen. Damit wird sein Text nicht nur selbst wissenschaftlich verwendbar, sondern erhält eine zusätzliche Seriosität und ermöglicht dem Leser weitergehende Recherchen.

Insgesamt ist diese sachlich-nüchterne und trotzdem stets fesselnde Darstellung, die sich bewusst jeglicher Wertung enthält, jedem zu empfehlen, der sich grundlegend über den Nahost-Konflikt informieren will. Und dies sollte gerade in der heutigen Zeit eigentlich jeder Bundesbürger sein!
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am 17. Januar 2014
Super toll zusammengefasst! Geschichte und so wichtig, um Dinge in der heutigen Zeit zu verstehen. Er versucht keine Seite einzunehmen, was ich sehr sympatisch finde. Ich musste es für mein Theologiestudium lesen und habe endlich mal verstanden, worum es bei dem Konflikt in Israel eigentlich geht. Meiner Meinung ist der Konflikt gar nicht zu lösen und das Buch hat geholfen zu sehen, warum.
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am 10. Januar 2016
Das Buch "Streit um das Heilige Land: ..." war ein Wunsch auf einem Weihnachtswunschzettel, der mir übergeben wurde. Beim Auspacken hatte ich den Eindruck, dass es gut gefällt. Gelesen habe ich es nicht, so dass ich mir über der Inhalt kein Urteil erlauben kann.
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am 25. März 2013
Eine sehr objektive Zusammenstellung der historischen und der aktuellen Geschichte des Konfliktes zwischen Palestinensern und Israelis von einem Wissenschaftler, der in Israel und Deutschland arbeitet.
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am 23. Januar 2013
hilft deutlich beim anantasten zum verstehen des nahostkonfiktes. zeigt gut verständlich die vielschichtige problematik der verschiedenen religionen, völker, nationen ...auf
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am 24. Januar 2014
Sehr spannend und gut erklärend, da in einer Sprache geschrieben die auch der Laie verstehen kann.
Für Interessierte durchaus weiterzuempfehlen.
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